Welcome!

Jan 2nd, 2010 | By admin | Category: Forum

AUFRUF!

An alle kürzlich Gemusterten.

Wenn man die Musterung hinter sich gebracht hat, will man sie schnellstmöglich vergessen. Das ist uns klar. Trotzdem bitten wir Euch, der Kampagne Eure „Erlebnisse“ im KWEA kurz zu schildern.
Wenn Ihr das nicht ins Forum schreiben möchtet, so steht Euch unser musterung@googlemail.com Postfach weit offen.

Vielen Dank!

 

 

Willkommen im Forum von musterung.us!

Es ist klar, worum es geht. Wir setzen uns für die Abschaffung der unnötigen und erniedrigenden Intimuntersuchung bei der Musterung ein. Darüber wollen wir hier ernsthaft miteinander diskutieren.
Wünschenswert und sehr willkommen sind aktuelle Beiträge und Erlebnisberichte zur Musterung oder Einstellungsuntersuchung von jungen Wehrpflichtigen oder Zivildienstleistenden.
Wie habt Ihr Eure Musterung erlebt? Erzählt was Euch bewegt.
Hier ist alles anonym, also keine Angst.
Sollte Eure Musterung schon länger zurück liegen, so hören wir selbstverständlich auch gerne zu. Bei uns findet Ihr Verständnis.
Auf freundliche Gespräche und guten Informationsaustausch.

Eurer Team von BASTA

125 comments
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  1. Ihr alle kennt den Spruch, man fragt eine Dame nicht nach ihrem Alter. Das schickt sich nicht. Dabei ist nach dem Alter zu fragen doch völlig harmlos. Wenn aber eine Dame in Gegenwart einer anderen, meist jüngeren Dame in einer Zwangssituation wie der Musterung von einem jungen Mann verlangt: „Ziehen Sie mal eben die Hosen runter“ oder sie verlangt von ihm sogar, sich ganz auszuziehen, unter dem Vorwand, „ich muss mal eben Ihre Genitalien kontrollieren“, dann ist das aber voll in Ordnung. Ja, wirklich? Also ich finde das sexistisch. Auch eine Ärztin ist in erster Linie eine Frau mit sexuellen Gefühlen, die sie nur verbergen muss. Und der junge Mann macht das NICHT freiwillig. Er steht unter Druck in dem Moment und zur Zeit der Untersuchung in der Behörde.
    Ein Soldat soll unsere und seine demokratischen Grundwerte, und seine und unsere Freiheit im Notfall verteidigen. Aber in der Zeit wo die Musterung stattfindet und besonders im Moment wo die Intimuntersuchung dann abläuft, scheint das Wort Demokratie doch eher für den jungen Wehrpflichtigen eine Farce zu sein. Zwar wird heutzutage oft ein NEIN akzeptiert, aber die Behörde verschweigt dem jungen Mann vorher, von diesem Recht Gebrauch machen zu können. Ich denke, man verschweigt das ganz bewusst. Ein junger Mann bekommt so eine rituelle „Beschneidung“ seiner Freiheit verpasst, wenn er im Alter von 18 Jahren Wehrpflichtig wird. Man nimmt ihm seine Freiheit und sogar seine Würde, wenn er nicht aufpasst. Man nimmt ihm das Recht, frei über seinen eigenen Körper bestimmen zu dürfen. Man missachtet ein Recht, das doch eigentlich zum wichtigen Bestandteil unserer Grundrechte gehört. Was geht den Staat unser Körper an? Wir gehören ihm nicht! Unsere Freiheit ist nicht in Gefahr. Und selbst wenn die Freiheit des Landes auf dem Spiel stände, berechtigt das nicht einzelne Menschen oder das Militär, die Würde seiner Untergebenen zu verletzen. Wofür sollen die Soldaten dann noch kämpfen? Lohnt sich dann überhaupt noch ein Kampf? Wo gibt es dann noch eine Freiheit, für die es zu kämpfen sich lohnt? Ich sehe sie nicht! Wurde die Sklaverei nicht schon lange abgeschafft?
    Spätestens ab der Musterung wird der junge Mann und sein Körper registriert, kontrolliert und sogar katalogisiert und schließlich, wenn er dem Willen des Staates folgt, zu einem Sklaven des Systems gemacht. Für einen Hungerlohn. Zivildienst abzuleisten ist nur eine andere Bezeichnung für Soldat. Auch die Zivildienstbehörde untersteht so viel ich weiß, der obersten Militärbehörde. Die Einstellungsuntersuchung beim Zivildienst ist nur eine Wiederholung der Musterung. Viele sagen, weil man dort nicht auf eine Intimuntersuchung vorbereitet ist, wie es bei der Musterung vorher oft der Fall ist, empfänden sie diese Untersuchung als noch erniedrigender. Auch von der Freundlichkeit und dem Lächeln der Ärztinnen und Helferinnen bei der Einstellungsuntersuchung sollte man sich darüber nicht hinweg täuschen lassen. Erniedrigung bleibt Erniedrigung! Sexismus bleibt Sexismus! Viele Erlebnisberichte im Internet zeugen von der Wahrheit meiner Aussagen. Außerdem war ich selbst bei der Musterung und weiß, was da abläuft.
    Die Intimuntersuchung bei der Musterung ist der Gipfel der Unverschämtheit in Anbetracht auf die Missachtung der Persönlichkeitsrechte eines jungen Mannes. Es wird wirklich Zeit, dass dieses Relikt alter Tage abgeschafft wird.

  2. Petition zur Intimuntersuchung bei der Musterung:

    Zur Zeit läuft eine Petition im Deutschen Bundestag, die an den Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung gerichtet ist. Sie ist vom 30.06.2009 und sucht noch Mitunterzeichner.

    http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_franz_josef_jung-650-6066-1.html#q

  3. STOP MILITARY ABUSE AND HUMILIATION!

    Im Ersten Weltkrieg wurden an der Front Soldaten auch mit Gas getötet. Eine neue schlimme Waffe war damit erfunden worden. Im Zweiten Weltkrieg wurde Gas zum Töten von Menschen noch auf viel abscheulichere Weise eingesetzt, wie allgemein bekannt sein dürfte.
    Durch einen weiteren abscheulichen Einsatz einer anderen Massenvernichtungswaffe – der Atombombe – und ihren Abwurf über die Städte Hiroshima und Nagasaki, wurde dieser Krieg dann beendet. Nach diesen beiden Weltkriegen hieß es dann jeweils immer nur – NIE WIEDER KRIEG! Es reicht!
    1956 wurde beschlossen in der Bundesrepublik Deutschland eine neue Armee aufzustellen – die Bundeswehr. Heute ist vor allem die CDU dafür, die allgemeine Wehrpflicht beizubehalten. Aber auch die SPD macht keine großen Bemühungen, sie abzuschaffen. Bei den kleineren Parteien sieht es nicht viel anders aus. 1956 war es vor allem der SPD zu verdanken, dass die allgemeine Wehrpflicht eingeführt werden konnte. Natürlich war die CDU daran auch maßgeblich beteiligt. Ich sage als Mann dafür “herzlichen Dank” an diese beiden großen Parteien. Denn Sie wußten sehr genau, was damit auf alle Männer in Deutschland zukommen sollte. Dabei braucht niemand eine solche Armee. Und in der jetzigen Zeit ist sie sogar völlig unnütz. Dabei fallen jetzt junge deutsche Männer wieder in einem sinnlosen Krieg in Afghanistan. An einer Front dazu, weit entfernt von den Grenzen Deutschlands. Für viele ist das keine Landesverteidigung, sondern Missbrauch von jungen Menschen durch die Machthaber. Und was tut das Volk dagegen. Man vernimmt nur die leisen und unausgesprochenen Worte: Was geht mich das an?
    Wie man es auch dreht und wendet, die Leidtragenden sind immer die jungen Männer, die nur benutzt werden.
    Der Wehrdienst beginnt mit der Musterung. Das ist die erste Methode, um junge Männer gefügig zu machen. Oft liest man Beiträge in Internet Foren von ehemaligen Wehrpflichtigen, welche die Musterung schon hinter sich haben und für die der Unfug Bundeswehr kein Thema (mehr) ist. Die sagen auch oft: Was geht mich das an? Auch viele andere, die mit „Soldat spielen“ nichts am Hut haben, wie auch Frauen, denken so.
    Nach uns die Sintflut. oder wie? Wehrpflichtig wird jeder junge Mann. Für sehr viele Männer ist aber schon die Musterung ein erniedrigendes Erlebnis. Mich registrieren, kontrollieren und katalogisieren lassen zu müssen, mich von fremden Menschen ungewollt begutachten lassen zu müssen wie ein Stück Vieh. Ja, genau so kommen sich viele dabei vor. Der erniedrigende Höhepunkt bei ihrer Musterung ist für viele junge Männer die Intimuntersuchung, die oft vor den Augen einer sehr jungen Schreibkraft durchgeführt wird. Immer wieder ist in Internetforen zu lesen, dass sich besonders diese Assistentinnen über die jungen Männer lustig machen. Sehr viele Männer, auch ältere, empfinden das als Unverschämtheit und fühlen sich dadurch gedemütigt.

    Hier in diesem ausführlichen Bericht zu solch einer Musterung, beschreibt jemand was er erlebt hat und wie er sich dabei fühlte:
    http://kriegspostille.blogspot.com/2009/06/schwerpunkt-musterung-erniedrigung-bei.html

    Man sollte nicht so wie viele andere denken, dass es egal ist, was mit seinem Nächsten geschieht und wie dieser sich bei so einer staatlich verordneten Zwangsuntersuchung fühlt. JEDER sollte NEIN zu solch einer Erniedrigung sagen. Viele junge Männer trauen sich nicht, dies den Ärzten direkt ins Gesicht zu sagen. Leider müssen viele Männer danach erkennen, dass dies ein großer Fehler war. Sehr viele leiden später psychisch darunter, wie sie bei ihrer Musterung behandelt wurden. Dabei hat die Bundeswehr überhaupt kein Recht, die Würde junger Menschen zu verletzen.

  4. Mein Brief an den Wehrbeauftragten R. Robbe

    Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Berlin
    Platz der Republik 1
    11011 Berlin
    Germany

    Sehr geehrter Herr Robbe,

    mein Freund war bis vor kurzem bei der Bundeswehr als SAZ. Er möchte nach seinem BFD als Wiedereinsteller zurück zur Bundeswehr. Durch Recherchen, für die Voraussetzung als Wiedereinsteller, bin ich im Internet auf das Thema Musterung gestoßen. Ich bin immer noch sehr erschrocken, über das was ich dort erfuhr. Ich schreibe Ihnen, weil man sagt, sie sind der Anwalt der Soldaten und Sie setzen sich für die Soldaten ein. Ich habe mir die Frage gestellt, warum werden die Männer im Genitalbereich untersucht. Was hat der Genitalbereich mit der Wehrtauglichkeit zu tun? Warum werden weibliche Bewerber nicht im Genitalbereich untersucht? So bin ich auf die ZDV 46/1 und auf den Untersuchungsbogen gestoßen.
    Darin steht, dass bei einem Mann der Genitalbereich auf das Fehlen, Verlagerung und Veränderung von Hoden sowie Veränderungen an Nebenhoden und Samensträngen
    (z. B. Atrophie, Geschwülste, Varikozelen),
    – Anzeichen für venerische Erkrankungen oder Parasitenbefall,
    – Hinweise auf endokrine Störungen (z. B. Hypogenitalismus, mangelnde Schambehaarung),
    – Anomalien am Penis (z.B. Phimose, Hypospadie) untersucht wird.

    Die Untersuchung der Analregion umfasst die Inspektion U. a. auf Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren, Papeln und Geschwüre. Bei über 40jährigen ist zusätzlich eine rektale Untersuchung sicherzustellen.
    Bei Verdacht auf eine Erkrankung der Prostata oder des Rektums stellt sich die Notwendigkeit zur Facharztuntersuchung.

    In sehr vielen Foren schreiben gemusterte Männer, dass diese Untersuchungen in Beisein sehr junger Assistentinnen und ohne einen Sichtschutz stattgefunden haben. Ich war sehr entsetzt. Es waren auch einige Assistentinnen in diesen Foren, die über den angenehmen Beruf als Assistentin/Schreibkraft bei Musterungen geschrieben haben. Auch eine Assistentin muss keine neutrale Person sein. Es ist wohl dem Arzt überlassen, ob ein Sichtschutz bei den Untersuchungen verwendet wird oder nicht. Warum ist dieser Sichtschutz keine Vorschrift?

    Die Genitaluntersuchung bei weiblichen Bewerberinnen
    Die klinische Untersuchung (ohne Inspektion der äußeren Genitalorgane) ist um die Erhebung einer spezifischen gynäkologischen Anamnese unter Nutzung des dafür vorgesehenen Anamnesebogens
    (Anlage 7/16-7121 der ZDV 46/1), ggf. unter Einbeziehung vorhandener Fachbefunde, zu ergänzen.
    Wird hierbei eine GZr I1 81 (oder eine höhere Gradation) festgestellt, ist eine gynäkologische Untersuchung durch eine(n) Facharzt/-ärztin für Gynäkologie und/oder Frauenheilkunde zu veranlassen, soweit kein aktueller Befundbericht vorliegt.

    Das heißt, Frauen werden bei der Musterung nicht im Genitalbereich untersucht. Sie dürfen zu einem Frauenarzt ihres Vertrauens gehen und sich dort untersuchen lassen. Männer müssen sich von einen fremden Arzt/einer Ärztin im Genitalbereich im Beisein einer jungen Assistentin untersuchen lassen. Werden Frauen bei der Bundeswehr bevorzugt behandelt, damit die Frauenquote stabil bleibt?
    Frauen möchten doch aber immer gleichbehandelt werden. Warum finden diese Untersuchungen denn nicht auch im KWEA statt, im Beisein männlicher Assistenten? Frauen würden sich das nicht gefallen lassen und würden sich überlegen, ob sie zur Bundeswehr gehen. Das wäre für mich ein wichtiger Grund nicht zur Bundeswehr zu gehen.

    Finden Sie das nicht ungerecht Herr Robbe? Versetzen Sie sich bitte in die Lage der Männer. Sie werden in Beisein einer sehr jungen Assistentin im Genitalbereich ohne Sichtschutz untersucht. Die Ärztin sagt zu Ihnen „Ziehen sie bitte mal die Hose runter“. Sie Herr Robbe wissen bestimmt, dass die Assistentin die gesamte Genital- und Analuntersuchung mit ansehen kann. Wie würden Sie sich fühlen? Würden Sie nicht auch auf einen Sichtschutz bestehen? Viele Männer haben geschrieben, dass sie es als sehr unangenehm, ja sogar erniedrigend empfunden haben, auf diese Weise untersucht worden zu sein.

    Herr Robbe ich bitte Sie, setzten Sie sich dafür ein, dass diese Erniedrigung bei der Musterung abgeschafft wird. Das ist mein vordringlichster Wunsch.
    Die Intimuntersuchung nur noch hinter einem Sichtschutz erfolgen zu lassen, also unter 4 Augen, wäre schon Richtung weisend. Ich aber bin der Meinung, der Intimbereich geht die Bundeswehr nichts an. Ich möchte nicht, dass mein Freund gegen seinen Willen (da es Befehlsverweigerung wäre) intim untersucht wird. Alleine schon die Vorstellung, das im Intimbereich meines Freundes jemand herumfummelt und eine Assistentin dabei zusehen darf, macht mir großes Kopfzerbrechen.
    Auch diese völlig unnötige Untersuchung auf Phimose bei einem erwachsenen Mann. Muss das sein? Warum werden die Männer, wenn sie wegen Krankheit zurückgestellt wurden, noch einmal komplett gemustert? Warum findet diese Untersuchung noch einmal bei Diensteintritt statt? Ich halte diese ständigen Wiederholungen von (unnötigen, erzwungenen) Untersuchungen, vor allem auch was die Intimuntersuchung betrifft, für reine Schikane.

    Für Antworten von Ihnen auf meine Fragen wäre ich sehr dankbar.
    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Maria

  5. Wie kann man(n) nur so einen Wind machen, wegen so einer harmlosen kleinen Untersuchung. Ich zeige meinen männlichen! Frauenarzt jedes Jahr meinen Genitalbereich. Für ihn ist das reine Routine. Und für mich schon längst auch. Klar ist bei der Untersuchung bei ihm auch immer eine Assistentin anwesend. Ich will doch nicht, dass sich der “Kleine” die Finger an mir verbrennt.
    Aber was die jungen Männer bei der Musterung angeht. Die stellen sich vielleicht an. Die anwesenden Frauen haben alle schon hunderte, wenn nicht sogar tausende Männer nackt gesehen. Da kommen bestimmt keine sexuellen Gefühle mehr hoch bei denen. Ich nehme an, die haben privat sogar Probleme überhaupt noch sexuelle Gefühle für Männer zu entwickeln. Vielleicht kann da Extremsex Abhilfe schaffen. So mit Peitsche und langen schwarzen Stiefeln. Wäre doch mal etwas für die Jungs, wenn sie so gemustert würden. Dann bekämen sie vielleicht sogar selbst Spass an der Sache. Ihr müsst das viel lockerer sehen. Das Militär birgt die Perversität in sich selbst. Also was erwartet ihr von denen?
    Einmal kurz die Vorhaut zu lupfen hat noch keinen Mann umgebracht. Habe bis jetzt jedenfalls noch nichts davon gehört, dass ein Mann bei seiner Musterung gestorben ist. Ist doch einfach lachhaft das Ganze.

  6. Finde ich richtig schön, dass Du Deinem Frauenarzt jedes Jahr Deinen Genitalbereich zeigst. So wie Du Dich ausddrückst, muss das was da aus Deinem Munde kommt auch reine Routine sein. Dabei sollen doch gerade Frauen so zarte Gemüter sein. Aber wenn ich Dich so von Peitsche und schwarzen Stiefeln reden höre, dann habe ich da so eine Ahnung.
    Ich sehe daraus nur, Du hast überhaupt keinen blassen Schimmer, worum es hier geht. Klar finde ich das, was da immer schon beim Militär abgeht auch Pervers, aber da werden doch keine Pornos gedreht. Hoffe ich zumindest. Oder arbeiten die da mit versteckter Kamera. Wenn ich mir einschlägige Seiten im Internet anschaue, dann könnte man schon diesen Verdacht bekommen. Die Pornoindustrie weiß anscheinend sehr genau, was die bei der Musterung so alles treiben. So lachhaft finde ich das Ganze also nicht. Die Leidtragenden sind auf jeden Fall die jungen Wehrpflichtigen, die so immer mehr zu Belustigungsobjekten degradiert werden. Dabei sind sie zunächst einmal noch überhaupt keine richtigen Soldaten. Viele von Ihnen werden das auch nie. Aber sich bei der Musterung erniedrigen lassen, das muss jeder junge Mann. Das heißt, wenn er dazu nicht Nein sagen kann.
    Das Nein sagen haben die Behörden ja jetzt zum Glück schon erleichtert. Also ich würde da heute hingehen, ohne erst einmal ein Attest für die Intimuntersuchung mitzunehmen. Wenn die dann meckern würde ich sagen, das reiche ich nach. Vielleicht wird man auch schon ausgemustert ohne Intimuntersuchung und dann hat man sich das Attest umsonst besorgt.
    Überhaupt würde ich da heute hingehen, auch ohne später ein Attest nachzureichen. Denn ich bin zu der festen Überzeugubng gekommen, mein Intimbereich geht die Bundeswehr überhaupt nichts an. Wenn ich mich intim untersuchen lasse, dann nur freiwillig und nur dann, wann ich es will. Ist ja schön wenn heute viele Jugendliche, nichts mehr darum geben, wenn ihre Würde offensichtlich verletzt wird. Aber das ist ja dann deren Problem. Diese sollten aber mal darüber nachdenken, dass es viele Männer gibt, denn es nicht egal ist, wenn sich irgendwelche Leute unter Zawng in ihren Intimbereich einmogeln wollen. Ich weiß auch gar nicht, was diesen komischen Ärzten einfällt. Sehr viel Anstand und Respekt, scheinen die nicht vor einem anderen Menschen zu haben. Würde gerne mal wissen, wo solche Ärzte studiert haben. Wenn ich mir den Beitrag von “Hilde” ansehe, dann kann ich mir denken wo. Ja, auf’m Klo oder in einer noch schlimmeren Umgebung.
    Wenn man sich die Qualifikationsbedingungen dieser Musterungsärzte mal genauer ansieht, dann kann mit denen nicht viel los sein. Mit ihrem barschen Ton, den sie manchmal am Leib haben, wollen sie das bestimmt überspielen. Auch das ist Psychologie. Obwohl sie sonst von Psychologie und der Psyche von Menschen nicht die geringste Ahnung zu haben scheinen. Ist auch kein Wunder. Denn das ist wie ich hörte nur ein Nebenfach bei ihrer Ausbildung. Mehr als einen Hauptschulabschluss braucht man ja auch nicht, um Urinbecher zu sammeln, jemand zu messen und zu wiegen und jungen Menschen an den Genitalien herum zu fummeln. Ach ja, jemand anders einzuschüchtern. Das haben sie aber gelernt. Das ist auch das Wichtigste beim Militär. Ohne Einschüchterung läuft da überhaupt nichts. Hat mal jemand Full Metall Jacket gesehen oder den neuen Film Jarhead oder wie der heißt. Ich kann junge Männer nicht verstehen, die sich so etwas auch noch freiwillig antun. Als wenn es nichts besseres gäbe, als sich beim Bund schikanieren oder zumindest sich Befehle erteilen zu lassen. Das können nur Menschen sein, bei denen ein paar Schaltungen im Gehirn falsch ablaufen. Aber jetzt noch einmal zurück zur Musterung. Zu den lieben Assistentinnen der Musterungsärzte. Die sich ihre Fingernägel lackieren, während Zwangsbefohlene gedemütigt werden. Ich freue mich hier sehr darauf mit solchen Tussis Kontakt aufnehmen zu können. Denn mit denen habe ich kein Hühnchen zu rupfen, sondern würde sie gerne mal an ihren frisch frisierten Haaren ziehen und ihnen eine schallende Ohrfeige geben. So wie deren Benimm herunter gekommen ist, dabei zu sein, wenn junge Männer nackt vor ihnen herum tanzen müssen und sich dann noch nicht mal darüber zu schämen, auch noch Geld für die Sache vom Staat anzunehmen. Dabei könnten sie in der Pornoindustrie viel mehr Geld damit machen. Für mich sind auch die Musterungsärztinnen nicht viel besser. Jemand unter Zwang dabei zuzusehen, wie er seine Vorhaut zurück zieht, muss schon ein sehr erhebendes Gefühl sein für so eine Person in so einer niedrigen Arztposition. Diese Ärztinnen mussten wohl nehmen was sie kriegen konnten. Apropos Krieg. Im Zweiten Weltkrieg haben sich viele Ärzte sogar selbst erniedrigt, als sie in gewissen Lagern ihren Dienst verrichteten. Das taten sie damals auch freiwillig. Ich fasse es nicht. Und heutzutage sind solche Arzttypen schon wieder in Positionen, wo sie andere erniedrigen dürfen. Es gibt ja immer Menschen, die so etwas gerne machen. Die “Hilde” sprach ja auch schon davon. Ich warte noch auf den Tag, wenn so eine Musterungsärztin sich mal morgens in ihrem Kleiderschrank vergreift und aus versehen, ihre Lack und Lederklamotten anzieht und damit zum Dienst erscheint. dann hätten die Jungs da wenigstens mal etwas zu lachen. Aber vielleicht tragen sie ja auch ständig, so einen Gummihöschen unten drunter. Man(n) weiß es ja nicht. Heutzutage halte ich alles für möglich. In diesem Sinne muss ich der “Hilde” schon zustimmen, wenn sie sagt: “Das Militär birgt die Perversität in sich selbst.”

  7. Diese Art von Untersuchungen ist so krank. Mich würde interessieren wie die weiblichen Soldaten in der ersten Woche untersucht werden. Ob sie auch strippen müssen?
    Warum trauen sich so wenige “Nein, ich will das nicht” zu sagen. Ich würde es tun!!!! Es ist mein Körper auch wenn ich beim Bund bin. Männer lasst euch nicht alles gefallen.Ihr seid doch sonst so stark.

  8. Hallo Frau eines Soldaten!
    Ich bin ganz Deiner Meinung. Aber das mit dem sich nicht trauen stimmt wirklich. Ich war vor vier Jahren bei der Musterung. Die Details lasse ich jetzt mal weg. Dort einen Nackttanz aufzuführen fand ich aber auch irgendwie völlig unnötig, wenn nicht sogar pervers. Trotzdem habe ich es mir gefallen lassen. Und ich denke alle anderen auch, die damals mit mir da waren. Im Wartezimmer versuchten die anderen das in Lächerliche zu ziehen. Jedenfalls finde ich die Kampagne hier toll. Es wird Zeit, dass mal jemand den Mund weit aufmacht. Ich werde mir die Briefe kopieren und die Sache unterstützen.

  9. Nur mal so in den Raum gestellt:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/6925-Die-Wehrpflicht-als-Markenzeichen.html

  10. Ich finde, der Beitrag einer ehemaligen weiblichen Sanitätsangestellten über ihre Erlebnisse bei der Bundeswehr sollte überall veröffentlicht werden.
    An dieser Stelle möchte ich dieser Jeanette für ihre Ehrlichkeit und Offenheit danken, wenn ich auch nicht verstehen kann, dass sie das als Assistentin unterstützt hat.

    FORUM.MEINUNGSSCHREIBER.NET
    Jeanette 7.2.2008 um 23:11

    Ich war Arztschreiber im San-Bereich. Dort werden die Neuankömmlinge in ihrer ersten Woche nochmals untersucht wie bei der Musterung, darum passt es vielleicht zum Thread. Sie warteten zugweise (~50) auf dem Flur im Trainingsanzug. Zur ärztl. Untersuchung mussten sie dann einzeln bis auf die Socken strippen, so dass man an manchen Tagen mehr als hundert Nackedeis vor Augen hatte. Die Ärztin hat sie dann da unten abgetastet und wollte bei so etwa jedem vierten sehen, ob die Vorhaut zurückgeht. Die Ärztin war 32 und privat eigentlich eine ganz liebe, darum hats mich immer gewundert, wie relativ unsensibel sie sich bei der Untersuchung verhielt. Ich empfand es jedenfalls immer als ziemlich anstößige Situation, wenn bei einem erwachsenen Mann, der sicher schon mit seiner Freundin im Bett war, das Geschlechtsteil auf Funktion geprüft wird und er es sich quasi selber vor ner Frau dran machen musste. Es war immer ziemlich krass und irgendwo cracy, wenn sie so einen halben Meter vor einem standen und sich vor einem ihr Ding zwischen die Finger nahmen und sie dann ihr Lustorgan hervorpuhlen mussten und man es die ganze Zeit voll sehen konnte, während die Ärztin so 5 Sek. lang von links und rechts drauf schaute. Ach so: die Socken mussten sie sich erst danach ausziehen. Irgendwie hatte sie eine andere Vorstellung von Intimsphäre, sie untersuchte einfach strikt von oben nach unten und erst ganz zum Schluss Zehen und Fußsohlen. Erst Jahre später wurde mir klar, dass diese Untersuchungen aus Sicht der Betroffenen ein wahrer Alptraum sein mussten besonders bei der Vorhautkontrolle und für die mit etwas zierlicherer Ausstattung oder die Beschnittenen, bei denen man immer gleich alles zu sehen kriegte. Wirklich leid taten sie mir damals aber nicht, dafür ging alles einfach zu selbstverständlich und routiniert über die Bühne, dass man sich darüber gar keine größeren Gedanken machte. Das ist jetzt über 5 Jahre her. Dass so eine gründliche Untersuchung den allermeisten ziemlich unangenehm war, konnte man ihnen aber schon ansehen. und ich versteh den Ärger oder die Ängste einiger.

  11. Auf focus.de findet sich ein schöner kleiner Artikel zur Hodenuntersuchung bei der Musterung.

    http://www.focus.de/gesundheit/news/hoden_aid_86474.html

    Ich will nicht bestreiten das Hodenkrebs für junge Männer eine Gefahr bedeuten kann. Aber in Deutschland wird Vorsorge gross geschrieben und bei Kinderärzten und bei den Schuluntersuchungen werden die Hoden auch immer mitkontrolliert. So war es jedenfalls bei mir. Warum hier also gerade die musterungsärztliche Untersuchung eine so tragende Rolle spielen soll, verstehe ich nicht. Muss ein junger Mann unbedingt gezwungen werden, sich die Hoden untersuchen zu lassen? Kann man das nicht etwas gefühlvoller handhaben? Ich glaube auch nicht, dass viele junge Männer vor der musterungsärztlichen Untersuchung noch nie beim Arzt gewesen sein sollen. Warum weisen die Hausärzte und auch solche Ärzte vom Gesundheitsamt z.B., welche die Schuluntersuchungen durchführen die Jungen Männer nicht darauf hin, dass Hodenkrebs eine Gefahr bedeuten kann. Warum wird jungen Männern nicht schon früher in ihren jungen Jahren gezeigt, wie man sich selbst untersuchen kann? Denn jeder wird doch seinen Körper sicher am besten kennen und wenn ihm etwas Verdächtiges bei sich auffällt, wird er schon zu einem Arzt seines Vertrauens damit gehen. Ich würde das als junger Mann jedenfalls so gemacht haben, wenn mir das erklärt worden wäre.
    Die Intimuntersuchung bei der Musterung fand ich eher abstossend. Vor allem auch, weil eine Assistentin dem Arzt und mir dabei zusehen konnte. Ganz schlimm fand ich auch, als der Arzt von mir verlangte, die Vorhaut mal bis zum Anschlag zurück zu ziehen. Dabei hat die Assistentin ein leichtes Grinsen aufgesetzt und schaute mir dreist ins Gesicht. Ich finde so bringt das überhaupt nichts. Nach meiner Musterung war ich bisher nicht mehr für eine Hodenuntersuchung beim einem Arzt.

    Außerdem sagt focus.de die Unwahrheit:
    Zitat focus: “13. Sept. 2004 … Weil immer mehr junge Männer Hodenkrebs bekommen, fordern Ärzte, die entsprechende Untersuchung im Rahmen der Musterung durchzuführen.”

    Das sagten sie 2004? Soviel ich weiß, gehört die Hodenuntersuchung schon immer zum Untersuchungsprogramm bei der Musterung. Also was soll der Blödsinn?

  12. Nachsatz von mir:
    Zitat focus: “Die Ursachen für die Erkrankung liegen laut Nieschlag noch im Dunkeln.”

    Ich kann mir vorstellen, dann sehr viele junge Männer Bammel vor der Musterung haben. Ich hatte ihn jedenfalls schon lange vor dem Tag der Musterung. Am Tag der Musterung war mir dann sogar morgens etwas übel. So etwas schlägt mir immer zuerst auf dén Magen. Wollte ja nie zur Bundeswehr und wusste nicht, ob ich ausgemustert würde oder nicht. Ich kann mir schon vorstellen, dass für viele junge Männer diese Zwangsuntersuchung eine so grosse psychische Belastung darstellt, dass sie davon krank werden können. Gerade auch die erzwungene Intimuntersuchung. Sich dabei nackt zeigen zu müssen vor fremden Ärzten (meiner war ziemlich unfreudlich) und womöglich einer Arzthelferin, bedeutet bestimmt für so manchen ein Fiasko in diesem Alter. Die Pubertät ist noch nicht lange vorbei und so. Gerade hat man ein wenig Selbsbewußtsein im Umgang mit seinem eigenen Körper entwickelt und dann wird man vor den Augen einer Arzthelferin wieder zu einem kleinen Jungen gemacht.
    Soviel ich weiß, kann Krebs auch durch einen besonders großen psychischen Konflikt entstehen. Das wollte ich hier nur einmal erwähnen und zur Diskussion stellen.

  13. Auf der Website
    http://www.loeschblatt.com/website/Archiv/Mai_06/Musterung/die_musterung.htm

    steht unter dem Zeichen der Bundeswehr:

    “Mitbringen: Zur Musterung unbedingt eine Badehose oder kurze Hose sowie Personalausweis oder Reisepass mitbringen. (Wer hier die Badehose vergisst, wir nicht gleich bestraft :-) )”

    Wer die Badehose vergißt, wird damit bestraft, dass er für die ganze Zeit der Untersuchung nackt sein muss. Über so einen Fall hatte mal jemand in einem Internetforum berichtet. Da sagte dann die Ärztin zu dem jungen Mann: “Dann müssen sie eben nackt bei der Untersuchung sein.” So einfach ist das für das medizinische Personal.

    desweiteren steht unter dem Zeichen der Bundeswehr:

    “Genitaluntersuchung: Wem diese sowie die anderen Untersuchungen nicht gefallen, kann diese verweigern und es kann nur nach Augenschein beurteilt werden. Ich empfehle jedoch jedem, diese Musterung mitzumachen, um später auch etwas Witziges erzählen zu können.”

    Mag sein, dass es manche witzig finden. Aber warum gibt es dann überhaupt dieses Forum hier? Und was soll die Glotzerei auf die Genitalien (oder den angezogenen Körper? – Das halte ich aber für eine medizinisch nicht sehr seriöse Untersuchung)? Daraus erlese ich, was die Musterung im Ganzen für ein Blödsinn ist. Und zwar ein sehr gefährlicher Blödsinn, wenn Menschen dadurch einen psychischen Knacks wegbekommen können.

    Was das noch mal mit dem “nach Augenschein beurteilt werden” betrifft: Dies sagt doch aus, dass man bei der Musterung auf jeden Fall einmal nackt zu sein hat. Ich halte das für eine reine psychologische Einschüchterung von Menschen.

  14. Die Leitung von Volksentscheid.de (siehe unter LINKS) schrieb zum Thema:

    „in der Tat ist ihre Kampagne sehr notwendig. Über dieses Thema habe ich
    eben zum erstenmal nachgedacht. Die Eierschau bei der Musterung dürfte
    zwei historische Ursachen haben:
    a) Erniedrigung des Soldaten, um den “Befehlsstachel” (Canetti) zu
    verankern, d.h. ihn zu gefügig zu machen.
    b) medizinischer Schutz für Geschlechtskrankheiten wie Tripper, usw.

    Teil a) ist nun wirklich für “Bürger in Uniform” unwürdig, und zu Teil
    b) ist festzustellen: für derartige Krankheiten, die optisch erkennbar
    sind, geht heute wohl jeder zum Arzt. Sollte dies medizinisch notwenig
    sein, reicht es wohl aus, wenn sie Rekruten in der Karserne untersucht
    werden. Es ist lächerlich, wenn diese bei Zivildienstleistenden erfolgt.
    Da hat der Staat eindeutig Einsparpotentiale.“

  15. Gegendarstellung:

    Hier mal als Gegendarstellung, was so als Musterungspraxis der Bevölkerung in der normalen Presse verkauft wird und ein Bericht, wo alles ganz anders abgelaufen ist. Das erste Beispiel gibt Anlass zu der Annahme, als ob so in allen KWEA verfahren wird. Sieht natürlich für jeden dann so aus, als wenn dort nur ältere freundliche Herren die jungen Männer untersuchen. Wohlweißlich wird auch vom riesigen Frauenüberschuß der weiblichen KWEA Ärzte nichts erzählt und von der Gegenwart der Assistentinnen bei den Untersuchungen (speziell bei der Intimuntersuchung der Männer) schon überhaupt nichts. Und dass die weiblichen freiwilligen Bewerber Vorzüge bei den Untersuchungen gegenüber den Männern genießen, das wird total verschwiegen.

    Kann sich jeder wer will mal durchlesen und sich dann seine eigene Meinung dazu bilden. Im zweiten Beispiel wird in ähnlicher Form beschrieben, was ich persönlich erlebt habe bei meiner Musterung.

    Beispiel 1: Musterungspraxis, wie sie in der Berliner Morgenpost zu lesen war:

    http://www.morgenpost.de/printarchiv/biz/article653881/Zur_Musterung_bitte.html

    Beispiel 2: Musterungserlebnisse eines Wehrpflichtigen

    http://kriegspostille.blogspot.com/2009/06/schwerpunkt-musterung-erniedrigung-bei.html

  16. Heute morgen kam im Radio die Meldung, das Bundesverfassungsgericht will an der momentanen Wehrpflichtpraxis in Deutschland NICHTS ändern. Sie können keine gewichtigen Gründe erkennen, welche das rechtfertigen würden. Diese fiesen alten Knochen. Man sollte sie alle absetzen. Die interessiert es überhaupt nicht, was für Sorgen junge Männer haben.

    Der Bundesverteidigungsminister hat auch vergessen, dass er einmal jung war. Jetzt interessiert ihn auch nur noch Geld, Macht und Politik.

    Aus Afghanistan kommen traumatisierte junge Soldaten zurück. Die hatten wohl gedacht, Krieg spielen geht so wie im Computer. Einfach Reset drücken und dann ist man wieder lebendig.
    So geht aber richtiger Krieg nicht. Krieg ist brutal. Man ist ein Mensch, auch als Soldat und hat Angst verwundet zu werden oder zu sterben. Vorgestern wurden ofiziell 35 Tote deutsche Soldaten bekannt gegeben. Von Verletzten sprach man nicht. Das werden aber noch viel mehr sein. Wie viele Krüppel werden wieder darunter sein, wenn der Krieg irgendwann vorbei sein wird?
    Zusammen geschossen zu werden ist bestimmt ein gutes Gefühl. Oder auch von einer Mine ein Bein abgerissen zu bekommen, macht bestimmt viel Spass.

    Die von dort zurückkehren, müssen sich nicht selten in psychologische Behandlung begeben. Hier im Forum kann man gut erkennen, dass junge Männer schon mit der Erniedrigung bei der Musterung Probleme haben. Wie mag es da erst den traumatisierten, im Einsatz gewesenen Soldaten zu Mute sein?

    Junge Männer sind eben keine gefühllosen Gegenstände, die durch die Macht auf ihrem Schachbrett hin und her geschoben werden können. Und trotzdem werden sie durch das Militär zu Schachfiguren gemacht. Natürlich in der Regel unter Zwang. Also muss man sie von Beginn an, am besten schon in den KWEÄ einzuschüchtern versuchen. Reicht das noch nicht, dann gelingt denen das später bei der Grundausbildung. Denn welcher normale Mensch würde sich sonst so etwas antun? Ich jedenfalls nicht.

    Zivildienst abzuleisten ist zwar das geringere Übel. Aber das ist auch nichts anderes als Sklavendienst. Eben weil es unter Zwang geschieht.

    Wenn die Staatsoberhäupter Krieg spielen wollen, so sollen sie das doch alleine machen oder sich Zinnfiguren dafür gießen und die jungen Männer endlich in Ruhe lassen mit ihrem Blödsinn.

    Und das Ganze dann noch mit dem Wehrpflichtgesetz abzusegnen, ist wohl das Widerwärtigste was die ältere Generation der Jugend antun kann. Dazu kann ich nur sagen: Pfui Teufel!

  17. Aus einem schriftlichen Kontakt zu einem älteren Herrn, einem Freund, der Professor ist:

    Ich:
    “Das mit der Musterungssache ist schon etwas aufregend für mich. Ich kenne inzwischen so viel darüber, da ist vieles bei, was mich bedrückt. Es wird Zeit, mal den Mund dazu aufzumachen.”

    Der Professor:
    “Ja, machen Sie den Mund auf!!!

    Den Text Ihrer homepage kann ich voll und ganz bestätigen, denn auch ich habe mich dem entwürdigenden Verfahren der Musterung 1966 unterzogen!”

    ——————————
    Ich denke, ein weiterer Kommentar erübrigt sich.

  18. Hallo,

    ich habe mich jetzt auch auf dieser Platform angemeldet da ich der Ansicht bin dass es sich bei den Musterungen der Männer in den Kreiswehrersatzämtern und auch bei den Antritts- und Entlassungsuntersuchungen in den Kasernen (Soldaten) und den Gesundheitsämtern (Zivildienstleistende) um einen Akt von perfidem Sexismus gegenüber jungen Männern handelt.

    Ich habe schon vor Jahren gesagt dass man sich niemals getrauen würde, in dieser Art und Weise mit Frauen umzugehen. Mittlerweile gibt es ja auch Frauen bei der Bundeswehr, als freiwillige Soldaten auf Zeit und als Berufssoldaten. Und was immer meine Vermutung war, wurde in der Praxis zu 100% bestätigt : Frauen werden bei der Bundeswehr nicht intim untersucht (das können Sie von Ihrem vertrauten GynäkologIn machen lassen) und auch bei den verbleibenden Untersuchungen bei der Bundeswehr werden grundsätzlich nur weibliche Ärzte und weibliche Assistenten eingesetzt. Das mit den Assistentinnen muss man schon verstehen : in den Untersuchungszentren der Bundeswehr sind hauptsächlich männliche Assistenten tätig, die werden von den Untersuchungen der Frauen grundsätzlich ausgeschlossen. Obwohl da noch nicht einmal gynäkologische Untersuchungen stattfinden. In diesen Zentren werden auch Männer untersucht, die sich als Soldaten auf Zeit weiterverpflichten möchten. Da ist man überhaupt nicht sensibel : untersucht wird mehrheitlich von weiblichen Ärzten (einschliesslich Intimuntersuchung) und immer vor den Augen weiblicher Assistentinnen. Sichtschutz gibt es bei der Bundeswehr nicht – die sind ja was Intimsphäre junger Männer anbelangt so blind, dass sie auch auf Sichtschutz verzichten können …

    Wenn ich dann den Bericht von Dir HILDE lese, dann frage ich Dich ganz klar ob Du nach Nennung der Fakten oben immer noch von einer kleinen harmlosen Untersuchung sprichst. Bei den Soldatinnen handelt es sich offenbar nicht um eine kleine harmlose Untersuchung, sonst würde man sie nicht vor den Blicker des männlichen Medizinpersonals schützen. Dabei werden die ja nach genau der gleichen Dienstvorschrift (ZDV46/1) untersucht.

    Und die Lachtruppe Bundesverteidigungsministerium begründet den Einsatz weiblicher Ärzte bei den Untersuchungen der Männer mit deren “geschlechtlich neutralen Sicht”. Hhhhmmm, den männlichen Ärzten unterstellt man derartige “geschlechtliche Neutralität” offenbar nicht. Allein daran sieht man doch wie verlogen dieser Verein ist.

    Hilde, Du schreibst auch : “klar ist bei (meiner Untersuchung beim Gynäkologen) immer eine Assistentin dabei”. Ja, eine Assistentin, eine Frau. Da werden wohl die allerwenigsten Frauen ein Problem mit haben. Auch die Männer hätten mit männlichen Assistenten wohl kein Problem, mit zuschauenden Frauen (die nichts anderes machen als zuzuschauen) aber schon.

    Hilde, stelle Dir vor ein junger Mann um die 20 würde bei den gynäkologischen Untersuchungen zuschauen, ich wette Du wärst da glatt begeistert. In Wirklichkeit würden sich die gynäkologischen Praxen in Deutschland sehr schnell leeren, wenn da plötzlich männliche Assistenten auftauchen würden. Vor kurzem wurde die Klage eines Mannes vor einem deutschen Gericht abgewiesen, der sich als Erzieher in einem Mädcheninternat beworben hatte und wegen seines Geschlechts als Mann abgelehnt wurde. Begründung : er könnte dort mit der Intimsphäre der Mädchenin Berührung kommen.
    Niemand in Deutschland wundert sich über so etwas : jede Frau wäre problemlos als Erzieherin ein einem Jungeninternat eingestellt worden, keine müsste je deshalb vor Gericht ziehen. Was meinst Du, Hilde, was passieren würde wenn sich ein junger Mann auf eine Ausbildungsstelle bei einem Gynäkologen / einer Gynäkologin bewerben würde ? Was wohl ?
    Die Bewerbung würde bestenfalls ignoriert werden, er könnte vor Gericht ziehen und würde dort “selbstverständlich” scheitern. Siehe den Erzieher oben.

    Wenn man dies zusammenfasst und nicht klar von weit verbreiteter “doppelter Moral” bzw. von “Sexismus” Männern gegenüber spricht, ja dann muss man als Frau schon ziemlich blind sein. Meine Erfahrung lehrt mich aber dass wenn man Frauen mit allen Fakten konfrontiert, dass dann viele doch sehr, sehr viel ruhiger werden und mit ihren “lustigen” Kommentaren Männern gegenüber sehr viel zurückhaltender werden.

    Und noch kurz zu den zuschauenden Assistentinnen : die Bundeswehr begründet das ja immer damit, dass dies auch in zivilen Praxen so üblich sei und durch das “forensische Prinzip” begründet sei. Nun ich will an dieser Stelle und heute noch nicht zu viel dazu sagen, nur so viel : das ist schlicht und einfach erlogen ! Den Beweis dafür werde ich hier in ca. 2-3 Wochen erbringen. Was dann folgt … auch darüber rede ich im Moment noch nicht. Ich gehöre zu denen, die erst mal die Fakten genau eruieren.

  19. Hmm, komisch ich habe gerade meinen Post abgesandt, es ist jetzt kurz nach Mittag (ca. 12.45 Uhr) aber mein Post erscheint unter 3.44 am als Uhrzeit). Wahrscheinlich steht der Computer irgendwo in den USA (Westküste).

  20. CarstenZ schreibt: “Wahrscheinlich steht der Computer irgendwo in den USA (Westküste).”

    Was auch besser ist. Noch besser wäre, er stände in Russland. Das habe ich jedenfalls inzwischen gelernt und mich auch darüber gewundert. In Russland sollen ungefähr nur 45% der Medien staatlich kontrolliert werden, in Germany sollen es aber 97% sein. Dies alleine sagt doch schon einiges über dieses “demokratische” Land aus.

    Ich bin im übrigen schon sehr neugierig darauf, was CarstenZ hier in 2-3 Wochen an Information verlauten lassen wird. Fakten kann man nicht verleugnen!

    Die Hilde hier ist so ruhig geworden. Das sollte andere, vor allem Frauen auch bedenklich stimmen, die nichts gegen die Erniedrigung der Männer durch das Militär haben.

  21. Lukas 23,34: “Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.”

    Sie wissen aber sehr genau was sie tun. Das ist das Schlimme daran. Jemandes Persönlichkeitsrechte einzuschränken, dazu noch für einen Zweck der zum Himmel stinkt. Genannt wird das dann Landesverteidigung. Klar, in Afghanistan müssen deutsche Männer auch ganz gewiß unser Land verteidigen und sogar dafür sterben. Das hat alles seine Ordnung.
    So ordentlich geht es auch bei der Musterung zu. Alles genau nach Vorschrift, damit sich die lieben Behörden später nicht etwas nachsagen lassen müssen.
    So ordentlich wird man auch in Tauglichkeitsstufen einsortiert. Dass dadurch Menschen noch mehr die Würde genommen wird, als dass es ohnehin schon durch eine Zwangsuntersuchung der Fall ist, macht man sie so vollends zu Objekten. Zu Objekten im Spiel der Macht.

    Glücklich geben sich die, welche aussortiert werden. Das Wort ausmustern ist aber schon eine Beleidigung in sich. So wird man zu einem Muster ohne Wert abgestempelt, zu einem Mensch zweiter Klasse. Dies wird aber nur den wenigsten gleich bewusst. In vielen Internetforen liest man immer wieder, dass die Schmach die dadurch entsteht vielen erst sehr viel später bewusst geworden ist. Viele beginnen erst Jahre nach ihrer Musterung zu begreifen, wie sehr ihre Würde durch diese Zwangsuntersuchung verletzt worden ist.

    Dies alles nimmt die Bundeswehr aber in Kauf, um ihre die Menschenwürde verletzende Praxis aufrecht zu erhalten, die sich schon seit Jahrhunderten bewährt hat, um Menschen in ein gewisses Schema zu pressen, in das sich die wenigsten freiwillig begeben würden. So gesehen ist die Musterung nichts weiter als pure Einschüchterung des einzelnen und für viele bedeutet sie und die Wehrpflicht nichts anderes als reine Schikane.

    Die Intimuntersuchung wird damit begründet, man wolle doch nur Krebsvorsorge betreiben und den jungen Männern etwas Gutes tun. Unter diesem scheinbar guten Argument versucht man dann nachträglich etwas als wohlwollende Handlung des Staates hinzustellen und damit alles Negative was mit so einer Zwangsuntersuchung verbunden ist zu überdecken. Viele fallen auch darauf herein und betrachten das Ganze als Normaliät.

    Wird eine Zwangsuntersuchung dadurch zu einer Normaliät, wenn man sie gesetzlich abgesegnet?
    Würde (seelische) Folter dadurch zu einer Normalität, wenn man sie per Gesetz zulässt?
    Im Mittelalter war das so. Da durfte man foltern und Menschen auf Scheiterhaufen verbrennen, nur weil sie einen anderen Glauben hatten.
    Heute darf man über den Schutz von Gesetzen andere Mensche dazu nötigen sich einer ganzkörperlichen Untersuchung zu unterziehen, ob sie wollen oder nicht. Dies verweigern zu können stimmt so nicht, denn dann wird man so in Augenschein genommen und so in eine Kategorie eingestuft und entgeht damit wahrscheinlich der Möglichkeit, wie es so schön heißt, ausgemustert zu werden.
    Den Schaden hat also immer wie man es auch dreht und wendet zum Schluss doch das Individum, dass sich der Macht zu fügen hat. In die Seele eines Menschen wird auf jeden Fall ein Einbruch verübt, denn auf einen jungen Mensch wird alleine schon durch die allgemeine Wehrpflicht ein Druck, ein Zwang ausgeübt, für sich eine Entscheidung treffen zu müssen, an deren Anschluss sogar zählen kann, vorbestraft zu sein, wenn man sich dagegen entscheidet. Und das ist das Widerliche daran.

    Was ist normal daran, wenn man sich unter Zwang vom anderen Geschlecht untersuchen lassen muss?
    Was ist normal daran, wenn bei den Untersuchungen der Männer nur weibliche Schreibkräfte zugegen sind, aber bei freiwilligen weiblichen Bewerber der Bundeswehr männliche Assistenten nicht zugegen sein dürfen?
    Was ist normal daran, wenn noch nicht einmal männliche Ärzte die freiwilligen weiblichen Bundeswehrbewerber begutachten dürfen?
    Was ist normal daran, wenn die Bundeswehr offensichtlich in ihren KWEÄ Sexismus toleriert?
    Was ist normal daran, wenn Männer als verweichlicht angesehen werden, die diesen Schikanen der Macht die Stirn bieten?
    Ich finde, besonders vor solchen Männern sollte man hohe Achtung haben. Von solchen Männern hätte es auch zur Zeit Hitlers viel mehr gebraucht.
    Dann nämlich wäre es gar nicht zu dem gekommen, als was man den bisher schrecklichsten aller Krieg nennt.
    Ich denke, die Bundeswehr macht sich mit ihrem Vorgehen ihren Ruf kaputt, eine leistungsorientierte Streitkraft sein zu wollen, in der alles mit rechten Dingen zugeht. Natürlich läuft auch alles exakt nach Vorschrift, aber das ist besonders das, was das Ganze so widerlich macht. Sie wissen eben sehr genau, was sie tun müssen, um Menschen die Würde zu nehmen, ihnen ihren Willen aufzuzwingen und ihnen nebenbei auch noch einzutrichtern, dass es so wie sie es tun, völlig normal ist.
    Mehr Raffinesse ist kaum noch drin. Das ist fast perfekt. Aber auch nur fast. Denn auffallend ist, das sehr vielen Männern das Spiel doch zuwider ist, das man mit ihnen treibt.

  22. Die Psychiologische Seite dieser Angelegenheit ist interessant.Die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen bei
    der
    Untersuchung muß einen Grund haben.Jochen meinte an anderer Stelle das ist von den Verantwortlichen so gewollt um
    die Männer zu Demütigen damit sie später um so gehorsamer sind.Das könnte sein.Dann finden sich anscheinend genug
    Frauen die ja dort inzwischen in der Überzahl sind,und bereit sind so etwas zu machen.Wenn sie dort arbeiten halten
    sie es ja anscheinend für Richtig das Männer sexistische Zwangsarbeit machen müssen und sie nicht.Das setzt meiner
    Meinung nach eine Art Sklavenhaltermentalität voraus und zwar bei den Ärztinen und den Helferinnen die ja genau
    wissen das sie selbst es niemals machen müssen.Den Verdacht das sie sich dort einstellen lassen um genau das tuen zu
    können wurde von mir bereits an anderer Stelle erwähnt.Von einigen Leuten wurde das ja bestritten.Bei mir wurde der
    Verdacht das sowas möglich ist durch eine Fernsehsendung in der eine seltsame Frau ihren Beruf aufgegeben hat um in
    einem Männergefängnis Aufseherin zu werden verstärt.
    Nazar schreibt:
    ( Zu den lieben Assistentinnen der Musterungsärzte. Die sich ihre Fingernägel lackieren, während Zwangsbefohlene
    gedemütigt werden. Ich freue mich hier sehr darauf mit solchen Tussis Kontakt aufnehmen zu k÷nnen. Denn mit denen
    habe ich kein Hühnchen zu rupfen, sondern würde sie gerne mal an ihren frisch frisierten Haaren ziehen und ihnen eine
    schallende Ohrfeige geben. So wie deren Benimm herunter gekommen ist, dabei zu sein, wenn junge Männer nackt vor
    ihnen herum tanzen müssen und sich dann noch nicht mal darüber zu schämen,)
    Vieleicht sind anstatt einer Ohrfeige mehrere Fausschläge und anstatt an den Haaren zu ziehen diese
    auszureißen angebrachter.
    Die Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen könnte aber auch daher kommen das Männer unfreiwillig
    und Frauen freiwillig dorthin gehen.Warum soll man aus Sicht der Verantwortlichen Jemanden der es sowieso muß
    anständig und freundlich behandeln,ist doch nicht nötig,er wird von Anfang an geringer eingeschätzt.So wie damals die
    Sklaven.
    Würde man die Frauen auch so Respektlos behandeln würden sie vieleicht weggehen ,oder wenn sich das rumspricht
    erst garnicht kommen,und die Quote würde nicht erfüllt.
    Am Samstag stand ein Spruch von Ministerin von der Leyen in der Zeitung: (Das wichtigste ist ,ein Gespür zu behalten
    für das, was in Ordnung ist.Es reicht nicht, die rechtliche Lage zu kennen) Das war zwar in anderem Zusammenhang
    gemeint trifft aber auch auf unsere Sache zu.Das Gespür ist nicht vorhanden.

  23. Ich hatte vor kurzem in einem anderen Internetforum eine Diskussion über
    Wehgerechtigkeit. Irgendwann hat dann einer der Diskussions-Teilnehmer
    das Thema Musterung und dann auch die Intimuntersuchung (Ärztin,Assistentin)
    beklagt. Die weiblichen Teilnehmer sind dann mit ihren Gynäkologen-Geschichten
    über ihn hergefallen und sich über die Empfindlichkeit der Männer lustig gemacht.
    Als dann ein anderer das Thema “männliche Arzthelfer beim Gynäkologen” ins
    Spiel gebracht hat waren die Damen mehr als empört, “das könnte Euch Spannern
    so passen”. Es hat dann schon der Hinweis auf das “äquivalente” Verfahren bei
    der Musterung (Assistentinnen!) gereicht, um ziemlich schnell Ruhe zu schaffen.

    Ich habe dann noch ergänzend dargestellt wie Frauen bei der Bundeswehr gemustert
    werden – und dann war es ganz ruhig. Mehrere Frauen haben dann aber etwas ganz
    klar ausgesprochen, womit sie völlig Recht haben :

    “warum verweigert ihr nicht ganz einfach diese Untersuchungen, ich als Frau würde das nicht mit mir machen lassen”.

    Ein sehr wahres Wort und man soll diesen Hinweis schon ernst nehmen.

    Frauen würden das niemals mit sich machen lassen – mal abgesehen davon, dass sich
    der Staat niemals trauen würde vergleichbares mit Frauen zu veranstalten.

    Klar wissen wir alle, dass die Wehrpflichtigen durch den besonderen Charakter der Musterung
    eingeschüchtert sind, die allermeisten wissen auch heute noch nicht, dass sie die Intim-
    untersuchung einfach folgenlos verweigern können. Warum erwähne ich eigentlich “folgenlos”
    - selbst wenn es Folgen gäbe, soll jeder Zivilcourage genug aufbringen diese Untersuchung
    einfach zu verweigern. Die Bundeswehr vermeidet ganz ganz bewusst auf Bussgelder usw.
    denn dann käme es zu Einsprüchen gegen das Bussgeld und irgendwann wäre das vor
    Gericht und dann müssten die Damen/Herren Militärs wohl schnell die Hose runterlassen … und dann blieben sie wohl auch auf Dauer unten.

    Deshalb, solange der Staat an diesem sexistischen Verfahren festhält, muss JEDER WEHRPFLICHTIGE wissen, dass er das einfach verweigern kann und dann bei der typischen weiblichen Machtdemonstration (Ärztin vor den Augen einer Assistentin) auch einfach verweigern. Dann ist halt Schluss mit der weiblichen Machtdemonstration …

    Macht genau das was jede Frau in dieser (umgekehrten)Situtation einfach machen würde, verweigern. Kümmert Euch nicht um Gerede/Ansichten dann als Weichei dazustehen oder ähnlichen Schwachsinn. Am besten auch noch mit einem Kommentar, dass ihr das als puren Sexismus betrachtet, auch angesichts dessen wie Frauen bei der Bundeswehr gemustert werden. Diese “Damen” sollen ruhig wissen wie ihr darüber denkt.

    Lasst Euch auch nicht durch Formulierungen wie “Diese Untersuchung ist Pflicht”, “Sie dürfen das nicht verweigern” umstimmen. Die wissen genau, dass sie gegen die Verweigerung nichts machen können, nichts mit “Pflicht”, nichts mit “sie dürfen nicht verweigern” usw.
    Einer weniger, der sich nicht demütigen lässt, wenn das mehr und mehr machen wird denen das langsam zu Denken geben.

  24. Im IRAK wurden in jüngster Vergangenheit unzählige irakische Männer von Amerikanern in menschenverachtlicher Weise gefoltert. Hier einen Vergleich anstellen zu wollen wäre absurd, wirklich absurd.

    Das sollte man auch schnell vergessen und nicht weiter verfolgen.

    Dennoch fällt eine “Kleinigkeit” auf.

    Die Folternden wissen genau, wie man die menschenverachtenden Praktiken/Folter
    e i n l e i t e n kann, sozusagen als kleines Vorspiel (noch nicht Bestandteil der eigentlichen Folter, aber als Vorspiel). Man macht sich einfach die Kenntnis der männlichen (menschlichen) Psyche zunutze … Kenntnisse, die auch Mediziner und medizinisches
    Personal haben.

    In der renommierten ZEIT gab es hierzu vor einigen Monaten den folgenden bemerkenswerten Artikel zu lesen :

    siehe http://www.zeit.de/online/2009/03/guantanamo-usa-folter

    Auszug :

    Susan Crawford, die im Verteidigungsministerium für die Kontrolle der Militärtribunale im Lager zuständig ist, räumte die Folter im Gespräch mit Washington-Post -Autor Bob Woodward ein . Der wegen der Planung der Anschläge vom 11. September angeklagte Mohammed Al-Kahtani sei 2002 in Guantánamo misshandelt worden.

    “Wir haben Kahtani gefoltert. Seine Behandlung entsprach der rechtlichen Definitionen von Folter.” Deshalb habe sie die Anklage gegen Kahtani wegen Kriegsverbrechen im Mai 2008 zurückgewiesen, erklärte die ehemalige Richterin. Präsident George W. Bush und sein VizeDick Cheney haben wiederholt gesagt, die USA foltere nicht.

    Crawford berichtete der Zeitung auch detailliert über Demütigungen Kahtanis.

    Dieser sei gezwungen worden, nackt vor einer weiblichen Ermittlerin zu stehen …

    Man lässt also zunächst die männlichen Gefangenen nackt vor weiblichen Untersuchungsbeamten erscheinen. Keine körperliche Folterung, keine unmittelbare schwere psychische Folter aber eine in einschlägigen Kreisen bekannte und wirksame Methode um Männer zu demütigen und zu erniedrigen … und hier gibt es schon einen sehr perfiden Zusammenhang.

    Die Experten wissen schon genau wie man auf ganz perfide Weise Männer demütigen und erniedrigen kann … Ist das nur eine besondere geschlechtsspezifische Schwäche von Männern, der männlichen Psyche ? (sicher nicht, würden Frauen genauso empfinden).
    Aber eine bekannte “Schwäche” und diejenigen die dies ausnutzen bewegen sich auf einem sehr engen Pfad hin zur Illegalität … auch dann wenn solches Handeln in Durchführungsverordnungen legitimiert erscheint. Dazu passt auch sehr gut eine Formulierung die ich vor kurzem im Internet gelesen habe :

    “Was glauben Sie, wie man junge Männer zu kämpfenden Soldaten erzieht? Indem man ihnen die Würde, den Willenund die Scham nimmt. Erst dann sind sie bereit, auch anderen dies und anderes zu nehmen.”

    Ich bin mittlerweile sicher dass die Bundeswehr mit ihren sexistischen Untersuchungs methoden dies und nichts anderes beabsichtigt

  25. Das Zitat von CarstenZ: “Was glauben Sie, wie man junge Männer zu kämpfenden Soldaten erzieht? Indem man ihnen die Würde, den Willenund die Scham nimmt. Erst dann sind sie bereit, auch anderen dies und anderes zu nehmen.”

    Wenn man darüber mal länger nachdenkt, muss man sich eigentlich fragen, warum es in Deutschland immer noch die allgemeine Wehrpflicht gibt und obwohl kleinlauter Gegenstimmen aus der Opposition, die Größen der Politik immer noch hinter dieser Schweinerei stehen und das Ganze auch noch vom Bundesverfassungsgericht abgesegnet wird. Haben die vor, eine allzeit bereite Angriffsarmee zu erhalten? Oder sollte die Bundeswehr nicht zuerst vielmehr eine reine Verteidigungsarmee sein zum Schutz unserer Freiheit und demokratischen Rechte? Freiheit und demokratische Rechte, dass ich nicht lache.
    Niemand will Eure Scheiß Bundeswehr! Niemand braucht sie! Vor allem die Jugend nicht! Die Bundeswehr aufzustellen und die allgemeine Wehrpflicht im Grundgesetz zu verankern, war einer der größten Fehler der jungen Demokratie. Wenn man 18 Jahre alt wird, verlieren zumindest die Männer ihre Freiheit, durch die Wehrpflicht. Dann heißt es zunächst nur noch Staat und Sklave. Auch Zivildienst ist reine Sklaverei.
    Und die Weiber werden zu Aufsehern, auch wenn es medizinisches Personal ist. Ich habe nur Verachtung für solche Leute übrig, die sich in solcher Weise in den Dienst der Ungerechtigkeit stellen. Die weiblichen KWEÄ Mitarbeiter sind eine Schande für die Medizin, womit ich nicht sagen möchte, die männlichen wären auch nur um einen Deut besser.
    Als ich früher schon in Büchern las, dass Mediziner sich dazu hergaben furchtbare Menschenversuche an KZ Insassen anzustellen, konnte ich das zunächst nicht glauben. Da wurden Versuche mit Schwangeren gemacht, wovon ich lieber nichts erzählen will. Da wurden Vivisektionen durchgeführt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vivisektion

    Zitat: “Im Nationalsozialismus wurden u. a. Vivisektionen ohne Narkose an KZ-Häftlingen durchgeführt. Vivisektionen an Tieren hingegen waren durch das Reichstierschutzgesetz streng verboten.”

    Heute noch profitiert die Medizin aber von diesen damaligen Versuchen an Menschen. Was rechtfertigt eigentlich den Umstand, dass dadurch heute noch die Greueltaten der Nationalsozialisten gerühmt werden?

    Es ist noch nicht lange her, da gingen Schikanen von Bundeswehrausbildern durch die Presse.
    Schnell wurde das dann wieder vergessen. Politische Skandale sind an der Tagesordung und alsbald sind sie auch wieder vergessen. Sind die Menschen in Deutschland so dumm, dass sie nicht merken, was wirklich abläuft?
    Macht sich mal niemand richtig Gedanken? Der Reformvertrag von Lissabon ist auch so eine zum Himmel stinkende Sache. Das Volk hat keinerlei Einfluss darauf, aber es bedeutet für alle eine grundlegende Veränderung ihrer Rechte.

    Aber zurück zur Musterung. Es macht den Weibern des medizinischen Personals sichtlich Vergnügen, wie sie bei der Musterung mit den Wehrpflichtigen umspringen dürfen. Ich halte das nicht im Sinne einer Medizin, die zum Guten des Menschen angewendet werden soll, sondern einfach nur für krank und pervers.

    Es geht nicht nur darum, dass bei der Musterung auf Geschlechtskrankheiten hin untersucht werden soll. Hier wird nach rassenhygienischen Gesichtspunkten untersucht und alles wird genau dokumentiert und für statistische Zwecke missbraucht. Erinnert mich irgendwie an die Zeit des Nationalsozialismus. Bei der Einstellungsuntersuchung der Bundeswehr kann ich noch verstehen, wenn Menschen z.B. auf ihre Größe hin zu verschiedenen Truppenbereichen eingeteilt werden sollen. Was soll ein zwei Meter langer Mann in einem Panzer?
    Aber bei der Musterung, wo es nur um die “Tauglichkeit”, d.h. die grundsätzliche Verwendbarkeit fürs Militär geht, ist doch die exakte Größenbestimmung völlig unnütz. Wenn jemand kleinwüchsig und deshalb untauglich ist, fällt das auch so sofort ins Auge.

    Warum wird nachgeschaut, wieviel Schambehaarung vorhanden ist, welche Form die Ohren haben, warum wird am Kopf herumgetastet, warum wird geschaut welche Farbe die Haut hat und welche Symmetrie die Pobacken haben…? Alles so etwas machten die Ärzte der Nationalsozialisten früher bei der Musterung und in den KZ’s auch. Alles das ist für die Bemessung der Tauglichkeit völlig unnütz, ebenso wie die Kontrolle der Genitalien, deren unverschämter Gipfel sogar die Kontrolle der Vorhautbeweglichkeit ist.

    Jochen hat in einem Bericht geschrieben, er hätte sich für die Intimuntersuchung auf einen festgelegten Punkt stellen müssen und er dachte damals, vor ihm in der Wand wäre vielleicht eine versteckte Kamera gewesen. Da wäre so eine komische Stelle in der Wand gewesen.

    Alleine schon so eine Vermutung haben zu müssen, ist doch eine Schweinerei. Wenn ich mir das jetzt in Verbindung zu meinen vorhergehenden Äußerungen betrachte, dann halte ich es durchaus für möglich, dass Jochen in diesem Punkt recht hat.

    Die Musterung ist KEINE gewöhnliche medizinische Untersuchung, den wahren Hauptgrund für diesen ganzen Mist bildet alleine die Psychologie. Denn warum muss ein fertiger Arzt noch darin unterwiesen werden, wie er eine Musterung durchzuführen hat? Was muss ihm da zusätzlich noch beigebracht werden?

    So wie ich meine Musterung in Erinnerung habe, muss den Ärzten da noch beigebracht werden, wie man den Willen eines Wehrpflichtigen am besten unterdrückt bzw. bricht. Natürlich werden die Mitarbeiter in den KWEÄ dies nie zugeben, denn alle müssen, da sie für den Staat tätig sind, ein Formular unterschreiben, dass sie Stillschweigen über die Vorgänge ihrer Arbeit bewahren. Ich selbst habe nur mal für ein paar Jahre in einem Ministerium ähnlichen Bereich gearbeitet und auch mir hat man ein solches Formular zum Unterschreiben vorgelegt. Dabei ging es bei meiner Arbeit nur um totes Material.

    Das medizinische Personal erniedrigt sich eigentlich selbst dadurch, weil es die Absichten der Bundeswehr und des Staates unterstützt, die meiner Meinung nach was das Militär als Ganzes betrifft, nichts Gutes im Sinn haben können. Das medizinische Personal, vor allem was die Frauen dort betrifft, sind in meinen Augen eine Schande für unser Volk.
    Denn ihr tut überhaupt nichts für das Volk, die Gesundheit aller Wehrpflichtigen, sondern ihr stellt Euch damit nur auf die Seite des Unrechts und der Macht und seid somit was die Hintergründe betrifft, denen gleich die schon immer das Volk unterdrückten. Auf Euch zu spucken wäre noch zu schade.

    CarstenZ: “Ich bin mittlerweile sicher dass die Bundeswehr mit ihren sexistischen Untersuchungs methoden dies und nichts anderes beabsichtigt”

    Die Bundeswehr wäre eine Schande für unsere freiheitliche Demokratie, wenn wir eine solche hätten. Unser Staat ist krank, er ist sogar sehr krank!
    Macht Euren Mist doch alleine und lasst die Jugend endlich in Ruhe! Weg mit der Wehrpflicht!
    Dann hört auch diese Schande der Musterung auf. Und das am besten für immer!

  26. “Britischer Soldat sagt Nein zum Kriegsdienst in Afghanistan”

    https://www.blogger.com/comment.g?blogID=6822317169270344340&postID=5581059715828396652

    Wir hier wollen, dass die jungen Männer nur NEIN zur Intimuntersuchung bei der Musterung sagen. Was auch das medizinische Personal am besten machen würde. Das medizinische Personal sind aber die Handlanger der Macht. Von denen ist also nicht viel zu ertwarten.
    Und die meisten Wehrpflichtigen lassen sich alles weiterhin gefallen, obwohl sie überhaupt nicht müssen. Oder sie sind schlicht und einfach zu feige NEIN zu Entwürdigung zu sagen.

    Was muss noch passieren, damit Ihr alle endlich mal aufwacht?

    Dieser britische Soldat hat mehr Mut als ihr alle zusammen. Der Obrigkeit die Stirn zu bieten, obwohl er mit Gefängnis rechnen muss, das bedeutet MUT.

  27. Jochen:Da wie wir ja jetzt wieder gelesen haben die Anfragen an Behörden überhaupt nichts
    bringen,und diese nur die längst bekannten Texte abschreiben hilft warscheinlich nur die
    Öffendlichkeit.Euer Buch und eure Kampagne werden dabei eine Rolle spielen.
    Die Namen zu veröffendlichen ist gut.Vieleicht gibt es irgendwann Diskusionsrunden im Fernsehen
    über dieses Thema.Diese Leute müssen ein negatives Image in der Öffendlichkeit verpasst
    bekommen.Am besten so das sie von Freunden;Bekannten.Nachbarn und so weiter gemieden
    werden wie Kinderschänder.Und von Leuten in der Öffendlichkeit angespuckt zu werden kann auch
    nicht schaden.
    Politiker der rechten Parteien haben im laufe der letzten Jahre immer wieder betont die Wehrpflicht
    müsse unbedingt beibehalten werden da sie
    sich bewährt habe.Für wen hat sie sich bewährt?Jochen du hast schon mal geschrieben in
    Deutschland ist alles erstarrt.Das ist richtig, den was sich beim Kaiser angeblich schon bewährt hat
    muß heute ja auch noch richtig sein oder?
    Wie sich die Betroffenen dabei fühlen ist egal.Ich denke wenn die Wehrpflicht früher oder später
    abgeschafft wird sind solche Foren und Kampagnen
    trotzdem nicht überflüssig geworden,sondern dann geht es um Entschuldigung und
    Wiedergutmachung, und fast hätte ich sogar gesagt Rache.
    NieDa Schreibt:
    ( Die weiblichen KWE- Mitarbeiter sind eine Schande für die Medizin, womit ich nicht sagen
    möchte, die männlichen wõren auch nur um einen Deut besser.)
    Ich denke die weiblichen Mitarbeiter sind schlimmer weil ihnen klar ist, das ihre Tätigkeit für die
    Betroffenen schlimmer ist.Sie machen es aber
    trotzdem.Ich hätte nichts dagegen mich einmal mit mit so einer Kreatur zu unterhalten.Wobei ich
    den Begriff unterhalten sehr weit fassen würde,wenn
    ihr versteht was ich meine.

  28. Hallo Linus!

    Ich möchte Dir gerne antworten.

    Linus schreibt: “Da wie wir ja jetzt wieder gelesen haben die Anfragen an Behörden überhaupt nichts bringen…”

    Das ist nicht richtig. Unsere Kampagne läuft auf vollen Touren. Es ist wichtig, dass die Behörden so viele Protestbriefe erhalten wie möglich. Damit sie sehen, dass die Bevölkerung die erniedrigen Untersuchungsmethoden der Bundeswehr nicht weiter billigen. Es geht auch um eine öffentliche Entschuldigung der Bundeswehr an alle diejenigen, die diesen Mißbrauch schon durchmachen mussten.
    Benutzt bitte die vorgedruckten Protestbriefe und verschickt sie an ALLE genannten Stellen auf einmal.
    Zusammen sind wir stark und zusammen können wir sehr viel erreichen. Seid Euch dessen bewußt. Die Bundeswehr ist KEIN Gott, sondern eher das Gegenteil davon.

    In Kürze werden wir an die internationale Öffentlichkeit gehen. Dann hört das Versteckspielen der Bundeswehr ganz auf. Dann wird über ihre erniedrigen Untersuchungsmethoden die ganze Welt Bescheid wissen.

    Dann werden sich die MusterungsärztInnen und deren Assistentinnen wünschen, sie hätten diese Doktorspielchen so nie getrieben. Jeder wird wissen, was in den deutschen KWEÄ vor sich gegangen ist die vielen Jahre und das Menschen wie Jochen einer von denen ist, die den Gedanken an ihre Erniedrigung nie wieder los werden und man wird wissen, wem sie das zu verdanken haben.

    Natürlich wird das auch ein sehr schlechtes Licht auf die deutschen Politiker werfen, die sich bis heute so vehement für die Erhaltung der allgemeinen Wehrpflicht eingesetzt haben. Denn jeder wird wissen, Bürger in Uniform zu sein, bedeutet zu allererst einmal Erniedrigung für die betreffende Person, um nicht sogar zu sagen eigentlich sexuellen Mißbrauch von Untergebenen. Sogar das Bundesverfassungsgericht unterstützt das alles indirekt bis heute.

    Und anscheinend reagiert die Öffentlichkeit in Deutschland, wie man an der Kampage gegen sexuellen Mißbrauch von der Frau Leyen sehen kann, sehr empfindlich auf solche Mißstände in unserer Gesellschaft. Um nicht zu sagen, es wird sich vermutlich zu einem Riesenskandal entwickeln das Ganze.

    Wenn ich so eine Tussi im Kreiswehrersatzamt wäre, würde ich mir so schnell wie möglich eine andere Arbeitsstelle suchen. Egal ob nun Musterungsärztin-Tussi, oder Assistentin-Tussi.
    An die Namen der Musterungsärztinnen zu kommen ist leicht, die stehen nämlich auf den Musterungsbescheiden.

    Ich bitte nun alle noch einmal, die auf dieser Homepage vorgefertigten Protestbriefe an alle Behörden zu versenden und auch Freunde und Bekannte anzuhalten, dies zu tun. Ihr alle beteiligt Euch an einer sehr guten und wichtigen Sache, die endlich nach 64 Jahren einer Klärung bedarf. 64 Jahre Schande für die Bundesrepublik Deutschland und für das deutsche Volk, das so lange zu diesen erniedrigenden Untersuchungsmethoden JA gesagt hat, sind mehr als genug.

    Linus schreibt: “Ich denke wenn die Wehrpflicht früher oder später abgeschafft wird sind solche Foren und Kampagnen trotzdem nicht überflüssig geworden,sondern dann geht es um Entschuldigung und Wiedergutmachung,…”

    So wird es kommen!

  29. NieDa sagt: “Das medizinische Personal, vor allem was die Frauen dort betrifft, sind in meinen Augen eine Schande für unser Volk.
    …Auf Euch zu spucken wäre noch zu schade.”

    Linus sagt: “Ich hätte nichts dagegen mich einmal mit mit so einer Kreatur zu unterhalten.Wobei ich den Begriff unterhalten sehr weit fassen würde,wenn
    ihr versteht was ich meine.”

    Wenn bei der Musterung (Intimuntersuchung) alles mit rechten Dingen zugeht und alles so harmlos ist wie von vielen behauptet wird, woher kommen dann solche Reaktionen? Wenn nicht sogar zu sagen, woher kommt solcher Hass?

    Dies ist meiner Ansicht nach ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.

  30. Ja, es stimmt ganz gewaltig etwas nicht in Deutschland. Zu allen Zeiten waren erzwungene
    Nacktheit und demütigende Doktorspielchen ein gutes Mittel, um Macht über andere ausüben zu können. Wer nackt dasteht, fühlt sich normaler Weise hilflos, ohne Schutz und zwangsläufig ergeben. Alles andere redet man sich selbst ein, um sich selbst zu schützen. Das hat überhaupt nichts mit Nacktheit und Sexualität privat oder z.B. auch FKK zu tun. Das sind ganz verschiedene Dinge. Es kommt ganz daruf an, ob man nackt aus freien Stücken sein will oder das mit seinem jeweligen Partner in intimer Atmossphäre erleben möchte, oder ob das erzwungenermaßen in den Räumen einer Behörde geschieht, vor völlig unbekannten Menschen, die das Gesetz als Drohung in der Rückhand haben. So hat es schon Napoleon von seinen Soldaten verlangt, so machten es vor viel längerer Zeit schon die Römer mit ihren Sklaven und HEUTE passiert das Gleiche immer noch in Deutschland.
    Die Öffentlichkeit wird darüber bewusst nicht in Kenntnis gesetzt, was bei den Musterungen vor sich geht. In den Medien wird scheinheilig der gute Zweck von Musterungen vorgetragen und in Berichten über die Sache, blendet die Kamera in den entscheidenen Momenten aus. So wird es doch immer gemacht. Die Bevölkerung wird nur belogen. Und die Männer trauen sich nicht, über ihre Demütigungen bei der Musterung öffentlich zu sprechen, weil man ihnen von Kindesbeinen an eingeredet hat, wie unmännlich so etwas ist. SO EIN BLÖDSINN!!!!

    Die Frauen, die Euch das antun, sind viel männlicher als ihr. Sie lachen über euch. Eure Ehre als Mann steht auf dem Spiel seit der ersten Musterung nach dem Krieg wieder. Ihr seid alle Jammerlappen, weil ihr Euch das von der Obrigkeit alles gefallen lasst.

    JEDER von Euch Männern sollte endlich NEIN zu diesen Demütigungen und der damit verbundenen Entwürdigung aller Männer sagen. Wenn ich es will, dann gehe ich freiwillig zu einem Urologen meiner Wahl. Damit habe ich kein Problem. Aber ich sehe nicht ein, dass Männer bei der Musterung von staatswegen erniedrigt werden dürfen. Solche Vorschriften sollten nicht umgangen werden dürfen, NEIN, die dürfte es nie gegeben haben. Die ganze Musterung ist eine Wiederholung einer schon in der Kaiserzeit etablierten Methode in Deutschland, die sich einfach bewährt hat, um Männer zum Gehorsam zu bewegen und großflächig an medizinische Daten der Bevölkerung heran zu kommen. Der Staat mißbraucht die Männer nicht nur sexuell und auf perverse Art für seine Machtgelüste, er mißbraucht sie auch noch für seine sonstigen Zwecke zur Bevölkerungsplanung.

    Im KWEA Hamburg sollen sogar freiwillige Fertilitätstest gemacht werden können von den Musterungsprobanden, habe ich irgendwo gelesen. Hey, sind wir Männer Versuchskaninchen?
    ICH DENKE JA! Dazu werden wir gemacht. Dazu lassen wir uns machen.
    Es wird weiterhin versucht, wie viel sich der einzelne gefallen lässt, bis er mal Halt sagt. Wenn sich 95% aller Männer bis zum heutigen Tag die Eier durchkneten lassen, sich unter die Vorhaut und in den Arsch schauen lassen, von MusterungsärztInnen im Beisein deren Assistentinnen, dann zeigen für mich die Erziehungspraktiken in Deutschland immer noch den Erfolg zu erbringen, den schon die Nationalsozialisten vorweisen konnten. Am Ende steht das männliche Schaf, dass sich für die Zwecke der Machtpolitik mißbrauchen lässt.
    WIE LANGE SOLL DAS NOCH SO WEITERGEHEN?

    Wenn man sich entwürdigt fühlt, sollte man das ruhig sagen. Auch öffentlich. Wer das nicht macht, der ist in meinen Augen eine feige Sau. Der kann sich dann gleich auf die Seite derjenigen stellen, die ihre Macht in abscheulicher Weise mißbrauchen und das auch noch als guten Zweck hinstellen wollen, wie die MusterungsärztInnen und deren AssistentInnen das machen im Auftrag des Staates natürlich.

    WIR SIND DER STAAT! WIR SIND DAS VOLK!

    Seid Ihr alle blöd oder was? Merkt Ihr nicht was los ist?
    Bisher 4000 blöde zum Morden ausgebildete Deutsche in Afghanistan, sind der untrügliche Beweis dafür, dass die Deutschen allgemein aus ihrer Vergangenheit nichts dazu gelernt haben. Ja, das ist wirklich eine Schande. Die deutsche Politik ist eine Schande. Das ganze Volk sollte sich schämen dafür, weil es das Maul hält und bis heute nichts, aber auch gar nichts dagegen unternimmt. Vielmehr gehen alle wieder brav die wählen, die das alles schuld sind. Ich wünsche Euch viel Vegnügen in Eurer Zukunft als Sklaven.

    http://www.dailymotion.com/video/x6yojt_120-days-of-sodom-trailer-salo-120_shortfilms

  31. Hallo zusammen. Bin vor einiger Zeit zufällig auf euer Forum gestoßen und finde es gut, dass ihr dieses Thema anpackt. Ich ar selber vor langer Zeit beim Bund und natürlich auch vorher zur Musterung. Damals wra dass noch eine eine ziemlich frauenfreie Zone. Erniedrigende oder gar demütigende Situationen im Zusammenhang mit medizinischen Untersuchungen musste ich zum Glück nicht erleben. Ich war auch Truppenarztschreiber und bei den Untersuchungen im SanBereich dabei. Die Intimsphäre und das Schamgefühl der zu Untersuchenden wurden bei uns immer respektiert und es wurde durch entsprechende Maßnahmen sichergetsellt, dass niemeand in seinem Schamgefühl verletzt wurde.
    Daher hatte ich bisher immer angenommen, dass dies generell bei der Bundeswehr und in den KWEAs so üblich ist, erst recht seit dem auch Frauen bei der Bundeswehr sind. Dass aber anscheinend exakt dass Gegenteil der Fall ist und dass wohl auch schon früher nicht überall mit Anstand die Untersuchungen durchgeführt wurden, hat mich dann doch ziemlich umgehauen. Die Soldaten hatten bei uns mehr Schutz bzgl. ihrer Intimsphäre und des Schamgefühls, als heute in einer gemischtgeschlechtlichen Armee. Wie kann das sein ???.
    Was hier und in einem anderen Forum (Meinungsschreiber.net) zum großen Teil sehr glaubhaft an Übergriffen geschildert wird finde ich nicht nur eine Riesensauerei. Einige der Vorkommnisse sind nach meiner (allerdings laienhaften) Meinung auch strafrechrechtlich relevant, zumindest wären sie dass ganz sicher auch aus juristischer Sicht, wenn die Betroffenen weiblich wären. Welche Schilderungen ich hier meine, werde ich aber erst in weiteren Kommentaren äußern, damits jetzt nicht zu lang wird.
    Eines möchte ich aberjetzt noch los werden. Die Meinung “Keine Wehrpflicht= keine Musterung und damit ist das Thema erledigt, greift meiner Meinung nach zu kurz. Das Problem ist ja nicht, dass die Bundeswehr sich über den Gesundheitszustand der potentiellen Soldaten vorher informieren möchte, sondern dass dabei das natürliche Schamgefühl und der Intimbereich der Männer, und zwar nur der Männer, willkürlich grob und unzulässig verletzt wird, während Frauen ihre Rechte diesbezüglich zugestanden werden und dass dies von politisch verantwortlichen Stellen stillschweigend geduldet bzw. offenbar sogar gewünscht wird.
    Dies wäre aber auch in einer Berufsarmee der Fall und daher auch nicht hinnehmbar. Außerdem könnte hier auch ein Präzedenzfall geschaffen werden, der dann auch irgendwann mal aufs Zivilleben übertragen wird. (Wenn Männer bei der Armee keine schützenswerte Intimsphäre haben, warum dann im Zivilleben; das hat man entweder, oder hat es nicht. Trifft auf die Frauen ja auch zu, nur umgekehrt).
    Das heißt, wir geben dem Militär die Interpretationshoheit darüber, wie der Normalbürger zu fühlen und sich zu schämen hat- oder eben auch nicht.
    Auf jedenfall möchte ich mich auch engagieren und werde einige Briefe an Verantwortliche und an den Bundeswehrbeauftragten schreiben und mich in einigen Foren zum Thema äußern.
    Bis neulich, Hubertkah.

  32. So einfach wie Markus es sagt ist es auch nicht obwohl er grundsätzlich recht hat.Das jetzt 95% aller
    Betroffenen einfach nur feige sind kann man nicht sagen.Der Staat baut immerhin eine
    gewaltige Drohkulisse auf.gegen die 18jährige nicht so ohne weiteres ankommen.Dazu kommt
    noch Unwissenheit.Es fängt ja schon damit an das die meisten die in dieses Alter kommen ein
    ungutes Gefühl haben weil sie wissen das jetzt bald ein Brief kommen wird (Drohbrief) der sie
    auffordert zur Musterung zu erscheinen und Strafen androht für den Fall des Nichterscheinens.
    Wahrscheinlich denken viele das sie sofort ins Gefängnis kommen wenn sie irgendwas nicht machen.
    Außerdem sind da die Erzählungen der anderen die schon dort waren,das hebt auch nicht gerade
    die Stimmung.Wenn er dann dort ist wird ihm im Befehlston gesagt wo es lang geht.Das ist
    möglicheweise von Psychologen so ausgearbeitet worden.Ein 18jähriger der sich dem entgegenstellt
    muß schon sehr stark sein.Erziehung spielt warscheinlich auch eine Rolle.Oder er muß ganz einfach
    Hilfe haben durch dieses Forum zum Beispiel.
    Selbst wenn es die Intimuntersuchung nicht gäbe,die Tatsache das dort hauptsächlich Frauen
    freiwillig arbeiten und mithelfen das andere Geschlecht in die Zwangsarbeit zu schicken obwohl
    sie es selbst nicht machen brauchen kann Hass erzeugen.Den diese Weiber müssen es ja vollkommen
    richtig finden das das andere Geschlecht Zwangsarbeit machen muß und sie nicht.Niemand zwingt
    sie dort zu Arbeiten.Was kann dahinter stecken? Sklavenhaltermentalität?Dummheit?
    Gleichgültigkeit?Oder die Überzeugung das sie die wertvolleren Menschen sind.Das ist garnicht so
    abwegig denn die Feministinnen behaupten dies ständig.Kommt jetzt noch die Intimuntersuchung
    hinzu entsteht eine gefährliche Mischung.Wer weiß bei den Millionen die dort schon durchgeschleust
    wurden wieviel Mörder dort schon produziert wurden.
    Jedes Jahr gibt es eine Anzahl Frauermorde,es ist doch garnicht überprüfbar wo genau die Ursachen
    liegen.Ich will nichts behaupten,aber ist es völlig auszuschließen?Aber wenn ja trifft es wohl kaum
    die Verursacherinnen.
    Das sie sich über die Betroffenen auch noch Lustig machen zeigt ja wessen Geisteskinder sie sind.
    Mache ich mich etwa über eine Frau lustig die Vergewaltigt wurde.Wenn diese Personen jetzt
    immer noch behaupten das alles nur eine ganz normale harmlose Untersuchung ist kann man
    sehen welche Eingeschränkte Wahrnehmung sie haben.Die Untersuchung für sich genommen wäre
    vieleicht gewöhnlich aber die Umstände machen sie zu einer Unmöglichen Situation.
    Vieleicht denkt der Kinderschänder der jetzt
    gefaßt wurde auch das alles was er getan hat harmlos war.

  33. Hallo zusammen, habe die letzten Kommentare gelesen und möchte jetzt dazu heute doch noch mal was sagen. In den letzten Beiträgen kam (verständlicherweise) sehr viel Wut, Hass, Aggression und auch Verzweiflung in einer Art zum Ausdruck, die mir etwas Sorge macht.
    Ich kann sehr gut verstehen das die Zwangsuntersuchung des Intimbereichs im Rahmen einer erzwungenen Nacktheit (deren Dauer von der Untersucherin bestimmt wird, oft willkürlich, denn zum Wiegen und bei Kniebeugen und Liegestützen ist die Nacktheit nicht erforderlich) durch das andere Geschlecht beschämend, demütigend und auch traumatisch erlebt werden kann (zu Recht), da man sich der Situation hilflos und schutzlos ausgeliefert fühlt und meint, alle Blicke (provozierend, schadenfroh, hämisch, und schamlos den Genitalbereich fixierend und ohne irgendeinen Bezug zur eigentlichen Untersuchung) und Berührungen (egal wie lange sie dauern, wie oft beispielsweise der Vorhauttest durchgeführt wird usw. ohne dass einem die Ärztin, meistens sind es ja Frauen, den Grund dafür erklärt,bzw. in einigen Fällen mutmaßlich gar nicht plausibel erklären könnte) ohne Widerspruch aushalten zu müssen. Und genau hier liegt der Fehler im System, da es im Gegensatz zu den Untersuchungen bei Frauen keine klaren Regelungen zum ausreichenden Schutz der Intimsphäre und des Schamgefühls gibt. Hinzu kommt, dass dieser Zustand der Willkür offenbar seitens der Verantwortlichen und der Politik gwünscht ist.
    In einer solchen Situation kann außerdem durch dieses Gefühl des Verlassenseins und der Schutzlosigkeit ein Teil des Grundvertrauens (oder auch Urvertrauen) kaputt gehen, welches wir alle brauchen, um halbwegs seelisch gesund durch dieses Leben zu gehen. Als Folge daraus können dann natürlich Depression, Hassgefühle (auf das andere Geschlecht wegen der Übergriffe, auf das eigene Geschlecht wegen mangelnder Solidarisierung und nicht zuletzt auch auf sich selbst wegen der eigenen erlebten Schwäche, die man sich selbst vielleicht noch als Feigheit vorwirft und sich selbst noch die Schuld gibt) entstehen.
    Mir ist also durchaus klar, dass es hier wirklich “an die Substanz” gehen kann.
    Deswegen ist es ja auch so wichtig, dass wir uns engagieren, um diese Zustände zu änderen. Ggf. geht es auch noch um Wiedergutmachung, öffentliche Entschuldigung und darum, dass einige der Verannwortlichen zur Rechenschaft (juristisch !!! und/oder durch personelle Konsequenzen seitens der zuständigen Behörden!!!) gezogen werden.
    Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass es auch Frauen gibt, die sich mit den betroffenen Männern solidarisch erklären und sich z.T. auch aktiv engagieren.
    Die Trennungslinie verläuft nicht zwischen Männern und Frauen, übrigens auch nicht zwischen Soldaten/innen und Zivilisten. Sie verläuft zwischen den Menschen, die ihren Mitmenschen mit Respekt und Achtung ihrer Würde begegnen zum einen und denen, die menschverachtend jede Gelegenheit nutzen, diese mit Füßen zu treten und andere entweder aus Gleichgültigkeit, Sadismus oder Gehässigkeit demütigen und Dazu auch Notsituationen ausnutzen.
    In einem Soldatenforum sprach eine Soldatin von kameradschaftlicher Fairnis, als darum ging, auch den Männern gleichen Schutz und gleiche Rücksicht auf deren Intimsphäre durch entsprechende Regelungen zu geben (hab leider den Namen des Forums vergessen).
    Ganz besonderen Dank möchte ich besonders der Frau eines Soldaten aussprechen, die sich wirklich für ihren Mann einsetzt (bildlich gesprochen wie eine Löwin, ich meine das ausschließlich respektvoll und mit Anerkennung) und sich mit allen betroffenen Männern solidarisch erklärt.
    Ich habe mich auch mit einigen aus meiner Familie unterhalten. Und ausnahmslos alle, egal ob Mann oder Frau, fanden diese Zustände in den Kasernen und den KWEAs unmöglich und verstanden die Gefühle der betroffenen Männer.
    Ich denke, das kann auch ein Trost für alle sein, die solche und andere Übergriffe erleben mussten.
    Natürlich müssen die entstandenen Gefühle auch mal ausgedrückt werden, sonst kann man damit nicht umgehen. Im täglichen Leben müssen wir aber auch wieder zusammenkommen kommen können.
    Wie wollen wir denn sonst miteinander umgehen. Mit wir meine ich alle, die auf unserer Seite der Trennlinie stehen. Wir müssen füreinander einstehen, wenn wir sehen, dass jemandem Leid zugefügt wird, egal ob Mann oder Frau.
    Ich weiß, das hört sich ein wenig nach Sonntagspredigt an, aber darum geht es doch auch- um Mitmenschlichkeit. Nochmal, – wie wollen wir zusammenleben, wenn wir diesen Aspekt nur in den Gotteshäusern (egal, welche!) bei der Predigt akzeptieren und nicht selber auch praktizieren.
    Wenn uns das nicht mehr bewusst wird, haben diejenigen schon gewonnen, welche dieses Demütigungsritual wollen, um aus normalen Menschen agressive Kämpfer zu machen, die bereit sind jede Demütigung am Gegner zu vollziehen, die ihnen befohlen wird.
    Bei aller verständliche Erregung möchte ich doch etwas zur Besonnenheit raten. Das zunehmende Äußern unbewiesener Mutmaßungen,auch wenn sie eine gewisse Plausibilität in sich bergen, bringt uns nicht weiter. Im übrigen haben wir das doch auch gar nicht nötig; so wie es ist, ist es doch schon schlimm genug. Das darzustellen und zu kritisieren und entsprechende klare gesetzliche Regelungen und Dienstvorschriften einzufordern sollte unser Vorgehen sein.
    Mit solidarischen Grüßen
    hubertkah

  34. hubertkah bringt vieles sehr genau auf den Punkt.
    Er sagt auch: “Bei aller verständliche Erregung möchte ich doch etwas zur Besonnenheit raten.”
    Dass es aber in gerade so einem Forum wie diesem hier zu Gefühlsausbrüchen kommt, sollte mehr als verständlich sein und verbale Ausrutscher als die momentan einzige Möglichkeit toleriert werden, um den ganzen aufgestauten Frust vieler Jahre los werden zu dürfen. Ist nämlich immer noch besser, als wenn es zu Gewalttaten käme. Das will nämlich niemand!

    Wer macht sich schon Gedanken darum, wie es anderen geht, die sich erniedrigt fühlen. Für die Täter sind das nur kurze Momemte der Machtüberlegenheit über eine Person gewesen und danach haben sie es vergessen. Jemand wir Jochen aber, der knabbert daran vielleicht sein ganzes Leben. Wieder gut machen kann man so etwas nicht. Aber man kann und darf es nicht länger zu solchen Fällen kommen lassen. Es muss endlich ein Schlußstrich gezogen werden.
    Wo leben wir denn Leute? Vielleicht doch in einer Diktatur?
    Bei der Musterung scheint es auf jeden Fall fast so zu sein. “Du musst das tun was ich sage”, ist das, wie so ein Wehrpflichtiger die Sache sieht. Es stimmt, der gesetzliche und der psychische Druck sind unwahrscheinlich hoch. Damit geht ein Wehrpflichtiger zur Musterung. Meiner Meinung nach, dürfte es so etwas in einer Demokratie überhaupt nicht geben.

    hubertkah spricht auch wieder von neuen, klaren Gesetzen und Dienstvorschriften. Wohin haben uns denn alle diese neuen Gesetze und Dienstvorschriften gebracht? Das Land ist bankrott, die Politiker wissen keine Antworten auf die Fragen der Bürger, alles ist ein einziges Chaos. Dann sollen auch noch wieder neue Ellen lange Gesetze und Dienstvorschriften erlassen werden. Da findet sich doch jetzt schon niemand mehr durch. Was nützt es immer neue Gesetze zu schaffen, wenn schon das erste Gesetz im Grundgesetz ständig unbeachtet bleibt? Die Menschen haben vergessen, worum es eigentlich geht, sie haben keine Achtung mehr voreinander. Da ist nichts mehr mit Nächstenliebe. Das ist das Hauptproblem. Wenn nämlich die grundlegenden Gesetze beachtet würden, dann kann es noch so falsche Vorschriften geben. Dann würde jedem die eigene Einsicht gebieten, so nicht mit anderen Menschen umzugehen, wie das ja jetzt schon in großem Maße passiert ist, wie man in vielen Foren an zumeist anonymen Berichten heraus lesen kann.

    Man darf noch nicht einmal öffentlich sagen, dass man sich erniedrigt und entwürdigt fühlt durch das GESETZ oder auch die Vorschriften, denn die hinter den Gesetzen und Vorschriften stehen, können sich doch nicht irren. Wie man ja sehen kann, ist diese Haltung und Meinung völlig verkehrt.
    Die Obrigkeit macht das Gesetz, das Volk bestätigt sie ja durch ihre Wahl und alles ist in bester Ordnung.
    Dann war auch im Nationalsozialismus alles in bester Ordnung.
    Der Fehler liegt darin, dass die Gesetze, an die sich die Bürger halten sollen oder müssen, von Menschen gemacht sind. Menschen machen nun mal Fehler. Aber man sollte dann auch zu diesen Fehlern stehen und sie so schnell wie möglich beseitigen, wenn die Gewißheit besteht, dass dadurch falsches Handeln von einzelnen hervorgerufen werden kann, indem sie ihre durch Vorschriften oder Gesetze gegebene Macht ausnutzen, um anderen weh zu tun. Selbst wenn das nicht absichtlich passiert, weil man sich vielleicht überhaupt keine Gedanken um den anderen macht, so muss man trotzdem eingestehen, dass etwas verkehrt läuft, wenn es offenbar wird und SOFORT handeln.
    Aber um das alles zu vermeiden, gibt es für die Zukunft einen sehr guten Weg und der heißt in diesem besonderen Fall, sofortige Abschaffung der unnötigen Intimuntersuchung bei dieser Pflichtuntersuchung Musterung. Das ist der EINZIGE Weg, womit man das Problem beseitigt für die Zukunft.

    Darüber hinaus ist es sehr nötig, wenigstens den Versuch einer Wiedergutmachung zu machen, damit solche Menschen wie Jochen, den Rest ihres Lebens nicht mit dem Gedanken verbringen müssen, es ist ihnen Unrecht getan worden und die anderen kommen auch noch damit durch. Ich hoffe sehr, dass dies die Zustimmung aller findet.

    Liebe Deinen Nächsten ist eins der wichtigsten Gesetze. Überdies halte ich von den göttlichen Geboten sowieso am meisten, denn die haben sich nie verändern müssen, stehen immer schon fest und sollten eigentlich die einzigen Gesetze sein, an die sich die Menschen zu halten haben. Was auch nicht sonderlich schwer ist. Dann nämlich hätten wir solche Probleme überhaupt nicht, wie sie hier im Forum besprochen werden müssen.

    Jetzt kommt es sehr darauf an, dass die Bundeswehr endlich handelt und die Verantwortlichen mal zu ihren Fehlern stehen. Klar, dazu gehört Mut, sich seine Fehler einzugestehen. Macht auch nicht viel Spass. Aber junge Menschen nicht mehr in erniedrigende Situationen zu bringen, sollte die Sache doch wert sein.

  35. Hallo Nazar,
    danke für dein Statement zu meinem Kommentar (08.08.2009): Möchte dazu aber noch einige Anmerkungengen machen.
    Du schreibst:
    “Dass es aber in gerade so einem Forum wie diesem hier zu Gefühlsausbrüchen kommt, sollte mehr als verständlich sein und verbale Ausrutscher als die momentan einzige Möglichkeit toleriert werden, um den ganzen aufgestauten Frust vieler Jahre los werden zu dürfen. Ist nämlich immer noch besser, als wenn es zu Gewalttaten käme. Das will nämlich niemand!”
    Habe nicht verstanden, warum du dass als Gegensatz zu dem darstellst, was ich beschrieben habe, denn dazu hatte ich aber schon in meinem Kommentar gesagt:
    “Natürlich müssen die entstandenen Gefühle auch mal ausgedrückt werden, sonst kann man damit nicht umgehen. Im täglichen Leben müssen wir aber auch wieder zusammenkommen kommen können.”
    Auch kritisierst du:
    “hubertkah spricht auch wieder von neuen, klaren Gesetzen und Dienstvorschriften. Wohin haben uns denn alle diese neuen Gesetze und Dienstvorschriften gebracht?”
    Hierzu möchte ich nur noch mal verdeutlichen, dass es mir nicht um neue Gesetze geht, sondern darum, die bereits Bestehenden, die derzeit nur bei Frauen Anwendung finden auch für die Männer zur Geltung zu bringen.
    Das ist einfach und ohne großen Aufwand umzusetzen würde als ersten Schritt (!) die Situation der männlichen Wehrpflichtigen und Rekruten konkret erheblich erleichtern und verhindern, dass weitere Betroffene ähnliches erleiden müssen, wie das, was Jochen und vielen ungezählten anderen widerfahren ist. Und das ist es doch, um dass es uns allen hier in dem Forum zu allererst geht, oder ?
    Darüber hinaus denke ich, dass wir in einem solchen Forum wie hier auch darüber nachdenken sollten, was wir noch konkret unternehmen können, um auf unser Anliegen aufmerksam zu machen und politischen Druck in unserem Sinne zu erzeugen.
    Grüße an alle, die hier mitlesen und an alle die hier mitmachen,
    Gruß hubertkah

  36. Hallo, Die Menschenwürde ist unantastbar. Das ist ein Fundament unserer Verfassung. Immer wieder heißt es, tragt ihr eure Menschenwürde zwischen den Beinen? Die Wahrung der persönlichen Intimsphäre macht zwar nicht die Menschenwürde selbst aus, gehört jedoch eindeutig dazu (vgl. den Aufstand zur Einführung von Nacktscannern an Flughäfen, obwohl sie nur ein stark verfremdetes Bild geliefert hätten).
    Untersuchungsgefangene haben sich nach einer Dienstvorschrift bei Haftbeginn einer Intim-untersuchung zu unterziehen. Einer hat das nicht akzeptiert und sich durch alle Instanzen geklagt und mit Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 4. 2. 2009 Recht bekommen. (www.kostenlose-urteile.de/newsview7508.htm) Welche Sensibilität wäre erst gegenüber jungen Wehrpflichtigen angezeigt, die gerade ihrer Jugend entwachsen, teilweise nicht einmal ihre Pubertät abgeschlossen haben?

    Das Grundgesetz erlaubt mit einer milden Kann-Bestimmung die Aufstellung von Streitkräften, in deren Folge Männer ab 18 Jahren dort zum Dienst verpflichtet werden können (nicht sollen oder gar müssen). Konkrete Musterungsregularien sind daraus nicht abzuleiten.
    Nach § 17 Abs. 4 des Wehrpflichtgesetzes haben sich Wehrpflichtige einer eingehenden ärztlichen Untersuchung auf körperliche Tauglichkeit zum Wehrdienst zu unterziehen. Vielfach wird gesagt, der Arzt habe die Freiheit zu bestimmen, was und wie er untersucht. Das sehe ich anders.
    Das vom Parlament beschlossene WPflG schreibt mit einer Muß-Vorschrift zwingend vor, was allein zu untersuchen ist. Der Wehrpflichtige hat nur solche Untersuchungen zu dulden, die für die Ermittlung der Wehrdiensttauglichkeit notwendig sind. Dazu müsste mindestens eines der drei folgenden Kriterien erfüllt sein, das Einfluss auf die Tauglichkeit haben könnte:
    Es besteht die Gefahr
    - andere mit übertragbaren Krankheiten zu infizieren,
    - des Risikos eines Gesundheitsschadens durch den Wehrdienst,
    - dass die Sicherheit der Bundeswehr gefährdet würde.
    Das ist streng genommen, nicht einmal bei HIV erfüllt. Es ist offensichtlich, dass dies im Intimbereich auf solche Lapalien wie Phimose, Frenulum breve oder Hypospadia glandis in keiner Weise zutrifft. Das beeinträchtigt allenfalls den GV. Seit wann gehören Bordellbesuche zur AGA, müsste neu sein. Varikozele birgt je nach Ausprägung und Fortschreiten über Jahre die Gefahr, die Fertilität zu verlieren. Hat keinerlei Einfluss auf die Wehrtüchtigkeit (schon gar nicht für 9 Monate Dienstzeit). Somit braucht der Wehrpflichtige solche Untersuchungen nicht zu dulden! Das besagt der Volkswille, mit dem das WPflG beschlossen worden ist. Sicherlich würden diese Untersuchungen das Bild vervollständigen. Darauf kommt es aber nicht an. Wichtig ist nur wehrtauglich oder nicht.
    Von einigermaßen Gewicht wären drittens noch Rechtsverordnungen, zu deren Erlass das Gesetz ausdrücklich ermächtigen müsste. Eine Rechtsverordnung mit weiteren Musterungsre-gularien gibt es zum Glück nicht.

    Jetzt kommt die berühmt- berüchtigte ZDv 46/1. Sie ist eine vom Bundesministerium der Verteidigung am 22. Juni 1999 erlassene Verwaltungsvorschrift, welche – ohne Außenwirkung –sich nur an die eigenen Bediensteten richtet. Sie kann die Wehrpflichtigen zu nichts verpflichten. Veraltungsvorschriften dienen in der Regel dazu, ein gleichmäßiges Verfahren zu sichern, um einem Vorwurf von Willkür zu begegnen. Sie stammen aus dem „Apparat“ ohne direkte demokratische Legitimation durch das Parlament. Deshalb ist es auch verfehlt zu sagen, das habe das Volk so gewollt. Mit Sicherheit nicht. Es spricht viel dafür, dass sie im Kern auf vordemokratische Zeiten (bis auf die Kaiserzeit oder schlimmere Perioden) zurückgeht. Das zeigt sich schon an den Ausdrücken wie „Wehrdienstbeschädigung“. Ein Stück Holz kann man mit dem Beil beschädigen, aber Menschen? Solch menschenverachtende Diktion ist gleichermaßen entlarvend wie inakzeptabel. Das haben sich anscheinend die Musterungsärzte so zusammengeschrieben, dass ihnen im Zweifel alles erlaubt ist.
    Was bleibt denn noch im Intimbereich zu untersuchen? Der Hodenkrebs?! Eine namhafte Universitätsklinik hat mal Zahlen über die statistische Häufigkeit von Hodenkrebs bekanntge-geben. Sie liegt bei 7 auf 100.000 der hauptbetroffenen jüngeren Männer bis 35 Jahre. Das Maximum liegt bei 28 Jahren (10 Jahre nach Wehrdienst). Bei einem Musterungsjahrgang von 350.000 wären rund 25 betroffen. Ich weiß: Jeder tragische Einzelfall ist einer zuviel. Andererseits heißt das aber auch, dass bei durchschnittlicher Verteilung gerade mal jedes zweite KWEA im ganzen Jahr auf einen einzigen Kranken stieße, wenn sie das mit ihren unangemessenen Steinzeitmethoden überhaupt erkennen könnten.
    Da gäbe es noch die Skrotalhernie. Hodenbruch – salopp gesagt – als unangenehmere Variante des Leistenbruchs. Klingt komisch, betrifft aber ganz überwiegend Neugeborene und wenige Männer ab 50 Jahren. Auch kein Thema für 18-Jährige.
    Auf die Intimuntersuchung als Zwangsuntersuchung wäre demnach ganz zu verzichten. Natürlich gibt es eine Vielzahl möglicher Geschlechtskrankheiten, aber auch die Anamnese. Die wenigen Betroffenen sollten das im Fragebogen, spätestens bei der Befragung, unbedingt angeben, wenn sie nicht bereits in Behandlung stehen und ein Attest haben.
    Zurück zur berüchtigten ZDv 46/1. Nach deren Nr. 116 stellt die Weigerung, sich einer zumutbaren Untersuchung zu unterziehen, einen Verstoß gegen die gesetzlich begründeten Pflichten des Wehrpflichtigen dar, die als Ordnungswidrigkeit gemäß § 45 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe c) WPflG mit einer Geldbuße geahndet werden kann. (www.global-help.de/sammelsurium-wehrpflichtgesetz/850.shtml). Dabei übersieht man allerdings, dass es sich um eine überholte, alte Gesetzesfassung handelt. Die gültige Fassung des Wehrpflichtgesetzes kennt diesen Passus seit Jahren nicht mehr. (http://www.buzer.de/gesetz/5521/al13481-0.htm). Deshalb gibt es auch grundsätzlich keine Bußgelder und die KWEA akzeptieren sofort eine standhafte Verweigerung der Intimuntersuchung. Nicht aus großzügiger Duldung, sondern in der sicheren Erkennt-nis, dass es für etliche der immer noch vorgenommenen Musterungsuntersuchungen keine belastbare Rechtsgrundlage gibt. Der Bund fürchtet gerichtliche Auseinanderset-zungen wie der Vampir die Silberkugel und das grelle Sonnenlicht.

  37. Pygmohippo says: “Der Bund fürchtet gerichtliche Auseinanderset-zungen wie der Vampir die Silberkugel und das grelle Sonnenlicht.”

    Wenn die nicht aufhören, jungen Menschen einreden zu wollen, was sie alles dürfen, obwohl sie es NICHT dürfen, dann könnte es aber bald mal zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen und dann gibt es ganz bestimmt einen riesen Skandal.

    Vielen Dank für Deinen Beitrag hier Pygmohippo. Er ist sehr aufschlußreich.

    an hubertkah noch: ich wollte Dich nicht kritisieren. Im Grunde sind wir einer Meinung denke ich, nur geht es mir um die völlige Abschaffung der Intimuntersuchung. Bei einer Pflicht-/bzw. Zwangsuntersuchung hat so etwas nichts verloren.

    hubertkah says: “Darüber hinaus denke ich, dass wir in einem solchen Forum wie hier auch darüber nachdenken sollten, was wir noch konkret unternehmen können, um auf unser Anliegen aufmerksam zu machen und politischen Druck in unserem Sinne zu erzeugen.”

    Es gibt jetzt einen ersten Videoclip zur Kampagne:

    http://www.youtube.com/watch?v=bfszdyMzw_8

    Dieser Clip ist auch auf:
    http://www.myvideo.de zu sehen.

    Aber obwohl die Intimzonen der gezeichneten Figuren durch schwarze Balken unkenntlich gemacht wurden, ist der Film hier erst ab 18 Jahre freigegeben worden. Man muss sich also anmelden, um ihn sehen zu können.
    Ohne Anmeldung erscheint hier der Clip auch nicht in der Auflistung der “Musterungs-Clips”.
    D.h. man erreicht weder gleich alle an solch einem Clip Interessierten auf myvideo und die eigentliche Zielgruppe der knapp unter 18jährigen auch nicht. Ich finde das sehr schade.

    Für weitere Ideen ist die Kampagne bestimmt sehr dankbar.

    Vielleicht sollten wir auch Jochen bitten, sich hier im Forum anzumelden. Ich denke, er kann gut moralische Unterstützung gebrauchen.

    Liebe Grüße an ihn und alle anderen hier.

  38. Hallo,

    auf der ABGEORDNETENWATCH.DE Platform wurden wieder 2 Anfragen an den Bundesverteidigungsminister zum Verfahren bei der Musterung gestellt. Auch wenn keine ernstzunehmenden Antworten zu erwarten sind (falls der “Herr” überhaupt antwortet) :

    https://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=650&id=6066#questions

    Ihr findet die Fragen unter dem 30.06 und 26.07. Ihr könnt Euer Interesse an einer Antwort durch Eintrag Eurer EMAIL-Adresse bekunden. Ganz klein unter der Fragestellung gibt es ein Brief-Symbol mit dem Text “Bei Eintreffen einer Antwort benachrichtigen” – dort könnt ihr die EMAIL-Adresse eintragen

  39. Ich habe heute Morgen den Video Clip auf Youtube gesehen.Obwohl es nur Strichzeichnungen sind
    ist es doch bedrückend.Wie würde es wohl wirken, wenn es reale Bilder wären oder sogar ein
    realer Film?Ich habe Bilder gefunden die dazu passen könnten.Ist natürlich gestellt, wirken aber
    realistisch.

    _________ Links gelöscht____________

    Vieleicht wirkt es abschreckend auf die welche noch hinmüssen,und verstärkt ihre Absicht es zu
    verweigern.Wenn jemand meint das es zu anstößig ist die links bitte wieder löschen.
    Manchmal habe ich die Vorstellung wie jemand so eine Frau mit den Fäusten zu zertrümmert.Ich
    überlege oft ob
    diese Frauen das wirklich für harmlos halten,oder ob sie wissen das es für die Betroffenen schlimm
    ist,es ihnen aber egal ist.Eigendlich kann die Wahrnehmung doch garnicht so eingeschränkt sein das
    es nicht auffällt wie unangenehm den Männern das ist.Also sind sie bösartig?Aber wie kann eine
    20jährige Schreibkraft schon so vermurkst sein?Es ist schon erstaunlich das bei den heutigen
    Fortschrittlichen Kommunikations möglichkeiten die Öffendlichkeit kaum etwas darüber weiß.
    Vieleicht erzählt so eine Helferin noch nicht mal ihren Eltern oder ihrem Freund etwas davon.
    In den Medien wird über jeden Dreck berichtet,aber über soetwas kaum und wenn dann in stark
    abgeschwächter Form.Obwohl es Millionen von Menschen betrifft im laufe der Jahre.

  40. Nachfrage zur Antwort v. 29.6. – ursprüngliche Frage v. 2.5. auf ABGEORDNETENWATCH.DE

    Antwort von Bundesverteidigungsminister Jung:

    Sehr geehrter Herr ,

    in ihrer Aufgabe gelten Assistenten ebenso wie Ärzte – gleich welchen Geschlechts – als neutrale Amtspersonen.

    Wie bereits erwähnt, erfolgt die ärztliche Musterungsuntersuchung generell nur in Anwesenheit einer weiteren Person (“forensisches Prinzip”). Diese auch im zivilen Bereich praktizierten Gepflogenheiten gelten unabhängig vom Geschlecht der untersuchten bzw. untersuchenden Person.

    Leider sehen sich Musterungsärztinnen und -ärzte bei ihrer verantwortungsvollen Untersuchungstätigkeit immer wieder mit ungerechtfertigten Anschuldigungen und Unterstellungen konfrontiert, die Ihnen sicherlich aus entsprechenden Internet-Foren bekannt sind.

    Sie werden daher Verständnis dafür haben, dass die Verwendung eines Sichtschutzes mit Blick darauf, Musterungsärztinnen und -ärzte vor ungerechtfertigten, zum Teil auch diffamierenden Anschuldigungen zu schützen, in jeder Hinsicht kontraproduktiv ist.

    Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass kein Wehrpflichtiger gezwungen wird, eine Intimuntersuchung durch einen Arzt des anderen Geschlechts durchführen zu lassen.

    Von einer “Zurschaustellung” oder einer erniedrigenden Weise der im Rahmen der Musterungsuntersuchung dazu gehörigen Intimuntersuchung kann keinesfalls die Rede sein.

    Mit freundlichem Gruß

    Dr. Franz Josef Jung

    ————————————–

    kontraproduktiv = nicht dem Zweck dienlich, sondern eher schädlich für das Erreichen des Ziels

    Das bedeutet also, die verzichten ganz bewusst auf einen Sichtschutz.
    Es ist so wie wir meinen, die Intimuntersuchung ist der Hauptbestandteil bei diesen dämlichen Untersuchungen, um den Willen der jungen Männer zu brechen. Eben reine Psychologie.
    Wenn das wegfallen würde, verlieren die ihre Macht. Dann wird nämlich aus der Musterung eine ganz gewöhnliche Untersuchung. Und das wollen die NICHT.

    > in ihrer Aufgabe gelten Assistenten ebenso wie Ärzte – gleich welchen Geschlechts – als neutrale Amtspersonen.

    Nette Amtspersonen, die sich dann in Internetforen über die Männer lustig machen (dürfen).
    Wenn man sich dann über die beschwert, ist man noch der Dumme.

    > Wie bereits erwähnt, erfolgt die ärztliche Musterungsuntersuchung generell nur in Anwesenheit einer weiteren Person (“forensisches Prinzip”).

    Immer der gleiche dämliche Spruch.

    > Diese auch im zivilen Bereich praktizierten Gepflogenheiten gelten unabhängig vom Geschlecht der untersuchten bzw. untersuchenden Person.

    Diesen Satz sollte man sich mal gut merken.

    > Leider sehen sich Musterungsärztinnen und -ärzte bei ihrer verantwortungsvollen Untersuchungstätigkeit immer wieder mit ungerechtfertigten Anschuldigungen und Unterstellungen konfrontiert,…

    Betroffene wie Jochen und viele andere bilden sich also nur ein entwürdigt worden zu sein.

    > ….die Ihnen sicherlich aus entsprechenden Internet-Foren bekannt sind.

    “verantwortungsvolle Untersuchungstätigkeit” – das ich nicht lache! Messen, Wiegen, und an den Geschlechtsorganen herumfummeln kann jedes Kind. Und die perversen nachgestellten Musterungen im Internet bezeugen, dass das auch Prostituierten ähnliche Filmdarsteller können. Wozu braucht man überhaupt eine Ausbildung, um andere ermorden zu können? Dafür genügt eine Waffe in falschen Händen. Nur befehlen lässt man sich so etwas nicht gerne. Um jemand Befehls gehorsam zu machen, ist erwiesener Maßen eine Erniedrigung der betreffenden Person das beste Mittel. Am besten erreicht man das bei einem Mann dadurch, dass er NACKT vor einer Frau sein muss. Deshalb und nur deshalb gibt es keinen Sichtschutz vor den weiblichen Schreibkräften bei der Musterung.

    > Von einer “Zurschaustellung” oder einer erniedrigenden Weise der im Rahmen der Musterungsuntersuchung dazu gehörigen Intimuntersuchung kann keinesfalls die Rede sein.

    Doch! Denn genau darauf läuft es nämlich hinaus.
    So etwas konnten die Deutschen schon immer gut. Darin sind sie perfekt.
    Und das die Ärzte das mitmachen und auch die jungen Frauen als Assistentinnen, macht das Ganze noch perverser als es schon ist und zu einem Skandal.

    > Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass kein Wehrpflichtiger gezwungen wird, eine Intimuntersuchung durch einen Arzt des anderen Geschlechts durchführen zu lassen.

    Wenn man darüber vorher NICHT informiert ist, sieht man es automatisch als Zwang an und lässt es über sich ergehen. Vor kurzem noch habe ich mit einem jungen Mann gesprochen, der sagte, wenn er vorher gewusst hätte, dass er das nackt sein müssen und die Intimuntersuchung verweigern hätte können, hätte er das getan. Man macht sich also die Unwissenheit der jungen Männer zu Nutze.

    Und im übrigen braucht man dieses Herumfummeln an den Geschlechtsorganen überhaupt NICHT an sich vornehmen zu lassen, wenn man das NICHT will. KEIN Mensch hat das Recht einem anderen die Würde zu nehmen. Das ist der erste Grundsatz unseres Staates und NOCH gilt er. Wenn die Menschen in der BRD aber so dumm sind und am 27. September 2009 wieder die CDU und die anderen etablierten Parteien zu wählen, dann gelten bei uns bald Europa-Gesetze und dann wird unser Grundgesetz keinen Pfifferling mehr wert sein. Was das dann im weiteren noch heißt und was auf die Bürger in ganz Europa zukommt, werdet ihr dann alle merken. Gut wird es jedenfalls NICHT.

  41. Zwischenmeldung: Frage an Dr. Jung bei ABGEORDNETENWATCH.DE

    Sehr geehrter Herr Dr. Jung,

    wie in der amerikanischen Presse am 06.08.09 zu lesen war, ist der Krieg gegen den Terror beendet. http://www.washingtontimes.com washingtonindependent.com http://www.latimes.com blogs.reuters.com http://www.washingtonpost.com

    Ausschlaggebend ist die Rede von Obamas Sicherheitsberater John O. Brennan (hier im Original). http://www.whitehouse.gov

    Da bis dato keine Pressmitteilungen über dieses wichtige Ereignis
    bekannt geworden sind, stellt sich mir die Frage, wann werden Sie das Ende des Kriegs gegen den Terror in unserem Land verkünden?

    Ist damit der Bündnisfall beendet und alle Resolutionen hinfällig?

    Bis wann werden Sie dann unsere Truppen restlos aus Afghanistan abgezogen haben?

    MfG

    Ein erfreuter Bürger

  42. Hallo,
    Die Praxis der Wehrbehörden ignoriert in etlichen Bereichen rechtliche Regeln, weil die Wehrpflichtigen es leider so hinnehmen. Das ist Desinformationsstrategie der Wehrbehörden.

    Nun fragt es sich, weshalb maßgebliche Kreise an dem alten – letztlich unvertretbaren – Musterungsverfahren so biestig festhalten wollen. Die wahren Gründe haben mit der eigentlichen Tauglichkeitsuntersuchung kaum etwas zu tun. Das ganze Gesundheitsgesülze im Intimbereich ist völlig unglaubwürdig und m. E. nur vorgeschoben.

    Zunächst geht es um eine pure Machtdemonstration. Psychologisch geschulte Diskus-sionsteilnehmer haben wiederholt nachvollziehbar dargelegt, dass junge Männer, die sich einer unvertretbaren Verletzung der Intimsphäre ausliefern, eine deutliche Einbuße an Willen und Fähigkeit zu einem eigen bestimmten Leben erleiden. Anders ausgedrückt, sie werden gefügiger. Sie werden in Abkehr von der Spaßgesellschaft auf Unterordnung und Gehorsam eingestimmt.

    Zweitens werden die Musterungskandidaten darauf vorbereitet, dass es keinen Schutz der Intimsphäre beim Wehrdienst gibt. Die Stuben sind mit 6 bis 8 Mann belegt, die sich voreinander an- und auskleiden. Es gibt nur Gemeinschaftsduschen, von den Verhältnissen bei einsatznahen Übungen im Feld ganz zu schweigen.

    Dann dürften die Wehrbehörden unter massivem Druck der Medizinlobby stehen. Es gibt keine vergleichbare, regelmäßig dokumentierte Massenuntersuchung, welche die Entwicklung der Volksgesundheit generell der Männer, aber auch mehr und mehr der Frauen, die sich für den Bund erwärmen, erlaubt. Darauf greift man auch gerne bei historischen Studien zurück. Das will man keinesfalls aus der Hand geben.

    Es gibt einen weiteren Grund, sich mit Fortschritten schwer zu tun. „Wenn wir hier schnell nachgeben, was kommt danach? Dann wollen sie Einzelzimmer und Einzelduschen.“ Das mag befremdlich klingen, aber ich weiß, dass Behörden so denken.

    Etwas erleichtert dem Bund diese abwartende Haltung. Es liegt doch auf der Hand, dass ein Thema, bei dem es darum geht (pointiert ausgedrückt), dass knackige junge Kerle genötigt werden, sich vor wildfremden Frauen nackig zu machen, von denen die Ärztin ihnen forsch an die Genitalien greift, um an ihnen mitunter minutenlang (teilweise in obszönen Posen: mit gespreizten Beinen und Rücken auf der Liege) herumzumanipulieren, nicht geeignet ist, auf den Titelseiten der Presse oder in der abendlichen Hauptnachrichtensendung präsentiert zu werden. Das wird vom Bund gnadenlos ausgenutzt.

    Gruß

    Pygmohippo

  43. Vorzüglich geschriebenes Statement Pygmohippo!

    “….minutenlang (teilweise in obszönen Posen: mit gespreizten Beinen und Rücken auf der Liege) herumzumanipulieren, nicht geeignet ist, auf den Titelseiten der Presse oder in der abendlichen Hauptnachrichtensendung präsentiert zu werden.”

    Das ist auch ein sehr wichtiger Punkt. Die Öffentlichkeit macht sich keine Gedanken darüber, was in den Kreiswehrersatzämtern passiert, weil die Medien nicht darüber berichten dürfen und die Masse deshalb nicht informiert ist. Das wird sich ändern!

    Jedem dem ich erzählte, was diese “Ärzte” da so treiben, der zeigte sich geschockt. Eine Frau sagte sogar: “Das sind alles schwule Säcke und Missbrauchstäter.” Ganz schön hart, ich weiß. Aber das sagte sie wirklich. Und im Grunde stimmt das auch.

    Ein vordringliches Ziel ist also jetzt die Bevölkerung aufzuklären über diese ganzen Schweinereien, die in den KWEÄ passieren (am besten international) und auch darüber, welche Folgen das für sehr viele hat in Bezug auf ihr späteres Leben. Wie z.B. für den Jochen.

    Solche Videos sind ein Anfang:

    http://www.youtube.com/watch?v=j2wBkTt6Ld0

    Um weitere Verbreitung wird gebeten.
    Und Lars G. Petersson wird sein Buch auch mal fertig haben. Dieses Buch wird sehr wichtig werden!

    Je mehr Leute wissen was da los ist, desto besser. Wir können nur die jungen Leute weiter aufklären und hoffen, dass sie dann den Mut aufbringen sich bei der Musterung einfach quer zu stellen. Sie brauchen noch nicht einmal den Mund aufzumachen, sondern denen einfach einen Verweigerungszettel hinlegen, dabei bleiben, sich nicht einschüchtern lassen und fertig. Nichts kann ihnen passieren!

    Es wird einige Zeit dauern. Aber irgendwann kommt auch für die Ferkel und MissbrauchstäterInnen in den KWEÄ die verdiente Abrechnung. Behörden und ÄrztInnen sind nicht unfehlbar, wie sie gerne selbst glauben. Wie kommen sie überhaupt dazu so zu denken? Und ÄrztInnen, die so eine Schweinerei mitmachen, die sind ihren Doktortitel wirklich nicht wert.
    Sie lassen sich vielmehr nur dazu hinab, andere bei der Ausbildung zu Mördern zu unterstützen. Das taten viele von ihnen schon während der Zeit des Nationalsozialismus. Was mir völlig unverständlich ist. Das Militär ist einfach ein kranker Verein, sonst nichts.

  44. Hallo,
    bei der Kampagne von Basta geht offenbar in erster Linie um die Abschaffung der Intimuntersuchung bei der Musterung. Ich bin aber der Meinung, dass dies unbedingt auch auf alle Untersuchungen bei der Bundeswehr selbst auszudehnen ist, denn es geht ja um den Schutz der Würde und den Schutz des Intbereichs für alle Männer. Dieser muss unteilbar sein unabhängig von politischer Meinung zu bestimmten aktuellen politischen Tagesfragen (Einsätze der BundesWehr u.ä.) und grundsätzlicher Meinungen zur Notwendigkeit einer Armee (oder eben auch deren Abschaffung o.ä.).
    Diese Form der entwürdigenden Untersuchungen werden ja nur deswegen bei Männern durchgeführt, und nicht bei Frauen, weil genau das Anrecht auf und der Schutz der Intimsphäre sowie das entsprechende Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper incl. Intimbereich bei Männern generell in unserer Gesellschaft vernachlässigt bzw. bagatellisiert wird (im Gegensatz zu den Frauen).
    Eure Meinung dazu würde mich interessieren. Vielleicht können sich dazu ja auch noch mal ein par Frauen äußern.
    An die Frau eines Soldaten: Ich arbeite gerade noch an einem Brief, den ich an den Wehrbeauftragten schicken möchte. Werde diesen (also den Brief) dann auch hier im Forum veröffentlichen.
    An Nazar vom 12.08.2009: Alles klar, Botschaft ist angekommen.

  45. “Ich bin aber der Meinung, dass dies unbedingt auch auf alle Untersuchungen bei der Bundeswehr selbst auszudehnen ist, denn es geht ja um den Schutz der Würde und den Schutz des Intbereichs für alle Männer.”

    Ich bin ganz Deiner Meinung hubertkah!

    “Eure Meinung dazu würde mich interessieren. Vielleicht können sich dazu ja auch noch mal ein par Frauen äußern.”

    Frauen tun sich anscheinend schwer mit diesem Forum hier. Mag auch sein, dass es die meisten nicht interessiert was mit ihren Männern gemacht wird. Die haben zu hause doch gerne Pantoffelhelden, die nur das Geld heranschaffen, brav sind und den Mund halten. Ist hart, aber es scheint doch so zu sein. Wie lange gibt es die Bundeswehr schon? Nie hat aber mal eine Frau öffentlich gesagt, es wäre eine Schweinerei, was mit den Männern gemacht wird und wozu sie gezwungen werden. In den ganzen 60 jahren nicht. Das gibt mir jedenfalls zu denken.
    Auch für die Merkel ist die allgemeine Wehrpflicht willkommen und wichtig. Sie will den Blödsinn unbedingt beibehalten. Selbst ist sie aber nie zu so etwas gezwungen worden. Es ist leicht andere zu etwas zu nötigen, oder ihnen etwas als Pflicht aufzubürden, womit man selbst nichts zu tun hat. Ist wie mit den Assistentinnen und den Musterungsärztinnen. Keine von denen hat bestimmt jemals gesagt: hey, was macht ihr denn mit den Männern? Nur weil die das alle brav mitmachen die vielen, vielen Jahre schon, kann man so ein System erhalten. Alle machen bereitwillig dabei mit, die Männer zu demütigen. Ich kann das nicht verstehen.

    Früher haben die Deutschen Völkermord begangen, haben nichts daraus gelernt und seit 60 Jahren gehen die Deutschen (Frauen) mit ihren Männern um, als wären sie gefühllose Holzstücke.

    Ich rufe alle Musterungsärztinnen (auch Musterungsärzte) und alle Assistentinnen bei der Bundeswehr auf, sich ab sofort zu weigern, die Männer weiterhin zu entwürdigen. Arbeitsverweigerung hin oder her, seid Ihr Obrigkeit hörig, oder seid ihr liebevolle menschliche Wesen, die sich um die Nöte von ihren Mitmenschen sorgen?

    Ihr könnt diesen Blödsinn der da betrieben wird sofort stoppen. Dafür muss man nicht erst die Dienstvorschriften oder/und Gesetze ändern. Zeigt doch mal, dass ihr noch Menschen seid. Ich bitte Euch darum.
    Seht Euch das Beispiel von Jochen an. Ihr allein seid Schuld daran, wie es ihm geht. Mich persönlich würde es krank machen, wenn ich wüßte, das meine Tätigkeit solche Auswirkungen hat. Ihr alle müßtet Euch bei Jochen beispielhaft für alle anderen die ihr entwürdigt habt entschuldigen.

    Deutschland braucht eine Umkehr, eine Wandlung. Das System so wie es jetzt ist, ist salopp gesagt: Schrott.

  46. Axel09 schreibt:
    (Wenn man da die deutschen Musterungsärztinnen gegenüber stellt – die würden mit ihren Praktiken
    bei der Musterung in einer freien Arztpraxis
    schnell vor leeren Wartezimmern stehen …)
    Ja sie machen es so weil sie es können,weil sie niemand stoppt.Warum haben die Amerikaner im
    Irak gefoltert?Aus dem gleichen Grund.Ein wohl für
    manche Leute berauschendes Gefühl Macht über andere zu haben.Und dann noch über das andere
    Geschlecht,dem sie sonst unterlegen sind,nur eben
    im Kwea nicht.Stoppen kann das nur die Politik oder Betroffene selbst.
    Wenn wie Moritz schreibt ihn eine Helferin zusammenstaucht nur weil er während der
    Stundenlangen Wartezeit auf dem Flur sein T-Shirt wieder angezogen hat,dann ist das auch nur
    möglich weil sie niemand Stoppt.Selbst eine armselige Helferin merkt schnell das sie Macht
    ausüben kann,wenn auch
    mit sinnlosen Anweisungen.Ist doch egal ob jemand sein T-Shirt im Flur anhat.Es ist schon eine
    Unverfrorenheit von einer Frau sich dort überhaupt zu
    Bewerben,und dadurch mitzuhelfen das andere Geschlecht in die Zwangsarbeit zu schicken.Selbst
    wenn etwas nach unserem sogenannten Recht in
    Ordnung ist,Moralisch ist es dann noch lange nicht in Ordnung.Es muß ja unwahrscheinlich Spaß
    machen Leute die nichts Verbrochen haben,und die sich
    ihr Geschlecht auch nicht ausgesucht haben,aber genau deswegen vom Staat in dieser Weise
    drangsaliert werden noch zusätzlich zu Demütigen.

  47. “Wenn wie Moritz schreibt ihn eine Helferin zusammenstaucht nur weil er während der
    Stundenlangen Wartezeit auf dem Flur sein T-Shirt wieder angezogen hat,…”

    Ich kann nur sagen, Jungs hört auf Euch so etwas gefallen zu lassen. Die haben KEINE Macht über Euch, die glauben nur sie zu haben, weil Ihr Euch nicht wehrt.

    Wenn ich so etwas lese wie oben, dann frage ich mich, in was für einem Land ich eigentlich lebe, das von sich behauptet eine Demokratie zu sein. Eigentlich müsste ich in Wut geraten. Aber nein, ich bleibe ganz ruhig und sachlich und sage: Mir scheint eher, wir leben in einer Diktatur. Die Kleinen wollen über die “Wehrlosen” bestimmen, oder zumindest über die, die sich nicht trauen sich zu wehren. Deren Vorgesetzte bestimmen über die und so geht das immer weiter bis zum Kreis der Minister und schließlich zur Kanzlerin. Das schimpft sich dann eine “Demokratie” zu sein. Entsetzlich!

    Das weitere hier jetzt ohne Kommentar aus:

    http://solinger-linke.blogspot.com/2009/08/afghanistan-mit-scharfen-waffen-frieden.html

    Afghanistan: Mit scharfen Waffen Frieden schaffen?

    „Über 1300 NATO-Soldaten verloren ihr Leben bisher weit weg von ihrer Heimat in einem Land in dem sie eigentlich nicht das geringste zu suchen haben. Die Schätzungen über zivile Opfer sind aufgrund der Medienmanipulation sehr unterschiedlich. Sie reichen von geschätzten 1000 Opfern (Los Angeles Times) bis zu 50.000 (Jonathan Steele „The Guardian“).“

    „Schon jetzt ist abzusehen das dieser Krieg in einem neuen Vietnam enden wird.“

    „Trotzdem setzt sich nach und nach auch bei den Kriegstreibern die Erkenntnis durch, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist. Einzig Verteidigungsminister Jung und seine Kumpane scheinen wieder mal nichts begriffen zu haben. Der Eifer, mit dem man sich, für den Preis gefallener Soldaten, der politischen Weltbühne anbiedert, scheint nicht nur blind und doof zu machen, er ist unerträglich.“

    „Was das für ein Volk bedeutet haben die Deutschen speziell nach dem ersten Weltkrieg selbst erleben müssen. Umso erstaunlicher die jetzige Belehrungsresistenz im deutschen Bundestag. Statt zumindest zu versuchen, die afghanische Kultur und Mentalität zu verstehen, verliert man sich auf Nachfrage in dümmlichem Gestammel von Wiederaufbau und Hilfe.“

  48. “Wenn wie Moritz schreibt ihn eine Helferin zusammenstaucht nur weil er während der
    Stundenlangen Wartezeit auf dem Flur sein T-Shirt wieder angezogen hat,…”

    Noch etwas zum Thema und zur Frage, warum die Öffentlichkeit das alles toleriert seit so vielen Jahren schon. Es kann nur einen Grund geben: Die Öffentlichkeit hat keine Ahnung von dem, was hinter den Türen der KWEÄ wirklich passiert. Habe hier einen Artikel aus dem Kölner Stadt Anzeiger gefunden (den Link dazu finde ich leider nicht mehr), aber so wird die Öffentlichkeit für dumm verkauft. Denn so wie wir es wissen, sieht die Realität doch anders aus.

    Hier der Artikel:

    Zitat: “Kölner Stadt Anzeiger

    Bericht zur Musterung

    Die Musterung
    Erstellt 14.03.07, 18:05h, aktualisiert 15.03.07, 09:29h

    Einmal im Leben eines Jungen ist es soweit: er muss zur Musterung bei der Bundeswehr. So erging es kürzlich auch mir. Der ein oder andere Freund von mir war bereits gemustert worden, und es kursierten viele unterschiedliche Musterungserlebnisse.
    Einmal im Leben eines Jungen ist es soweit: er muss zur Musterung bei der Bundeswehr. So erging es kürzlich auch mir. Der ein oder andere Freund von mir war bereits gemustert worden, und es kursierten viele unterschiedliche Musterungserlebnisse. Auch andere Geschichten machten ihre Runde: Man müsse sich von Ärzten begrapschen lassen und es gäbe unfreundliche Sachbearbeiter und sterile Räume.
    Ich fuhr mit gemischten Gefühlen zum Kreiswehrersatzamt. Eigentlich hätte ich gefahren werden können, und zwar von der Polizei. Die holt einen bei Nichterscheinen persönlich zu Hause ab. Zumindest wird es mir so in meiner Einladung bescheinigt. Ich wollte es jedoch nicht darauf ankommen lassen. . . .
    Das Kreiswehrersatzamt entpuppte sich als ein weißes Hochhaus mit sehr kleinen Fenstern. Das Amt war in den letzten Wochen und Monaten zu meinem Brieffreund geworden. Der erste Brief war ein Sichtungsbescheid – sie hatten mich entdeckt. Leider kam er in den Sommerferien und ich konnte innerhalb von zwei Wochen nicht zurück „sichten“, da ich im Urlaub war. Somit kam gleich die erste Mahnung.
    Ich antwortete mit einer Schulbescheinigung und mein Brieffreund sah ein, dass ich im Moment noch
    wichtigeres zu tun hatte, als mich mustern zu lassen. Jetzt, gegen Ende der Schulzeit, hat er sich wieder gemeldet und mir einen Termin gegeben.
    Genau um 9 Uhr betrat ich das Gebäude. Pünktlicher hätte mich wahrscheinlich selbst die Polizei nicht abliefern können. Viele Jugendliche haben das feste Ziel vor Augen, als untauglich eingestuft zu werden,
    also ausgemustert zu werden. Das Hauptargument ist bei den meisten, man könne sich wertvolle neun Monate Wehr- oder Zivildienst sparen. Ich möchte zwar nicht zum Bund, aber Zivildienst will ich schon ganz gerne machen und dafür musste ich
    tauglich gemustert werden.
    Meine Sachbearbeiterin war sehr freundlich. „Wie langweilig“, dachte ich.
    Nach den Erzählungen meiner Freunde hatte ich damit nicht gerechnet. Ein bisschen „Kreiswehrersatzamtbeamtenauskunftkunst“ bekam ich dann doch noch zu spüren. Meine Frage nach einer Toilette wurde kurz und knapp beantwortet: „Das spielt jetzt keine Rolle, sie müssen später sowieso noch zur Urinprobe.“ Ich hatte verstanden.
    Den Rest der Zeit der Musterung
    wurde dann von langen Wartezeiten und Arztbesuchen bestimmt. Ich hatte jedoch viel Zeit und etwas zu lesen mitgebracht. Interessant waren die bis aufs Detail genauen Wegbeschreibungen von einem Wartezimmer ins nächste: Etage 4, Zimmer 305, dazu gab es noch Zettel mit genauen Skizzen, die die Lage der Wartezimmer mit Pfeilen kennzeichneten. Ich dachte mir, dass man dies doch für Kindergeburtstage benutzen könnte. Quasi wie eine Schnitzeljagd im Haus, beziehungsweise Kreiswehrersatzamt.
    Insgesamt empfand ich die Musterung doch als eher unspektakulär, wie einen kostenlosen Gesundheitscheck. Wenigstens wurde ich tauglich gemustert. Die Zeiten von wütenden, schreienden Feldwebeln bei der Abgabe der Wehrdienstverweigerung sind wahrscheinlich einfach vorbei.” Zitat Ende

    “Erstellt 14.03.07, 18:05h, aktualisiert 15.03.07, 09:29h”

    Das der Artikel aktualisiert wurde, gibt mir schon zu denken. Sieht eher aus, als wäre er zensiert worden. Leute wacht auf! Und dann willkommen in der Realität.

  49. NieDa schreibt:
    (Ich kann nur sagen, Jungs hört auf Euch so etwas gefallen zu lassen. Die haben KEINE Macht über
    Euch, die glauben nur sie zu haben, weil Ihr Euch nicht wehrt.)

    Ja sobald man sich wehrt selbstbewußt mit scharfen Tonfall dann werden solche Leute schnell
    unsicher weil sie nicht damit gerechnet haben und sie es nicht gewohnt sind.Die haben keinerlei
    rechtliche Handhabe solche Unverschämtheiten durchzusetzen und vertrauen auf Einschüchterung.

    Richtig ,es ist wie überall viele Leute wehren sich nicht.Die Kinder auf dem Schulhof,die
    Arbeitnehmer,die Leute bei den Behördengängen.

    ( Die Kleinen wollen über die “Wehrlosen” bestimmen, oder zumindest über die, die sich nicht
    trauen sich zu wehren.)
    Miese kleine Mitläufer mit vorauseilendem Gehorsam gab es schon in Deutschlands dunkelster
    Epoche und heute wieder.
    Stimmt:Viele der “Kleinen”nutzen die Gelegenheit auch mal auftrupfen zu können auf Kosten
    Anderer und merken garnicht wie dämlich das rüberkommt.Warscheinlich erzählt die Helferin
    die Moritz zusammengestaucht stolz ihrer Freundin das es einer gewagt hat aufzumucken und sie
    ihm gezeigt hat wo es langgeht.Man müßte sie zwingen selbst mit freiem Oberkörper Stundenlang
    im Flur zu warten.
    Als ich letztens beim Facharzt war und er den unterschriebenen Schein für die Arbeitsunfähigkeit
    der Helferin gab, damit diese ihn weiterberabeitet ,sagte sie zu mir,ich werde sie jetzt
    Krankschreiben.Ich grinste nur spöttisch und dachte was für eine dumme Nuß sich so aufzuspielen.
    Sie merkt garnicht wie dämlich das ist.

  50. Hallo miteinander,

    NieDa hat am 14.8. die Antwort von Bundesverteidigungsminister Jung auf die Nachfrage zur Antwort vom 29.6. wiedergegeben. Sie ist eine einzige Provokation und bodenlose Frechheit. Seiner Bewertung dieses Machwerks stimme ich uneingeschränkt zu.

    Schon die erste Aussage, wonach Ärzte wie Assistenten – gleich welchen Geschlechts – als neutrale Amtspersonen ausgegeben werden, wird vom Bund durch seine Untersuchungspraxis bei weiblichen Bundeswehrbewerberinnen Lügen gestraft. Diese Aussage ist offenkundig unseriös.

    In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals auf die Beantwortung der „Kleinen Anfrage“ zu Wehrpflicht und Musterungspraxis vom 1.12.2008, Fragen 8 bis 12, (dokumen-te.linksfraktion.net/drucksachen/7752430596_1611134.pdf) zurückkommen.

    Mit forensischem Prinzip ist wohl gemeint, dass die anwesende Assistentin als evtl. Zeugin vor etwaigen Übergriffen des/der untersuchenden Arztes/Ärztin als auch des Gemusterten abhalten soll. Wie sich aus der Antwort des Ministers ergibt, ist dies jedoch einseitig gegen die Wehrpflichtigen gerichtet, um sie von vornherein zu benachteiligen. Sie sollen im Konfliktfall mit ihrer Aussage allein stehen. Welche Assistentin würde ohne Rücksicht auf ihr berufliches Fortkommen gegen ihren Dienstherrn aussagen? Erst recht nicht gegen den/die Arzt/Ärztin als unmittelbaren Dienstvorgesetzten bei der Untersuchung (vgl. ZDv 46/1 Nr. 117 Satz 2). Der Minister stellt in seiner Antwort auch ausschließlich auf die Belange des eigenen Untersuchungspersonals ab. Die Nöte der Wehrpflichtigen kümmern ihn einen Dreck! Das sollten sich die jungen Leute doch für ihre Wahlentscheidung merken. Denn am Wahltag ist Zahltag!

    Das sogenannte forensische Prinzip ist gesetzlich nicht gewollt, sondern eine blanke Erfindung des Bundes, um unvertretbare Musterungspraktiken zu bemänteln. Ein bewusst würdeloser Umgang mit den jungen Männern soll sie einschüchtern, dass sie alles mit sich machen lassen. Es geht letztlich um Gefügigkeit und nackten Gehorsam. Wie schon von vielen Teilnehmern dargelegt, wird im zivilen Bereich überhaupt nicht so verfahren (eine dreiste Lüge des Bundes). Kein Wehrpflichtiger braucht das zu akzeptieren. Die Anwesenheit einer dritten Person ist m. E. nur dann hinnehmbar, wenn die Intimuntersuchung ausschließlich hinter einem wirksamen Sichtschutz vorgenommen oder dieser zumindest angeboten wird.
    Sollte beispielsweise in einem Ausnahmefall, etwa zur abschließenden Beurteilung einer kritischen Hüftfehlstellung, der junge Mann gebeten werden, sich völlig entblößt durchs Zimmer zu bewegen, so hat er alles Recht, zu verlangen, dass für diesen Untersuchungsmoment die Assistentin das Zimmer verlässt. Sonst bliebe die Hose oben.

    Der Bund wird zunehmend nervös und verfängt sich in Widersprüchen. Hieß es bei der Beantwortung der Kleinen Anfrage zu Nr. 8 noch, der Wehrpflichtige habe keinen Anspruch auf eine gleichgeschlechtliche Untersuchung, so antwortet der Minister jetzt, dass kein Wehrpflichtiger gezwungen werde, eine Intimuntersuchung durch einen Arzt des anderen Geschlechts durchführen zu lassen. Zu Nr. 10 der Kleinen Anfrage hieß es ergänzend, der Wehrpflichtige habe keine „freie Arztwahl“.

    Zu den Fragen 10 und 11 rechtfertigt der Bund die abweichende Behandlung der Frauen mit ihren anatomischen Eigenheiten, die spezielles Gerät erforderten sowie den Besonderheiten von Schwangerschaft und Geburt.
    Frauen könnten ohne weiteres im KWEA untersucht werden. Eines Gynäkologenstuhls bedürfte es nicht. Die allgemein vorhandenen Liegen genügten. Ein Spekulum ist keine nennenswerte Investition. Die vom Bund ach so hoch gelobten Ärztinnen sollten sich in der eigenen Anatomie nicht auskennen? Sie wüssten auch nach selbst erlebter Adoleszenz nicht, worauf da bei jungen Frauen zu achten wäre? Welche Frau wollte ausgerechnet im Zustand der Schwangerschaft ihre Bundeswehrkarriere beginnen? Bekommt eine Soldatin dann später ein Kind, ist der truppenärztliche Dienst zuständig. Mit den KWEA hat das nichts mehr zu tun.
    Hier sind doch Nebelkerzen geworfen und ist Müll geantwortet worden.

    Die Beantwortung Kleiner Anfragen aus dem Parlament vollzieht sich zumeist nach 3 ungeschriebenen Regeln: 1. so knapp wie möglich, 2. so nichtssagend wie möglich, 3. verfehlen die Fragesteller die eigentliche Brisanz des Themas, so wird diese in der Antwort sorgsam umgangen. Das ist häufiger der Fall, weil die Fragesteller nicht über die näheren Informationen des „Apparats“ verfügen.

    Eine neue „Kleine Anfrage“ sollte sich doch mal darauf richten, wie viel Wehrpflichtige eines Musterungsjahrgangs ausschließlich wegen Befunden im Genitalbereich (ohne Berücksichtigung außergenitaler Befunde wie beispielsweise Leistenbruch) mit T 3 oder T 5 ausgemustert worden sind oder wären. Es wird vermutlich eine lächerlich geringe Anzahl sein, die belegen würde, dass eine generelle Zwangsuntersuchung des Intimbereichs nicht zu rechtfertigen ist. Die Wehrpflicht ist ein massiver Eingriff in die Grund- und Persönlichkeitsrechte, bei dem die Verhältnismäßigkeit sorgfältig zu wahren ist.

    Weiter könnte man fragen, weshalb im Genitalbereich entgegen den zwingenden Vorgaben des Wehrpflichtgesetzes immer wieder so hingebungsvoll auf Phimose, Varikozele u. ä. untersucht wird, das keinen Bezug zur Wehrfähigkeit hat.

    Gruß

    Pygmohippo

  51. Wenn ich mir hier die tollen medizinisch und psychologisch fundierten Äußerungen ehemaliger Musterungsprobanden durchlese und mir dann das nichtssagende Gewäsch anschaue, dass als Erklärung und Begründung für die militärischen Schweinereien vom Bund bisher kommt, dann könnte ich wirklich in Wut geraten. Solche Menschen wie uns hat man wie Objekte behandelt bei der Musterung, jetzt behandelt man uns immer noch wie Dreck und hält uns für doof. Dabei sollte man nicht außer Acht lassen, was das Militär in der Gesellschaft an sich für eine Zweck hat. Ich finde, man braucht es überhaupt nicht. Das sind alles nur Wichtigtuer, die vorgeben unsere Freiheit verteidigen zu müssen, dabei wird unsere Freiheit und Würde von Beginn der Musterung an mit Füßen getreten. Ja, ich weiß, hier geht es vornehmlich nur um die Beseitigung der völlig unnötigen Intimuntersuchung bei der Musterung. Aber wenn man die Stellung der Bundeswehr gesamtgesellschaftlich betrachtet, ihren psychologischen Einfluss auch auf das spätere Leben von ehemaligen Rekruten, Soldaten als Zivilisten, kurz gesagt allen Männern, da wir schon immer die allgemeine Wehrpflicht haben, müßte eigentlich jeder einmal langsam merken, dass wir alle nur benutzt werden. Und ja, wir sind so dumm, uns auch benutzen zu lassen. Eine Frau wie unsere Kanzlerin verteidigt die allgemeine Wehrpflicht und behauptet man würde die Deutschen darum auch noch beneiden. Was für eine Anmaßung, was für eine Behauptung und ich sage einfach, was für eine große Lüge. Das Volk und vor allem die Männer wollen bestimmt KEINE allgemeine Wehpflicht und wollten sie auch NIE. Ein paar alte Männer beschlossen damals, wie in Zukunft mit Millionen von jungen Männern verfahren werden soll und es ist bis heute dabei geblieben. Nie hat uns aber ein Überfall von unseren Nachbarländern gedroht und heute im friedlichen Europa kann ich mir nicht vorstellen, dass es auch in nächster Zeit anders sein könnte. Trotzdem hält man an der Entwürdigung junger Männer, ja ALLER Männer weiterhin fest. Dies verlangt sogar eine Frau die sich langsam in einem regelrechten Machtwahn befindet. Ale folgen ihr aufs Wort wie Hunde. Merkt denn niemand, was das alles für eine Unsinn ist? Man macht seit den Anfängen der Bundeswehr wieder das gleiche Spiel mit den jungen Männern, dass auch schon während der Kaiserzeit und im Nationalsozialismus mit ihnen getrieben wurde. Man benutzt uns alle wie man will. Und jetzt befinden wir uns sogar schon wieder im Krieg. Was soll noch alles passieren? DIE befehlen und wir gehorchen. Ist es nicht mal an der Zeit den Spieß umzudrehen? Schluss mit Befehlen. Schluss mit gehorchen. Was würden die in den KWEÄ dumm aus der Wäsche gucken, wenn kein einziger junger Mann mehr das macht, was die von denen wollen. Ausziehen, sich begaffen lassen, sich kontrollieren lassen, ja, sich sogar von denen mißbrauchen lassen. Das muss man sich alles dort gefallen lassen.
    Ein Kölner Gericht wird einfach übergangen vom Bundesverfassungsgericht und alles bleibt beim alten. So einfach kann man in Deutschland millionenfache Entwürdigung rechtfertigen. Merkel und Jung befehlen und Millionen lassen die Hosen hinunter. Erinnert mich irgendwie an die gute alte Hitlerzeit. Werden die Deutschen denn niemals schlau?
    Die Regenten, die wissen genau wie sie mit uns umgehen müssen, damit wir alle kuschen.

    Ich habe einen interessanten kleinen Artikel im Internet gefunden, wie man militärisch mit dysfunktionalen Soldaten umzuspringen hat. Wie ich schon einmal erwähnte, alles ist reine Psychologie. Das ganze System beruht nur auf Einschüchterung zu dem einen Zweck, Gehorsamkeit bei uns allen zu erreichen und das in Bezug auf unser ganzes Leben in dieser wunderschönen Gesellschaft. In der alles schön friedlich und immer alles ganz korrekt abläuft. Dabei macht es die Menschen zu Depressiven, zu Neurotikern, zu Süchtigen, zu Gewalttätigen, zu Selbstmördern und Attentäter hatten wir ja auch schon dabei. Ich kann nur immer wieder sagen, das ganze System bis in die kleinste Zelle ist Schrott. Wir werden alle nur Unterdrückt durch ein Rechtssystem, das in Bezug auf die Menschlichkeit der blanke Hohn ist. Wir entfernen uns immer mehr vom Mensch sein und werden immer mehr zu Robotern, die anderer Leute Befehle gehorchen. So war es schon mehrmals in Deutschland und zur Hitlerzeit brachte uns das damals in die bisher schlimmste Katastrophe.
    Wir bemühen uns hier mit ein paar behördlichen Hampelmännern, Verzeihung, gewissenhaften Regierungsvertretern in Kontakt zu kommen, um die entwürdigende Intimuntersuchung endlich abzuschaffen, die es eigentlich doch nie hätte mehr geben dürfen. Mindestens nicht mehr seit dem Krieg. Und doch gibt es diese Schweinerei, diese Einschüchterungsmaßnahme schon wieder und immer noch. Ja, heute noch! Wir leben nicht in einer Demokratie, sondern in einer Diktatur. Denn das Volk will solche Schweinereien überhaupt nicht. So wollen nur die Machthaber wie Jung und Merkel mit ihren Untergebenen umspringen dürfen, so führen es die kleinen Handlanger wie MusterungsärztInnen und deren Assistentinnen weiter aus und alles wird gezwungenermaßen vom Volk toleriert und alles ist in bester Ordnung.
    Wenn alles so in bester Ordnung ist, warum gibt es dann solch ein Forum wie das hier?

    “Paul Brieler
    Führungsproblem »militärisch dysfunktionale Soldaten«.
    Zur Entwicklung eines Arbeitsgebiets der Militärpsychologie”

    http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-88/8850800m.htm

    Die haben es raus, wie man Menschen am besten unterdrückt. Willkommen beim Militär, willkommen in Deutschland, dem Land der Frau Merkel und ihrer geliebten Bundeswehr.
    Deutschland ist ein Muster ohne Wert. Es wird Zeit mal die Hosen hinunter zu lassen für die Machthaber und nicht für junge Männer, die in ihrem Leben noch nie etwas zu sagen hatten.
    Deutschland muss sich sehr schämen für seine allgemeine Wehrpflicht.

  52. Hallo,

    in meinem Beitrag vom 20.08.2009 habe ich zu der Kleinen Anfrage zu Wehrpflicht und Musterungspraxis vom 01.12.2008 einen unvollkommenen Link angegeben. Ich bitte um Nachsicht. Der richtige Link ist so: http://dokumente.linksfraktion.net/drucksachen/7752430596_1611134.pdf

    Gruß

    Pygmohippo

  53. Hallo mal an alle!
    Mal etwas zwischendurch, um auf andere Gedanken zu kommen.

    Zu folgender Frage an Dr. Franz Josef Jung ist auf
    http://www.abgeordnetenwatch.de eine Antwort eingetroffen.

    Sehr geehrter Herr Dr. Jung,

    Sie betonen immer wieder der Einsatz in Afghanistan wäre kein
    Kriegseinsatz, da man in einem Kriegseinsatz keine Brücken und Schulen
    baut!
    Wenn ader Afghanistan-Einsatz kein Kriegseinsatz ist was macht die
    Bundeswehr dort?
    Brücke und Schulen kann auch das THW bzw die GTZ bauen!
    Warum wird die Bundeswehr nicht durch THW und GTZ abgelöst und die
    Sicherheit ggf. durch Kräfte der Bundespolizei sichergestellt ?

    Mit freundlichen Grüßen

    J. B.

    Um die Antwort zu lesen, klicken Sie folgenden Link an:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-650-6066–f198373.html#q198373

    Ausschnitt:
    “Die Zielsetzung der ISAF-Mission in Afghanistan, der Charakter des Konflikts und die Vielschichtigkeit der Unterstützungs-, Aufbau,- und Entwicklungsaktivitäten lassen es unangemessen erscheinen, in Afghanistan von einem Krieg zu sprechen. Ich stelle allerdings nicht in Abrede, dass die terroristischen Gewaltanwendungen in Afghanistan örtlich und zeitlich begrenzt zu intensiven militärischen Kampfhandlungen führen.

    Unsere Soldaten zeigen angesichts vielfältiger Bedrohungen Mut und Entschlossenheit; dafür verdienen sie unser aller Respekt. Zeichen dafür sind u.a. die politische Zustimmung nahezu aller Parteien im Bundestag, eine sachgerechte Diskussion in der Bevölkerung, aber auch Anerkennung durch Auszeichnungen wie das neue Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit. Die erstmalige Verleihung des Ehrenkreuzes zeugt vom Bekenntnis der Bundesregierung zu dem Einsatz und zeigt Respekt gegenüber den Leistungen der ausgezeichneten Soldaten.”

    In was für einer Zeit lebt der gute Jung eigentlich?
    Aber wir befinden uns nach Dr. Jung also nicht im Krieg. Ich bin sehr erleichtert.
    Die saudämliche Praktik der Ordensverleihung, des Blechs für Schwachsinnige gibt es aber immer noch. Wenn man also im Jeep als deutscher Soldat durch Afghanistan düst und nebenher einen …….. ………., dann kann es durchaus vorkommen, dass man dafür später die Tapferkeitsmedallie erhält.

    Meinen Repekt haben die Gehirnamputierten nicht.

    Das Ehrenkreuz der Bundeswehr. Ja, man hat schon sein Kreuz mit der Bundeswehr. Vor allem die armen Wehrpflichtigen.

    Noch eine Frage: Was ist “eine sachgerechte Diskussion in der Bevölkerung”?

    Wenn die Bevölkerung etwas zu sagen hätte, dann gäbe es die Bundeswehr überhaupt nicht. Den Verein braucht nämlich niemand.

  54. (NieDa hat am 14.8. die Antwort von Bundesverteidigungsminister Jung auf die Nachfrage zur
    Antwort vom 29.6. wiedergegeben. Sie ist eine einzige Provokation und bodenlose Frechheit. Seiner
    Bewertung dieses Machwerks stimme ich uneingeschränkt zu.)
    Wie ich den vielen Beiträgen in diesem und anderen Foren entnehmen kann, sehen die meisten
    Betroffenen den größten Mißbrauch darin das die Helferin bei der Intimuntersuchung zuguckt.
    Sogenanntes forensisches Prinzip,um angeblich vor Übergriffen zu schützen.Also soll durch
    Mißbrauch anderer Mißbrauch verhindert werden.Wiedersinnig.Wenn doch die Ärztinnen
    neutrale Personen sind warum ist das dann überhaupt nötig?Trauen die Behörden ihrem eigenen
    Personal nicht?Also ist die ganze Sache durch und durch wiedersprüchlich.
    NieDa schreibt:
    ( Die Kleinen wollen über die “Wehrlosen” bestimmen,)
    Genau,Es gibt erstaunlicher Weise eine Menge “kleiner” Leute die auch wissen das sie klein und
    unbedeutend sind,und die nur darauf warten das einer kommt der vermeintlich noch kleiner ist.
    Wenn sie darauf herumtrampeln mit der ihnen von Anderen verliehenen “Macht”dann fühlen sie
    sich sofort ein Stück größer.
    Ich glaube die Betroffenen werden von den meisten Bediensteten im Kwea als minderwertig
    angesehen,und deswegen auch so behandelt.Wie ich schon mal schrieb eine Menschenähnliche
    Sache,die auf ihre verwertbarkeit geprüft wird.

  55. Hallo zusammen,

    habe mir die BASTA-Kampagne im Internet angesehen und finde sie echt klasse. Mir gefällt vor allem die enorme Präsenz. Man kann dieses Video über die verschiedensten Suchwörter erreichen und stößt darauf, auch wenn man gar nicht gezielt danach gesucht hat.
    Nur eine Stelle in dem Film bei ca. 2.30 min fand ich nicht so gut gelungen. Dort steht :
    Das “forensische Prinzip” bedeutet aber nichts anderes, als dass der/die zu Untersuchende zu seinem eigenen Schutz vor sexueller Belästigung durch den Arzt die Gegenwart einer 2. Person erbeten kann.

    Hierzu möchte ich sagen, dass es den Begriff “forensisches Prinzip” im Zusammenhang mit ärztlichen Untersuchungen gar nicht gibt. Weder der Verteidigungsminister Dr. Jung, welcher sich auf diese Floskel zwar immerwieder beruft, hat die Bedeutung genauer erklärt noch konnte dies bisher offenschtlich von keinem irgendwo im Internet oder entsprechender juristischer Fachliteratur recherchiert werden.
    Aus gutem Grund! Ich war vor einiger Zeit beim Rechtsanwalt und wollte zu diesem Thema eine Auskunft haben. Die Formulierung “forensisches Prinzip” gibt es im Zusammenhang mit ärztlichen Untersuchungen als juristischen Begriff überhaupt nicht! Es handelt sich also um eine Wortschöpfung von Herrn Dr. Jung, die dieser bisher noch nicht einmal selbst erläutert hat.
    Deswegen finde ich es problematisch, wenn die Macher der BASTA-Kampagne und wir diesen Begiff jetzt übernehmen und ihn für die zuständigen Behörden auch noch selbst interpretieren. Sollen die doch selbst gucken wie sie mit ihren Wortneuschöpfungen klarkommen!
    Ich sehe auch das Problem, wenn ein solcher Begriff übernommen wird, dass er dadurch in die Amtssprache tatsächlich Eingang findet und dann überhaupt erst etabliert wird!
    Man kann aber evtl. einen anderen Vergleich ziehen:
    Bei Gynäkologen ist es übrigen so, dass dort immer eine weibliche(!) Assistenzkraft bei den Untersuchungen im Intimbereich und an den Brüsten anwesend sein muss, auch bei Ärztinnen. Analog dazu müsste bei den Untersuchungen im Intimbreich bei Männern (also nicht nur bei der sogenannten Intimuntersuchung, sondern auch bei der Untersuchung auf Leistenhernie und der Analuntersuchung) männliche Truppenarztschreiber zugegen sein, wenn der Ruf der Ärztin oder des Arztes geschützt werden soll.
    Diesen Vergleich sollte man dann aber nicht, wie bereits oben erläutert als “forensisches Prinzip” bezeichnen.
    Ansonsten bin ich von dieser Internet-Kampagne begeistert und hoffe, dass dadurch viele Leute erreicht werden.

  56. Guten Tag!

    Wie man an dem Beitrag von hubertkah vom 22. August wieder einmal beispielhaft und gut erkennen kann, ist hier im Forum ein enormer Intellekt vorhanden. Soviel Gedanken sollten sich einmal die Leute machen, die andere zu einer entwürdigenden Zwangsuntersuchung verpflichten und von der falschen Annahme ausgehen, immer weiter damit durchzukommen. Ist doch klar, dass sich irgendwann einmal Widerstand regt, auch wenn das lange gedauert hat. Wir Männer haben uns immer viel zu viel Gefallen lassen all die vielen Jahre. Einmal muss Schluss sein. Wieviel Traumatisierte will das Militär, besser gesagt unsere BUNDESWEHR noch produzieren?

    huberthah, ich glaube das mit der Wortschöpfung “forensisches Prinzip” ist den Machern der BASTA Kampagne schon bekannt und sollte bestimmt auf das bei den gynäkologischen Untersuchungen angewendete Verfahren hindeuten, das die Frauen vor Übergriffen schützen soll. Aber ich stimme Dir zu, vielleicht hätte man an dieser Stelle im Film, die Sache auch so erläutern sollen und nicht über den gleichen Begriff, den die BUNDESWEHR verwendet.
    Die BUNDESWEHR verwendet aber auch den Begriff “MUSTERUNG”. Das ist doch eigentlich auch nur eine Wortschöpfung des Militärs.
    Was sind wir Männer? Alles MUSTER ohne oder auch mit Wert? Je nachdem ob wir für die etwas taugen oder nicht? Körper ohne Geist, Gehirn, eigenen Willen und Gefühle? MUSTERUNG bedeutet übersetzt Begutachtung. Eine Sache kann man begutachten, ein Objekt. Man kann es kontrollieren, bewerten und verwerten, in Kategorien einteilen, benutzen wie man will und es wird sich das auch alles schön gefallen lassen.
    Mit einem Mensch so umzugehen, ist schon die Entwürdigung in sich. Ich frage mich oft: Warum habe ich mir das gefallen lassen?
    Heute sagen die Musterungsärzte, kann man jede einzelne der Untersuchungen bei der Musterung verweigern, wenn sie jemand nicht gefällt. Also wissen die sehr genau, dass sich das niemand gefallen lassen muss, was die da machen. Sie wissen sehr genau, dass es mit der Würde des Menschen nicht vereinbar ist, jemand einer Zwangsuntersuchung zu unterziehen, also nicht nur des Intimbereichs.
    Die Frage ist ganz einfach: WARUM SAGEN DIE MÄNNER EINFACH NICHT ALLGEMEIN NEIN ZU DIESER ENTWÜRDIGUNG?
    Sie könnten niemals ALLE einsperren deswegen. Bußgelder werden ja sowieso keine verhängt. Also warum wehren die Männer sich nicht in großem Umfang dagegen? Denn niemand hat über einen anderen Menschen oder dessen Körper zu bestimmen. Das können und tun sie nur, weil man es sich gefallen läßt.
    Die Meisten sind einfach nicht gut genug informiert. Die jungen Männer gehen zur Musterung und ihnen wird vorher über ihr Verweigerungsrecht von amtlicher Seite natürlich nichts gesagt. Dann stände das Personal in den KWEÄ nämlich ganz schön dumm da. Es würde nicht lange dauern, dann könnten die Ihre Missbrauchsanstalten schließen und die BUNDESWEHR gleich mit.
    Es ist ein Tag, den ich herbei sehne. Denn es würde mir Gewißheit verschaffen, dass es möglich ist, dass das Gute über das Böse siegen kann.

    Ich habe gehört, dass es durch die EU-Verfassung möglich wird, bei Aufständen mit der Todesstrafe zu reagieren. Wird es wirklich so verblödete Soldaten wieder geben, die auf das eigene Volk schießen?
    In Afghanistan schießen sie im Moment noch auf Menschen eines anderen Volkes. Mir scheint, auch das fällt ihnen leicht. Es genügen Befehle und schon geht es los. Wie kann man über andere Menschen solche Macht erhalten, dass sie dann andere Menschen auf Befehl töten, die wenn sie nicht nach Afghanistan gereist wären, nie getroffen hätten.

    Wie können MusterungsärztInnen und deren Assistentinnen andere Menschen aufgrund einer nichtssagenden Dienstvorschrift entwürdigen, denen sie sonst auf der Straße bestimmt nie begegnet wären?

    Ich habe mich schon einmal gefragt, was ich machen würde wenn ich einer von den Personen wieder begegnen würde, von denen ich mich habe begutachten lassen müssen. Diesen Gedanken möchte ich hier an dieser Stelle lieber nicht weiter fortsetzen.

  57. Hallo zusammen,

    zur Frage von Nazar, warum sagen die Männer nicht allgemein “Nein” zu dieser Entwürdigung?, glaube ich folgendes:
    Zum einen gehen viele tatsächlich unvorbereitet in diese Situation der Musterungsuntersuchung.
    Einigen ist tatsächlich nicht klar, dass dort auch vollständig nackt untersucht werden (einem angeheirateten Kousin von mir war dies z.B. gänzlich unbekannt), und den meisten in der Bevölkerung ist die gesamte Untersuchungssituation einfach nicht bekannt.
    Ich habe habe mich vor kurzem mit einer Krankenschwester im Krankenhaus darüber unterhalten. Nachdem ich ihr den Betrag eines Teilnehmers eines anderen Forums (Meinungsschreiber.net), wo dieses Thema auch diskutiert zu lesen gab, in welchem die Untersuchung durch eine Ärztin und eine weibliche Assistentin geschildert wird, sagte sie nur zu mir:”Das liest sich wie das Drehbuch zu einem schlechten Film.” Sie hielt diesen Beitrag schlicht weg für unglaubwürdig. Als ich sie dann mit der jüngsten Aussage unseres Verteidigungsministers konfrontierte, in der dieser genau diese Vorgehensweise versuchte zu rechtfertigen, gab sie nur noch ein erstauntes “Oh” von sich. Es überstieg bis dahin einfach ihr Vorstellungsvermögen. Im weiteren Gesprächsverlauf gab sie dann noch ihrer Verwunderung Ausdruck, dass diese Untersuchung überhaupt von Ärztinnen durchgeführt wird. Ihr war die ganze Sache offensichtlich unangenehm.
    Die betroffenen Männer schweigen aus Scham oder können erst im Internet, wo man sich anonym über solche Erlebnisse äußern kann. in einem Beitrag gab tatsächlich einer der Teilnehmer einem anderen den Rat, aus dem Erlebten keine große Sache zu machen, da er sonst evtl. Gefahr laufe, sich lächerlich zu machen. Ich denke, dass da immer noch ein altes Bild von Männlichkeit in vielen Köpfen drin ist: “Ein Mann schämt sich doch nicht.” Und die Existenz einer männlich Intimsphäre, zumindest in Bezug auf Nacktheit wird einfach bestritten bzw. bagatellisiert. Dieses Bild haben viele Männer selbst verinnerlicht, auch dann, wenn die tatsächlich (Scham-)Gefühle doch da sind. Lieber werden sie anderen und auch sich selbst gegenüber geleugnet, als dass man(n) sich zum Gespött machen will.
    Ein Verwandter hatte noch ein ganz idealisiertes Frauenbild und meinte: “Kaum vorzustellen, dass Frauen so etwas machen.” Ich habe daraufhin angemerkt, dass wir im Zeitalter der Menstrippgruppen leben, die sich nebenberuflich wahrscheinlich mehr Geld dazu verdienen, als viele von uns im Hauptberuf. Die Vorstellung, dass Frauen auch Täterinnen sein können, und zwar auch im sexuellen Bereich, ist in unserer Gesellschaft noch nicht sehr weit verbreitet.
    Ein weiterer Grund für die Unwissenheit der Öffentlichkeit ist wahrscheinlich, dass diejenigen, die die Untersuchungen im Intimbereich (nicht nur die “Intimuntersuchung) bei Männern auf solch entwürdigende Art durchführen, dies auch nicht überall herumposaunen, weil sie sich sonst für ihr tun schämen müssten, denn den meisten dürfte schon klar sein, was sie da eigentlich tun. Wenn nicht, handelt es sich wahrscheinlich bei ihnen um einen Akt der Verdrängung, weil sie schon wissen, dass sie sich schuldig machen. Nur wenn man unter seinesgleichen ist, wird wahrscheinlich darüber gesprochen und darüber auch Witze gemacht, wobei das letztere auch wieder eine Form der Abwehr von Schuldgefühlen sein kann und man sich so auch miteinander solidarisiert.
    Deswegen halte ich es für besonders wichtig, möglichst viele darauf aufmerksam zu machen. Ich selbst spreche zur Zeit viele in meinem Familien- und Bekanntenkreis an. Darüber hinaus verfasse ich gerade mehrere Briefe an Institutionen usw..
    Wegen meinem angeheirateten Kousin habe ich übrigens einfach mal im zuständigen Kreiswehrersatzamt angerufen und mich mit dem ärztlichen Dienst verbinden lassen und gefragt, wie denn dort die Untersuchung, speziell die Intimuntersuchung durchgeführt wird.
    Ich hatte den den Eindruck, dass es ihnen ein wenig unangenehm war und dass sich die Ärztin enorm unter Rechtfertigungsdruck sah, denn sie unterbrach mich wiederholt und wollte mit mir noch weiter diskutieren, obwohl sie meine Fragen schon längst beantwortet hatte und ich eigentlich das Gespräch beenden wollte. Sie hatte also ungefragt ihre Arbeit gerechtfertigt. In diesem KWEA ist übrigens so, dass dort Sichtschtz verwendet wird und dort mehrere männliche Ärzte arbeiten, von denen man sich auf Wunsch untersuchen lassen kann. Muß man aber direkt bei der Anmeldung sagen. Ob die jungen Männer darüber aberauch rechtzeitg aufgeklärt werden, weiß ich nicht, habe ehrlich gesagt auch vergessen danach zu fragen (Man möge mir verzeihen, es war das erste Telefonat dieser Art). Hinterher habe ich ihr noch mal einen Brief geschrieben (per Einschreiben und mit Rückantwort, um sicher zu gehen, dass der angekommen ist) weil ich mit einigen Sachen, die sie gesagt hatte, nicht ganz einverstanden war, aber nicht richtig zu Wort gekommen war, da sie mich immer wieder unterbrochen hatte (allerdings nicht unhöflich oder lautstark, sondern sie war einfach die Schnellere).
    Ich denke, das ist vielleicht auch eine gute Aktion zum Nachmachen. Wenn die Mitarbeiter/innen in den KWEAs, aber auch in den SanStaffeln der Bundeswehr merken, dass sich die Familien dafür interessieren, was mit ihren Söhnen und Männern dort geschieht, ist zum einen auch eine gewisse Öffentlichkeit hergestellt und man verhält sich vorsichtiger. Möglichst viel Öffentlichkeit herzustellen ist meiner Meinung nach eines der wirksamsten Mittel, diesen Skandal bazustellen.
    Bis demnächst, hubertkah

  58. Hallo Hubertkah,

    interessanter Aspekt, das mit dem Anruf in einem KWEA. Ich habe genau das gleiche vor Monaten gemacht (kann Deíne Argumentationen voll nachvollziehen und denke ähnlich), damals mit einem Arzt gesprochen. Der hat mir auch gesagt dass er generell hinter einem Sichtschutz untersucht – bei der Frage ob das alle so machen, habe ich leider keine ganz klare Auskunft bekommen. Klang so wie ja, aber ganz sicher schien er nicht.

    Ist ja schon ein klares Plus wenn die Ärztin sagt sie untersucht hinter einem Sichtschutz – wenigstens in meinen Augen.

    Schade dass wir hier keine Möglichkeit haben, Kontakt per “Persönlicher Message” aufnehmen zu können. Ich suche noch einige “Mitstreiter” in diesen Angelegenheiten.

    Vielleicht besteht für den Betreiber der Platform die Möglichkeit so ein System mit “Persönlichen Messages” einzurichten. Ohne grossen (finanziellen) Aufwand. Würde mich aber auch gerne beteiligen, wenn das was kostet.

    Was mich noch interessieren würde Hubertkah – ´mit welchem KWEA hattest Du da Kontakt.

  59. Hallo miteinander,

    zunächst möchte ich ergänzen, dass die Abgeordneten (Gesetzgebung, Legislative) das Recht haben, u. a. mit sogenannten Kleinen Anfragen Auskunft von der Regierung (ausführende Gewalt, Exekutive) zu verlangen. Die Antwort darauf gibt daher die Position der Regierung (in der Regel des Fachministers) wieder und nicht die des Parlaments (hier: Bundestag).

    Bei der Musterung handelt es sich um eine Untersuchung auf Kriegstauglichkeit. Früher hieß das unverstellt und direkter: kv (kriegsverwendungsfähig). Man möge sich nicht täuschen, hier geht es wahrhaft nicht um eine Gesundheitsvorsorge im Interesse des Musterungskandi-daten, bei der man noch die 10 € Praxisgebühr spart. Der Staat hat an seine Soldaten den Anspruch, dass diese sich im Einsatz unter der Maxime von Befehl und Gehorsam notfalls aufopfern, d. h. sich abschlachten, verstümmeln und töten lassen. Aber nur die, welche zuvor bei der Musterung als gesund (anscheinend auch und gerade im Schritt) befunden worden sind. Dazu passen aktuelle Äußerungen höchster Bundeswehrmilitärs (Namen zu nennen verkneife ich mir, findet jeder im Internet), wonach es heute angesichts von Kleinfamilien mit immer weniger Kindern schwierig sei, die gewünschte Anzahl von Soldaten zu erlangen. Früher wären Familien mit mehreren Söhnen stolz darauf gewesen, einen fürs Militär zu opfern! Wer jetzt noch nicht aufwacht, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Hier ist ganz besonders Jochen zu danken, der anhand eigener Erlebnisse die Aufmerksamkeit auf den eigentlichen Musterungszweck gelenkt hat und verdeutlichte, wie massiv man bestrebt war, ihn in den Gehorsam zu zwingen.

    Zu den vermeintlichen Sorgen des Bundes um die Gesundheit der Wehrpflichtigen bemühe ich nochmals den immer wieder angeführten Hodenkrebs. Es ist belegt, dass früher Radargeräte lebensgefährliche Strahlen aussandten, an denen viele Soldaten schwer, gar tödlich erkrankten, insbesondere an Hodenkrebs, dessen Risiko sich geradezu vervielfacht hatte. Von 3.700 Versorgungsanträgen wurden lediglich 720 (knapp 20 %) zugunsten geschädigter Soldaten entschieden. Fast alle anderen wurden abgelehnt oder befinden sich im Streit. So sieht in der Realität die Fürsorge des Bundes für seine Soldaten oder deren Hinterbliebene aus.

    Wie soll nun die Musterung grundsätzlich ablaufen? Allein schon nach Nr. 105 der umstrittenen ZDv 46/1 sind körperliche Untersuchungen mit dem erforderlichen Takt durchzuführen. Nach deren Nr. 106 obliegen dem medizinischen Assistenzpersonal hierbei die Eintragung von ärztlichen Befunden und Gesundheitsziffern nach ärztlichem Diktat (nicht eigenem Augenschein oder Eindruck)! Damit ist die Rolle der Assistentin als die einer ausschließlichen Ohrenzeugin festgelegt. Die Wehrpflicht ist ein massiver Eingriff in die Grund- und Persönlichkeitsrechte junger Männer. Allein schon der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebietet es, das Eindringen in die Intimsphäre auf ein im Einzelfall medizinisch unabweisbares Maß zu begrenzen. Vom Wehrpflichtigen kann keinesfalls verlangt werden, vor Dritten einen de facto Striptease hinzulegen.

    Wenn nun der/die Arzt/Ärztin die Musterung so organisiert, dass der junge Mann genötigt wird, sich völlig nackt auf die Waage zu stellen, so auch die motorischen Bewegungstests im Untersuchungszimmer vor anwesenden weiteren Personen zu vollführen oder für die Intimun-tersuchung kein Sichtschutz vorgesehen wird, liegt eine Dienstpflichtverletzung vor. Hier kann der Betroffene, der sich dadurch in unvertretbarer Weise in seinen Persönlichkeitsrechten, speziell dem Schutz der Intimsphäre, verletzt sieht, eine schriftliche Dienstaufsichtsbeschwerde (Fachbegriff) an den/die Leiter/in des KWEA richten. Es heißt doch oft, dass die jungen Leute bei ihrer Musterung Schulkameraden oder Kumpel aus der Jugendzeit begegnen. Der Betroffene sollte sofort am Musterungstag mit solchen, denen Gleiches widerfahren ist und die sich ebenfalls in ihren Rechten verletzt sehen, Adressen austauschen und sie als Zeugen benennen. Dann kann der Bund sein forensisches Prinzip in die Tonne kloppen. Folgendes potenziert die Wirkung geradezu. Abschließend hinzufügen und umsetzen:
    Abdrucke dieser Dienstaufsichtsbeschwerde erhalten 1. der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, 2. die regionale Fernsehanstalt (wie MDR, WDR, SWR …) und 3. die Presse am Sitz des KWEA ( führende Zeitung des Musterungsortes). So kann sich niemand heraus-reden, er habe nicht gewusst, was staatliche Stellen auch heute noch glauben, sich gegenüber jungen Leuten herausnehmen zu können.
    Die Unterrichtung der Medien wird das betroffene KWEA geradezu in Aufruhr versetzen. Begründete und berechtigte Dienstaufsichtsbeschwerden sind überdies gefürchtet und keinesfalls Karriere fördernd.

    Übrigens, ich bin nicht auf Krawall gebürstet. Mich widert es aber an, wie gewisse Kreise glauben, allerberechtigste Einwände fortlaufend missachten zu können. Auch bin ich kein Moralist. Wenn einer vor dem angebotenen Sichtschutz blank zieht, so kommt auch manche Assistentin auf ihre Kosten, (positiv formuliert) attraktive Männer bewundern zu können. Freiwillig ist alles möglich. Aber mit Druck, Drohungen und üblen Einschüchterungen läuft gar nichts.

    Gruß

    Pygmohippo

  60. Hallo!

    Pygmohippo sagte am 25. August: “Wenn einer vor dem angebotenen Sichtschutz blank zieht, so kommt auch manche Assistentin auf ihre Kosten, (positiv formuliert) attraktive Männer bewundern zu können.”

    Diese Einstellung finde ich grundverkehrt und völlig gegensätzlich zu dem Anliegen der Kampagne. Wenn eine Frau, hier eine Assistentin, auf ihre Kosten kommen will was nackte Männer und Erotik betrifft, so soll sie besser in ein Striplokal gehen. Ich nehme doch stark an, dass eine Behörde, welche das Wohl der Bevölkerung in ihren Grundsätzen stehen hat, nicht dazu da ist, um die erotischen Bedürfnisse ihres Personals zu befriedigen. Wenn überhaupt, dann hat für einen Mediziner und dessen Gehilfen das Wohl des zu Untersuchenden an erster Stelle zu stehen. Dafür hat jeder Arzt sogar einen Eid geleistet. Wenn ich mir alleine den Fall von “Jochen” anschaue, dann übergehen viele Musterungsärzte das Wohl der Wehrpflichtigen zugunsten der Methodik der Bundeswehr.

    Darüber hinaus ist, wie anscheinend immer noch nicht verstanden wurde, Nacktheit wie auch die Intimuntersuchung für die Tauglichkeitsbemessung eines Wehrpflichtigen völlig unnötig.
    Es handelt sich dabei nur, ich möchte es noch einmal ausdrücklich betonen, um eine gewollte Erniedrigung einer Person, eines jungen Mannes, um von ihm Gehorsam zu erzwingen. So war es früher schon, so ist es heute bei der Bundeswehr immer noch. Das alleine ist es, worum es dabei geht!

    Männer, sagt geschlossen NEIN zu dieser Entwürdigung!
    Es ist Euer gutes Recht!
    Das weiß auch das medizinische Personal in den KWEÄ, das weiß selbst die Bundeswehr allgemein und das weiß auch ihr Oberhaupt, der Bundesverteidigungsminister, bzw. die Kanzlerin.

    Die Kanzlerin spricht in einem AUFRUF in einem Videofilmchen auf youtube.com zur Zeit über das Problem der Diskriminierung an Schulen. Wie alle Männer in ihrem Land gegenüber den Frauen diskriminiert werden, weil in Deutschland immer noch eine einseitige Zwangsverpflichtung zur Musterung erscheinen und Militärdienst ableisten zu müssen nur für die eine Hälfte der Bevölkerung besteht, während die andere Hälfte Däumchen drehen kann, davon spricht die Kanzlerin nicht. Dabei werden die Männer in diesem Land ganz offensichtlich diskriminiert. Denn auf Frauen wird überhaupt kein Zwang ausgeübt.

    An alle Wehrpflichtigen! Niemand kann Euch dafür bestrafen, wenn Ihr Euch bei der Musterung nicht nackt ausziehen wollt. NIEMAND!

    Macht Euch nicht länger zum Gespött der Assistentinnen. Diese sind nämlich wie auch die ÄrztInnen kein Neutrum (geschlechtslose Wesen) wie vom Bundesverteidigungsminister und vielleicht auch von ihnen selbst behauptet wird, sondern Menschen mit Gefühlen und auch Begierden. Nacktheit bedeutet auch immer Erotik, ob man will oder nicht. Das behaupte ich einfach mal.

    Gruß, NieDa

  61. Die Stimmen der weiblichen Schreiber die angeblich im Kwea arbeiten(Man weiß ja nie) und
    die der anderen werden wohl immer weniger.Es hat anscheinend nicht geklappt uns so einfach
    mit allgemeinen Phrasen und platten Sprüchen zu beeinflussen.In Beziehung darauf das doch
    alles garnicht schlimm sei.Ist es ja auch nicht wenn man es selbst nicht machen muß.
    Wie können sie nur annehmen so ein Erlebnis mit ein paar nichtssagenden Worten aus dem
    Kopf heraus zu bekommen.Ich bin mal gespannt ob sich noch mal eine hier mit schlauen Worten
    meldet.Wenn ja werden es wohl die bekannten Argumente sein.Wo viele Frauen bei ihren eigenen
    Geschlecht empfindlich reagieren,sind sie Männern gegenüber vollkommen unsensibel.
    Wie kommt das eigendlich?

  62. “Wie kommt das eigendlich?”

    Hallo Linus!
    Ich denke, auf der einen Seite ist es Gleichgültigkeit seinem Nächsten gegenüber, auf der anderen Seite sind es ganz einfach Machtgelüste. Die Frauen wissen sehr wohl, dass wir Männer die dominante Spezies sind. Und die Musterung bildet nun mal den Sonderfall, dass sie die alleinige Pflichtsache der Männer ist. Dazu wurde sie zumindest gemacht. Hierbei werden die Männer vom Staat gegenüber den Frauen diskriminiert und vom Militär gedemütigt. Und wer schon unten liegt, dem gibt man gerne noch den letzten Tritt. Hier tritt das weibliche Personal in den KWEÄ auf die Bühne, das im Namen aller Frauen, den Männern eben diesen letzten Tritt versetzt. Und es merkt dabei nicht, dass es dafür auch nur vom Staat, speziell vom Militär BENUTZT wird.
    Besonders solche Frauen, die sich sogar noch über die sich darüber beschwerenden Männer lustig machen, erniedrigen sich praktisch selbst. Aber auch das merken sie nicht.
    Denn übrig bleibt ein verängstigtes Volk, das sich gut an der Leine halten lässt und das alle Ungerechtigkeiten wegsteckt, die ihm durch das Diktat der Obrigkeit widerfahren, ohne mal aufzumucken. Wiederum sind die Frauen mit die Leidtragenden, ohne es zu merken.
    Zeig mir die Bedrohung von außen für unser Land seit dem Krieg und ich akzeptiere die allgemeine Wehrpflicht als Schutz unserer Frauen und Kinder. Da es aber eine solche Bedrohung in all den letzen Jahren nie gab und auch jetzt nicht, ist die allgemeine Wehrpflicht ganz einfach ungerechtfertigt. Aber niemand verliert in größerem Stil ein Wort darüber, weil man aus uns allen Duckmäuseriche gemacht hat. Und die Frauen helfen kräftig dabei mit. Vor allem das weibliche Personal in den KWEÄ. Liebe Frauen, Ihr solltet Euch alle dafür schämen, dabei mitzuhelfen, dass Eure Männer erniedrigt werden.

    Und warum hier keine Frauen schreiben, noch nicht mal die Assistentinnen, die sonst gerne mal den Mund aufmachen?
    Weil sie genau wissen, dass wir im Recht sind. Wir Männer zeigen hier Dominanz. Wir wehren uns! Das wurde in größerem Stil schon lange mal Zeit.
    Gesetze und Vorschriften, die nichts taugen, die gehören schnellstmöglich abgeschafft wie die allgemeine Wehrpflicht, die total ungerechtfertigt ist, was jeder auch weiß und von der Obrigkeit nur so lange schon aufrecht erhalten kann, weil man uns Deutsche alle zu Pantoffelhelden erzogen hat. Wir brauchen auch keinen Kampf der Geschlechter. Den wollen im Grunde weder die Männer, noch die Frauen. Sondern wir brauchen einen gemeinsamen Kampf um Gerechtigkeit, um Freiheit und um das Wohl des ganzes Volkes in unserem Land. Was wir am aller wenigsten brauchen ist das Militär. Das ist es nämlich, was uns alle bedroht und wir brauchen auch nicht so eine Obrigkeit, die es gegen uns alle verwendet, um uns unten zu halten. Der Militärdienst beginnt doch schon in Kindergarten und Schule. Die armen Kinder! Ruhig dasitzen müssen stundenlang, gehorchen und wer nicht pariert bekommt eine Abmahnung, Strafarbeit und was weiß ich. Habt ihr mal gesehen, wie schön so eine Kindergartentruppe in Zweierreihe durch die Stadt marschiert. Sie sehen dann aus wie kleine Soldaten. Wie niedlich! Ja, ist es das wirklich? Ich finde es schrecklich. Man nimmt uns unsere Natürlichkeit weg, man nimmt uns unsere menschliche Individualität weg und alle heißen es gut. Wir sind zu einem Vok von dummen Ignoranten verkommen. Ein Volk von Schafen, mit denen man umspringen kann, wie man will. Wenn erst einmal Soldaten durch unsere Strassen patrouillieren und die Aufgaben von Polizisten übernehmen, so wie Schäuble es sich schon lange wünscht, dann wird es für eine Umkehr zu spät sein.

  63. Hallo zusammen,

    ich habe einiges zum Thema “forensisches Prinzip” recherchiert und auch mehrere Ärzte befragt. War in meiner Mail vom 22.08.2009 in mancher Hinsicht etwas voreilig, nichts desto trotz, wird dieser Begriff von unserem Verteidigungsminister falsch genutzt. Genaueres bei meiner nächsten Mail (aus Zeitgründen). Ich schreibe gerade noch ein paar Briefe an verschiedene Politiker und Institutionen.
    Kurz an CarstenZ: Freue mich, dass du noch Mitsteriter suchst, bin dabei! Vielleicht ergibt sich ja doch noch die Gelegenheit über dieses Forum miteinander in Kontakt zu treten. Den Namen des KWEAs möchte ich zur Zeit noch nicht sagen, warum erkläre ich noch später.
    An Pygmohippo: Danke für die Tips! Ich denke nicht, dass das, was du sagst, etwas mit “auf Krawall gebürstet sein” zu tun hat, sondern einfach mit berechtigter Notwehr.
    Übrigens ist es nur erlaubt, zur Nacktheit während einer medizinischen Untersuchung nur in dem für die Untersuchung notwendigem Ausmaß und nur für die notwendige Zeit aufzufordern. Was darüber hinaus geht ist rechtlich nicht mehr zulässig (vielleicht sogar strafrechtlich relevant?)! Um den korrekten Ablauf der Untersuchung ggf. hinterher bestätigen zu können, kann der Arzt/Ärztin eine Person als Zeuge/in hinzuziehen. Diese muss aber geschlechtsgleich mit dem/der Untersuchten sein! Nicht mit dem/der Untersucher/in! Eine Zurschaustellung der Nacktheit des Untersuchten gegenüber einer weiteren Person des anderen Geschlechts ist verboten! Nur in lebensbedrohlichen Situationen, wenn schnelle Hilfe erforderlich ist, kann davon abgewichen werden! Laut Berufsordnung der Bundesärztekammer für Ärzte darf ein Arzt/Ärztin “keine Grundsätze anerkennen und keine Vorschriften oder Weisungen beachten, die mit ihren Aufgaben nicht vereinbar sind oder deren Befolgung sie nicht verantworten können” (§2 Abs. 1).
    Das heißt, man kann sich über (Stabs- und KWEA-) Ärztinnen/Ärzte (evtl. auch über dreiste weibliche Assistenzkräfte?), die gegen solche Regeln verstoßen, auch bei den Ärztekammern und der Bundesärztekammer Beschwerde einlegen, die dann evtl. auch Maßnahmen ergreift (hab aber noch keine Ahnung, welche das sein können). So etwas kann ja auch mal Konsequenzen haben, wenn man hinterher ins Zivilleben zurück möchte.

    Meine vollständigen Recherchen (sind noch nicht ganz abgeschlossen) kann ich aber erst in ein paar Tagen fertigstellen und hier mitteilen. Ich möchte nicht noch mal so einen Schnellschuss wie am 22.09.2009 loslassen, das bringt ja auch nicht weiter!
    Bis dahin machts gut, hubertkah.

  64. P.s. zu meinem letzten Kommentar: Vielleicht könnt ihr ja auch mal selbst in den Ärztekammern eurer Region oder der Bundesärztekammer nachfragen. Je mehr, desto besser. Die haben meist ein Internetorum für Bürgerfragen oder etwas ähnliches.
    Übrigens kann man auch mal Berufsverbände der Alten- und Krankenpflege und Arbeitgebervebände der Alten- und Krankenpflege kontaktieren. Schließlich ist es ja so, dass hier ein ungeheurer Vertauensbruch stattfindet, denn die Ärztinnen und weiblichen Assistenz- bzw. Schreibkräfte gehen ja nur mit uninformierten und recht jungen und noch lebensunerfahrenen Männern so um von einer Postion der Stärke (Amtsautorität, Befehlsgewalt in der Kaserne wo Befehlsverweigerung zunächstmal strafbar ist oder Arbeitgeberabhängigkeitsverhältnis bei Zeit- und Berufssoldaten) und nicht etwa auch mit Frauen, die sich freiwillig melden und auch nicht mit Reservisten, die man bei der Bundeswehr halten möchte. Als Patient muss ich aber jederzeit sicher sein können, dass meine abhängige Position als Patient nicht, und zwar zu keinem Zeitpunkt und egal aus welchen Grund ausgenutzt wird. Das ist ein wesentlicher Bestandteil des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient. Und genau dagegen wird doch durch die kritiklose und widerstandslose Teilnahme an einer Untersuchung, wo durch Ärztin oder Arzt eine erzwungene vollständige Zurschaustellung der Nacktheit der Männer gegenüber Angehörigen des weiblichen Geschlechts arrangiert wird, verstoßen. Zumal, wenn diese Situationen dann auch reichlich zur Befriedigung des weiblichen Voyerismus ausgenutzt wird.
    Selbst eine Soldatin/Soldat muss nicht widerspruchslos jeden Befehl befolgen.
    Bei solchen Anfragen hat man auch den Vorteil, dass sie zunächstmal juristisch nicht unanfechtbar sein müssen (natürlich dürfen keine ehrenrürigen Äußerungen gefallen sein!). Man drückt ja nur seinen Willen oder seine Ansprüche als (möglicher) Patient oder Angehöriger aus, die man an Angehörige medizinischer Berufe hat.
    Das darf man auf jeden Fall.
    Wir können durch solche Anfragen ein Problembewusstsein im zivilen Gesundheitsbereich schaffen und Druck nicht nur auf die Institution KWEA und Bundeswehr, sondern auch auf die Täterinnen (die tatsächlichen und die potentiellen) ausüben und diese dazu motivieren, ihr Verhalten zu ändern und sich für entsprechende Regelungen einzusetzen, die die von uns kritisierte Durchführung von körperlichen Untersuchungen in Zukunft unmöglich machen.
    Denn die ein oder andere möchte in Zukunft ja vielleicht wirklich mal auch nach ihrer Dienstzeit im zivilen Leben weiter in einem medizinischen- oder Pflegeberuf arbeiten. Wollen wir da wirklich solche Personen an uns heranlassen?
    So- das war jetzt ein langes P.s.
    Bis demnächst.

  65. Hier bringe ich mal den ersten Abschnitt des Leserbriefes eines Zivis.
    Daran kann man sehen das die Demütigung junger Männer durch Frauen
    weitergeht und zwar in allen Bereichen.
    (Genderama-Leser H.R. berichtet über seine Erfahrungen im Zivildienst – und wie er ein
    männerfeindliches System letztlich überwinden konnte:

    “Wenn du den Lappen hier nocheinmal liegen lässt, dann gibts aber richtigen Ärger mit mir Junge!”

    Das mag eine Aussage einer Mutter sein, die ihr Kind belehren will, welches vielleicht 6 oder 7
    Jahren alt ist. Höchstwahrscheinlich hat das jeder schon einmal so oder so ähnlich in seiner
    Kindheit gehört. Nur die Sache ist die:

    Ich bin 20 Jahre alt, habe mein Abitur einigermaßen erfolgreich bestanden und ein Unternehmen mit
    aktuell 2 Mitarbeitern aufgebaut, welches ich nun seit 2,5 Jahren führe.

    Und ich bin Zivi.

    Mit dem obigen Satz habe ich meine Vorgesetzte eins-zu-eins zitiert. An meinem ersten! Tag hat sie
    mich auf diese Weise kritisiert, vor zwei anderen fremden Menschen.

    Abgesehen von der ganzen Demütigung die man bei der Musterung ertragen muss, ist das der
    Gipfel. Ich wurde wie ein kleines Kind behandelt, völlig respektlos. Wie ein kleines Stück Scheiße
    (sorry für den Ausdruck). Ich war sprachlos und konnte es einfach nicht fassen. Ich werde hier
    festgehalten, muss Drecksarbeit verrichten (Klo sauber machen, Ascher leeren, Unkraut, Rasen
    mähen, Müll, Küche putzen, Abwaschen, und einmal das Erbrochene eines 15-jährigen Mädchens
    wegwischen, weil diese sich zu stark betrunken hat).
    Und zu alledem die üblichen “Anweisungen”: Wenn in dem Jugendhaus noch niemand da ist,
    rumbrüllen aus dem 2. Stock, mehr oder weniger beleidigen (“der Hauptschüler vor zwei Jahren ist
    doch auch drauf gekommen” etc.) und auch bei großer Kälte und manchmal sogar bei Regen
    draußen Müll einsammeln. Das ist kein Scherz oder Übertreibung. Ich schildere meinen Zivi-Alltag,
    so wie er ist.
    Umd zu dem Schluss zu kommen: ich habe mich nicht wie ein Mensch zweiter Klasse gefühlt,
    sondern ich war einer.)

  66. Hallo NieDa,

    selbstverständlich ist eine auch nur latent voyeuristische Einstellung der KWEA-Bediensteten als grundverkehrt völlig abzulehnen. Um nicht missverstanden zu werden, ich trete vehement für die völlige Abschaffung einer generellen Zwangsuntersuchung des Intimbereichs ein, wie ich das schon mehrfach näher begründet habe. Nach dem von mir zitierten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 4. 2. 2009 wäre eine solche Untersuchung nur bei konkreten Verdachtsmomenten verfassungsgemäß.

    Andererseits äußern sich in den einschlägigen Foren immer wieder junge Männer, die sich dann lieber von einer Ärztin untersuchen lassen als – wie es dann oft heißt – von einem „alten Sack“ begrabbelt zu werden. Darüber hinaus gibt es solche, denen es nichts ausmacht, sich vor mehreren Frauen zu zeigen. Auch wenn mich das befremdet, so darf ich doch, um glaubwürdig gegen Druck und Zwang auftreten zu können, keinen Wehrpflichtigen bevormunden.

    Die von den KWEA-Mitarbeiterinnen immer wieder angeführten vermeintlichen Gesund-heitsinteressen sind zu offensichtlich vorgeschoben. Es wäre doch realitätsfremd anzunehmen, dass nicht so manche Assistentin gerne einen Blick auf diejenigen riskiert, die sich bereitwillig vor ihnen präsentieren.

    Grundsätzlich habe ich keinen Zweifel, dass die von bestimmten Kreisen betriebene nackte Zwangsmusterung vor einer oder gar mehreren Frauen die jungen Männer primär einschüchtern und in den bedingungslosen Gehorsam treiben soll, wogegen wir alle angehen.

    Gruß

    Pygmohippo

  67. Hallo miteinander,

    der Widerstand gegen unvertretbare Musterungspraktiken kann noch weiter gesteigert werden. Mit einer Petition (zu richten an den Bundestagspräsidenten) wird der Protest auf die Ebene des Parlaments gehoben. Über eine Petition entscheidet das Parlament oder ein Parla-mentsausschuss. Erinnern wir uns, Verteidigungsminister Jung hat das von ihm betriebene Projekt des „Bombodroms“ nicht nach 42 verlorenen gerichtlichen Prozessen, sondern erst nach einer Petition aufgegeben.

    Bei einer Petition muss die Verwaltung (hier das Verteidigungsministerium) dem Parlaments-präsidenten einen ausführlichen Bericht zu dem Geschehen verbunden mit einer fundierten rechtlichen Bewertung vorlegen. Auch wenn der spätere Petitionsbeschluss an den Petenten lapidar ausfallen sollte, ist eine Petition doch für alle Seiten unangenehm. Über die Petition werden die Abgeordneten aller Parteien unterrichtet.

    Der Verwaltung macht eine Petition in der Regel viel Arbeit. Die Opposition ihrerseits giert danach, Informationen zu erlangen, mit denen sie der Regierung etwas ans Zeug flicken kann. Die Ministerkollegen des Verteidigungsministers sind nicht erfreut, sich in ihren Reihen ein neues Konfliktfeld auftun zu sehen. Und die Koalitionsfraktionen (der Parteien, welche die Regierung unterstützen) geraten bei berechtigten Einwänden und Vorwürfen in Rechtferti-gungsnöte, die sie bei Medienauftritten angreifbar machen und in der Öffentlichkeit ihre Wahlchancen mindern.

    Entwürdigende und demütigende Musterungspraktiken braucht niemand zu akzeptieren. Übrigens trete ich für eine Abschaffung der Wehrpflicht ein. Doch solange es noch eine Wehrpflicht gibt: wehrt Euch.

    Gruß

    Pygmohippo

  68. “Entwürdigende und demütigende Musterungspraktiken braucht niemand zu akzeptieren.”

    So etwas hätte es nach dem Krieg bei uns NIE WIEDER geben dürfen! Wer so etwas weiter praktiziert und auch noch für gut befindet, gleicht sich damit Inividuen an, welche das ganze Deutsche Volk in Verruf gebracht haben und woran wir alle heute immer noch zu kabbern haben.
    So ist es auch mit der allgemeinen Wehrpflicht. Damit kann man ein ganzes Volk sehr gut unterdrücken und es für seine Zwecke BENUTZEN. Wird ja im Momen auch schon im kleinen Rahmen wieder gemacht.
    Was ist mit dem Willen von Schäuble und was weiß ich wer noch dahinter steckt, die Bundeswehr im Inneren einsetzen zu wollen? Sollen dann eines Tages vielleicht Deutsche andere Deutsche erschießen, nur weil die genug von der ganzen Verarsche haben? So etwas könnte schneller passieren, als man denkt.
    Für Gehirnamputierte ist ein Befehl ein Befehl. Egal, ob da ein deutscher Zivilist vor der Gewehrmündung steht oder ein fremdländischer Terrorist (gesucht und bisher nicht gefunden), oder ein Soldat aus einem anderen Land, welches uns überfallen will (wo sind die denn?).
    Das Militär ist zum Morden da, sonst für nichts und die Musterung ist zum Erniedrigen da, sonst für nichts.

    Was wir hier für eine Arbeit haben, Menschlichkeit und Würde verachtende Praktiken in Deutschland abzuschaffen, finde ich ehrlich gesagt total zum Kotzen.

  69. Man muß immer wieder darüber nachdenken welch ein Irrsinn das ganze ist.
    Das Frauen bei der Musterung dabei sein dürfen hat es noch nichtmal bei
    Hitler gegeben und beim Kaiser auch nicht.Und das obwohl diese beiden Systeme
    alles andere als Menschenwürdig waren.Sogar Verbrecherisch.
    Das haben sie dann doch nicht gewagt.
    Aber in dem Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland ist das kein Problem.
    Jedenfalls seit Anfang der 70iger Jahre, soviel ich weiß.Angeblich im Rahmen der
    Gleichberechtigung der Frau.Was das miteinander zu tun hat ist mir ein Rätsel.
    Wie kann man sich als Frau überhaupt da reindrängen?Haben die alle darauf gewartet
    bis sowas möglich ist?Vieviel psychischen Schaden das anrichtet ist egal.
    Da der Mann ja auch Gleichberechtigt ist, stellt sich die Frage,was darf er denn mit
    den Frauen machen gegen ihren Willen damit seine Gleichberechtigung gewahrt ist?
    NieDa schreibt:
    (Was ist mit dem Willen von Schõuble und was wei› ich wer noch dahinter steckt, die Bundeswehr
    im Inneren einsetzen zu wollen? Sollen dann eines Tages vielleicht Deutsche andere Deutsche
    erschießen?
    Wer so etwas weiter praktiziert und auch noch für gut befindet, gleicht sich damit Inividuen an,
    welche das ganze Deutsche Volk in Verruf gebracht haben und woran wir alle heute immer noch zu
    kabbern haben.rschie›en, nur weil die genug von der ganzen Verarsche haben?)

    Klar das haben doch die sogenannten Mauerschützen auch gemacht und wurden dafür
    hier verurteilt.Aber wenn das gleiche Bundeswehr Soldaten machen ist das natürlich
    gleich etwas anderes.
    Ich denke das die beim Kwea arbeiten das richtig finden,sonst würden sie ja nicht dort
    arbeiten.Ich habe diese Leute in einem anderen Forum mal Schergen genannt,wodurch ich
    aber Protest geerntet habe.Das Frauen so etwas richtig finden nehme ich besonders Übel

  70. Nachtrag zum vorherigen Beitrag.
    Ich denke als es damit begann, ca.Anfang der 70iger Jahre, das bei der Musterung auch
    Frauen tätig sein durften ,was schwachsinnigerweise mit Gleichberechtigung begründet wurde,
    ist es noch anders gelaufen als heute.Das ist nur eine Vermutung von
    mir,aber nicht unwahrscheinlich.Es ist also schon 40 Jahre her.Für mich ist es nicht vorstellbar
    das Frauen vor 40 Jahren schon so ein Verhalten an den Tag gelegt haben könnten wie
    heutzutage.Ich glaube das sie im laufe der Jahre immer dreister geworden sind.Möglicher-
    weise liegen die Ursachen dafür im Feminismus,dieser treibt sie
    zu einem Mißbrauch, der im Licht des vermeintlich erlittenen Unrechts der Vergangenheit
    gerechtfertigt erscheinen will (Opferdogma)!
    Die Ermächtigung der Frau erweist sich als sozialpsychologisch riskant.
    Nach der ihr per Konvention (Gesetz oder Brauch) erteilten Ermächtigung verinnerlicht die Frau die
    vorausgegangene Position seiner Macht-Abstinenz als widerfahrenes Unrecht.
    Es ist klar das auch in fernerer Vergangenkeit z.b.bei den Indianern, oder Römern oder
    sonstwo fast ausschließlich die Männer gekämpft haben.Aber ich glaube kaum das sie dafür
    von Frauen auf ihre Eignung geprüft wurden.Und dann noch auf diese perverse Art wie es
    heutzutage in diesem Land Üblich ist.

  71. Hallo zusammen,

    habe mich länger nicht gemeldet, das heißt aber nicht, dass ich untätig war. Hier meine Rechercheergebnisse zur Berufsordnung der Bundesärztekammer:

    Hallo,

    habe jetzt meine Recherchen zur Berufsordnung der Bundesärztekammer abgeschlossen. Zu jedem einzelnen Zitat, welches ich aus dieser Berufsordnung herausgesucht habe, habe ich mich mit einem erfahrenen ärztlichen Gutachter unterhalten und wir sind diese Texte Punkt für Punkt durchgegangen mit folgendem Ergebnis:

    Die Berufsordnung der Bundesärztekammer ist nur ein Muster für die Berufsordnungen der regionalen bzw. Länderärztekammern. Diese geben sich selbst ihre dann rechtlich gültige Berufsordnung. Auskunft von der Rechtsabteilung der Bundesärztekammer am 07.09.2009 (Telefonat um 15:50 geführt).

    Die Texte sind aber in den entsprechenden Berufsordnungen eingearbeitet und zum größten Teil wörtlich übernommen.

    Gelöbnis:

    “Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.

    Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben….

    Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung.

    Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.

    (Anmerkungen meinerseits: Untersuchungen, die eine solche beschämende Zurschaustellung einer erzwungenen vollständigen Nacktheit in Anwesenheit 3. Personen des jeweils anderen Geschlechts beinhalten sind weder menschlich noch wird hier mit allen Kräften die Ehre des ärztlichen Berufs aufrecht erhalten noch wird hier der Beruf mit Würde ausgeübt. Ehrfurcht wird dem menschlichen Leben hier wohl auch nicht entgegegngebracht.
    Aufgrund des Gelöbnisses leite ich hier sogar die Pflicht eines Arztes bzw. der Ärztinnen der KWEAs und Bundeswehr ab, sich der Aufforderung zu solchen Untersuchungspraktiken zu widersetzen; siehe letzter Absatz. Siehe auch §2 Abs. 1 dieser Berufsordnung.)

    A. Präambel

    Die auf der Grundlage der Kammer- und Heilberufsgesetze beschlossene Berufsordnung stellt die Überzeugung der Ärzteschaft zum Verhalten von Ärztinnen und Ärzten gegenüber den Patientinnen und Patienten, den Kolleginnen und Kollegen, den anderen Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen sowie zum Verhalten in der Öffentlichkeit dar. Dafür geben sich die deutschen Ärztinnen und Ärzte die nachstehende Berufsordnung. Mit der Festlegung von Berufspflichten der Ärztinnen und Ärzte dient die Berufsordnung zugleich dem Ziel,

    * das Vertrauen zwischen Ärztinnen und Ärzten und Patientinnen und Patienten zu erhalten und zu fördern;
    * die Qualität der ärztlichen Tätigkeit im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen;
    * die Freiheit und das Ansehen des Arztberufes zu wahren;
    * berufswürdiges Verhalten zu fördern und berufsunwürdiges Verhalten zu verhindern.

    (Anmerkung: Dieser Zielsetzung wird bei diesen Untersuchungen in allen Punkten zuwider gehandelt.
    Es handelt sich hierbei auch um einen ganz massiven Vertrauensbruch im Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Jeder (potentielle) Patient muss sicher sein können, dass sein Notsituation und Hilflosigkeit nicht ausgenutzt wird, weder von ärztlichem Personal noch von seinen Assistenzkräften. Hier wird jedoch die Hilflosigkeit und Abhängigkeit der Wehrpflichtigen und Berufs- und Zeitsoldaten ausgenutzt, um eine beschämende, erniedrigende und ehrverletzende Untersuchungssituation zu arrangieren, die für andere Personengruppen, nämlich Frauen, die sich freiwillig dienstverpflichten und Reservisten, die man halten möchte, völlig undenkbar wäre.
    Dieser Vertrauensbruch wird auch nach Beendigung der Dienstzeit noch andauern, wenn sich für den betroffenen Mann beispielsweise die Notwendigkeit zu Vorsorgeuntersuchungen und/oder zur Behandlung insbesondere im Intimbereich ergibt. Besonders in urologischen Praxen dürften sich hier Situationen ergeben, die vermeidbar gewesen wären, speziell wenn die Praxi von einer Urologin geführt wird.
    Dies betrifft hat auch Konsequenzen für die Gesundheit der Bevölkerung. Von den seelischen Belastungen, die sich für die meist jungen Männer und zum Teil noch minderjährigen 17 jährigen Jugendlichen ergeben ganz zu schweigen!
    Letztendlich wird bei der Umsetzung der kritisierten Untersuchungspraxis berufsunwürdiges Verhalten nicht nur nicht verhindert sondern ganz im Gegenteil gefördert.)

    § 2 Allgemeine ärztliche Berufspflichten

    (1) Ärztinnen und Ärzte üben ihren Beruf nach ihrem Gewissen, den Geboten der ärztlichen Ethik und der Menschlichkeit aus. Sie dürfen keine Grundsätze anerkennen und keine Vorschriften oder Anweisungen beachten, die mit ihren Aufgaben nicht vereinbar sind oder deren Befolgung sie nicht verantworten können.
    (Anmerkung: siehe Anmerkung zum Gelöbnis. Auch eine Soldatin der Bundeswehr muss oder darf laut Soldatengesetz §11, Verpflichtung zum Gehorsam, nicht jeden Befehl befolgen)

    (2) Ärztinnen und Ärzte haben ihren Beruf gewissenhaft auszuüben und dem ihnen bei ihrer Berufsausübung entgegengebrachten Vertrauen zu entsprechen.
    (Anmerkung: Der Vertrauensbruch besteht mehrfach. Zum einen, dass Ärztinnen Untersuchungen überhaupt auf diese Art ausführen und zum anderen, dass sie diese nur bei denen auf diese demütigende Art durchführen, die sich am wenigsten wehren können. Bei Frauen und Reservisten, um die man wirbt, wird anders verfahren. Als Patient muss ich aber jederzeit und allen Umständen davon ausgehen können, dass sowohl Ärztin/Arzt als auch deren Assistenzkräfte mit mir so umgehen, als ob ich selbstbestimmt handeln könnte und nicht eine Situation der Abhängigkeit oder Hilflosigkeit ausnutzen ).

    (3) Zur gewissenhaften Berufsausübung gehören auch die Grundsätze korrekter ärztlicher Berufsausübung in Kapitel C.
    (Anmerkungen hierzu siehe unten)

    (5) Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, sich über die für die Berufsausübung geltenden Vorschriften unterrichtet zu halten.(Das heißt, keine/r kann sagen, man habe die rechtliche Lage nicht gekannt)

    (6) Unbeschadet der in den nachfolgenden Vorschriften geregelten besonderen Auskunfts- und Anzeigepflichten haben Ärztinnen und Ärzte auf Anfragen der Ärztekammer, welche diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben bei der Berufsaufsicht an die Ärztinnen und Ärzte richtet, in angemessener Frist zu antworten.
    (Anmerkung: Wäre eine Stabsärztin oder KWEA-Ärztin/Arzt hier nicht aufgefordert, der/den Ärztekammern unzulässige Befehle bzw. Anordnungen zu ehrverletzenden Untersuchungsmethoden und –situationen zu machen?
    Und umgekehrt, wie verhält sich die Ärztekammer gegenüber Ärztinnen und Ärzten sowie deren Assistenzpersonal, die an solchen Untersuchungen beteiligen?)

    II. Pflichten gegenüber Patientinnen und Patienten

    § 7 Behandlungsgrundsätze und Verhaltensregeln

    (1) Jede medizinische Behandlung hat unter Wahrung der Menschenwürde und unter Achtung der Persönlichkeit, des Willens und der Rechte der Patientinnen und Patienten, insbesondere des Selbstbestimmungsrechts, zu erfolgen. (Anmerkung: Hier ist leider nur von Behandlung die Rede, aber muss dies nicht auch für medizinische Untersuchungen gelten, oder ist es denkbar dass man hier gegenteilig verfahren darf? Vergleiche hierzu C. Verhaltensregeln Nr. 1 Umgang mit Patientinnen und Patienten. Ansonsten spricht wohl jedes einzelne Wort für sich.)

    (2) Ärztinnen und Ärzte achten das Recht ihrer Patientinnen und Patienten, die Ärztin oder den Arzt frei zu wählen oder zu wechseln. Andererseits sind – von Notfällen oder besonderen rechtlichen Verpflichtungen abgesehen (hier könnte möglicherweise die Situation bei der BW und im KWEA gemeint sein, trotzdem kann man meiner Meinung mit Hinweis auf das Gleichheitsprinzip Art. 3 GG, also gleiches Recht auf Schutz der Intimsphäre auch für Männer wie bei den Frauen, argumentieren und wenigsten das Recht auf Untersuchung durch einen gleichgeschlechtlichen Mediziner durchsetzen) – auch Ärztinnen und Ärzte frei, eine Behandlung abzulehnen. Den begründeten Wunsch der Patientin oder des Patienten, eine weitere Ärztin oder einen weiteren Arzt zuzuziehen oder einer anderen Ärztin oder einem anderen Arzt überwiesen zu werden, soll die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt in der Regel nicht ablehnen.

    (4) Angehörige von Patientinnen und Patienten und andere Personen dürfen bei der Untersuchung und Behandlung anwesend sein, wenn die verantwortliche Ärztin oder der verantwortliche Arzt und die Patientin oder der Patient zustimmen.
    (Dies ist wohl auch eine der Grundlagen des “forensischen Prinzips”).

    § 8 Aufklärungspflicht

    Zur Behandlung bedürfen Ärztinnen und Ärzte der Einwilligung der Patientin oder des Patienten. Der Einwilligung hat grundsätzlich die erforderliche Aufklärung im persönlichen Gespräch vorauszugehen.
    (Anmerkung: Bezieht sich auf Behandlungsmethoden bei bestimmten Krankheitsbildern. Ist also nicht auf unsere Situation übertragbar)

    § 11 Ärztliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden

    (2) Der ärztliche Berufsauftrag verbietet es, diagnostische oder therapeutische Methoden unter missbräuchlicher Ausnutzung des Vertrauens, der Unwissenheit, der Leichtgläubigkeit oder der Hilflosigkeit von Patientinnen und Patienten anzuwenden.
    (Anmerkung: meiner Meinung nach wird auch hier festgelegt, dass der zu untersuchende Mann über seine Möglichkeiten durch die Mitteilung des Verteidigungsministers, die Intimuntersuchung verweigern zu können, aufgeklärt werden muss und nicht einfach die Unwissenheit und genutzt werden darf, um eine solche Untersuchung, insbesondere unter den oben beschriebenen entwürdigenden Bedingungen, dennoch und gegen den mutmaßlichen Willen des Betroffenen durchzuführen. Auch hier sehe ich bei Unterlassung der Aufklärung einen Vertrauensbruch. Dem entgegenstehende Weisungen eines Vorgesetzten darf die Ärztin/der Arzt nicht Folge leisten).

    § 23 Ärztinnen und Ärzte im Beschäftigungsverhältnis

    (1) Die Regeln dieser Berufsordnung gelten auch für Ärztinnen und Ärzte, welche ihre ärztliche Tätigkeit im Rahmen eines privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses oder öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses ausüben.
    (Anmerkung: Bestätigt noch mal die Gültigkeit der Berufsordnung auch für Ärztinnen/Ärzte, die bei BW oder im KWEA arbeiten).

    C. Verhaltensregeln (Anmerkung: siehe §2 Abs.3)
    (Grundsätze korrekter ärztlicher Berufsausübung)
    Nr. 1 Umgang mit Patientinnen und Patienten

    Eine korrekte ärztliche Berufsausübung verlangt, dass Ärztinnen und Ärzte beim Umgang mit Patientinnen und Patienten

    * ihre Würde und ihr Selbstbestimmungsrecht respektieren,
    * ihre Privatsphäre achten,
    * über die beabsichtigte Diagnostik und Therapie, ggf. über ihre Alternativen und über ihre Beurteilung des Gesundheitszustandes in für die Patientinnen und Patienten verständlicher und angemessener Weise informieren und insbesondere auch das Recht, empfohlene Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen abzulehnen, respektieren,
    * Rücksicht auf die Situation der Patientinnen und Patienten nehmen,
    * auch bei Meinungsverschiedenheiten sachlich und korrekt bleiben,
    * den Mitteilungen der Patientinnen und Patienten gebührende Aufmerksamkeit entgegenbringen und einer Patientenkritik sachlich begegnen.
    (Anmerkung: Braucht wohl nicht mehr kommentiert zu werden.)

    Nun zur Rechtsgültigkeit des Ganzen. Die Berufsordnung der Bundesärztekammer ist nur eine Musterberufsordnung, welche als Mustervorlage für die anderen Ärztekammern dient, sie selbst hat aber noch keine Rechtsgültigkeit.
    Erst die regonalen bzw. Länderärztekammern geben sich eine rechtlich verbindliche Berufsordnung. Diese Auskunft habe ich telefonisch von der Rechtsabteilung der Bundesärztekammer am 07.09.2009 erhalten. Laut Auskunft des ärztlichen Gutachters wird diese auch vor Gerichten gegenüber Ärzten angewendet.
    Über Strafen, Sanktionen u.ä. habe ich mich nicht gezielt zu jedem Paragrafen erkundigt. Aber es gibt sie und ich weiß aus anderen Zusammenhängen, dass diese bis zum Verbot der Berufsausübung gehen können.
    Die für uns relevanten Paragrafen habe ich aber beim Überfliegen einiger anderer rechtsgültige Berufsordnungen wörtlich im Text wiedergefunden. Sie bilden offenbar den Kern des Ganzen. Wenn man also einen Brief an eine der regionalen Ärztekammern schreiben will, muss man jeweils die entspreche Nummerierung der gemeinten Gesetze benutzen.
    Ich fange gerade an, eine Synopse zu erstellen. Habe aber nichts dagegen, wenn mir jemand dabei hilft, es gibt nämlich ziemlich viele Ärztekammern in Deutschland.
    Bei weiteren Fragen kann man ja nochmal bei der Rechtsabteilung der jeweiligen Kammer anrufen.
    Und nicht vergessen: selber auch tätig werden und Briefe schreiben. Auch andere Leute ansprechen, damit die einen unterstützen.

    Es ist übrigens dem ärztlichen Gutachter für alle Ärztinnen/Ärzte Pflicht, Mitglied in einer Ärztekammer zu sein, also auch für die der KWEAs und der BW. Sonst dürfen sie als solche nicht arbeiten.
    Man kann sich also nicht nur beim jeweiligen Dienstherren (BW oder KWEA) beschweren, sondern dazu auch noch bei der jeweiligen Ärztekammer und Bundesärztekammer. Dient abgesehen von der Beschwerde auch der Herstellung von Öffentlichkeit.

    Als nächstes werde ich meine Recherchen zum leidigen “forensischen Prinzip” beenden.

    Bis dahin,

    hubertkah

  72. So, ich denke es wurde Zeit, dass ich mich hier im Forum auch anmelde. Ich finde hubertkah oben, hat eine tolle Leistung fertig gebracht.
    Was ich in seinem Beitrag lesen kann, zeigt mir, dass sich das medizinische Personal der Bundeswehr heutzutage unglaublich daneben benimmt, wie es sich auch schon zu meiner Zeit daneben benommen hat.
    Wer deren Methoden jetzt noch gutheißt, der lebt in einer Welt, die heute ganz bestimmt niemand mehr will.
    Wir hören voneinander,
    Grüße an alle,
    Jochen

  73. Gehört zwar nicht zum eigentlichen Thema hier, aber so etwas ist einfach erschütternd.

    Kunduz: Journalist enthüllt Einzelheiten des deutschen Kriegsverbrechens
    Von Daniel Neun | 13.September 2009
    Afghanistan: Ein Journalist des “Guardian” schafft es, Familienangehörige von Opfern des vom deutschen Militär befohlenen Luftangriffs zu interviewen. Was er berichtet, ist entsetzlich.

    Weiterlesen hier:
    http://www.radio-utopie.de/2009/09/13/kunduz-journalist-enthuellt-einzelheiten-des-deutschen-kriegsverbrechens/

    Oder hier:
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/09/ich-nahm-etwas-fleisch-nach-hause-und.html

  74. Apfelbäumchen Teil 2 (Eine andere Sichtweise der großen Geschichte)

    Der Apostel Paulus schrieb an die Christen in Ephesus: „Dass Gott den Mann zum Haupt seiner Ehefrau gemacht habe, damit er sie beschütze. Er soll die Familie zusammenhalten, so wie Christus, das Haupt, die Gemeinde fest verbindet und ihr Retter ist.“ Paulus fährt dann weiter fort: „Aber wie nun die Gemeinde ist Christus untertan, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allen Dingen.“

    Damit wollten sich die Frauen aber keineswegs zu Frieden geben. Dass hieße nämlich für sie, Sklavin der Männer zu sein. Leider übersahen sie dabei, dass dies aus Richtung Gottes und der Männer so nicht stimmt. Denn wir Männer lieben unsere Frauen und was man liebt, damit geht man sorgsam und wohlwollend um. Diese Ansicht aber völlig in den Wind schlagend, machte Eva Satan schöne Augen und verwirrte den armen Kerl total. Da Liebe bekanntlich blind macht, vergaß Satan die Gebote Gottes für einen Augenblick und weihte Eva nun in das Geheimnis der Sünde ein, was wir heute mit den Worten „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ umschreiben.
    Gegen seine Gebote verstoßen zu haben, machte Gott deswegen so gewaltig böse, weil er damit sehr unruhige und böse Zeiten auf die Erde zukommen sah. Diejenige, die das alles im Grunde eigentlich schuld war, sollte ab diesem Zeitpunkt nun unter Schmerzen Kinder gebären und in regelmäßigen Abständen dafür bluten.
    Satan, seinen liebsten Engel, hatte er schließlich durch ihre Widerspenstigkeit verloren, denn dieser hatte den Geschmack der Revolution gekostet und sah vollkommener Freiheit entgegen. Diesen Geruch sollte Satan nie wieder los werden. Damit sein Himmelreich nicht gänzlich seiner Kontrolle entglitt, musste Gott seinen liebsten Engel nun aus dem Himmel verbannen. Es tat ihm unermesslich weh, aber es ging nicht anders. Die böse Eva hatte alles was er so gut eingefädelt hatte, mit ihrer Engstirnigkeit in einem Moment auf den anderen kaputt gemacht. Wohin nun mit Satan? Da er sich von einer Menschenfrau hatte verführen lassen, sollte er nun auch unter den Menschen glücklich werden. Zusammen mit deren Bosheit und allem drum und dran und was damit in Zukunft noch alles zusammenhängen sollte. Gott machte den Menschen das Geschenk, über ihre Zukunft selbst bestimmen zu können. Sollten sie sehen, was ihnen das einbrächte. Ein wenig Strafe musste schon sein.
    Dass Satan sein gutes ruhiges Leben im Himmel gegen die Willkür auf der Erde eintauschte war ihm willkommen, denn dort konnte er nun frei walten und selbst entscheiden und sah sich vollkommener Freiheit entgegen.
    Dieser Narr! Was hatte dieser kleine Planet ihm an Freiheit schon zu bieten, wo er doch vorher durch das ganze Weltall düsen konnte? Aber Satan war durch die Schönheit und süßen Worte Evas so verblendet, dass er seinen Fehler zu spät bemerkte. Er sah, dass er sich selbst in Gefangenschaft begeben hatte. Gott in seiner Gnade hätte ihm und Eva vielleicht verziehen, aber da begingen die beiden einen weiteren schweren Fehler. Satan verkehrte sein Wesen ins Gegenteil um und er wurde abgrundtief böse. Er gab die Schuld für seine Bestrafung nicht sich selbst, nein, er gab Gott die Schuld. Das war schließlich auch viel einfacher. Diesen Irrglauben gab er an die Menschheit weiter und dieser Ansicht sind die Menschen heute größtenteils immer noch. Sofort nach seiner Ankunft begann Satan damit, die Erde in diesen Strudel des Bösen hinabzuziehen und fand in Eva das willkommen Opfer dafür. Die wirklichen Leidtragenden dieser Misere sollten für sehr lange Zeit nun die Männer sein. Adam, dieses aus den Händen Gottes gemachte Geschöpf, das Kind, das von Gott so sehr geliebt wurde, weil er es nach seinem Ebenbild gemacht hatte, sollte ab diesem Zeitpunkt nur noch einen Körper haben, der zu Staub zerfällt. Eva erlitt zwar das gleiche Schicksal, aber sie konnte sich ständig selbst reproduzieren. Aber Gott hatte noch ein Hintertürchen offen gelassen, um seiner Gnade gerecht zu werden. Bei der Reproduktion müssen Frauen auch Männer gebären, auch wenn sie im Grunde ihres Herzens immer noch einen tiefen Hass gegen das andere Geschlecht hegen, weil Gott dieses bevorzugt behandelt. Dies musste Gott so einrichten, damit sich wenigstens ein paar Menschen im Laufe der Weltgeschichte dazu besinnen konnten, wieder das schöne Leben im Paradies, dem unter Satans Kontrolle und Evas als seiner Gespielin gehaltenen bösen Welt vorzuziehen.
    So geschah es denn, dass die Welt in einzelne Abschnitte, genannt Weltreiche, Nationen und Länder aufgeteilt wurde. Manche wollten mehr haben als andere, denn Satan säte Habgier und Neid unter die Menschen aus. Die Frauen waren so raffgierig, dass sie ihre Männer ständig dazu anstachelten, noch mehr Kostbarkeiten anzusammeln, worin sie sich suhlen konnten. Satan sah mit Freude dabei zu. Denn er wusste, alles Böse was auf der Welt geschieht, würde Gott unwahrscheinliche Schmerzen bereiten. Schließlich hatte er doch großen Hass auf Gott, weil er ihn verstoßen hatte. Dass er selbst daran schuld war, das war ihm inzwischen völlig entfallen und egal geworden. Es gab Kriege mit allen schlimmen Folgen, die wir Menschen kennen. Ein Mensch wurde das anderen Teufel. „Mit liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“, war es vorbei.
    Gott schmerzte das alles sehr. Aber in seiner Güte war es ihm nicht möglich, diesem Treiben auf der Erde sofort Einhalt zu gebieten. Er hatte dieses Reich in die Hände Satan gegeben und versprochen ist nun einmal versprochen.
    Dass einzige was er tun konnte war, die Menschen selbst erkennen lassen, welchen Trugbild sie folgten. Er vermittelte ihnen die Einsicht, was Gut und was Böse ist. Die Zeiten aber wurden immer schlimmer, Massen an Menschen wurden versklavt, während die wenigen, die schon annähernd kapiert hatten, dass auf dieser Welt etwas faul ist, nichts dagegen ausrichten konnten. Die monströsen Gewalttaten nahmen unter den Römern derart zu, dass es Gott nicht mehr länger mit ansehen konnte. Deshalb sandte er Jesus als sein Ebenbild auf die Erde, um seine nur aus Liebe bestehende Lehre wieder den Menschen zugänglich zu machen.
    Viele nahmen diese Lehre an wie wir wissen, aber es führte dazu, dass Satan in seiner Wut gegen Gott und in seiner Niedertracht, Gottes eigenen Sohn kaltblütig umbringen ließ.
    Gott wäre fast von seinem Thron gefallen, als er das mit ansehen musste. Soviel Gemeinheit hätte er seinem einstigen Lieblingsengel doch nicht zugetraut. Satan freute sich auch noch darüber, es Gott nun endlich mal richtig heimzahlen zu können. Der jeden und alles liebende Gott bekam einen solchen Schlag, dass er noch einmal richtig böse wurde, und obwohl es ihm unendliche Schmerzen bereitete, Satan innerlich schon dazu verdammte, eines Tages endgültig nicht mehr zu existieren. Gott beschloss die Zukunft der Erde nicht mehr sich selbst und diesem gefallenen Engel zu überlassen. Er belegte die Menschheit mit einer sehr langen Gnadenfrist, damit sich jene noch von dem Bösen lösen konnten, die das wirklich wollten.
    Durch die Wahrheit, die Jesus mit seinen Predigten wieder unter die Menschen gebracht hatte, gelangten viele zu tiefen Einsichten über sich selbst. Und Gott ließ es in sein Buch niederschreiben, damit es alle lesen können. „Haltet meine Gebote ein, dann versteht ihr, was so nicht sein darf wie es momentan ist.“ Viele verstanden, was auf der Erde wirklich vor sich ging und wurden geläutert. Selbst viele Frauen entschlossen sich dazu, lieber der Wahrheit zu folgen, als den unsinnigen Versprechungen Satans und ihrer Geschlechtsgenossinnen. Die sie vielleicht reich, aber nicht glücklich machten.
    Aber die meisten anderen Frauen sind bis heute unter dem Bann von Satan und der ersten Frau auf dieser Welt. Sie wollen sich wie sie, nicht den Männern fügen und ihnen untertan sein. Ihr Ruf nach Gleichberechtigung schlug sich dann eines Tages nieder in den Menschengesetzen. Aber selbst das genügt ihnen noch nicht, denn Satan versprach ihnen noch mehr. Aus der Geliebte Satans soll seine Ehefrau werden und sie will zusammen mit ihm auf dem Thron der Ungerechtigkeit herrschen. Deshalb ist man heute dazu übergegangen, junge Männer von klein an wieder an das Leben als Sklaven zu gewöhnen. Oder immer noch? Natürlich ist die neue Eva auf der Erde noch viel raffinierter, als es die alte Eva im Paradies war, denn sie hat vom bösen Satan inzwischen sehr viel dazu gelernt. Im Paradies war es ein Umsturz an einem Tag, aber sie machte daraus einen ewig langen, kaum durchschaubaren Prozess. Ja, in der Tat macht das Weib dem Manne den Prozess und er weiß nicht so recht wie ihm geschieht. Plötzlich findet er sich dabei wieder, den Kinderwagen zu schieben und während die Frau arbeiten geht und Karriere macht, während er brav daheim die Kinder hüten und ihnen die Windeln wechseln darf. Daneben darf er auch noch in den Krieg ziehen und für die in unterdrückende Frau sein Leben Opfern. Wie konnte das nur passieren? Wie brachte man uns Männer dazu, absoluten Gehorsam zu leisten? Nun, man nutzt eine menschliche Schwäche aus, die besonders dem Manne eigen ist, indem man ihn demütigt und erniedrigt. Dem Knaben wird es von Kindesbeinen an beigebracht, sich dem demütigenden und für ihn sehr peinlichen immer wiederkehrenden Prozess, der von ihm ungewollten Genitalkontrolle zu unterziehen. Klar ist es dafür hilfreich, wenn der Gesundheitsminister weiblichen Geschlechts ist. Diese Frau ordnet es an und ihre Handlanger führen es aus. Ja, selbst Männer führen es aus, denn sie haben es selbst nicht anders gelernt. Noch hilfreicher ist es, wenn die Bundeskanzlerin auch eine Frau ist, die gerne mit menschlichen Zinnsoldaten spielt und den Oberzinnsoldat im Bundesverteidigungsministerium dazu bringt, die jungen Männer im Land weiterhin der demütigenden Prozedur der Genitalkontrolle zu unterziehen. Dass in den Kreiswehrersatzämtern vorwiegend weibliches Personal an den jungen Männern herumfummeln darf, ist im Zuge der Gleichberechtigung so und nicht anders von oberster böser Stelle gewollt. Werden manche Männer dadurch psychisch krank und z.B. zu Pädophilen, so kann man dadurch die Männer sogar öffentlich zu „Schweinen“ machen, aber niemand durchschaut das böse Spiel, welches dahintersteckt. Und schon wieder ist es eine Frau, welche die Schmach der Männer noch verstärken darf. Nicht wahr Zensur Ursula? Männer werden erniedrigt und gesellschaftlich in Misskredit gebracht, wo es nur geht. Das ist absolute Sünde am liebsten Geschöpf Gottes und Satan lacht sich ins Fäustchen. Die neue Eva steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem inzwischen uralten Sack. Viel Vergnügen mit ihm moderne Eva!
    Aber dann hat sie endlich geschafft, was sie von den ersten Tagen im Paradies an wollte. Nie hat sie irgend etwas anderes im Sinn gehabt, als sich selbst an die erste Stelle vor dem Mann zu setzen. Wer will schon die Rippe eines anderen sein? Es heißt zwar Gott macht keine Fehler, aber vielleicht hatte er in diesem ganz besonderen Fall doch einen gemacht. Vielleicht hätte er besser Eva aus dem gleichen Dreck geschaffen, woraus er auch Adam geschaffen hat und nicht aus einer Rippe von ihm. Dies scheint mir aber ein Zeichen dafür sein zu sollen, dass Mann und Frau ein Blut und ein Fleisch sind. Also demnach doch kein Fehler. Gott ist eben doch vollkommen. Darum ist auch der ganze lange Kampf, der sich seit den Tagen im Paradies bis heute hinzieht und wo es nur um die Gleichberechtigung geht, unsinnig und nur in den Köpfen der Frauen als eine Fehleinschätzung ihres eigenen Ichs anzusehen. Darum all das große Leid, darum all die vielen sinnlosen Kriege, darum die Unfähigkeit seinen Nächsten zu lieben.
    Man sollte sich einmal gut überlegen, ob es nicht wirklich so ist, wie ich es hier niedergeschrieben habe. An der Seite und auf dem Thron von Satan, wird die neue Eva dann aber auch nicht glücklich sein. Aber was kommt dann? Vielleicht hat sie ja auch in dieser Hinsicht schon vorgesorgt und sich zum Manne umoperieren lassen. Nämlich zur männlichen Hure Babylons, die dann selbst Satan unterjocht und sich zum Gott über alles emporhebt. Wer weiß?

  75. Nachfrage zur Antwort v. 29.6. – ursprüngliche Frage v. 2.5. auf ABGEORDNETENWATCH.DE
    Antwort von Bundesverteidigungsminister Jung:

    “Sie werden daher Verständnis dafür haben, dass die Verwendung eines Sichtschutzes mit Blick darauf, Musterungsärztinnen und -ärzte vor ungerechtfertigten, zum Teil auch diffamierenden Anschuldigungen zu schützen, in jeder Hinsicht kontraproduktiv ist.”

    Ja, das wäre in der Tat “kontraproduktiv”.

    Man erhält nur Macht über jemand anderen, wenn dieser die ihm zugewiesene Rolle als Untergebener auch annimmt. Dies erreicht man über eine Zwangssituation, die durch Gesetze und Vorschriften in den Augen des Betroffenen als nicht ablehnbar erscheint.

    So macht es alle Staatsgewalt, so macht es die Bundeswehr bei der Musterung und anderen internen Untersuchungen, so macht es auch die Polizei, um dem einzelnen zu zeigen, dass er hier in diesem Staat überhaupt nichts zu sagen hat, wenn es darauf ankommt.

    Die ZDV 46/1 ist nichts anderes, als eine ZENTRALE DEMÜTIGUNGSVORSCHRIFT. Bei der Polizei heißt sie nur anders. Sinn und Zweck bleibt aber der Gleiche.

    Das geht soweit, dass damit sogar unser Artikel 1, GG außer Kraft gesetzt werden kann, was im Grunde als eine Unmöglichkeit angesehen werden muss. Deutscher zu sein, bedeutet Gefangener des deutschen Staates zu sein.

  76. Am Wochenende hörte ich von einem Überfall an einem Münchener S-Bahnhof
    Dort haben zwei 17 und 18 Jahre alte Jugendliche einen 50 jährigen Mann
    erschlagen.Also steckt in ihnen eine enorme Zerstörungskraft.Die Tat war völlig
    sinnlos und überflüssig,und das bei einem Mann der ein paar Kinder vor den
    Jugendlichen schützen wollte.Diese Zerstörungskraft wäre woanders besser
    angebracht gewesen.Wo das wissen wir alle.
    Die neusten Erkentnisse von Tim K.dem Amokläufer vom Winneden las ich auch
    letzte Woche in den Nachrichten.

    (Frankfurt – Dem Gutachten des Stuttgarter Kinderpsychiaters Reinmar du Bois zufolge litt der
    Attentäter von Winnenden, Tim K., an einer masochistischen Persönlichkeitsstörung. Dies führt der
    renommierte Gutachter nach SPIEGEL-Informationen vor allem auf pornografische Bilder zurück,
    die auf K.s PC sichergestellt wurden und die sogenannte Bondage-Szenen zeigen. Es handelte sich
    dabei wohl um sadomasochistische Fotos, auf denen nackte Männer von Frauen gefesselt und
    dominiert wurden. Tim K. habe stark unter diesen Phantasien gelitten.)

    (Die Nachhilfelehrerin des 17-Jährigen berichtete indes von schweren Mobbing-Attacken gegen den
    Jungen. Wie der “Focus” schreibt, habe die Frau in einem Kondolenzschreiben an die Eltern von
    Tim K. beschrieben, dass dieser schon auf dem Schulweg von Mädchen gehänselt worden sei.
    Durch die vielen Verletzungen habe Tim den Glauben an sich selbst und die Menschen verloren.)

    Einige Zeit vorher war Tim K. bei der Musterung.
    NieDa schreibt:
    ( Dass in den Kreiswehrersatzämtern vorwiegend weibliches Personal an den jungen Männern
    herumfummeln darf, ist im Zuge der Gleichberechtigung so und nicht anders von oberster böser
    Stelle gewollt. Werden manche Männer dadurch psychisch krank und z.B. zu Pädophilen, so kann
    man dadurch die Männer sogar öffentlich zu Schweinen machen, aber niemand durchschaut das
    böse Spiel, welches dahintersteckt.)

    Gibt es dort wirklich keine Zusammenhänge?

  77. “Gibt es dort wirklich keine Zusammenhänge?”

    Doch, die gibt es und es gibt noch in anderer Hinsicht und an ganz anderer Stelle Zusammenhänge, die keiner wahrhaben will und trotzdem gibt es sie auch. Die Menschen sind nur so in ihrem täglichen Trott, ihrem Starrsinn und ihrer Gleichgültigkeit anderen und allem gegenüber gefangen, dass sie blind geworden sind.

    http://bravenewschools.wordpress.com/

    @Linus
    Hattest Du meine Nachricht nicht bekommen Linus?
    Ich würde mich gerne mit Dir mal außerhalb des Forums hier unterhalten.
    Wäre ein Emailaustausch möglich?
    Gruß, J.

  78. http://www.mmnews.de/index.php/200909233815/Politik/Aufruf-zum-Desertieren.html

    Aufruf zum Desertieren
    Der letzte Überlebende des Wehrmachts-KZs Fort Zinnau, Ludwig Baumann, 87, fordert Soldaten zum Desertieren auf. Damit wolle er, der selbst aus der Wehrmacht desertierte, “einen Beitrag zum Frieden leisten”. Der letzte Überlebende des Wehrmachts-KZs Fort Zinnau und Gründer der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V., Ludwig Baumann, 87, fordert Soldaten zum Desertieren auf. Damit wolle er, der selbst aus der Wehrmacht desertierte, auch “einen Beitrag zum Frieden leisten”, sagte er dem ZEITmagazin.Ludwig Baumann war 1940 zur Marine eingezogen worden. Beim Fluchtversuch wurde er festgenommen, zum Tode verurteilt und gefoltert, um die Namen seiner Helfer zu nennen. Sein Vater habe eine Begnadigung für ihn erwirkt, erzählte Baumann, so sei er in das Wehrmachts-KZ Thorgau gekommen, wo 1300 Soldaten getötet wurden. Nach dem Krieg hätten er und seine Kameraden gehofft, anerkannt zu werden. Sie seien “aber als Feiglinge, Dreckschweine, Vaterlandsverräter bezeichnet worden”, sagte Baumann. “Mein Vater ist an Kummer darüber verstorben. Und ich hab sein Erbe vertrunken.”Erst in diesem September sind die letzten Wehrmachtsdeserteure rehabilitiert worden – für Baumann bedauerlich spät: “Nicht ein Prozent unserer Leute hat die völlige Rehabilitierung noch erlebt.” Bei seiner eigenen Entschädigung sei das Todesurteil gegen ihn nicht anerkannt worden, “weil es ‘nicht rechtskräftig’ gewesen sei, schließlich war ich ja, trotz der Monate in der Todeszelle, die mein Leben zerstörten, begnadigt worden.”

  79. NieDa schreibt:
    (Nach dem Krieg hätten er und seine Kameraden gehofft, anerkannt zu werden. Sie seien “aber als
    Feiglinge, Dreckschweine, Vaterlandsverräter bezeichnet worden”, sagte Baumann.)
    Sowas habe ich schon öfter gelesen,auch das es speziel die rechten Politiker immer
    noch für richtig halten,das Deserteure bei Hitler zum Tode verurteilt wurden und ihre
    Witwen keine oder weniger Rente bekommen haben.Und das nur weil sie einem wie
    Hitler der ja heute weltweit als größter Verbrecher aller Zeiten gilt nicht mehr dienen
    wollten.Ich denke durch eine solche Sichtweise wird Hitler noch nachträglich legalisiert.
    Aber wen wundert das wenn sogar der dritte Bundeskanzler der BRD nämlich
    Kiesinger CDU ein Altnazi war.Was in Anbetracht dieses Standpunktes aber vollkommen
    Paradox ist also ein Wiederspruch in sich,das Staufenberg der den “Führer” ja sogar
    töten wollte,und Tatsächlich auch einige vom Führungsstab in der Führerbaracke
    getötet hat jedes Jahr als Held gefeiert wird.Was ist das für eine Doppelmoral?
    Außerdem hat es ca.40 Attentate oder Versuche gegeben,deren Urheber werden nie
    gefeiert.Der dem “Führer”nicht mehr dienen will und seine Verbrechen nicht mehr
    mitmachen will ist ein Feigling und Schwein,und der ihn töten will ist ein Held.
    Mein Gott sind diese Leute krank im Kopf.

    Gruß Linus

  80. hubertkah

    Hallo zusammen,

    Mir ist ja klar, dass alles irgendwie miteiander zusammenhängt. Aber ich würde gerne mal wieder zum Thema Musterung und auf die Basta-Kampagne zurückkommen. Wir können etwas tun und sollten die betroffenen Männer nicht alleine lassen.
    Die meisten schweigen meiner Meinung aus Scham und Unwissenheit, weil sie denken, als Mann müssen sie sich das alles gefallen lassen. Und, wie ja schon wiederholt auch hier auf diesem Forum dargestellt wurde, hängt das damit zusammen, dass Männer, insbesondere junge Männer, in unserer Gesellschaft keine Lobby haben, sonst würde man das mit ihnen nie machen.
    Das ist aber falsch- die kritisierten Untersuchungssituationen sind nicht rechtens. Ich habe mich damit mit mehreren Ärzten und Ärztinnen unterhalten, vor kurzem auch mit einem Juristen.
    Also- lasst uns gemeinsam über sinnvolle Kampagnen nachdenken.
    Meld mich bald wieder,

    hubertkah

  81. Hallo zusammen,

    melde mich noch mal. Hier ist ein Mustertext für Anschreiben an Politiker/innen, Journalisten, Vertreter/innen von Kirchen, Jugendverbänden, Gewerkschaften u.a. Personen des öffentlichen Lebens. Kopiert ihn, ändert ihn nach eurem Geschmack, nehmt ihn (nur) als Anregung – aber nehmt ihn !!!
    … und macht was produktives daraus.
    Und ich lasse mich von jedem/er für den Text kritisieren, aber nur wenn sie/er nachweislich selbst wenigstens 10 Personen angeschrieben hat !!!
    Werde demnächst noch eine kürzere Version verfassen und auch hier veröffentlichen. Für diese Version gilt dann das selbe.

    Hier der Text:

    Sehr geehrte ….

    …..

    Es geht um folgendes:
    Junge Männer, z.T. auch schon minderjährige 17 Jahre alte männliche Jugendliche, müssen im Rahmen der Musterung, aber auch der Antritts- und Entlassungsuntersuchung bei der Bundeswehr und auch zum Zivildienst, eine körperliche Untersuchung über sich ergehen lassen, deren Durchführung die ZDV 46/1 regelt.
    Diese ärztlichen Untersuchungen sind gesetzlich verpflichtend. Eine Verweigerung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Bußgeld belegt werden kann. Bei Untersuchungen in der Kaserne kommt noch die Befehlsgewalt hinzu.
    Dazu gehört auch eine Diagnostik des Intimbereichs. Untersucht werden dabei die Genitalien (Hodenpalpation, Vorhaut und Eichel) sowie die Leisten und der Rektalbereich.
    Eine Verweigerung dieser Untersuchung stellt einen Verstoß gegen das Wehrpflicht Gesetz bzw. Soldatengesetz dar und kann mit Geldbuße und erneuter Vorführung zur Untersuchung geahndet werden.

    Diese Untersuchungen werden immer öfter auch von Ärztinnen durchgeführt, oft im Beisein und Blickfeld von weiblichen Assistenz- bzw. Schreibkräften ohne Sichtschutz.

    Unser Verteidigungsminister wurde seit 2008 bereits mehrfach auf diese problematische Situation angesprochen und hat sich jeweils erst nach längerer Zeit dazu geäußert. Erst in seiner letzten Stellungnahme auf http://www.abgeordnetenwatch.de vom 14.08.2009 (!) auf eine entsprechende Anfrage vom 30.06.2009 hat jedoch auch den fehlenden Einsatz des Sichtschutzes gerechtfertigt.

    In dieser Stellungnahme hat Hr. Dr. Jung aber auch zurück gerudert und mitgeteilt, dass kein Wehrpflichtiger (gilt also nicht für Berufs- oder Zeitsoldaten): „Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass kein Wehrpflichtiger gezwungen wird, eine Intimuntersuchung durch einen Arzt des anderen Geschlechts durchführen zu lassen.“
    Diese Äußerung steht im Widerspruch zu anderen Stellungnahmen, nach denen nur grundsätzlich kein Wehrpflichtiger gegen seinen Willen von einer Ärztin anderen Geschlechts
    Untersucht wird, bzw. in denen ein Rechtsanspruch auf die Untersuchung durch einen gleichgeschlechtlichen Arzt verneint wird.
    Ein zusätzliches Problem an dieser neuen Verfahrensweise ist, dass sie an der gesetzlichen Situation zur Verpflichtung, die körperliche Untersuchung zuzulassen, nichts ändert. Es besteht kein Rechtsanspruch. Deshalb werden die zu untersuchenden Männer auch darüber seitens der Behörde nicht aufgeklärt und lassen sie aufgrund ihrer Unwissenheit in den meisten Fällen weiterhin über sich ergehen.

    Die Beschwerden der Betroffenen beschreiben nicht nur scham- und ehrverletzenden Blicken der zuschauenden weiblichen Assistenzkräfte auf den Intimbereich der Männer. In einigen Fällen waren auch nicht nur eine sondern gleich mehrere weibliche Assistenzkräfte anwesend. (Zitat hierzu aus dem Jugendportal des Bundestags http://www.mitmischen.de:

    alexis schrieb:
    17.07.2009 | 18:25
    …… Ausserdem ist die Musterung + Antrittsuntersuchung absolut entwürdigend + demütigend. Ich wurde zweimal ausschliesslich von Ärztinnen untersucht (einschliesslich Intimuntersuchung) und einmal schauten 2 Assistentinnen, einmal eine einfach zu.

    Es gibt aber über die Vorwürfe der Erniedrigung und Demütigung durch die Zurschaustellung und des Voyeurismus hinaus noch Klagen über weitere Übergriffe, die sich ebenfalls in der Grauzone einer Erfordernis im Rahmen der Untersuchung und der Grenze zum Unerlaubten bewegen.

    Fallweise wird auch die Auffordung zur Manipulation an den Genitalien bzw. eine eigenständige Durchführung derselben durch die Ärztin (z.B. mehrfaches Zurückziehen der Vorhaut, einmal reicht zur Diagnose) z.T. ohne Vorankündigung.

    Egal ob diese Situationen absichtlich oder durch Gedankenlosigkeit im Rahmen der Routine von Reihenuntersuchungen entstehen; meiner Meinung nach werden Rechte und Grundrechte der Männer (und zwar in diesem Fall nur die der Männer, da die Intimsphäre der freiwilligen Soldatinnen bei diesen Untersuchungen ganz anders geschützt ist. Männliche Truppenarztschreiber, obwohl in den Bewerberzentren der BW immer noch in der Mehrzahl, sind hier bei der körperlichen Untersuchungen der Frauen ausgeschlossen, männliche Ärzte führen bei den Frauen nur in Ausnahmefällen die Untersuchung durch) in unzulässiger Weise verletzt, z.B.:

    Artikel 1 und 3 des Grundgesetzes, ggf. §185 und §177 StGB (ehrverletzender Voyerismus,Nötigung), mehrere Paragraphen des Soldatengesetzes und mehrere Bestimmungen und Paragraphen der gesetzlich bindenden Berufsordnung der Bundesärztekammer. Auch in der ZDV 46/1 selbst ist die oben beschriebene Vorgehensweise bei der Musterung nicht beschrieben. Auch gegen das sogenannte „forensische Prinzip“ (auf das sich unser Verteidigungsminister in seinen Stellungnahmen so gerne beruft), nach dem sowohl zum Schutz der/des Untersuchten und als auch zur Absicherung der/des Untersucherin/Untersuchers eine der/dem Patienten geschlechtsgleiche Assistenzkraft oder eine andere, von beiden als Vertrauensperson akzeptierte Zeugin/Zeuge (siehe hierzu § 7, Abs. 4 der Berufsordnung der Bundesärztekammer) während der Untersuchung anwesend ist, wird hier ebenfalls verstoßen.

    Die oben aufgezählten Beispiele sind zugegebenermaßen Schilderungen von Internetforen, in denen theoretisch jeder schreiben kann, was er will. Aber sind sie deswegen alle automatisch unglaubwürdig? Die frühesten Beiträge, die ich in den verschiedenen Diskussionsforen gefunden habe, stammen aus dem Jahr 2003. Die frühesten Ereignisse, über die dort berichtet wird, aus dem Jahr 2000. Ist es wirklich vorstellbar, dass hier nur eine kleine Gruppe böswilliger Verleumder und deren Trittbrettfahrer Unheil stiften? Die herausgesuchten Beispiele enthalten keine Übertreibungen oder Idealisierung des Autors, ganz im Gegenteil. Hier werden intime Gefühle der erlebten Minderwertigkeit und Unterlegenheit geschildert. Es werden auch keine überzogenen sexuellen Sensationen aufmacherisch verbreitet u.ä., die das Ego des Berichtenden überhöhen würden.

    Über die Untersuchungssituation als solche (Untersuchung im Intimbereich durch Ärztin mit Anwesenheit einer weiblichen, oft sehr jungen Assistenz bzw. Schreibkraft ohne Sichtschutz und im Blickfeld derselben) besteht allerdings seit der Bestätigung durch den Verteidigungsminister vom 14.08.2009 kein Zweifel.

    Es stellt sich allerdings auch aus meiner Sicht die Frage, warum ausgerechnet Frauen diese verpflichtenden Untersuchungen im Intimbereich, also an den Genitalien, der Leisten sowie des Rektums (es besteht hier schließlich keine Freiwilligkeit) bei Männern durchführen.
    Es ist insbesondere nicht nachvollziehbar, dass in einer Armee, die immer noch mehrheitlich aus Männern besteht, nicht ausreichend männliche Truppenarztschreiber bereitgestellt werden, die bei einer solchen Untersuchung dem Arzt assistieren. Mit mangelnden Kapazitäten, wie dies Dr. Jung in einer seiner Stellungnahmenversucht hat zu suggerieren, ist dies daher nicht zu erklären.
    Interessant ist, dass bei Frauen, um die man bei der Bundeswehr wirbt, und bei Reservisten, die man ebenfalls halten möchte, viel taktvoller umgegangen wird. Wie bereits dargestellt ist bei Frauen nur weibliches Assistenzpersonal anwesend, nur in Ausnahmefällen untersucht ein männlicher Arzt. Die Intimuntersuchung können Frauen bei einer/em Gynäkologin/en ihrer Wahl durchführen lassen. Reservisten werden von der Ärztin gefragt, ob sie sich lieber von einem Mann untersuchen lassen möchten (laut Schilderung eines Reservisten aus Duisburg, mit dem ich mich am CDU-Stand darüber unterhalten habe).

    Die Betroffenen, die über erniedrigende Untersuchung im männlichen Intimbereich klagen, sind ausschließlich Wehrpflichtige, die zum Dienst verpflichtet sind, wenn sie nicht verweigern. Ebenfalls betroffen sind Zeit- und Berufssoldaten, die in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Arbeitgeber stehen. Die Untersuchungen finden in einer von der Gesellschaft geschlossenen Institution, entweder KWEA oder SanBereich der Kaserne statt.
    Kann es sein, dass man bzw. Frau hier die unterlegene- bzw. Abhängigkeitssituation der Betroffenen ausnutzt und auf eine Art und Weise mit ihnen umgeht, die bei anderen Personengruppen völlig undenkbar wäre, einfach weil man davon ausgeht, dass sich diese Männer nicht wehren können bzw. es wahrscheinlich nicht tun werden? Die Situation ist ja für ein sich Wehren auch nicht günstig. Die Männer sind in den abgeschlossenen Institutionen oder Kasernen ohne eigene Vertrauensperson allein auf sich gestellt. Im Gegensatz dazu hat die Untersucherin ihre Vertrauensperson, nämlich die weibliche Assistenzkraft als Zeugin dabei und die Institution auf ihrer Seite. Dies steht auch im Widerspruch zum „Forensischen Prinzip“, auf das sich der Verteidigungsminister beruft, nach dem bei regulären Untersuchungen eine der/dem zu Untersuchende gleichgeschlechtliche Person als Zeuge/Zeugin anwesend sein muss, um die Korrektheit der Durchführung zu bestätigen, da eine erzwungene Nacktheit gegenüber einer 3. Person anderen Geschlechts bereits selbst einen Verstoß darstellt. (beispielsweise würde im Krankenhaus bei einer regulären Untersuchung im Intimbereich einer Patientin auf der Urologie oder Chirurgie nie ein Pfleger nur als zuschauende Person anwesend sein).
    Die Männer befinden sich in einer Situation, in der eine Frau im Rahmen einer erzwungenen Ganzkörperuntersuchung mit Amtsgewalt eine vollständige Nacktheit erzwingt und im Beisein und eben auch häufig im Blickfeld der weiblichen Assistenzkraft darüber entscheidet, was an den Hoden und Vorhaut sowie im Analbereich und wie lange dort untersucht wird. Es handelt sich hierbei auch um einen ganz massiven Vertrauensbruch im Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Jeder (potentielle) Patient muss sicher sein können, dass sein Notsituation und Hilflosigkeit nicht ausgenutzt wird, weder von ärztlichem Personal noch von seinen Assistenzkräften.
    Es geht hier nicht um eine medizinisch oder pflegerisch fürsorgliche Maßnahme, der man sich bei freier Arztwahl freiwillig unterzieht und die bei von Krankheit gezeichneten hilfebedürftigen Personen aller Altersklassen durchgeführt wird, sondern um eine medizinische Tauglichkeitsprüfung. Diese wird von meist jungen Frauen, die als geschlechtliche Wesen, genau wie die zu untersuchenden jungen Männer zumindest statistisch auf dem Höhepunkt ihrer sexuellen Leistungsfähigkeiten sind. Allen Beteiligten ist dies auch klar. Aber die einen, nämlich die Männer werden dazu gebracht, eine unglaubliche Beschämung in diesem Zusammenhang zu ertragen, welche die anderen, nämlich die Frauen niemals bei sich zulassen würden und auch nicht müssen, auch nicht bei der Bundeswehr. Dennoch fügen sie diese dem anderen Geschlecht zu. Anscheinend ohne Scham oder Skrupel. Warum auch- das Risiko, dass davon etwas an die Öffentlichkeit gelangt war bisher gering. (Anmerkung meinerseits: dieses Verhalten des weiblichen Personals für mich auch menschlich nicht nachvollziehbar. Alle weiteren Erklärungsversuche fallen wenig schmeichelhaft aus, was ich aber jetzt hier nicht weiter ausführen möchte) Die Betroffenen schweigen meist aus Scham und sehen sich in der Situation hoffnungslos unterlegen. Nur das Internet bot bisher die Möglichkeit unter dem Schutz der Anonymität dazu zu äußern. Ist es unter diesen Umständen wirklich immer noch so unglaubwürdig, wenn sich Männer über Scham verletzende Blicke der Frauen direkt auf den Genitalbereich, die nichts mit der Untersuchung zu tun haben und über eine Untersuchungsdauer und –Intensität im Intimbereich, die als ein über das normal empfundene Maß hinaus geht, beschweren?

    Welches Frauenbild wird sich wohl bei den Betroffenen für den Rest ihres Lebens herausbilden?
    Auch in der heutigen Zeit hat ein großer Teil von ihnen zum Zeitpunkt ihrer Untersuchung noch keinen intimen Kontakt mit dem anderen Geschlecht gehabt. Die erste Berührung und die Nacktheit beim Zusammensein mit einer Frau haben sich diese jungen Männer bestimmt anders vorgestellt. Wie wird sich ein solches Erlebnis künftig auf die Gefühlswelt im Umgang mit Frauen auswirken? – Noch mal, ein Teil von ihnen ist zum Zeitpunkt der Musterung noch minderjährig!

    Es kann auch meiner Meinung nach nicht angehen, dass unsere Soldaten in Afghanistan u.a. für Frauenrechte kämpfen und sterben oder ihre Gesundheit verlieren, aber in der Kaserne in der eigenen Heimat noch nicht einmal Herr über die eigene Unterhose sind und sich hier von den eigenen Frauen (Kameradinnen(!), die laut §12 Soldatengesetz verpflichtet sind, die Würde, Ehre und Rechte ihrer Kameraden zu achten) solche beschämenden Untersuchungen gefallen lassen sollen. – Der Respekt, von dem unser Verteidigungsminister spricht, wenn es um die Opfer unserer Soldaten geht, fängt zu Hause im KWEA und in der Kaserne an! Nicht erst im entfernten Ausland! Nur dann ist er glaubhaft.

    Aber auch Angehörige der Betroffenen, z.B. Partnerinnen und Ehefrauen empfinden es als belastend, wenn ihre Männer von fremden Frauen derartig vorgeführt und behandelt werden.
    (Vergleichen Sie hierzu bitte auch die Beiträge einer Frau eines Soldaten u.a., die ich als Anlage in der nächsten E-Mail beifügen werde).

    Jeder, den ich bisher auf dieses Thema angesprochen habe, egal ob Mann oder Frau und egal ob medizinischer Laie oder Mediziner (also Ärztin oder Arzt) oder Angehörige(r) eines medizinischen Assistenzberufes (z. B. Pflegekräfte) waren davon peinlich berührt (bei manchen entwickelte sich die Gesichtsfarbe auch mal zu einer dezenten Rötung) und zeigten für diese Vorgehensweise kein Verständnis. Die meisten waren bisher davon ausgegangen, dass der Intimbereich der Männer auch von Ärzten und im Beisein männlicher Assistenzkräfte untersucht wird. In der Öffentlichkeit ist diese Art der Ganzkörperuntersuchung bisher anscheinend weitgehend unbekannt. Eine befreundete Gynäkologin sagte während unseres Gesprächs über dieses Thema wiederholt: „Ich bin entsetzt.“
    Kein Wunder, denn in ihrer Berufsausbildung bekommen Mediziner/innen und medizinische Assistenten/innen meines Wissens einen ganz anderen, respektvollen Umgang mit der Intimsphäre ihrer Patienten/innen vermittelt.

    Ich bitte Sie um ihre Unterstützung in dieser Frage, denn die meist jungen Männer oder 17 jährigen Jugendlichen brauchen unsere Hilfe.

    Zur Kenntnisnahme werden ich Ihnen einige Stellungnahmen des Verteidigungsministers, Berufsordnung der Ärzte, Informationen zum „ forensischen Prinzip“, auf das sich Herr Dr. Jung immer beruft, Beiträge aus Internetforen, Auszüge der ZDv 46/1 und aus dem Soldatengesetz in einer Mail als Anlage zukommen lassen. Für Ihre Bemühungen bin ich Ihnen wirklich sehr dankbar,

    mit freundlichen Grüßen

  82. P.s.: Ich habe inzwischen selbst mehrere Politikerinnen angeschrieben. Mit einer ähnlichen Version schreibe ich zur Zeit sämtliche Ärztekammern an. Werde ich auch noch hier veröffentlichen. Ich möchte euch aber nicht seitenweise mit meinen Texten erschlagen, sondern möchte gerne zwischendurch auch eure Rückmeldung bekommen und vor allem etwas über eure Aktivitäten erfahren.

    Grüße hubertkah

  83. Katharina 18.8.2009 um 9:41

    Ich bin Arzthelferin bei einem Urologen seit 4 Jahren!
    Auch ich bin da sehr oft bei den Untersuchungen mit dabei.
    Ich kann einfach die Probleme der Männer nicht verstehen!
    Das ist doch für alle Mitarbeiter tag täglich Routine!
    Ich sehe tagtäglich gerade, krumme, lange, kurze, versteifte… Penise und es macht mich absolut nichts daran an!
    Was da Euer Problem ist, Euch da mal ein paar Minuten am Sack bzw. Penis herumfummeln zu lassen?
    Gut, bei mir kommen die meisten Männer freiwillig und sind auch nicht mehr die Jüngsten, aber die anwesende weibliche Schreibkraft/Arzthelferin im Untersuchungsraum kann doch weiß Gott nicht das Problem sein!
    Liebe Grüße von Kathi

    Katharina 18.8.2009 um 15:59

    Bei uns kommen pro Tag auch 1-2 Männer bis 25 Jahre alt.
    Die wollen meistens vorsorglich an ihren Hoden untersucht werden.
    Nicht alle Jungs sind bei uns krank.
    Aber ich meine schon, dass die Musterung nicht peinlicher für Euch sein kann.
    Nackt ist nackt!
    Bei uns findet die Untersuchung sehr oft auf so einen sogenannten Frauenarztstuhl statt, der von unseren Arzt Anfang des Jahres angeschafft wurde.
    Da habe ich natürlich seitdem öfters peinliche Situationen erlebt, wenn ein Mann mit seinem “Ständer” da gerade sich auf dem Stuhl sich bequem macht.
    Aber da schauen wir diskret darüber hinweg.
    Bei der Musterung denke ich, dass da nicht so ein Stuhl exestiert, weil ja auch kaum so umfangreiche Untersuchungen statt finden.
    Wir hatten schon öfters Männer in der Praxis, die aufgrund der Musterung erst erfahren haben, dass das eine oder andere Leiden beim Urologen weiter behandelt werden müsste.
    Und da Ihr Männer weiterhin sehr große Gesundheitsmuffel seid, könnt Ihr doch froh sein, dass Euch ein Arzt mal nach der Pubertät ordentlich durchcheckt.
    Denn die Vorsorgeuntersuchungen sind von vielen Männern immer noch ein großes Tabuthema.
    Viele kommen auch leider erst zu uns, wenn die Sache absolut schon weh tut.
    Und wir Frauen gehen auch zu Männern und lassen uns untersuchen.
    Beim letzten Haut check up musste ich mich auch komplett ausziehen und war auch nicht tot dabei umgefallen!
    Pflegt Eure Schwänze schön!
    Denn das Einzige , was uns in der Praxis komplett anegelt ist, wenn Männer da einen Schwanz auspacken, der wahrscheinlich nach dem letzten Sex kein Wasser mehr gesehen hat.
    Das kann dann Euch eigentlich nur peinlich sein!
    Ansonsten ist es mir total egal, was da bei den Männern da unten dranhängt oder auch manchmal steht.
    Bei mehreren 100 Schwänzen pro Jahr ist da kein Reiz mehr für Neugier vorhanden.
    Streß macht Ihr Euch nur selber!
    Liebe Grüße
    Katharina

    hubertkah 18.8.2009 um 20:00

    Hallo Katharina,
    freut mich, dass auch mal wieder eine Frau sich zu Wort meldet, weil mich auch interessiert, wie dass andere Geschlecht darüber denkt. Wenn ein
    solcher Austausch von gegenseitiger Akzeptanz und Respekt getragen ist, hilft es auch, sich über die Geschlechtergrenzen hinweg besser zu verstehen.
    Auf einige Dinge in deinem Beitrag möchte ich gerne noch antworten.
    Als erstes möchte ich dir sagen, dass nackt nicht gleich nackt ist.
    Viele Nudisten würden auf ihrem Gelände bekleidete Personen (außer frauen vielleicht, wenn sie ihre Tage haben) nicht akzeptieren. Sie akzeptieren sich in ihrer Nacktheit (und damit auch in ihrerer Schutzlosigkeit) gegenseitig und gehen des wegen ungezwungen damit um. Angezogene Personen würden diesen gemeinsamen Konsens stören.
    Schamgefühl (nicht nur bzgl. unserer Nacktheit, sondern auch in Bezug auf andere Dinge) ist eben auch ein Schutzmechanismus unserer Seele.
    Wenn ich zum Arzt oder einer Ärztin gehe, tue ich dies bewusst und habe meine Wahl selbstbestimmt getroffen, wem ich mich anvertraue (übrigens auch, welchem Assistenzpersonal ich vertraue). Ich habe in aller Regel auch eine Vorstellung darüber, was auf mich zukommt und kann mich darauf einstellen.
    Im Gegensatz dazu wissen einige junge Männer gar nicht, dass sie auch nackt untersucht werden. Meinem Kousin ging es z.B. so. Als ich ihn darüber aufklärte, war er sehr erstaunt und peinlich berührt. Stell dir nun mal vor, er wäre in eine solche demütigende Schamgrenzen verletzende Situation, wie sie z.T. hier in diesem Forum beschrieben werden, völlig unvorbereitet geraten! Auch bleibt das genaue Vorgehen bei den Untersuchungen bis zum Schluss unklar, (damit bleibt es spannend bis zum Schluss), was ebenfalls belastend sein kann.
    Zum Schamgefühl folgendes Zitat aus einem Buch von Stephan Marks:
    Scham, die tabuisierte Emotion
    erschienen im Patmos Verlag

    … Die traumatische Scham … ist mit dem wohl schmerzhaftesten aller Gefühle verbunden: Dem Gefühl, unwert zu sein, ein Objekt, ein Nichts, liebens-unwert … und existenziell bedroht. Nach …. ist diese Scham “mit einer viel tieferen Angst als derjenigen vor Strafe verbunden, nämlich der Angst, aus der menschlichen Gesellschaft ausgestoßen zu werden zu werden. Scham bedeutet Angst vor totaler Verlassenheit … vor psychischer Vernichtung….”

    Ich habe dieses Zitat irgendwo im Internet gefunden, weiß aber nicht mehr wo.
    An dieser Stelle kommen wir zur Musterungsuntersuchung. Sie kann natürlich auch völlig ok ablaufen, mit Achtung vor dem Untersuchten und mit Respekt vor seiner Intimsphäre. Es kann aber eben auch anders ablaufen und dann entstehen Situationen, die mit denen im Zivilbereich bei einer ärztlichen Untersuchung nicht mehr zu vergleichen sind. Hier wird Zwang ausgeübt, z.T. werden die Situationen der Nacktheit in Bezug auf den Untersuchungsauftrag unnötig ausgedehnt, mit Zurschaustellung vor direkt an der Untersuchung Nichtbeteiligten (ein Unding in zivilen Arztpraxen und in Krankenhäusern oder Pflegeheimen) und Berührungen oder Aufforderungen zur Demonstration, die nicht mehr der Diagnosestellung dienen (z.B. wiederholtes Vor- und Zurückziehen der Vorhaut, obwohl bereits nach der 1. erfolgreichen Durchführung klar ist, dass hier alles in Ordnung ist). Und dies alles noch im Sichtfeld von Assistenzpersonal des anderen Geschlechts, das in diesen Augenblicken offensichtlich nicht anderes zu tun hat und oft genug den Genitalbereich der Männer mit Blicken fixiert.
    Wir alle haben in bestimmten Situationen ein Gespür dafür, wie wir angesehen werden. Schamverletzende Blicke von Personen in den Genitalbereich (Anmerkung meinerseits: Voyerismus kann nach § 185 StGB als Beleidigung bestraft werden) von Leuten, die sich aufgrund einer Amtshandlung in einer hilflosen- und Abhängigkeitssituation befinden, ist ein Mißbrauch! Unerwünschte Berührungen im Intimbereich oder Aufforderungen zur Manipulation an den Genitalien in einer solchen Situation, die nichts mehr mit der medizinischen Behandlung oder Diagnostik zu tun haben, sind nach meiner (allerdings laienhaften) Meinung Nötigung.
    Das ist es, was in diesem Forum auch meiner Meinung nach völlig zu Recht kritisiert wird. Wenn man sich diese Situation genau spiegelverkehrt für Frauen vorstellt (also auch mit männlichem Assistenzpersonal , Trppenarztschreiber z.B. und ohne Sichtschutz) wird das glaube ich auch für dich klarer. Wenn ein Arzt und eine männliche Assistenzkraft Untersuchungen bei Frauen auf diese Art im Zivibereich durchführen würden, bekämen die beiden, und ich glaube darüber sind wir uns einig, so viel Ärger, incl. Ermittlungen vom Staatsanwalt, dass die beiden ihres Lebens nicht mher froh würden. Hier wird außerdem für viele Männer auch der Aspekt der Ungleichheit und unterschiedlichen Bewertung bzgl. der Schutzwürdigkeit der Intimsphäre zu Recht als sexistische Diskriminierung empfunden.
    Nun zu deiner Bemerkung zu Gesundheitsmuffeln Männer. Zunächst Mal hast du völlig Recht, dass dies auf viele von uns Männern zutrifft. Und damit schaden wir uns nebenbei bemerkt auch selbst.
    Wenn der Staat aber wirklich so ein großes gesundheitliches Interesse an den Keimdrüsen seiner männlichen Bürger hätte, warum werden dann nicht entsprechende Gesundheitsprogramme von Staat, Kommunen oder Krankenkassen auch für Männer bereits frühzeitig im Zivilleben aufgelegt, wie dies bei Frauen geschieht? Schon in der Schule beim Aufklärungsunterricht könnte damit begonne werden. Aber passiert das auch? Mädchen werden sehr früh (schon mit 11 oder 12 Jahren) auf die Notwendigkeit beispielsweise der gynäkologischen Untersucheng hingewiesen und damit an solche Situationen herangeführt. Und wie sieht es bei den Jungen aus? Aufklärung über Hodenkrebs, Varikozele, Spermatozele oder Skrotalhernie beispielsweise?-Absolute Fehlanzeige!! Das und bereits frühzeitige regelmäßige (bereits im Zivilleben!) Untersuchungen und Anleitung zur eigenständigen Hoddenpalpation sind aber die effektiven Möglichkeiten zur Früherkennung und Vorsorge, die auch die Zufallsbefunde, wie sie bei einer einmalig durchgeführten Zwangsuntersuchung auffallen, erfassen würden. Genau das passiert aber nicht. Junge Männer können so natürlich auch kein adäquates Verantwortungsgefühl für ihre Gesundheit bekommen.
    Und plötzlich kommen staatliche Behörden und arrangieren für den Mann eine Zwangsuntersuchung z.T. mit beschämenden und zu Recht als demütigend und ehrverletzend empfundenen Rahmenbedingungen, wie sie normalerweise von jedem Menschen (auch und gerade auch von Frauen) schlichtweg abgelehnt würden. Wer das dann noch glaubt … .
    Bei Frauen, die sich freiwillig zur Bundeswehr melden, werden diese Untersuchungen ja auch ganz anders durchgeführt (z.B. keine männlichen Truppenarztschreiber mit freier Sicht o.ä.).
    Vergleiche auch das Verhalten einiger Ärzte und besonders Ärztinnen mit den Aussagen der Berufsordnung der Ärztekammern:
    Es fängt an mit dem Gelöbnis … ihr Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen …. oder ihren Beruf mit ….. und Würde auszuüben. (Vergleich das mal mit der z.T. geübten Praxis in KWEAs und Sanitätsstaffeln der Kasernen).
    Die “Festlegung von Berufspflichten der Ärztinnen und Ärzte dient …dem Ziel,
    - das Vertrauen zwischen Ärztinnen und Ärzten und Patientinnen zu erhalten und zu fördern (glaubst du, die kritisierten Situationen tragen dazu bei?)
    - …… das Ansehen des Arztberufes zu wahren (was werden wohl die beschämten, meist jungen Männer dazu sagen)
    - berufswürdiges Verhalten zu fördern und berufsunwürdiges Verhalten zu verhindern (!)
    usw. .
    Da stehen noch eine ganze Menge andere interessante Dinge drin, die man auch auf unser Thema beziehen kann.
    Noch eins zu den Zufallsbefunden der Musterungsuntersuchung: Was glaubst du, wie viele von den Männern, die so erniedrigend behandelt wurden, wie das einige erlebt haben, werden danach noch einmal eine Arztpraxis freiwillig regelmäßig für irgendwelche Vorsorgeuntersuchung aufsuchen? Wie viele Diagnosen werden aus diesem Grund wohl erst zu spät gestellt? Diese nicht bzw. zu spät gestellten Diagnosen musst du nämlich den tollen Erfolgsmeldungen der KWEAs und Kasernen gegenüberstellen!!!
    Ansonsten gebe ich dir recht, was die Neugier auf Nacktheit im medizinischen Bereich betrifft. Habe selber jahrelang im Pflegeberuf gearbeitet und z.T. auch Frauen gepflegt. Dennoch kann dies kein Grund oder Begründung oder gar Rechtfertigung für Beschämung und Demütigung sein, schon gar nicht für speziell arrangierte Zurschaustellungen!
    Deine Meinung und auch die der anderen Leser dieses Forums dazu interessieren mich sehr und ich freue mich auf Rückmeldung.
    Grüße, bis neulich.

  84. “Katharina 18.8.2009 um 9:41

    Ich bin Arzthelferin bei einem Urologen seit 4 Jahren!”

    In unserem Land wird immer soviel über Gleichberechtigung gesprochen. Warum gibt es dann keine männlichen Assistenten in urologischen Praxen oder auch in der Gynäkologie? Männer dürfen doch auch Kinderwagen schieben, Windeln wechseln und anderes, während ihre Frauen arbeiten gehen. Da weichen die geschlechtlichen Grenzen also immer mehr auf. Wenn es mittlerweile besonders von den Frauen als völlig normal angesehen wird, dass man(n) sich vor dem anderen Geschlecht nackt zeigt und auch der Intimbereich nicht mehr als solcher Beachtung findet und die Intimsphäre sich auch politisch/polizeilich gesehen immer mehr in Luft auflöst, dann ist es eine Frechheit, wenn immer nur Männer als Spanner hingestellt werden.
    Eine Frau, die in einer urologischen Praxis ihre angenehme Arbeit verrichtet und sich ganz bewußt die unterschiedlichen Formen von männlichen Genitalien auch nach ihrem Arbeitstag in Erinnerung ruft, ist für mich nichts weiter als eine gesellschaftlich allgemein tolerierte Spannerin.
    Sollte ich wieder mal einen Urologen aufsuchen (müssen), dann werde ich es ablehnen, dass eine Assistentin bei der Untersuchung anwesend ist. Ich werde dieses einseitig weibliche Spannertum nicht mehr unterstützen.

  85. Ich nehme Bezug auf den Artikel von NieDa.
    Er völlig recht,wenn ich zum Urologen muß werde ich auch die Anwesenheit einer
    Helferin ablehnen.Ich las kürzlich den Gesundheitsteil der Tageszeitung worin erklärt
    wurde das Frauen wohl regelmäßig zum Gynäkologen gehen die meisten Männer aber
    eine Urologenpraxis noch nie von innen gesehen haben.Auch ein Urologe meldete sich
    dort zu Wort.Er rief die Männer auf mehr in die Praxis zu kommen,weil nur dadurch
    gefährliche Erkrankungen rechtzeitig erkannt würden.
    Der Mann hat vollkommen recht,mal abgesehen davon das er auch persönlich an einem vollen
    Wartezimmer interessiert ist.Ich kann ihm auch sagen wie er das erreichen
    kann,dazu muß man noch nicht mal Unternehmensberater sein.
    Er muß Männliche Assistenten einstellen.Nach einiger Zeit wird sich sein Wartezimmer
    füllen,wenn sich herumspricht das keine Spannerinnen mehr da sind,oder an anderer
    Stelle eingesetzt werden.
    Wenn ich einen
    kleinen Sohn hätte würde ich ihn auch nicht zu einer Kinderärztin bringen,sondern zu
    einem Arzt.Wer weiß ob das nicht schon der Psyche eines kleinen Jungen schadet
    wenn einen Frau an ihm herumfummelt.Vieleicht ist das ja schon der Beginn einer
    Gewöhnung daran, sich das in späteren Jahren auch gefallen zu lassen.
    Noch was,vor ein paar Tagen war in Fernsehen eine Reportage über die Beschneidung
    von Mädchen und wie schlimm das ist,was auch keiner bezweifelt.Außerdem ist es
    in Deutschland verboten,was auch richtig ist.Aber kein Wort davon das es bei Jungen
    auch gemacht wird,und soviel ich weiß nicht verboten ist.

  86. http://de.indymedia.org/2009/09/262060.shtml

    “Die sichtlich schockierten Schaulustigen wurden mit einem Transparent mit der Aufschrift „Soldaten sind Mörder“ und Flyern, die auf die tatsächliche Kriegssituation aufmerksam machten, konfrontiert.”

    Die Leute sind so in ihrem Wohlstands- und heile Weltleben gefangen, dass sie überhaupt nicht mehr wissen, wie hart die Realität sein kann und was es überhaupt bedeutet, Soldat sein zu müssen.

    Und womit beginnt das Soldat sein? Eben, mit der Musterung. Darüber weiß die Öffentlichkeit auch so gut wie nichts und worum es da im Grunde nur geht. Wir leben in einer vernebelten Gesellschaft. Alles wird schön geredet, alles ist völlig in Ordnung so wie es ist. Nur ja nicht über Probleme sprechen oder Kritik am System üben.

    Wenn man den Leuten öffentlich vorspielen würde, was bei einer Musterung ablaufen kann, würde man als Exhibitionist und Sexualstraftäter/Mißbrauchstäter verhaftet. Aber Ärzte dürfen ja alles, die sind ja die Guten und die Assistentinnen von denen sind ja auch nur Neutren und haben schließlich auch schon zig nackte Männer gesehen. Das Ganze aus der Sicht der jungen Männer zu sehen, wäre auch zu viel verlangt. Deren Meinung zählt natürlich nicht. Die dürfen sich nur unter Zwang begaffen und begrapschen lassen.

    Um meine Probleme in diesem Bereich in den Griff zu bekommen, würde ich gerne mal mit so einer richtigen Ärztin und einer richtigen Assistentin die Rollen tauschen und eine Musterung nachspielen. So wie ich sie erlebt habe. Da diesen Personen Nacktheit, sich begaffen und begrapschen zu lassen nichts ausmacht, bitte ich ein paar von denen sich bei mir zu melden. Keine Sorge, ich habe schon zig nackte Frauen gesehen. Ihr braucht also keine Bedenken zu haben, was meine Schamgefühle bei der Sache angeht. Ich spiele gerne im Tausch den Assistenten, wärend ich gerne Linus in der Rolle des Arztes hätte. Nach der Musterung, von der Urin Probe über die lustige Zappelei der Kniebeugen bis zur unbedeutenden Intimuntersuchung liebe Damen, ist auch kein Militärdienst abzuleisten. Versprochen!

  87. Hallo,

    melde mich mal wieder. Diesmal mit der versprochenen Ausarbeitung zum Thema „Forensisches Prinzip“

    Ich habe hierzu mit mehreren Ärzten und auch Ärztinnen gesprochen und ausgiebig recherchiert. Hier nun das Ergebnis:

    „Zum „forensischen Prinzip“

    Das „forensische Prinzip“ ist selbst kein Gesetz. Es handelt sich um eine Empfehlung an Ärztinnen und Ärzte, die bei Untersuchungen im Intimbereich bei Patientinnen/Patienten des jeweils anderen Geschlechts (im Gegensatz zum/zur Untersucher/in) zur eigenen Absicherung beachtet werden soll.
    Zunächst muss vor der Durchführung der medizinischen Maßnahme eine entsprechende Aufklärung der/des zu Untersuchenden stattfinden, um diese der/demselben verständlich zu machen und in diesem Zusammenhang auch den erforderlichen Eingriff in die Intimsphäre nachvollziehbar zu machen.
    Die korrekte Durchführung der Untersuchung/Maßnahme soll durch die Anwesenheit einer Assistenzkraft als Zeugin/Zeuge bestätigt werden.
    Zur korrekten Durchführung gehören zum einen die Wahrung der Intimsphäre. Das heißt, dass die/der zu Untersuchende nicht länger unbekleidet sein darf, als für die Maßnahme unbedingt notwendig ist. Auch darf der Umfang der Entblößung nicht über das notwendige Maß hinaus gehen, als es für die Durchführung erforderlich ist. (Vgl. hierzu den Aufruf der medizinischen Gesellschaft von Basel „Keine Frau muss nackt vor dem Arzt stehen“).
    Um den Schutz der Intimsphäre zu wahren, muss die Assistenzkraft gleichen Geschlechts wie die/der zu Untersuchende, da eine Entblößung vor dem anderen Geschlecht als ebenfalls als Verletzung der Intimsphäre und des Schamgefühls empfunden wird und somit als Verstoß gegen die korrekte Durchführung des erforderlichen Eingriffs angesehen wird. Daher kommt es auch in urologischen Praxen vor, dass eine Patientin bei einem Urologen bisweilen um die Anwesenheit einer weiblichen Assistenzkraft bittet, aber niemals bittet ein Mann bei einer Urologin um die Anwesenheit einer weiblichen Assistenzkraft- aus nachvollziehbaren Gründen des männlichen Schamgefühls.

    Auch der Gesetzgeber geht offensichtlich davon aus, dass Untersuchungen im Intimbereich mit Rücksicht auf das Schamgefühl der Betroffenen gleichgeschlechtlich durchgeführt werden sollen. Unter anderem kommt dies im § 81d Strafprozessordnung zum Ausdruck:
    § 81d Strafprozessordnung
    (1) Kann die körperliche Untersuchung das Schamgefühl verletzen, so wird sie von einer Person gleichen Geschlechts oder von einer Ärztin oder einem Arzt vorgenommen. Bei berechtigtem Interesse soll dem Wunsch, die Untersuchung einer Person oder einem Arzt bestimmten Geschlechts zu übertragen, entsprochen werden. Auf Verlangen der betroffenen Person soll eine Person des Vertrauens zugelassen werden. Die betroffene Person ist auf die Regelungen der Sätze 2 und 3 hinzuweisen.
    (2) Diese Vorschrift gilt auch dann, wenn die betroffene Person in die Untersuchung einwilligt.

    Auch bei Leibesvisitationen im Rahmen von Polizeieinsätzungen sollen diese jeweils gleichgeschlechtlich durchgeführt werden.

    Von diesem Prinzip der Gleichgeschlechtlichkeit von Patient/in und Assistenzkraft darf nur mit Einverständnis der/des Patienten/in oder im medizinischen Notfall, z.B. lebensgefährliche Blutungen im Intimbereich o. ä. abgewichen werden, das heißt nur dann wäre auch die Anwesenheit einer Person des anderen Geschlechts der Patientin/des Patienten als Zeugin/Zeuge zulässig, weil hier eine Abwägung getroffen werden muss.
    Ansonsten ist es auch möglich, dass eine Vertrauensperson egal welchen Geschlechts, die von beiden, also Ärztin/Arzt einerseits und zu Untersuchender/dem bzw. Patient/in akzeptiert wird, bei der Maßnahme anwesend ist. (entsprechend §7 Abs. 4 der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer, welcher in den rechtsgültigen Berufsordnungen der regionalen Ärztekammern wortgleich, ggf. mit anderer Nummerierung enthalten ist.)
    Wenn dies alles zum gegebenen Zeitpunkt nicht möglich ist kann im Fall einer erforderlichen Untersuchung auch die Diagnostik anamnestisch erhoben werden. Anderenfalls muss eben ein neuer Termin gefunden werden.
    Zum anderen darf die Untersuchung/der Eingriff und die damit verbundenen Handlungen am/im Intimbereich nicht länger dauern, als notwendig, und es dürfen auch keine weiteren Manipulationen, die nicht mehr mit der Untersuchung/dem Eingriff im Zusammenhang stehen vorgenommen werden, da ansonsten der Sachverhalt des Missbrauchs als erfüllt angesehen wird.
    Während der Untersuchung bzw. des Eingriffs darf zum Schutz der Intimsphäre keine weitere Person den Raum betreten.
    Diese Vorkehrungen gelten für Maßnahmen, bei denen keine weiteren assistierenden Maßnahmen (z.B. Anreichen von Instrumenten u.ä.) notwendig sind. In diesen Fällen muss natürlich ebenfalls eine Abwägung stattfinden, um eine erforderliche Untersuchung oder Behandlung, in die die Patientin bzw. der Patient vorher ihre/seine Zustimmung gegeben hat, auch durchführen zu können.
    Es geht eben darum, entsprechend der Situation jeweils den maximalen Schutz der Intimsphäre zu gewährleisten.
    Keineswegs sind falsche Personalplanung, Missmanagement bzw. falsche Arbeitsorganisation als ausreichende Begründung für ein Abweichen von der oben beschriebenen Vorgehensweise hinnehmbar.

    Im Zusammenhang mit den Untersuchungen im KWEA und bei der Bundeswehr sowie in den Gesundheitsämtern (bei Zivildienstleistenden) gilt auch die ZDv..
    Laut ZDv 46/1 Nr. 105 ist die Anwesenheit von weiteren Personen, die nicht mit der ärztlichen Untersuchung in Verbindung stehen, nicht zulässig. Die Rolle des medizinischen Assistenzpersonals beschränkt sich laut ZDv 46/1 Nr. 106 auf die einer/es Ohrenzeugin/en, da die Eintragung von ärztlichen Befunden und Gesundheitsziffern nach ärztlichem Diktat erfolgt.“

    Die Richtigkeit dieser Ausarbeitung wurde mir aus demselben Personenkreis bestätigt.
    Nur der letzte Abschnitt zur ZDv46/1 wurde von mir hinzugefügt. Habe ihn nach einem Beitrag eines Teilnehmers eines anderen Forums (Meinungsschreiber.net) hinzugefügt. Allerdings hat auch einer der Ärzte, welcher selber eigene Musterungserfahrung hat und selber als ärztlicher Gutachter Erfahrung hat die Richtigkeit dieses Zusatzes bestätigt, und war der Meinung, dass eine einfache Assistenzkraft in dieser Funktion ohne Sichtschutz bei dieser Untersuchung nichts zu suchen hat.
    Vielleicht kann dies ja noch Beitrag sein zum Thema „Takt“ bei der Untersuchung nach ZDv.
    An Frau eines Soldaten: „Falls du noch ab und zu dieses Forum besuchst. Der Brief an Wehrbeauftragten kommt noch und alle Ergebnisse meiner Nachforschungen werden dort in irgendeiner Weise einfließen. Auch spreche ich im Augenblick viele Leute an, sich an verschiedenen Briefaktionen zu beteiligen.
    Ich habe mich inzwischen auch mal herumgehört bei Männern die in diesem Jahrzehnt noch gemustert wurden. Ergebnis:
    Diese Untersuchungen werden z. T. noch genauso entwürdigend und ehrverletzend durchgeführt, wie mehrfach in diesem u. a. Foren beschrieben.
    Es gibt also nach wie vor Grund sich zu engagieren.
    Bitte meldet euch mal wieder.

    Tschüss, hubertkah

  88. Hier noch ein Musterbrief, den man als Anregung nehmen kann oder auch so einfach übernehmen kann und an die verschiedenen Ärztekammern und insbesondere auch an die Bundesärztekammer schicken kann. Einige dieser Exemplare sind übrigens schon von Leuten, die ich angesprochen habe abgeschickt worden. MACHT MIT!!!
    Die Adressen kann man im Internet den entsprechenden Seiten der Ärztekammern entnehmen. Einfach das richtige Suchwort eingeben. Einfacher kann ich es euch wirklich nicht mehr machen!

    Gruß hubertkah

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Es geht mir um die derzeit zum Teil gängige Praxis der Musterungs-, Antritts-, Kontroll- und Entlassungsuntersuchungen, die nach der ZDv 46/1 bei Männern und zum Teil auch schon bei minderjährigen 17 Jahre alten männlichen Jugendlichen durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Tauglichkeitsprüfungen zur Wehrfähigkeit werden auch im Intimbereich der Männer Genitalien, Leistenregion sowie der Rektalbereich untersucht. Diese Maßnahmen, zu denen die Betroffenen gesetzlich zwangsweise verpflichtet sind, werden in den Kreiswehrersatzämtern, bei Zivildienstleistenden im Gesundheitsamt, und in den Sanitätsstaffeln und Untersuchungszentren der Bundeswehr bei männlichen Soldaten durchgeführt.
    Immer häufiger müssen die meist sehr jungen Männer diese Untersuchungen von weiblichen Ärztinnen an sich dulden. Oft (in den KWEAs und Gesundheitsämtern wohl immer) sind außerdem während der Intimuntersuchung auch weibliche Assistenzkräfte anwesend. Es wird dabei in vielen Fällen ohne Sichtschutz gearbeitet, so dass die Untersuchten außer der mit Amts- bzw. Befehlsgewalt erzwungenen Untersuchung durch eine Frau zusätzlich die Blicke der oft noch recht jungen bzw. gleichaltrigen Assistentinnen (bzw. Truppenarztschreiberinnen in der Kaserne), die mit der Untersuchung und Diagnosestellung in keinem Zusammenhang stehen, aushalten müssen.
    Diese Situation wird von vielen Betroffenen zurecht als entwürdigende Zuschaustellung und als ehrverletzend empfunden.
    Weibliche Soldatinnen (die sich immerhin freiwillig bewerben und nicht wie viele ihrer Kameraden gesetzlich gezwungen sind) müssen, obwohl sie nach derselben Dienstvorschrift untersucht werden, solche Verletzungen ihres Schamgefühls nicht hinnehmen. Bei ihnen sind nur weibliche Assistenzkräfte anwesend und sie werden nur ausnahmsweise von einem Arzt anderen Geschlechts untersucht.
    Männer haben ebenfalls eine individuelle Intimsphäre und Schamgefühl, welches geschützt werden muss! Auch ihre Würde ist nach Artikel 1 GG unantastbar! Daher müssen dieselben Regeln zum Schutz ihrer Intimsphäre gelten, wie für Frauen. Dies gilt auch in Hinblick auf das Gebot der Gleichbehandlung!
    Bei der Intimuntersuchung muss daher meiner Meinung nach ein ausreichender Sichtschutz den Assistenzkräften gegenüber Pflicht sein. Bei der Bundeswehr sollten außerdem vorschriftsmäßig männliche statt weiblicher Truppenarztschreiber eingesetzt und der Untersuchungsschritt der Intimuntersuchung durch einen männlichen Arzt durchgeführt werden. Ein Abweichen hiervon sollte nur mit Einverständnis der Betroffenen bei freier Wahlmöglichkeit möglich sein. Dies wäre keine bevorzugte Sonderbehandlung für die Männer, sondern entspräche dem „forensischen Prinzip“ und der Vorgehensweise, wie sie auch bei den weiblichen Soldatinnen praktiziert wird.
    Die verantwortlichen Ärztinnen und Ärzte sind Mitglieder in den für sie zuständigen Ärztekammern. Nach §23 Abs. (1) gelten auch für sie die Regeln Ihrer Berufsordnung, da sie ihre ärztliche Tätigkeit im Rahmen eines öffentlichen-rechtlichen Dienstverhältnisses in den oben genannten Institutionen ausüben.
    Ziel dieser Berufsordnung ist es u.a. „das Vertrauen zwischen Ärztinnen und Ärzten und Patientinnen und Patienten zu erhalten und zu fördern; die Freiheit und das Ansehen des Arztberufes zu wahren; berufswürdiges Verhalten zu fördern und berufsunwürdiges Verhalten zu verhindern (Präambel).
    Eine korrekte ärztliche Berufsausübung verlangt u.a., „dass Ärztinnen und Ärzte beim Umgang mit Patientinnen und Patienten ihre Würde und ihr Selbstbestimmungsrecht respektieren, ihre Privatsphäre achten, Rücksicht auf die Situation der Patientinnen und Patienten nehmen“ (C. Verhaltensregeln (Grundsätze korrekter ärztlicher Berufsausübung)
    Nr. 1 Umgang mit Patientinnen und Patienten).
    Da ich Vertrauen zu Ihnen als Vertreter des Ärztestandes habe, bitte ich Sie hiermit als Ärztekammer auf die verantwortlichen Ärztinnen und Ärzte entsprechend einzuwirken.
    Zum Einen, hilft es, das Vertrauen zwischen dem Ärztestand und seinen Patienten ( in dem Fall der betroffenen Männer) zu festigen und zum Anderen ist dies ganz bestimmt auch im Interesse der Ärztinnen und Ärzte dieser Institutionen, die ihre Tätigkeit mit Würde und Menschlichkeit und entsprechend den Gesetzen sowie der Grundsätze korrekter ärztlicher Berufsausübung ausüben und hilft „das Ansehen des Arztberufes zu wahren; berufswürdiges Verhalten zu fördern und berufsunwürdiges Verhalten zu verhindern“ (Präambel).
    Bitte informieren Sie mich über den Erfolg Ihrer Maßnahmen.
    Darüber hinaus ist es für mich fraglich, in wieweit im Rahmen einer Reihenuntersuchung von Ärztinnen und Ärzten ohne Urologische Facharztausbildung hier wirklich eine gesicherte Diagnostik möglich ist. Es handelt sich schließlich nicht um eineVorsorgeuntersuchung.
    (Häufig wird in Veröffentlichungen der Bundeswehr die Intimuntersuchung bei den Musterungen als Vorsorgemaßnahme begründet. Anscheinend sieht man sich inzwischen selbst unter dem Druck, diese die Intimsphäre erheblich tangierende Maßnahme in der Öffentlichkeit rechtfertigen zu müssen.
    In der Vorbemerkung des BMVG zur ZDv 46/1 wird aber ausdrücklich festgestellt, dass es nur um die Beurteilung der Wehrtauglichkeit geht. Mit Vorsorgeuntersuchungen hat das ganze nichts zu tun, und das ist auch richtig so. Diese gehören nicht in den Zuständigkeitsbereich der Bundeswehr und ihrer Behörden, sondern in zivile Einrichtungen des Gesundheitswesens, privat wie öffentlich, und müssen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, wenn sie Sinn machen sollen. Eine einmalige Untersuchung fördert lediglich Zufallsbefunde zu Tage, die im Rahmen regelmäßiger Vorsorgemaßnahmen auch erhoben werden können und bringt daher wenig. Wenn aber diese zivilen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig durchgeführt werden, erübrigt sich die Intimuntersuchung nach ZDv 46/1 sowieso. Ein entsprechender Nachweis von einem Facharzt oder -ärztin der eigenen Wahl zur Vorlage bei KWEA, Gesundheitsamt und bei der Bundeswehr sollte daher ausreichen, genau wie dies bei den weiblichen Soldatinnen auch praktiziert wird.
    Dies sollte auch im Sinne der Gleichstellung in Bezug auf den Schutz des Schamgefühls, welches zur Intimsphäre gehört und nach Artikel 1 GG unantastbar ist sowie in Bezug auf Artikel 3 GG Abs.2 und Abs. 3 so praktiziert werden.)
    Für Ihre Bemühungen vielen Dank im Voraus,

    mit freundlichen Grüßen

  89. Hallo an Alle!

    Ich vertrete im folgenden meine ganz persönliche Ansicht und die aller anderen so hoffe ich, die mir im Sinne der Erreichung des Zieles unserer Kampagne darin beistehen, die unnötige Intimuntersuchung total und komplett abzuschaffen. Ich habe dies zu meinem eigenen Ziel noch deshalb auserkoren, weil ich mir als Geschädigter das Recht dazu nehme, die erzwungene Intimuntersuchung als eine Riesenschweinerei anzusehen, die mit der Würde des Menschen unvereinbar ist. Die Probleme die ich bis heute immer noch damit habe und die ich wie ich aus sicheren Quellen weiß mit anderen teile, lassen keinen Einspruch gegen meine Meinung zu. BASTA!

    Zunächst möchte ich einmal betonen, dass ich jedes Engagement in der Sache, wie von hubertkah oben, sehr hoch schätze und jedem über alles dafür danke, unser oben noch einmal genanntes Ziel zu erreichen!
    Lars G. Petersson hat mir folgendes gesagt. (Man sollte sich auch vor Augen halten, dass dazu erst jemand aus dem Ausland kommen muss, um den Deutschen mal die Leviten zu lesen.): „Die Behörden wissen natürlich, dass sie in der Sache viel zu weit gehen und die Würde der Männer verletzt wird. Sie werden erst zurück stecken, wenn der Druck aus der Öffentlichkeit zu groß wird.“ Um aber nicht ihr Gesicht zu verlieren, werden sie versuchen nur soweit zurück zu stecken, dass sie ihr “Spiel” aber weiter treiben können. Dies könnte dann bedeuten, Verwendung eines Sichtschutzes, ein paar klitzekleine Regeländerungen und da es ja auch Urologinnen gibt, werden sich auch weiterhin die wehrpflichtigen Männer von Frauen untersuchen lassen müssen. Der Knackpunkt ist das Wort MÜSSEN. Dann wird nämlich fast alles so bleiben wie es ist. Auf die Individualität des Menschen wird weiterhin KEINE Rücksicht genommen. Dann wäre unsere Kampagne praktisch sinnlos gewesen. Weiterhin werden dann Menschen hinter einem Paravent entwürdigt und niemand hätte mehr eine Chance zum Einspruch, da ja dann alles wirklich schön geregelt wäre.
    Ich weiß, gleich mit der Holzhammermethode vorzugehen ist natürlich auch verkehrt. Blödsinn! Das ist nicht verkehrt! Das ist genau die richtige Methode, um der verbohrten und selbstherrlichen Obrigkeit mal zu zeigen, dass junge Wehrpflichtige (und Soldaten/Zivildienstleistende) auch Menschen sind, mit denen man nicht machen kann was man will. Deshalb muss die Möglichkeit, das Ganze im Hinblick auf die Verwendung eines Sichtschutzes aus Sicht der Ärzte und der BW ausbalancieren zu können, meines Erachtens wie auch aus Sicht von Lars vollkommen abgelehnt werden. Es kann nur heißen, auch wenn ich mich jetzt immer wiederholen muss: Totale Abschaffung der Intimuntersuchung unter diesen Zwangsbedingungen!
    Ist schon schwer zu verstehen, warum man das gegenüber Menschen, deren Väter sich schon im Rahmen der Deutschen Geschichte als besonders negativ hervorgetan haben, ständig wiederholen muss. Blinder Gehorsam führt ins Verderben. Das müsste doch vor allem den Deutschen inzwischen klar sein. Vorschriften sind einen Dreck wert, wenn sie sich gegen die Menschenwürde richten und Gesetze sind einen Dreck wert, wenn man sie nicht beachtet. Vor allem den Inhalt des Artikel 1, GG, scheint man in Deutschland immer wieder zu vergessen. Eigentlich muss man sich die Frage stellen, warum es diesen Artikel überhaupt gibt, da er doch kaum beachtet wird. Ich ganz persönlich könnte viele weitere Beispiele anführen, wo in meinem Fall dieser Artikel nicht zu existieren schien.

    Der ärztliche Berufsethos verbietet es den Ärzten sich gegenseitig Probleme zu machen. Deshalb werden sich die meisten Ärzte eher gegen die Patienten stellen, als gegeneinander.
    Zum anderen sind die meisten Ärzte genau so Obrigkeit hörig wie die allermeisten Bürger in Deutschland.
    Auch in der Nazizeit haben die Ärzte für den Staat nur die besten Dienste geleistet. Jetzt im Fall der Schweinegrippenimpfung machen sie das zum größten Teil auch wieder. Ich finde das überhaupt nicht richtig. Viele deutsche Bürger wissen inzwischen hoffentlich, dass der Schweinegrippenimpfstoff der reinste Giftcocktail ist.
    Ärzte dürfen zwar für den Staat tätig sein, aber das Wohl des Menschen, des Patienten hat IMMER an ERSTER STELLE zu stehen. Und an diesen Grundsatz halten sie sich bei der Musterung auf KEINEN Fall. Man muss auch bedenken, wozu die Musterung überhaupt da ist. Ich gehe nicht dahin, weil ich etwas für meine Gesundheit tun möchte, sondern ich MUSS dahin, weil die meinen Körper bis ins intime Detail kontrollieren und mir meine ganz persönlichsten Daten STEHLEN wollen und das machen sie dann auch. Was ich von den dort arbeitenden Ärzten halte, könnt Ihr Euch ja denken.
    Leider musste ich auch bei den Zivilärzten so einiges erleben, was mich an deren Wohlwollen den Patienten gegenüber sehr zweifeln lässt. Auch scheint es den meisten Ärzten um nichts anderes zu gehen, als um Geld. Und bei vielen kam ich mir auch immer so vor, als wenn sie gerne Macht über mich ausübten, so herablassend wurde ich oft behandelt. Und ich habe viele Ärzte kennen gelernt.
    Ja, mit allen Beamten, Ärzten usw. muss man immer ganz freundlich sprechen, ihre Würde achten, sich nur ja nicht zuviel bei denen erlauben. Dabei bestehen sie auch aus nichts weiter als Haut, Fleisch und Knochen. In meiner Wut die ich unterdrücken muss, könnte ich die allesamt ständig links und rechts ohrfeigen. Aber ich bin ein friedlicher und rücksichtsvoller Mensch, der so etwas nie machen würde. Denn ich achte die Würde und die Individualität anderer Menschen, selbst wenn es Obrigkeit hörige Musterungsärzte und deren Assistentinnen sind. Diese aber haben mein Leben viele Jahre lang in negativer Weise beeinflusst und das Schreckliche ist, sie tun das immer noch und was noch schrecklicher ist, ich werde meine Würdeverletzung nie wieder los. Dabei hatte ich mal größtes Vertrauen zu Ärzten und auch zum Staat. Aber die haben das alles total kaputt gemacht. Es ist NICHT harmlos, was die machen. Es ist ganz offensichtlich, dass Musterungsärzte ihre eigenen Gelöbnisse brechen. Der Staat bricht seine eigenen Gesetze. Und für was? Den Bürger in Uniform zu schaffen, zu erhalten, etwas dass nach dem letzten Weltkrieg in Deutschland total verabscheut wurde. ich bitte die Bürger in Deutschland darum endlich aufzuwachen. Wir sind dabei eine Sache mehr und mehr ins Rollen zu bringen, die große Veränderungen bewirken kann. Aber wir dürfen denen, die uns Bürger bevormunden, nicht den kleinen Finger reichen.
    Deshalb muss es einfach allen klar sein die unsere Kampagne unterstützen, dass wir die regelmäßige Verwendung eines Sichtschutzes zur Lösung des Problems kategorisch ablehnen müssen. Also noch einmal: Es muss diese ganze Intimuntersuchung unter Zwang in KWEÄ, in Zivildienstbehörden und bei der BW überhaupt total und komplett abgeschafft werden. Nur damit werden wir uns zufrieden geben und mit nichts anderem. Irgendwelche anderen Zugeständnisse wären der kleine Finger. Wenn es denen Behörden zu eng wird durch unsere Öffentlichkeitsarbeit, dann werden sie uns ansonsten genau diesen kleinen Finger abhacken und Leute wie ich müssen dann weiter darunter bluten.
    Wir sind ein Team hier hoffe ich und unser Team muss gegen deren Team zusammen halten. Das Gute dabei ist, WIR sind im Recht und die im Unrecht. Wir verletzen niemandes Würde, sondern die. Und wenn die Ärzte das nicht endlich begreifen, dann sind sie nicht besser als jene, von denen sie ihr Geld erhalten. Macht und Geld ist den Ärzten wichtig? Was sind das denn für Ärzte? Ich dachte, die sollen sich um das Wohl der Patienten sorgen machen und nicht um das Wohl des Staates. Aber genau diesen Fehler begehen sie und ihnen DAS klarzumachen, das muss unsere Hauptaufgabe sein. Wenn diese Staats treuen Ärzte mal ihren gesunden Menschenverstand einschalten würden, dann kämen sie vielleicht selbst darauf, dass man seinen Nächsten nicht unter Zwang an den Geschlechtsteilen herumfummelt. Vor allem auch nicht an Minderjährigen in Schulen, Arztpraxen und so weiter, wie es mir als Sechzehnjährigen auch passiert ist und wie es vielen anderen tagtäglich passiert. Man sollte sich auch mal überlegen, woher die Obrigkeitshörigkeit der Deutschen kommt. Ich denke sehr wohl , dass es dabei Zusammenhänge gibt. Man könnte meinen, die Deutschen tun nichts anders, als sich am liebsten an den Geschlechtsorganen herumzufummeln. Dieses ordentliche und überaus korrekte Volk, wo immer alles genau nach Vorschrift zugeht, wofür die Deutschen in der ganzen Welt berühmt sind und wofür sie hinten herum auch ausgelacht werden, ohne es zu merken. Und so etwas hat mal die ganze Welt in die bisher zwei schlimmsten Kriege hineingezogen. Auch das war nur möglich, weil jedem einzelnen im Volk beigebracht worden ist das Maul zu halten.
    Dabei heißt es doch immer so schön: WIR SIND DAS VOLK! Bei uns sieht es aber so aus, als wenn der kleine Club der Staatselite und die Riege der sie in den Arsch kriechenden Beamten das Volk ausmachen würde. Sind die Deutschen alles Sadomasochisten? So sieht es für mich in der Tat aus.
    Das ist nicht so ein Deutschland, wie ich es mir vorstelle. GANZ GEWISS NICHT!

  90. Ich erhielt folgenden Beitrag von der Autorin Inga West (“Der stete Sieg des Bösen”) per Post, mit dem Auftrag, in hier im Forum zu veröffentlichen:

    ————————————————————————————————————
    Als Frau und Mutter von vier Söhnen möchte ich mich in diesem Forum zu Wort melden.

    Als ich in der Nacht nach der Geburt meines ersten Sohnes. mit ihm im Arm, im Krankenhaus lag, überfielen mich unglaubliche Ängste um mein Kind.
    Wissend damals schon um den Zustand der BRD beherrschte mich nur ein Gedanke: Was, wenn mein Sohn Soldat werden muss? Was machen die mit ihm? Was wird passieren?
    Der liebe Gott schenkte mir noch drei weitere Söhne, die Angst blieb.
    Damals gab es noch die “Gewissensprüfung “. ein letztes Mittel der Staatsgewalt, Soldaten zu rekrutieren, dann, wenn andere Mittel versagten, z.B. die Demütigungen durch das Procedere der ärztlichen Untersuchungen.
    Ich habe meinen Bruder darunter leidend erlebt, bis ihm Wehruntauglichkeit bestätigt wurde.
    Ich habe meinen damaligen Freund leidend erlebt. Lange Zeit war er nicht fähig, eine harmonische und entspannte körperliche Liebe zu erleben. Die Schatten seiner Demütigung bei der Eingangsuntersuchung waren lange Zeit präsent.
    Eine Bemerkung zur” Gewissensprüfung “:
    Wie krank muss ein Staat sein, welcher Menschen, die aus ethischen Gründen den Dienst an der Waffe verweigern, einer Gewissensprüfung unterzieht? Hätten nicht vielmehr diejenigen einer solchen Prüfung unterzogen werden müssen, die den Dienst an der Waffe leisten wollten?

    Meine beiden ältesten Söhne haben sich auf elegante Art und Weise dieser staatlichen Gewalt entzogen, indem der eine sich per Beziehungen ein Attest über Wehruntauglichkeit besorgte, der andere (voll tauglich, kerngesund und eine Riese und Athlet vor dem Herrn) rauchte am Morgen der Musterung einen Joint. Die als erstes erfolgende Untersuchung von Blut und Urin war somit auch die letzte Untersuchung.
    Traurig genug, dass junge Menschen zu solchen Mittel quasi gezwungen werden.

    Lassen Sie mich nun etwas genauer Stellung nehmen und zunächst Albert Einstein zitieren:

    “Jeder Staat beruht auf Macht, jede Macht auf Gewalt und Gewalt zieht stets moralisch Minderwertige an. ”

    Ist es das, was auch unseren Staat ausmacht? Werden wir von moralisch Minderwertigen beherrscht?
    Ich denke ja, denn nur so lässt sich erklären, was bei uns an Machtmissbrauch und Menschenverachtung möglich ist!
    “Dulce et decorum est, pro patria mori” süß und ehrenvoll ist es, für’s Vaterland zu sterben, so einen Dreck kann man nur verkaufen, wenn man junge Menschen bricht. Dies tut man am besten, indem man sie “entmannt “, erniedrigt und bloßstellt. Nur dann bekommt man die gewünschten und willfährigen Zeitgenossen, welche man in jeder Hinsicht benutzen kann, so z.B. jetzt für den Krieg in Afghanistan.
    Und sind sie dann sinnentleert gestorben oder aber für den Rest ihres Lebens traumatisiert, ja, dann bekommen sie oder ihre Hinterbliebenen eben ein Blechstück verliehen und alles ist gut Die Gewalt dieses Staates ist allgegenwärtig, in besonderer Art und Weise dann, wenn es darum geht, Menschen zu erniedrigen, um staatliche Ziele zu erreichen.
    Also aufgepasst: Art 20 Grundgesetz lesen und vor allen Dingen umsetzen!

    Dies schreibt Inga West, als äußerst kritische Bürgerin und Autorin musste ich mir ein Pseudonym zulegen.

  91. Dass wir in Deutschland Zwangsdienst (Militär) und Zwangsarbeit (Zivildienst) haben, steht außer Frage. Als was man die 1 Euro Jobs bezeichnen möchte, sei dahingestellt. Sind sich eigentlich all jene bewusst darüber, die bei der letzten Bundestagswahl wieder ihr Kreuzchen den etablierten Parteien gegeben haben und damit ihre Unterschrift zu dem Vertrag geleistet haben, wodurch die Befürworter und Verursacher dieser Zwangsdienste weiterhin dazu ermächtigt werden, aber auch gar nichts an dieser Situation zu ändern? Denn die Machthaber wollen wie jeder weiß, an dem ganzen Unsinn nicht grundlegend etwas ändern. Das sagen sie uns ja selbst ständig.
    Ich glaube nicht, dass sich diese Leute, die sich freie Bürger nennen, überhaupt mal darum Gedanken gemacht haben. Denn wie kann man zulassen, dass andere zur Zwangsarbeit und zum unnötigen Militärdienst befohlen werden? Es wundert mich sehr, was man in Deutschland unter der Bezeichnung Demokratie versteht.
    Wie kann man sich praktisch selbst auf so eine niedrige Stufe stellen, Machtgelüste an anderen auslassen zu können und Sklavendienst über andere zu veranlassen, welche unsere direkten Nachbarn von nebenan sein könnten? Und ein System bestätigen, womit schon die Römer Angst und Schrecken erzeugten und sehr viel später die Nationalsozialisten. Hatten die Römer eine Demokratie? Hatten die Nationalsozialisten eine Demokratie? Also ich nenne so etwas Gewaltherrschaft. Nur dass die Römer es wahrscheinlich nicht damit in Gang setzten Leute zu bevollmächtigen, die andere Menschen an die Hoden fassen und einfach so Vorhaut und Poloch kontrollieren dürfen und die auf das individuelle Schamgefühl des einzelnen keine Rücksicht zu nehmen brauchen. Da hatten die Nationalsozialisten schon überhaupt keine Skrupel. Aber denen waren Menschenleben schon gar keinen Pfifferling wert. Aber das hatten wir Deutschen und bestimmt auch alle anderen Völker denen es zum Unheil wurde, doch gehofft hinter uns zu haben. So gesehen hatten die Römer ja noch mehr Anstand als die Deutschen heutzutage. Denn wir haben heute den Artikel 1, GG. Dachte ich wenigstens. Nein, von Anstand, Sitte und Moral kann man wirklich nicht sprechen, wenn man weiß, was Musterungsärzte und deren Assistentinnen in den KWEÄ treiben. Dass sie sich damit auch noch zu Handlangern der Menschen mit bösen Absichten machen, anderer Leute Wert als Mensch herabsetzen, scheint ihnen wohl überhaupt nicht bewusst zu sein. Von dem was sie im weiteren damit anrichten, ganz zu schweigen. Das kann man hier im Forum ja nachlesen und hört man auch sonst immer öfter, weil sich die Geschädigten langsam trauen, den Mund aufzumachen. Falls die Verursacher und die Bürger im allgemeinen das doch wissen, dann ist das einfach nur pervers.
    Das musste mal so offen gesagt werden. Hoffentlich kommt es auch da an, wo es soll. Seht es als eine schallende Ohrfeige meinerseits an und möge Gott Euch dafür strafen ihr guten Christen!
    Ich wünsche allen ein ruhiges Gewissen.

  92. Aus dem Forum: Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

    http://moltaweto.wordpress.com/2009/10/08/%e2%80%9eendzeit%e2%80%9c-%e2%80%93-auch-ohne-verschworungstheorien-offensichtlich-teil-iii/#comment-2117

    Jochen sagt:
    11. Oktober 2009 um 17:27

    „Zum Schluss noch: so rechte Angst können wir wirklich nicht entwickeln, deshalb darfst Du ruhig wiederkommen!“

    Das ist gut, denn hier bin ich schon wieder. Ich kann ganz schön hartnäckig sein. Das musste mit meinem Freund zusammen auch schon der Verteidigungsminister und seine Dauerfeuerblindgängerfreunde zu spüren bekommen. Ja, so wie man andere Menschen dazu zwingt, sich an die „Hö Hö“ fassen zu lassen und so einiges mehr, da darf man sich nicht wundern wenn sie dann lästig werden, weil es ihnen so gut gefallen hat bei ihnen im KWEA (Kriegs Wichser Erschaffungs Amt).

    Stimmt, ist sehr schade, dass „Peter2509″ sich als Kommentarschreiber nicht wieder gemeldet hat. Wahrscheinlich sucht er seine Interpunktion.

    Ich hätte mich gerne mit ihm mal über seine „Hö Hö“ Erlebnisse unterhalten. Vielleicht liegt darin bei ihm der Punkt und Komma Verlust begraben. Es wirkt sich ja bei jedem Mann anders aus.

    Fragt mich besser nicht, was es bei mir bewirkt hat. Da sie mich ja dann doch nicht wollten beim Bund, muss ich mich leider nur schnellfeuernd an andere Kommentar- und armen Artikelschreibern vergehen. Was ja zum Glück noch nicht unter Strafe gestellt wurde bis jetzt.

    „Guter, starker und vor allem die Wahrheit auf den Punkt bringender Text!“

    Ich habe da noch so einen Text, der heute morgen bei uns im Forum seinen Einzug erhielt. „Einzug“, jetzt rede ich schon wie die vom Militär. Beim Kopierer gibt es auch einen Blatteinzug. Aber was das jetzt mit militärischen Dingen zu tun hat, da fragt Ihr mich echt zuviel. Vielleicht weil da mit Tinte geschossen wird?
    Leider fehlt es mir ein wenig an Tippgeschwindigkeit, um meine Worte aufs elektronische Papier zu bringen. Das mit der Geschwindigkeit durfte ich ja nie lernen, wurde ja ausgemustert. So schnell wie die Bundeswehr nur mit 4200 Mann ganz Afghanistan besetzt hat und 82 Millionen Bundesbürger über ganze Länder hinweg vor den Taliban beschützt hat, da kann man echt Angst vor unserer Armee bekommen. Das war kein Blitzkrieg, das war ein Ultraschall Krieg bisher oder sogar eine militärische Aktion mit Lichtgeschwindigkeit. Deshalb wäre es sehr Schade, wenn der gute Jung gehen müßte, denn er hat VIEL geleistet. Ob das wohl daran liegt bei ihm, weil man oder Frau ihm auch mal an die „Hö Hö“ gefasst hat bei der Musterung? Ist jedenfalls stark anzunehmen.

    „Dass ich zudem auch noch die „leserunfreundliche“ Unart der „Schachtelsatzbildung“ pflege,“

    Also wenn Du deine Sätze jetzt auch noch in Schachteln verpackst, dann kann sie überhaupt niemand mehr lesen. Würde ich mir sehr überlegen. Ich zumindest fänd es schade. Und der Interpunktionist würde dann den Weg dadurch überhaupt nicht mehr finden. Wahrscheinlich legt er seine Punkte und Kommas auch so immer hinter sich aus, um sich nicht zu verlaufen, deshalb hat er dann zuwenig davon für sein Schreibvergnügen zur Verfügung und lässt sie deshalb einfach ganz weg. Mann, was für eine jecke Erklärung, für einen minimalen Defekt, der auf „Hö Hö“ anfassen beruht. Wenn ich falsch liege, möge mir der „Peter2509″ das mitteilen.

    Jetzt weiß ich auch, warum es so wenige weibliche Sexualstraftäter gibt. Diese haben ja keine „Hö Hö“, an die sie sich fassen lassen müssen.

    Sagt mal, sammelt Ihr die Kommentare auch schön. Ich mache mir nämlich nicht gerne umsonst Mühe. War ja nicht beim Bund. Habe das also nie gelernt.

    Was sagt der Soldat zu seinem Kameraden, als sie vom Schlachtfeld zurückommen, auf dem mit Uranmunition geschossen wurde:
    „Was strahlst Du denn so?“

    Macht Töten so viel Spaß?

    Ich breche jetzt einfach mal hier ab, sonst komme ich von Euch lieben Leuten nie weg.

    „Aber eventuell können wir da im bescheidenen, kleinen Rahmen wenigstens erste Zeichen setzen?!?“

    Habe ich doch gemacht, meine Interpunktion ist hoffentlich auch korrekt. Wenn Ihr mir hier jetzt noch Noten für meine Kommentare gebt, dann muss ich es mir sehr überlegen, ob wir Freunde bleiben.

    Meiner Frauenärztin damals im KWEA, die es versucht hat, mir an die „Hö Hö“ zu fassen, der muss ich leider eine schlechte Note erteilen. Denn sie hat etwas daneben gefasst. Hat sich wohl nicht so richtig getraut. Oder sie war an dem Tag in ebensolch schlechter Verfassung, wie es jetzt die unseres Landes ist. Die ist auch langsam völlig daneben. Kein Wunder, denn wer seine „Hö Hö“ an andere durch Kreuzchen machen nach Brüssel verkauft, nur weil die nichts in der Hose haben und unbedingt ein paar deutsche „Hö Hö“ haben wollen, darf sich dann nicht wundern, wenn sich bei uns dann die Macht zwei Individuen teilen, die mit „Hö Hö“ nichts anfangen können, weil sie derselben selbst nicht in der Hose oder im Hosenanzug haben.

    Ich glaube, mein Kommentar eignet sich nicht für das Wort zum Sonntag, aber vielleicht druckt ihn sich ja jemand aus. Würde mich sehr freuen. Copyright, Jochen

    Kopie an meine Freunde vom Amselteam

  93. DAS NENNE ICH SOLIDARITÄT!!!

    http://moltaweto.wordpress.com/2009/10/15/info-und-solidaritatsaufruf-basta/#comment-2175

    Und hier mal etwas Vergnügliches für zwischendurch. Wenn es auch nichts mit unserem Thema zu tun hat:

    http://moltaweto.wordpress.com/2009/10/13/gastbeitrag-jochen-klein-dummie-und-seine-mutti-anna-luehse-ii/

  94. Ein Mutter Sohn Gespräch zum Thema:

    KLEIN DUMMIE UND MUTTI ANNA LUEHSE ~ WEHRPFLICHT, MUSTERUNG UND KRIEG

    SOHN: Du Mutti, warum schimpft Vati immer so, wenn er sich die Nachrichten anguckt?

    MUTTI: Über was hat er denn geschimpft?

    SOHN: Vati sagte, wenn das so weiter geht, dann wird die Milch bald in Milliliter verkauft werden müssen, damit die Milchbauern überleben können.

    MUTTI: Damit könnte er recht haben.

    SOHN: Opa sagte, die Soldaten gehören zum Millilitär wie die Würmer unter die Erde.

    MUTTI: Von was redest Du Söhnchen?

    SOHN: Warum müssen die Soldaten die Milch verpacken?

    MUTTI: Wieso die Soldaten, das wird von Arbeitern und Maschinen in der Fabrik gemacht.

    SOHN: Und die Soldaten?

    MUTTI: Die machen Übungen im Gelände. Und es muss heißen Militär und nicht Millilitär.

    SOHN: Vati hat noch mehr geschimpft. Er sagte, er versteht nicht warum es immer noch die Wehrpflicht für alle Männer gibt.

    MUTTI: Was Du so alles aufschnappst.

    SOHN: Du Mutti, was ist denn Wehrpflicht?

    MUTTI: Oh mein Sohn, damit habe ich eigentlich gar nichts zu tun. Aber es bedeutet so viel wie, dass man die Pflicht hat sich zu wehren, wenn es sein muss.

    SOHN: Sich wehren? Gegen was Mutti?

    MUTTI: Also ich wehre mich ständig dagegen älter zu werden und Du wehrst Dich immer dagegen in die Badewanne zu müssen.

    SOHN: Opa hat mir aber erzählt, das hätte etwas mit Soldaten und Krieg zu tun.

    MUTTI: Hat es ja auch, aber Opa hat bestimmt die Spielzeugsoldaten gemeint, die er Dir mal mitgebracht hat.

    SOHN: Nein, Opa hat mir davon erzählt, wie er früher in den Krieg ziehen musste.

    MUTTI: Ich glaube Sohn, ich muss mit Opa mal ein Wörtchen reden. So etwas ist nämlich nichts für kleine Jungs.

    SOHN: Was ist Krieg Mutti?

    MUTTI: Opa kennt anscheinend doch die Grenzen und er weiß demnach, dass Krieg für eine kleine Kinderseele nichts ist.

    SOHN: Was ist eine Kinderseele Mutti und warum kriegt die nichts zu essen?

    MUTTI: Ich glaube, jetzt bringst Du aber einiges durcheinander Söhnchen.

    SOHN: Du sagst ja auch immer, ich soll nicht alles durcheinander essen, weil mir sonst schlecht wird.

    MUTTI: Das ist ja auch schon mal passiert. Oder etwa nicht mein Sohn?

    SOHN: Schon, aber nur weil ich Nutella mit Senf aufs Wurstbrot gemacht habe.

    MUTTI: Und? Hat es geschmeckt?

    SOHN: Das weißt Du doch Mutti. Ja, es hat geschmeckt, aber danach habe ich alles vollgekotzt.

    MUTTI: Siehst Du Sohn, genau das habe ich mit einer empfindlichen Kinderseele gemeint.

    SOHN: Vati hat gesagt, er hätte es beim Millilitär auch zum Kotzen gefunden.

    MUTTI: Es heißt aber Militär! Hast Du Deinen armen Vater also auch schon wieder mit Deinen Fragen gelöchert?

    SOHN: Nein, ich habe in Vati keine Löcher gemacht.

    MUTTI: Dich muss man einfach lieb haben Sohn.

    SOHN: Du Mutti, wie geht denn das mit Löcher in Menschen machen?

    MUTTI: Willst Du jetzt nicht lieber Spielen gehen?

    SOHN: Noch nicht Mutti. Ich möchte zuerst wissen was Krieg ist.

    MUTTI: Aber ich habe Dir doch eben erklärt, dass Krieg nichts für kleine Kinder ist. Für Erwachsene ist das übrigens auch nichts.

    SOHN: Dann ist Krieg keine gute Geschenkidee?

    MUTTI: Natürlich nicht, aber wie kommst Du denn auf so etwas.

    SOHN: Weil Vati gesagt hat, sein Kriegsdienst wäre das beste Geschenk gewesen, dass er je von seinem Land bekommen hat.

    MUTTI: Aber Vati hat das doch in negativen Sinne gemeint. Das heißt, genau anders herum.

    SOHN: Vati ist anders herum?

    MUTTI: Nein, das ist er ganz bestimmt nicht, sonst gäbe es Dich nämlich überhaupt nicht.

    SOHN: Das verstehe ich jetzt nicht Mutti.

    MUTTI: Dein Vati und Dein Opa sind richtige Männer und andere ihrer Art, sind eben nichts Halbes und nichts Ganzes.

    SOHN: Du meinst, andere Männer sind so etwas wie mein kaputter Roller?

    MUTTI: Nein, nicht so ganz. Eher bedeutet es, dass sich zwei Männer lieb haben und das nennt man dann Homosexualiät.

    SOHN: Das kenne ich Mutti.

    MUTTI: Wer erzählt Dir nur immer solche Dinge?

    SOHN: Opa.

    MUTTI: Ich glaube, ich muss mit Opa mal zwei Wörtchen reden und nicht nur eines.

    SOHN: Opa sagt, je mehr Würmer im Homos sind, desto besser ist die Qualität.

    MUTTI: Kannst Du das auch in einem Wort sagen?

    SOHN: Natürlich! HomosistQualität.

    MUTTI: Aber nein Junge, wir sprechen aneinander vorbei. Ich sagte Homosexualität.

    SOHN: Sag ich doch Mutti, HomosistQualitäääät.

    MUTTI: Anscheinend hat Opa dir die Würmer schon in die Ohren gestopft.

    SOHN: Nein, hat er nicht. Aber er hat mir zwei Schnecken gezeigt, die so komisch aneinander geklebt haben und er sagte dazu, so haben die sich lieb.

    MUTTI: Um dich mal richtig aufzuklären Söhnchen, wenn das zwei Männer machen, kleben die auch komisch aneinander und dann sind es Homosexuelle. Und ich hoffe, Du hattest jetzt noch genug Würmer in den Ohren.

    SOHN: Opa hat gesagt, wenn ich mal Würmer hätte, soll ich am besten zu einem Homöspathen gehen.

    MUTTI: Junge, junge, ich scheine ein Genie als Sohn zu haben.

    SOHN: Warum Mutti?

    MUTTI: Na, weil Du Homöopath fast fehlerfrei ausgesprochen hast und auch noch weißt was das ist.

    SOHN: Klar, weiß ich was das ist. Opa hat ihn mir doch im Garten gezeigt.

    MUTTI: Was hat er Dir gezeigt?

    SOHN: Einen Homöspathen!

    MUTTI: Einen Homöopathen? Bei uns im Garten?

    SOHN: Ja, bei dem ist so ein langer Stiel dran.

    MUTTI: Was muss ich da hören? Opa lädt fremde Leute in unseren Garten zum textilfreien Sonnenbaden ein?

    SOHN: Was heißt textilfreies Sonnenbaden Mutti?

    MUTTI: Dass jemand alle Federn lässt.

    SOHN: Ach so. Opa hat mal so einen Vogel ohne Federn gefunden und ihn im Garten verbuddelt.

    MUTTI: Was? Ein Homöopath liegt bei uns im Garten unter der Erde?

    SOHN: Nein, nicht unter der Erde, er liegt jetzt beim Komposthaufen.

    MUTTI: Das wird ja immer unglaublicher. Opa tut doch bestimmt keinem Menschen etwas.

    SOHN: Das hat Opa auch gesagt.

    MUTTI: Was hat Opa denn ganz genau gesagt?

    SOHN: Dass sie ihn in beim Millilitär zum Mörder machen wollten, aber er hätte das gar nicht gewollt.

    MUTTI: Ja, es ist schon sehr schlimm, das man auch heutzutage die Männer immer noch zum Militärdienst zwingt. Da hat Opa schon recht.

    SOHN: Die Soldaten müssen beim Millilitär also doch Milch in Milliliter verpacken?

    MUTTI: Womit habe ich das nur verdient?

    SOHN: Opa hat gesagt, wenn ich mal groß bin, dann müsste ich auch zum Millilitär.

    MUTTI: Du wirst nie zum Militär gehen mein Sohn, dafür werde ich schon sorgen.

    SOHN: Ich brauche nicht wegzugehen Mutti. Nachher kommt Felix und er bringt auch seine Spielzeugsoldaten mit und dann spielen wir zusammen Fußball.

    MUTTI: Jetzt erzähl mir bitte noch einmal ganz genau, was mit dem Homöopathen passiert ist.

    SOHN: Opa hat mit dem Spaten den Homos umgegraben und da waren ganz, ganz viele Würmer drin. Dann hat Opa den Homöspathen einfach auf den Boden fallen lassen, weil ihn eine Biene in die Hand gestochen hat.

    MUTTI: Ich muss mal eben Deine Gedankengänge nachvollziehen.

    SOHN: Opa hat gesagt, am besten ist, wenn der Kompost ein Jahr vor sich hinfault. Dann wäre alles gut durch.

    MUTTI: Jetzt geht mir ein Licht auf mein Sohn.

    SOHN: Aber es ist doch noch ganz hell Mutti.

    MUTTI: Die ganze Geschichte wurde ja immer verworrener und nun ist auch noch alles anders herum.

    SOHN: Du sagtest doch, die wären verkehrt herum.

    MUTTI: Wer?

    SOHN: Die HomosistQualitäten.

    MUTTI: Es muss richtig heißen, die Homosexuellen. Zum Glück gibt es ja auch noch viele richtige Männer, die nicht anders herum sind.

    SOHN: Aber Opa liebt Vati doch auch und Vati hat auch Opa lieb. Haben sie jedenfalls mal zueinander gesagt. Und ich habe sie beide lieb.

    MUTTI: Sohn, was Du eben gemacht hast, nennt man jemand mit Worten Schachmatt setzen.

    SOHN: Schachmatt?

    MUTTI: Ja, das bedeutet soviel wie sprachlos sein.

    SOHN: Gibt es auch Frauen, die sich lieb haben Mutti?

    MUTTI: Aber ja, es gibt auch Frauen die verkehrt herum sind.

    SOHN: Wenn sie vorne ganz flach sind, sind diese Frauen dann auch richtige Männer?

    MUTTI: Wie soll das denn gehen Sohn? Du hast doch Deinen Vater und mich schon mal nackt gesehen. Somit weißt Du auch den Unterschied, oder nicht?

    SOHN: Vati hat viel größere Füße als Du Mutti.

    MUTTI: Sonst ist Dir kein Unterschied bei uns aufgefallen?

    SOHN: Doch Mutti, Du hast ein Muttermal auf Deiner linken Brust.

    MUTTI: Ich muss schon sagen Söhnchen, Du hast eine gute Beobachtungsgabe und beim Militär – Gott bewahre Dich – könnten die Dich bestimmt gut als Kundschafter gebrauchen.

    SOHN: Opa hat mir erzählt, früher im Krieg wäre er auch Kundschafter gewesen. Musste er auch immer die Muttermale auf den Brüsten der Frauen suchen?

    MUTTI: Das wäre ja mal ein schöner Krieg für die Männer. Aber nein, Kundschafter sein bedeutet, dass jemand über die Grenze in ein anderes Gebiet geht und die anderen nachkommen lässt, wenn dort alles klar ist.

    SOHN: Du meinst so wie bei einem Fußballspiel Mutti?

    MUTTI: Ja, so ungefähr mein Sohn.

    SOHN: Beim Fußball schießen die immer Tore. Opa sagt, im Krieg wäre er auch einmal angeschossen worden.

    MUTTI: Stimmt, Opa ist mehrmals verwundet worden und dafür hat er sogar ein buntes Blech verliehen bekommen.

    SOHN: Was ist ein buntes Blech Mutti?

    MUTTI: So etwas wie ein Matchboxauto Söhnchen, nur mit Anstecknadel.

    SOHN: Schießen die im Krieg mit Fußbällen?

    MUTTI: Wenn Opa das sagt, wird es schon stimmen.

    SOHN: Felix sagt, sein großer Bruder müsste übermorgen zur Musterung.

    MUTTI: Ach, der arme Kerl.

    SOHN: Mutti, was ist Musterung?

    MUTTI: Musterung ist so ähnlich wie unser letzter Besuch beim Kinderarzt. Da wird dann bei den Männer geschaut, ob am Körper alles in Ordnung ist.

    SOHN: Werden die Männer dabei auch von ihrer Mutti ganz ausgezogen?

    MUTTI: Nein, die Mütter der Männer dürfen nicht dabei sein.

    SOHN: Warum nicht?

    MUTTI: Weil die Bundeswehr, so heißt unser Militär, ihre eigenen Mütter und Väter hat.

    SOHN: Ziehen die Bundeswehrmuttis und –Vatis dann die Männer aus?

    MUTTI: Mehr oder weniger. Manche nur mit Blicken und die ganz Professionellen gehen auch richtig ran.

    SOHN: Suchen die Bundeswehrmuttis und –Vatis auch Muttermale an den Männern?

    MUTTI: Wüsste zwar nicht warum, aber sie untersuchen ja unnötiger Weise auch das gründlich, was Du scheinbar bei Deinem Vater übersehen hast.

    SOHN: Was denn Mutti?

    MUTTI: Den Minimax, wie Du immer dazu sagst und der bei Dir noch ganz klein ist.

    SOHN: Warum untersuchen die Bundeswehrmuttis und –Vatis den Minimax bei den Männern?

    MUTTI: Gute Frage Sohn. Manche sagen, weil sie versteckte Perverse sind.

    SOHN: Du Mutti, was ist pervers?

    MUTTI: Pervers wäre es z.B., wenn jemand seinen Garten umgraben würde, nur um die armen Würmer zerhacken zu können.

    SOHN: Aber das tut den Würmern doch dann weh Mutti.

    MUTTI: Es gibt Leute, denen ist es völlig egal, ob sie anderen weh tun.

    SOHN: Vati hat mal zu Opa gesagt, er fände die Musterung erniedrigend. Du Mutti, was ist erniedrigen?

    MUTTI: Erniedrigen bedeutet, wenn jemand psychisch platt gemacht wird.

    SOHN: So wie mit einer Dampfwalze?

    MUTTI: Ja Sohn, toller Vergleich von Dir. Dein Vater hat leider sehr schlechte Erfahrungen bei der Musterung machen müssen.

    SOHN: Wo versteckt sich denn der Minimax vor den Bundeswehrmuttis und -Vatis?

    MUTTI: Normalerweise in der Unterhose. Aber die gehen bei der Untersuchung nach Plan vor und suchen den ganzen Körper danach ab. Sogar da wo es eigentlich verboten ist zu suchen.

    SOHN: Die dürfen Sachen machen, die eigentlich verboten sind?

    MUTTI: Ja, das ist bei denen sogar Vorschrift und seit dem ich von Deinem Vater weiß wie gründlich die suchen und dass immer noch eine Assistentin dabei ist die manchmal sogar zuschauen darf, verstehe ich die Abneigung der Männer gegen die Musterung.

    SOHN: Wenn die den Minimax gefunden haben Mutti, was machen die Bundeswehrmuttis und –Vatis dann?

    MUTTI: Es gibt Millionen Minimaxe Sohn und die Suche beginnt jeden Tag aufs Neue. Die Sucherei mancher Bundeswehrmuttis geht vielen Männern sogar regelrecht unter die (Vor-) Haut.

    SOHN: Wie heißt denn der Minimax noch anders Mutti?

    MUTTI: Es wurden mal fremde Minimaxe in Vietnam gesucht. Die nannte man Charly. Und als sich die Deutschen früher schon mal auf die Suche nach ihnen begaben, da hießen sie auch Tommy, Ruski, Franzmann oder Ami. Aber eigentlich sagt man einfach Penis dazu.

    SOHN: Ich suche lieber Ostereier Mutti.

    MUTTI: Danach suchen die Bundeswehrmuttis und –Vatis auch, nur bei denen heißen die Eier dann anders. Etwas müssen die da ja auch richtig machen und wenn es nur das ist, die richtige Bezeichnung für die Körperteile zu kennen.

    SOHN: Wie heißen denn die Ostereier bei denen?

    MUTTI: Die richtige Bezeichnung lautet Hoden. Das sind die kleinen Knödel in der Nähe des Minimax. Die hat jeder Mann, auch der kleinste.

    SOHN: Wenn das jeder hat, warum müssen die dann gesucht werden?

    MUTTI: Dein Vater und ich sind noch auf der Suche nach der Antwort. Sie muss irgendwo begraben liegen.

    SOHN: Ich werde mal Opa fragen, der findet auch sonst immer alles.

    MUTTI: Aber Söhnchen, wo soll denn der Opa danach suchen?

    SOHN: Die letzte Stelle wo Opa mal etwas gesucht hat, war der Komposthaufen im Garten. Da hat er schon eine Menge gefunden was da nicht hingehört.

    MUTTI: Ich weiß, der Opa schimpft ja deshalb auch immer mit mir.

    SOHN: Du Mutti.

    MUTTI: Was ist denn mein Junge?

    SOHN: Ich will nicht mehr bei Oma essen.

    MUTTI: Warum denn nicht Söhnchen?

    SOHN: Oma macht immer Knödel.

    (Copyright by Jochen)

  95. MatzeJ

    3.11.2009 um 20:57

    zitieren

    Habe mich mal schlau gemacht. Frau Mertens ist wohl nicht mehr da. Es wird natürlich alles neu geordnet. Ansonsten habe ich mal im Bekanntenkreis herumgefragt. Einer (18) hatte gerade Musterung, hier nur die Hose kurz vor der Ärztin liften, außerhalb des Sichtbereichs der Assistentin. Vier (22-30) und bei der BW gewesen, auch vollständig nackt vor Ärztin und Assistentin, sowohl bei der Musterung als auch bei der Einstellungsuntersuchung (hier die Damen in Uniform mit Kittel darüber), zwei davon sogar vor zwei Assistentinnen bei der BW! Sind natürlich harte Jungs, kein Problem damit gehabt, das ist eben Gleichstellung, allerdings dann doch dumm geguckt, als ich erwähnte, dass es bei Frauen etwas anders abläuft. Die Einstellungsuntersuchung wird zur Zeit zumindest in der Nähe unserer schönen Hauptstadt noch immer so gemacht, Info ist praktisch aus erster Hand. Für Frauen gemäß ZDv 46/1 Satz 235 keine Intimuntersuchung, Grunduntersuchung nur durch weibliches (das steht natürlich nicht da drin) Personal, wäre schön gewesen, wenn das die Santäterin zu Anfang mal so erwähnt hätte. Urteil zur Analuntersuchung eines Untersuchungsgefangenen Bundesverfassungsgerichtes 2BvR 455/08, speziell Satz 15, gleichgeschlechtiges Personal (nicht Arzt/Ärztin). Diverse Anfragen von Abgeordneten an die Bundesregierung von 2007 bis 2009 ohne erschöpfende Antwort, nur Politikergedöns. Jetzt ist die SPD ja auch in der Opposition, die (Jusos) machen so eine Kampange mit Wehrpflicht abschaffen. Bei der Musterungs-Kampange ist anscheinend z. Z. niemand zu Hause.

    helmut

    4.11.2009 um 17:39

    zitieren

    Ich musste mich bis auf meine Sporthose ausziehen und warten bis ich an der Reihe war, dann wurde ich aufgerufen ins Untersuchungszimmer.Dort musste ich mich nackig machen,ich zog meine Sporthose und meinen Slip aus. Ich schämte mich bei der Untersuchung.

    hubertkah

    5.11.2009 um 18:45

    zitieren ändern

    Hallo zusammen!

    Ich finde die Infos von MatzeJ interessant:

    “Ansonsten habe ich mal im Bekanntenkreis herumgefragt. Einer (18) hatte gerade Musterung, hier nur die Hose kurz vor der Ärztin liften, außerhalb des Sichtbereichs der Assistentin. Vier (22-30) und bei der BW gewesen, auch vollständig nackt vor Ärztin und Assistentin, sowohl bei der Musterung als auch bei der Einstellungsuntersuchung (hier die Damen in Uniform mit Kittel darüber), zwei davon sogar vor zwei Assistentinnen bei der BW! Sind natürlich harte Jungs, kein Problem damit gehabt, das ist eben Gleichstellung, allerdings dann doch dumm geguckt, als ich erwähnte, dass es bei Frauen etwas anders abläuft. Die Einstellungsuntersuchung wird zur Zeit zumindest in der Nähe unserer schönen Hauptstadt noch immer so gemacht, Info ist praktisch aus erster Hand.”

    Habe dazu mal ein paar Fragen.
    Wieso haben die Jungs von der BW alle gleichförmig die Intimuntersuchung mit der Gleichstellung gerechtfertigt? Werden die etwa so von Vorgesetzten auf die Untersuchung vorbereitet?
    Welche Rolle spielte dabei die Sanitäterin? (“Grunduntersuchung nur durch weibliches (das steht natürlich nicht da drin) Personal, wäre schön gewesen, wenn das die Santäterin zu Anfang mal so erwähnt hätte.”)
    Gab es eine Begründung, warum sogar 2 Assistentinnen bei den Untersuchungen der BW anwesend waren?
    Gab es wirklich keinenSoldaten, der diese Untersuchungen kritisiert hat? Wird hier vielleicht bewusst ein Gruppendruck auf den einzelnen Mann ausgeübt? Wenn ja wie?
    Welche Kaserne war das denn?
    Gabz generell: Werden eigentlich noch männliche Truppenarztschreiber ausgebildet?
    An Matze J: Wäre nett, wenn du diese Fragen, soweit möglich, beantworten könntest.
    Ich arbeite auch schon seit eingen Tagen an diesem Thema. Zur Zeit bereiten wir von der BASTA-Kampagne noch einige Aktionen vor. Wäre daher nützlich, Einzelheiten zu erfahren.
    Leider ist auf diesem Forum eine direkte Kontaktaufnahme nicht möglich. Vielleicht kann man sich ja auf der Seite von BASTA treffen. Suche noch Mitstreiter zu dem Thema.

    Grüße, hubertkah

    hubertkah

    5.11.2009 um 18:45

    zitieren ändern

    Hallo zusammen!

    Ich finde die Infos von MatzeJ interessant:

    “Ansonsten habe ich mal im Bekanntenkreis herumgefragt. Einer (18) hatte gerade Musterung, hier nur die Hose kurz vor der Ärztin liften, außerhalb des Sichtbereichs der Assistentin. Vier (22-30) und bei der BW gewesen, auch vollständig nackt vor Ärztin und Assistentin, sowohl bei der Musterung als auch bei der Einstellungsuntersuchung (hier die Damen in Uniform mit Kittel darüber), zwei davon sogar vor zwei Assistentinnen bei der BW! Sind natürlich harte Jungs, kein Problem damit gehabt, das ist eben Gleichstellung, allerdings dann doch dumm geguckt, als ich erwähnte, dass es bei Frauen etwas anders abläuft. Die Einstellungsuntersuchung wird zur Zeit zumindest in der Nähe unserer schönen Hauptstadt noch immer so gemacht, Info ist praktisch aus erster Hand.”

    Habe dazu mal ein paar Fragen.
    Wieso haben die Jungs von der BW alle gleichförmig die Intimuntersuchung mit der Gleichstellung gerechtfertigt? Werden die etwa so von Vorgesetzten auf die Untersuchung vorbereitet?
    Welche Rolle spielte dabei die Sanitäterin? (“Grunduntersuchung nur durch weibliches (das steht natürlich nicht da drin) Personal, wäre schön gewesen, wenn das die Santäterin zu Anfang mal so erwähnt hätte.”)
    Gab es eine Begründung, warum sogar 2 Assistentinnen bei den Untersuchungen der BW anwesend waren?
    Gab es wirklich keinenSoldaten, der diese Untersuchungen kritisiert hat? Wird hier vielleicht bewusst ein Gruppendruck auf den einzelnen Mann ausgeübt? Wenn ja wie?
    Welche Kaserne war das denn?
    Gabz generell: Werden eigentlich noch männliche Truppenarztschreiber ausgebildet?
    An Matze J: Wäre nett, wenn du diese Fragen, soweit möglich, beantworten könntest.
    Ich arbeite auch schon seit eingen Tagen an diesem Thema. Zur Zeit bereiten wir von der BASTA-Kampagne noch einige Aktionen vor. Wäre daher nützlich, Einzelheiten zu erfahren.
    Leider ist auf diesem Forum eine direkte Kontaktaufnahme nicht möglich. Vielleicht kann man sich ja auf der Seite von BASTA treffen. Suche noch Mitstreiter zu dem Thema.

    Grüße, hubertkah

  96. Hallo miteinander,

    insgeheim hatte ich gehofft, dass nach der Wahl die Wehrpflicht abgeschafft oder zumindest ausgesetzt werden würde. Stattdessen sehen wir zwei Trippelschritte in die – wie ich meine – richtige Richtung. Der unsägliche frühere Verteidigungsminister hat aus verschiedensten Gründen die tieforangene Karte gesehen. Lediglich der Bundesländerproporz hält ihn noch in der Regierung. Die Wehrdienstzeit wird wesentlich reduziert. Der Zivildienst als missliebiger Zwangsdienst für junge Männer steht womöglich vor dem Kollaps. Ich denke, wir sehen den Einstieg in den längst überfälligen Ausstieg aus der Wehrpflicht, was die eigentliche Lösung aller hier diskutierten Probleme wäre. Aber erstmal gehen die Musterungen weiter.

    Dazu ist dem Wehrpflichtigen vor allem zu raten, sich auf die Musterung rechtzeitig intensiv gedanklich vorzubereiten. Das heißt, er sollte sich über seine Reaktion auf jeden eventuellen, ihm unangenehmen Untersuchungsschritt vorher im Klaren sein. Sonst läuft er Gefahr, überrumpelt und beherrscht zu werden.
    Jeder sollte daher vor der Musterung wissen, ob und ggf. unter welchen Bedingungen er welche Eingriffe in seine Intimsphäre akzeptieren kann und seine persönliche Entscheidung dann souverän und fest vertreten, selbstverständlich ohne beleidigend oder ausfallend zu werden. Eine Bloßstellung vor der Assistentin oder anderen Dritten neben dem/der untersuchenden Arzt/Ärztin ist generell abzulehnen. Auch kann die ganze Intimuntersuchung zurückgewiesen oder auf einem Arzt bestanden werden. Hier gibt es keine Bußgelder. Unsinniges Bußgeldgeschwätz braucht niemand zu beeindrucken.
    Verlaufen die Untersuchungen recht locker und den Umständen entsprechend ohne Zumutungen, umso besser. So heißt es beispielsweise in Saarlouis: „Entblößt bis aufs Hemd und begutachtet wie ein Stück Vieh. So liefen anno dazumal Musterungen ab. Anders im KWEA Saarlouis, das nun sein 50jähriges Jubiläum feiert.“ Menschenwürde und Datenschutz würden ebenso berücksichtigt wie militärische Aspekte.

    Aber leider gibt es immer noch würdelose Untersuchungspraktiken, mit denen der Gemusterte vor allem eingeschüchtert werden soll. Wie bereits von anderen zu Recht hervorgehoben, dient dies der Enthemmung, Entwürdigung und Abstumpfung. Dem so Gebrochenen soll letztlich die Identität genommen werden, um ihn in eine willfährige Verfügungsmasse einzureihen, mit der man nach Belieben verfahren kann. Das muss sich niemand bieten lassen.

    Ich möchte das Forum nicht mit Kopien vielfältiger Musterungsberichte aus dem Netz zuschütten, aber drei bemerkenswerte Musterungserfahrungen im Kern kurz wiedergeben.

    Der Coole:
    Er lehnte die Intimuntersuchung ab. Darauf redete die Ärztin auf ihn ein, er müsse dies dulden, sonst … Er darauf: „Ich muss gar nichts.“ Es folgten die üblichen Bußgelddrohungen. Er wieder: „Ich kann auch nach Hause gehen.“ Schwuppdiwupp zog diese Paragraphendomina den Zettel über die Verweigerung der Intimuntersuchung zur Unterschrift hervor. Er schließlich: „Geht doch.“

    Der Wehrhafte:
    Auch hier schickte sich eine Ärztin an, ihm an die Kronjuwelen zu gehen. Er: „Wenn Sie das tun, sehe ich das als sexuelle Belästigung an und werde es Ihrem Vorgesetzten melden.“ Damit war das Thema augenblicklich erledigt.

    Der Wissende:
    Die Ärztin forderte ihn auf, die Hose runter zu ziehen, was er ablehnte. Sie darauf: „Sie müssen das machen.“ Er konterte: „ Sie wissen genau, dass ich es nicht machen muss.“ Sie schaute ihn erstaunt an mit einem Gesichtsausdruck, als wollte sie sagen, woher weißt du das? Darauf verließ sie mit Assistentin den Raum. Dann erschien ein Arzt und beendete die Untersuchung.

    Da kann auch ich doch nur sagen: „Geht doch!“

    Bis bald, Gruß

    Pygmohippo

  97. Hallo Pygmohippo
    Vieleicht hast du noch einen vergessen,außer den Coolen,Wehrhaften und Wissenden,den Brutalen,der sofort zuschlägt.Ob es so einen schon mal
    gegeben hat?Ich denke schon die Aufforderung die Hose runterzuziehen ist eine Frechheit und muß bestraft werden.Da die Ärztin ja genau weiß das
    der Betroffene nicht verpflichtet ist das zu tun,muß man sich Fragen, warum sie,wenn er sich weigert,ihn durch Lügen und Drohungen trotzdem dazu
    bringen will?Denn es wäre ja für sie weniger Aufwand.Und warum wundert sich die Assistentin nicht darüber,den auch sie weiß das es keine
    Verpflichtung dazu gibt.Schon daran kann man erkennen das mit denen etwas nicht stimmt.Die sind nicht normal ,sondern Moralisch minderwertig,
    denn diese Personen richten viel psychischen Schaden an,was ihnen aber anscheinend egal ist.Man sollte sie zur Rede stellen,und sie Fragen wie sie
    dazu kommen wieder besseren Wissens solche Lügen und leere Drohungen zu verbreiten.Und welches Ansinnen wirklich dahinter steckt.
    Vieleicht ist es sogar Ungesetzlich mit Strafen zu drohen die es garnicht gibt.
    Außerdem sollte man sich nicht soviel darum kümmern ob es eine Vepflichtung gibt oder nicht, sondern was man nicht will, einfach nicht machen.

    Gruß Linus

  98. An pygmohippo

    “Ich denke, wir sehen den Einstieg in den längst überfälligen Ausstieg aus der Wehrpflicht, was die eigentliche Lösung aller hier diskutierten Probleme wäre.”

    Leider kann ich diese Einschätzung nicht teilen. Das würde bedeuten, dass die Männer nur deswegen so behandelt werden, weil sie Wehrpflichtige sind. Und dass Frauen, wenn es auch eine Wehrpflicht für Frauen gäbe, ebenfalls so behandelt werden, weil sie ja dann auch Wehrpflichtige wären. Das ist aber nicht der Fall. Frauen müssen selbst dann nicht eine solche Verletzung ihrer Intimsphäre hinnehemen, wenn sie sich freiwillig bei der Bundeswehr verpflichten. Im Gegenteil- wenn sie sich im Sanitätsdienst verpflichten, sind sie diejenigen, welche diese Schamverletzungen den Männern zufügen können, und zwar sowohl den Wehrpflichtigen als auch den Zeit- und Berufssoldaten, ohne selbst mit Befehlsgewalt einer solchen Untersuchungssituation dem anderen Geschlecht (männlicher Truppenarztschreiber und männlicher Arzt) ausgesetzt zu werden. Das jedenfalls die bislang bekannt gewordene Praxis.
    Und das bedeutet, die Männer werden so behandelt, WEIL SIE MÄNNER sind.
    Deshalb ist die Fordrung nach Abschaffung der Wehrpflicht zumindest in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach zu kurz gegriffen.
    Die Forderung nach Schutz auch der männlichen Intimsphäre muss für jeden Mann gelten, auch wenn mir evtl. seine politische Meinung, Weltanschauung oder auch seine Berufswahl nicht gefällt. Wo willst du denn hier plausibel eine Grenze ziehen. Es ist m. E. auch nicht sinnvoll, juristische Parallelwelten bzw. -gesellschaften zu dulden, bloß weil es ja dann “nicht so viele trifft”, oder “die Betroffenen es dann selbst schuld sind denn sie konnten es sich ja selbst aussuchen” usw..
    Wenn solche Übergriffe bei einer Institution geduldet werden wird hier auch evtl. ein juristischer Präzedenzfall geschaffen. Der kann zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder auf andere Bereiche ausgedehnt werden. Was bei der Bundeswehr Recht ist, kann ja auch wo anders nicht verkehrt sein (z.B. vom Arbeitgeber angeordneter Gesundheitscheck, Schuluntersuchungen u.a.).
    So gesehen könnte eine Berufsarmee die Gesellschaft evtl. mehr “militarisieren” als es die Wehrpflicht vermag. Denn für reine Berufssoldaten interessiert sich erst mal keiner mehr (=unangenehmes Thema, wird verdrängt bis es zu spät ist). Der Bumerang für die Gesellschaft kommt erst später.
    Deshalb müssen die Fordrungen bzgl. Musterung-, Antrits- Kontroll- und Entlassungsuntersuchung andere sein.
    Die Notwendigkeit des Intimchecks ist meiner Meinung nach grundsätzlich abzulehnen, da dieser für die gesetzliche verpflichtende Tauglichkeitsuntersuchung und dem darauf basierenden 20 Punkte Tauglichkeitskatalog völlig irrelevant ist. Das würde dann natürlich sowohl für Männer wie für die weiblichen Soldatinnen gelten.

    “Aber erstmal gehen die Musterungen weiter. Dazu ist dem Wehrpflichtigen vor allem zu raten, sich auf die Musterung recht-zeitig intensiv gedanklich vorzubereiten. Das heißt, er sollte sich über seine Reaktion auf jeden eventuellen, ihm unangenehmen Untersuchungsschritt vorher im Klaren sein. Sonst läuft er Gefahr, überrumpelt und beherrscht zu werden.
    Jeder sollte daher vor der Musterung wissen, ob und ggf. unter welchen Bedingungen er welche Eingriffe in seine Intimsphäre akzeptieren kann und seine persönliche Entscheidung dann souverän und fest vertreten, selbstverständlich ohne beleidigend oder ausfallend zu werden. Eine Bloßstellung vor der Assistentin oder anderen Dritten neben dem/der untersuchenden Arzt/Ärztin ist generell abzulehnen. Auch kann die ganze Intimuntersuchung zurückgewiesen oder auf einem Arzt bestanden werden. Hier gibt es keine Bußgelder. Unsinniges Bußgeldgeschwätz braucht niemand zu beeindrucken.”

    Gebe dir hier in allen Punkten recht, wobei das Ziel die Abschaffung der Untersuchung im Intimbereich (sowohl Genital als auch Rektalbereich, die Leiste kann auch untersucht werden, ohne dass der Genitalbereich entblößt wird) bleiben sollte!!!

    Gruß an alle

    hubertkah

  99. Möchte hier mal ein Rätsel stellen, dass unsere Kampagne http://www.musterung.us betrifft.
    Für unsere Kampagne gibt es ein Video in mehreren Ausführungen, zum Teil mit Zeichnungen die Doktorspielchen bei der Musterung in den KWEÄ zeigen, ein anderes gibt es ohne Zeichnungen. Beim Video mit Zeichnungen wurde alles entschärft, da über die intimen Stellen schwarze Balken gelegt worden sind.
    Gut, dann haben wir die Videos auf vier Videoportale im Internet verteilt. Gleich zu Anfang wurde in einem kleineren Portal das Video mit den Zeichnungen erst einmal auf Eis gelegt, später aber dann doch freigegeben.
    Alles läuft jetzt schon über 2 Monate und wird auch schön geguckt. Auf dem größten Videoportal gibt es ein Video von uns ohne Zeichnungen und zwei Videos in unterschiedlicher Länge, aber mit denselben Bildern. Eins von den Videos mit Zeichnungen dort, war immer mit an oberster Stelle unter dem Thema Musterung und hatte mittlerweile über 11500 Besucher.
    Jetzt das Rätsel: Dieses meistbesuchte Video wurde jetzt wegen angeblich anzüglicher Nacktheitsdarstellungen vom Betreiber gelöscht. Das andere mit denselben Zeichnungen, ansonsten nur etwas kürzer in der Länge, lässt man aber einfach weiterlaufen. Es hat auch nicht so viele Besucherzahlen.

    Fragen:
    1.Was ist an schwarzen Balken anzüglich?
    2. Muss ein Video erst gut besucht werden, um gelöscht zu werden?
    2.a) Warum fällt es jetzt erst auf nach über zwei Monaten?
    2.b) Warum fällt das andere sehr ähnliche Video nicht unangenehm auf?
    3. Was ist an verdeckten Zeichnungen so schlimm, was aber in der Realität tagtäglich so wie dargestellt und auf perverse Art und Weise in deutschen Kreiswehrersatzämtern abläuft?
    4. Warum melden sich bei uns junge Männer, die Angst vor diesen perversen Doktorspielchen in den Kreiswehrersatzämtern haben und uns fragen, wie sie das umgehen können?
    5. Wieso dürfen solche perversen Schweinereien an zwangsbefohlenen jungen Männern jeden Tag in deutschen Kasernen der Bundeswehr, in den Kreiswehrersatzämtern und in den Zivildienstbehörden ablaufen, ohne dass sich überhaupt jemand dafür interessiert?
    Mein Schwester sagt, weil es ein Tabu ist in Deutschland.
    Wir von musterung.us und BASTA sagen, dieses Tabu MUSS gebrochen werden. Diese Schweinereien müssen aufhören und zwar SOFORT.
    Jeder der nichts dagegen unternimmt, macht sich nämlich mitschuldig. Jeder einzelne Deutsche, ob Mann oder Frau, ist aufgerufen dabei mitzuhelfen, dass diese PERVERSEN Doktorspielchen beim Militär aufhören.

    Erst kürzlich meldete sich bei uns ein Mann dessen Freund DESWEGEN in langjähriger Therapie ist. Der Betroffene selbst wollte sich nicht melden – ER SCHÄMT SICH!
    Wie vielen anderen Männern mag es so gehen? Deutsche Männer schämen sich zu sagen, dass sie sich dafür schämen, was in den Fängen der Bundeswehr mit ihnen passiert.
    Einer schrieb auch kürzlich, er fühlte sich dort wie auf einem Sklavenmarkt im alten Rom. Ich selbst kann das nur bestätigen, obwohl meine Musterungen schon lange her sind. Daraus kann man aber gut erkennen, DASS SICH NICHTS GEÄNDERT HAT.

    WIE LANGE SOLL DAS NOCH SO WEITERGEHEN?

    Wir schrieben alle Ärztekammern an, den Verteidigungsminister, ALLE Kreiswehrersatzämter, ALLE Abgeordneten, viele Minister persönlich, u.a. Gesundheitsminister und Familienminister, den Wehrbeauftragten……
    Niemand wollte mit uns diskutieren. Ich sehe daraus nur eines:
    ALLE SCHÄMEN SICH für diese PERVERSEN DOKTORSPIELCHEN, aber niemand will dagegen etwas machen!
    Deutschland – ein Land voll von GLEICHGÜLTIGEN und FEIGLINGEN!!!!!!!!!!!!!!!

  100. Hallo Zusammen,

    ich bin mittlerweile auf einige Seiten gestoßen, die in etwa die gleichen Ziele verfolgen. Es wäre mit absoluter Sicherheit erfolgversprechender, wenn man die Kräfte bündelt. Ein Tipp wäre u. a. auch diese Seite: http://www.schlussmitwehrpflicht.de/ mit in die Link-Liste aufzunehmen.
    Die wollen neben der Abschaffung der Wehrpflicht auch diese Untersuchungen abschaffen!
    Wenn es mit dem Video schon Probleme gibt, sollten wir überlegen, wie man es besser verpacken und trotzdem breiter streuen kann. Es gibt neuerdings Medien, die über Männerdiskriminierung berichten! So etwa der Focus in 38 und 40/2009.

  101. Hallo MatzeJ,
    ich finde Deine Idee ganz gut. Es scheint aber etwas schwierig zu sein, mit http://www.schlussmitwehrpflicht.de/ über Email Verbindung aufzunehmen. Die Mails kommen zurück. Das Forum hier soll von denen ja dann auch verlinkt werden.

    Hier noch ein LINK zu einem offenen Brief an die Merkel zur Nachahmung empfohlen. Die Wehrpflicht wird auch kurz angesprochen:

    http://www.deutschland-debatte.de/2009/12/09/offener-brief-an-die-bundeskanzlerin-frau-dr-merkel/

  102. Die Videos der Kampange sind anscheinend flächendeckend gelöscht worden. Da das fast zeitgleich auf allen Plattformen geschehen ist, steckt da wohl eine zentrale Stelle dahinter? Das bedeutet, dass man vom ignoriert werden zum bekämpft werden aufgestiegen ist. Meiner Meinung nach müssen die Videos jetzt schnell auf andere Seiten, so etwa auf diese hier, bevor sie wieder in allgemeine Vergessenheit geraten sind.

  103. Hallo Jochen,

    Du bombardierst die armen Abgeordneten ja geradezu mit Deiner Frage, mach das doch bitte auch hier immer publik, so dass man sich als Interessent vormerken kann.

  104. Hallo zusammen,

    an MatzeJ und Jochen: Ist mir da was durchgegangen? Welche Frage, welche Abgeordneten? Klärt uns doch bitte auf. Damit sich auch andere als Interessenten anmelden können.

    Grüße hubertkah

  105. Ich habe mich schon lange nicht mehr hier gemeldet, werde dies aber in den nächsten Wochen wieder verstärkt machen. Ich habe nach einer Phase sehr grosser beruflicher Belastung erfreulicherweise wieder sehr viel mehr Zeit Unruhe in Deutschlands Behörden zu verbreiten. Es gibt momentan nicht sehr viel neues zu berichten, aber immerhin habe ich doch auf Anfragen einige Antworten erhalten …

    Anlässlich des Weihnachtsfestes wollte ich hier heute aber eine kleineGeschichte einstellen, die ich auf einer anderen Platform gefunden habe und die ich nur ganz unwesentlich abgeändert habe :
    **************************************************************************
    Er war einmal …ein ganz gewöhnlicher Dienstag im Leben von Leonie Weber. Leonie ist gerade 18 jahre alt und besucht ein privates Gymnasium, als sie jedoch heute von der Schule nach Hause kommt, findet sie einen Brief vom Kreiswehrersatzamt in ihrem Briefkasten – Die Vorladung zur Musterung. Leonie denkt sich nicht viel dabei, muss ja schließlich jede Frau machen und der Staat schützt ja die Würde des Menschen… Der große Tag ist gekommen: Pünktlich um 7:30 Uhr findet sich Leonie in dem für Sie zuständigen KWEA ein und meldet sich an der Rezeption an, ein nett grinsender Mann erwartet sie schon und nimmt ihre Personalien auf. Nach einem kurzen Gespräch, ob sie denn nun zum Bund oder den Dienst an der Waffe verweigern wolle, beginnen nach kurzer Wartezeit die medizinischen Zwangsuntersuchungen.

    Seh- und Hörtest, Wiegen das alles ist ja nichts besonderes. Nach einer weiteren Wartezeit wird sie in einen neuen Untersuchungsraum gebeten, indem schon 2 weitere Männer auf sie Warten: Ein netter Amtsarzt und eine junge männliche Schreibkraft. “Bitte Freimachen” fordert der Amtsarzt und Leonie legt zögernd und verschämt all ihre Kleider vor den zwei Männern ab. Der Amtsarzt beginnt die Brüste vor den Augen der Schreibkraft nach Knoten abzutasten, danach geht er in die Hocke und spreizt Leonies Schamlippen, die Schreibkraft fragt “Wie viel?”, der Arzt antwortet: “Gar nichts”. Leonie steht unter einem leichten Schock, sie ist wie versteinert und weiß nicht wie sie reagieren soll, ihre Rechte kennt sie ja nicht – hatte Ihr ja auch Keiner vorgelesen, wie ein Roboter folgt sie den Befehlen. Der Arzt bitte sie sich umzudrehen und zu Bücken, spreizt ihr Gesäß mit seinen Handschuhen und fragt: “Hatten sie schon mal Hämorriden?” – “Nein” stammelt Leonie zögerlich. “Sie können sich wieder anziehen” erwidert der Arzt und spricht noch kurz mit der Schreibkraft, “Nehmen Sie bitte wieder im Warteraum Platz”, so die letzte Anweisung des Arztes. Und dort sitzt sie dann total verschüchtert und verschämt zusammen mit einigen anderen jungen Frauen …

    … und wenn Sie nicht als tauglich befunden wurde, hatte sie zumindest ein traumatisches Erlebnis. Ende.

    Nein. Das war keine erotische Kurzgeschichte für Fetischisten, sondern lediglich die Schilderung einer völlig normalen Musterung in einem Kreiswehrersatzamt, irgendwo in Deutschland. Selbstverständlich müssen wir aus “Leonie”, “Michael” machen und aus “Schamlippen spreizen und Brüste abtasten” wird “Hoden abtasten und Vorhaut zurückschieben”, ansonsten besteht allerdings keinerlei Korrekturbedarf.

    Mal ganz im Ernst: Diese Musterungspraktiken, würden sie Frauen betreffen, wären undenkbar in Deutschland! Ein Sturm der feministischen Entrüstung würde über die KWEA’s und die Politiker hinwegfegen. Es wäre von Missbrauch, (seelischer) Vergewaltigung, Sexismus und Diskriminierung die Rede – die Hölle wär’ los und das ist sicher nicht übertrieben ! Und die Verantwortlichen würden innerhalb allerkürzester Zeit aus ihren Dienstsesseln hinweg gepustet werden …

    Ich halte da j e d e Wette ! Und jeder weiss, dass ich sie gewinnen würde.

    Das weiss man natürlich auch im BMVg und hat deshalb für die heute freiwillig dienenden Frauen ein Untersuchungsverfahren etabliert, das sicher niemand beanstanden muss

    Solch einen schönen Artikel müsste man eigentlich mal in einer grossen deutschen Tageszeitung plazieren … aber die Staatsanwaltschaft würde dies schon verhindern.
    Dabei beschreibt er ja nur die Wahrheit, die man in Berlin aber sehr sehr gerne immer unter den Teppich kehrt … die aktuellen Ereignisse in Afghanistan beweisen ja, dass dies keine Hirngespinste sind. Im Notfall schafft man halt noch ein paar Quadratkilometer Teppiche in schwarz-rot-gold an unter denen man alles schön verstecken kann …

    Ja solch ein Artikel wäre doch was, so unter der Überschrift

    “WIEVIEL WAHRHEIT VERTRÄGT DAS LAND” oder aber “WIEVIEL GLEICHBEHANDLUNG VERTRÄGT DAS GRUNDGESETZ” – bei der letzteren Überschrift müsste man halt noch ergänzend erläutern wie man Menschen, äähh ich meine Frauen, bei der Bundeswehr mustert/untersucht.

    Vielleicht schicke ich diese kleine Geschichte aber auch nur an alle Bundestagsabgeordneten und einige verantwortliche Behörden so zur Jahreswende mit der Bitte dafür zu sorgen, dass die Menschenwürde und die Persönlichkeitsrechte von Leonie auch in 2010 gewahrt bleiben …
    und Deutschland so vor einem weiblichen Empörungs-Tsunami verschont bleibt.

    Viele von denen haben schon Briefchen von mir bekommen und vielen sind die langen Erklärungen vielleicht zu kompliziert … ein solch nettes Geschichtchen fasst doch die Fakten sehr sehr viel besser und verständlicher zusammen. Vielleicht hilft das dann einigen zu kapieren was Sache ist ..

    Was meint Ihr ?

  106. Hallo hubertkah,

    auf Deine Frage, ob Dir evtl. etwas durchgegangen sei, möchte ich allgemein auf folgenden Link http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37621–f239253.html#q239253 aufmerksam machen. Da gibt Dr. Gysi auf eine Anfrage von Mathias Frost zu unserem Thema eine – wie ich meine – hilfreiche und weiterführende Antwort (vgl. u. a. III und IV).

    Unser Kampf geht weiter. Vor allem sollte keine einzige Wahl ausgelassen werden, um die Parteien und Gruppierungen zu schwächen, welche diese Probleme nicht abstellen wollen. Heutzutage gibt es Alternativen für alle politischen Richtungen (vgl. meinen Beitrag vom 5. 12. 09 http://forum.meinungsschreiber.net/?page=Postings;id=18;thread=4552;post=
    760). Ein Minister, ein Staatssekretär (nach meiner Einschätzung der eigentliche Hardliner) und der frühere „oberste Soldat“ sind schon geflogen.

    Gruß

    Pygmohippo

  107. Na ja, die Geschichte ist wohl von schütze-arsch, ist da schon eine Weile drauf. Also, Dr. zu Guttenberg hat eine Frage vom 6.12. bereits mit einer Standardantwort abgeschmettert, auch vom 6.12. ist eine Frage an Fr. Kastner, ihrerseits neue Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, allerdings ist die von der SPD und hat daher ja keinen großen Einfluss. Ich habe einen interessanten Bericht der Annahmeuntersuchung von 2005 einer zukünftigen Militärärztin im Forum Soldatentreff gefunden, den werde ich mal auszugsweise im meinungsschreiber einstellen. Die Dame hat erstaunt festgestellt, dass in dem gesamten Untersuchungsbereich kein einziger (doch wohl einer) Mann ist und empfand das in Unterwäsche von Frauen begutachtet werden als Fleischbeschau! Sie sollte ja jetzt mit dem Studium fertig werden, wäre interessant, wie sie dann die von ihr bei Männern durchgeführten Untersuchungen bewertet.

  108. Hallo,

    ja MatzeJ die Geschichte ist von schütze-arsch – kann sein, dass die da schon länger drauf ist, ich habe sie erst vor ein paar Tagen gefunden.

    Viel wichtiger als diese Geschichte ist ganz zweifellos ein Artikel, den ich gestern gefunden habe :
    http://www.rav.de/publikationen/infobriefe/archiv/infobrief-98-2007/folterverbot-und-rechtsstaat-in-deutschland/

    Hier erklärt ein ehemaliger Bundesverfassungsrichter (war 12 Jahre im Amt) was das Grundgesetz und auch die entsprechenden Gesetze auf europäischer Ebene unter Folter verstehen.

    Jetzt werdet ihr denken … übertreibt der Schreiber jetzt nicht …

    Und er macht ganz klar, dass j e d e Form von erniedrigender und demütigender Behandlung von Menschen d u r c h d e n S t a a t g a n z e i n d e u t i g Folter darstellt. Er erklärt auch ganz genau dass der Begriff Folter weit über das hinausgeht, was man landläufig darunter versteht .

    LEST DIESEN ARTIKEL. Speziell ab der Überschrift “Erniedrigende Behandlung”. Der Artikel ist umfangreich, aber mehr als lesenswert.

    Ihr alle wisst genau wie viele Männer z.B. auf MEINUNGSSCHREIBER darüber gesprochen haben, wie sie die Musterung als demütigende und entwürdigende Behandlung empfunden haben. Bei einigen ist es die Prozedur als solche, bei den meisten aber die Tatsache dass sie sich vor 2 Frauen ausziehen müssen. Ohne Recht auf Untersuchung durch ausschliesslich männliche Personen. Denkt speziell auch an die anwesende Assistentin … die keinerlei Funktion hat …

    Ich habe heute kurz weiter gesucht und fordere Euch auch dazu auf nach Urteilen auf europäischer Ebene zu suchen … wichtig ist in diesem Zusammenhang der Art. 3 EMRK (Europäische Menschenrechtskommission). EIn Urteil habe ich auf die schnelle gefunden :

    http://www.menschenrechte.ac.at/docs/01_6/01_6_04.htm

    hier wird erzwungene Nacktheit vom Europäischen Gerichtshof EINSTIMMIG (alle Richter haben das so gesehen) als Verletzung von Artikel 3 EMRK angesehen. Denkt auch hier mal an die zuschauenden Assistentinnen … erzwungene Nacktheit vor Personen des anderen Geschlechts die nichts aber auch gar nichts mit der Untersuchung zu tun haben.

    Auch in einem anderen Artikel des Vereins demokratischer Ärzte und Ärztinnen wird von denen klar davon gesprochen, dass solche erzwungene Nacktheit eine psychische Demütigung darstellt :

    http://www.vdaeae.de/index.php?option=com_content&task=view&id=136&Itemid=50

    Auszug : Im nächsten Schritt wird ein Gefangener psychisch erniedrigt. Er wird nackt verhört.

    Ich habe vor Monaten in diesem Zusammenhang auch einen ähnlichen Artikel in der Wochenzeitschrift DIE ZEIT gefunden … ich werde den hier noch nachreichen.

  109. Toll – jetzt habe ich einen Artikel hier eingestellt und der wird nicht veröffentlícht.

    “Your comment is waiting for moderation”

    Wird jetzt hiér auch schon ZENSUR geübt und einige hier nicht gewünschte Schreiber – zu denen ich offenbar zähle – so aussortiert ???

  110. Als Ergänzung zu meinem Post vom 26.12. – ich sprach von einem Artikel in DIE ZEIT.

    Ich habe den bereits hier am 04.August eingestellt. Dort könnt ihr ihn bei Interesse nachlesen.

  111. betrifft: CarstenZ says:
    December 26, 2009 at 4:09 pm

    Toll – jetzt habe ich einen Artikel hier eingestellt und der wird nicht veröffentlícht.

    “Your comment is waiting for moderation”
    *************************************
    Hier wird keine Zensur ausgeübt, das muss ein Fehler im Programm sein und kommt immer dann vor, wenn vom gleichen Beitragsschreiber mehrere Kommentare hintereinander eingestellt werden. Ist auch bei mir schon passiert.

    Im übrigen wird momentan an der Website gearbeitet. Sie wird völlig neu konzipiert.
    Wir bitten daher, kleinere technische Fehler zur Zeit zu entschuldigen.

    **************
    betrifft: CarstenZ says:
    December 25, 2009 at 6:43 am

    dazu:

    Die Geschichte von der Musterung der jungen Frau kann ich nicht in großen Tageszeitungen veröffentlichen, aber in Internetblogs, die auch viel gelesen werden.
    Ich hoffe ihr seid einverstanden, wenn ich das mache.
    *******************

    Was das Anschreiben von Behörden oder Abgeordneten betrifft, so könnt ihr genau so gut gegen eine Wand reden. Lasst uns mal Klartext sprechen hier. So verbohrt und rigide wie das deutsche bürokratische und politische System ist, und wie die sich einen Dreck um die Würde von Menschen scheren, muss anders gehandelt werden. In erster Linie muss die Öffentlichkeit in breiter Form informiert werden, was so alles hinter verschlossenen Behördentüren passiert. Und dass Menschen noch jahrelang danach damit nicht zurecht kommen, wie sie vom Staat behandelt worden sind. So geht das nicht weiter!!!

    ************
    Noch etwas zum Kampagnenvideo. Wer Lust hat so etwas zu erstellen, wer gute Ideen hat so etwas in Form zu bringen, der soll sich bitte mit uns über googlemail.com in Verbindung setzen.
    Erfolg und Ansehen als Lohn muss dafür aber genügen.
    Gut wäre auch, Ton/Musik in so ein Video einzubauen.

    Unser Hauptvideo wurde von youtube gelöscht.

  112. CarstenZ says:
    “Ihr alle wisst genau wie viele Männer z.B. auf MEINUNGSSCHREIBER darüber gesprochen haben, wie sie die Musterung als demütigende und entwürdigende Behandlung empfunden haben. Bei einigen ist es die Prozedur als solche, bei den meisten aber die Tatsache dass sie sich vor 2 Frauen ausziehen müssen.”

    Ja, und wie ich jetzt erfuhr, geht die Schweinerei Anfang Januar schon wieder weiter in den KWEÄ. Man muss sich nur mal vorstellen, mit wie vielen Millionen Männern die bisher machen konnten, was sie wollten.
    WIE LANGE SOLL DAS NOCH SO WEITER GEHEN?

  113. Frohes und Gesundes Neues Jahr, allen zusammen und hoffentlich auch etwas Erfolg bei der Sache. Es gibt eine neue Frage an Herrn Grübel vom Verteidigungsausschuss.

  114. Hallo zusammen,

    und auch meinerseits für Alle ein frohes und gesundes neues Jahr 2010. Mögen wir in diesem Jahr wenigstens einige Teilerfolge feiern können.
    Habe die Frage an Herrn Grübel gelesen und mich direkt als Interessent eingeloggt. Der Aspekt der Diskriminierung der Männer ist wirklich sehr gut herausgearbeitet. Mal sehen, welche Antwort dazu kommt – und wann!
    Ich für meinen Teil hoffe ja immer noch, dass es uns gelingen wird dafür zu sorgen, dass diese Untersuchungen im Intimbereich (Genital- und Rektalbereich!) völlig abgeschafft werden und statt dessen, wie beim Genitalbereich der Frauen, komplett durch einen entsprechenden Fragebogen ersetzt werden. Wobei dann bei Auffälligkeiten eine fachärztliche Untersuchung bei einem Arzt/Ärztin der freien Wahl und des Vertrauens des/der Betroffenen eingeleitet werden kann.

    Grüße hubertkah

  115. Hallo miteinander,

    bei meinen Recherchen kenne ich keine Tabus und gerate dabei auch an Quellen, die sich nicht primär mit Wehr- oder Musterungsfragen befassen. So erlange ich hin und wieder außerordentliche Informationen.

    So hat eine Frau mal eine Diskussion ausgelöst, die selbst so gerne mal „Mäuschen“ bei der Musterung spielen wollte, wenn die Probanden ihr Genital entblößen müssen. Ja, auf den Einwand, was an der Musterung den eigentlichen Reiz ausmache, gings erst richtig los. Ich komme nun nicht umhin, etliche Zitate in Kurzform (keine Fakes) anzuführen. Ladies first:

    „Der große Moment, wenn sie die Ansage bekommen: Hose runter. Vielleicht noch ein irritierter ungläubiger Blick in die Augen, ein leichtes Zögern, was dann besonders antörnt, wenn man merkt, dass ein Kerl damit Schwierigkeiten hat und verlegen ist.“
    „Männer mustern ist doch was Geiles. Selbst die ganz Toughen werden doch bei ihrer Musterung hoffen, um so ne Bloßstellung rum zu kommen. Da schlägt´s ja dann wie der Blitz ein, wenn sie auch noch den Schwanz rausholen sollen, wenn so ein cooler Recke seine Eier abtasten lassen muss oder die Eichel lüften soll. Je mehr sich die Männer dabei zieren und sichtlich schämen, desto besser und geiler.“
    „Überhaupt würd ich ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass sich für die Jungs das Peinliche so allmählich steigert.“
    „Am interessantesten und geilsten ist es, die Scham und Peinlichkeit zu genießen, weswegen ich das auch richtig ausdehnen und ausnutzen würde.“
    A propos Sichtschutz: „Wenn ich ein kleines Mäuschen wäre, hätte ich wahrscheinlich die Chance, unterm Sichtschutz zum Durchkommen, jedoch ist es dem Mann dann sicher nicht so peinlich und der ganze Reiz ist verloren.“
    Zu Frauen, die sich freiwillig melden: „Sie hatte die Möglichkeit, ihren Frauenarzt aufzusuchen und musste nur den ausgefüllten Fragebogen mitbringen. Also liebe Jungs, nichts mit Traumberuf, hinterm Schreibtisch den Mädels beim Spreizen der Beine zuzusehen. Wäre ja menschenunwürdig für eine Frau, so nackt vor Arzt und Schreiberling zu stehen.“

    Und jetzt Männer
    „Deutschlands männliche Jugend muss sich dem staatlichen Zwangsdienst stellen und zur Krönung der Demütigung müssen sie sich vor 2 Frauen nackt ausziehen und sich einer mehr als fragwürdigen Untersuchung unterziehen. Das „weibliche Medizinpersonal“ wird hier als „Waffe“ vom Staat instrumentali-siert.“
    „Die Akuratesse bei der Genitalkontrolle steigt proportional mit der Frauenquote auf diesen Ämtern.“
    Ein weiterer hat das durchschaut und treffend auf den Punkt gebracht:
    „Wer solche Kontrollen vorgeschrieben hat, musste doch wissen, dass das für die Wehrpflichtigen beschämend ist und hat das in Kauf genommen oder sogar bezweckt. Darum seh ich das als reine Unterwerfungsgeste (wie auch im Tierreich: das Bloßlegen und Berührenlassen der Genitalien als Demonstration der Unterlegenheit). So ne Art sexuelle Demütigung, um von vornherein klarzustellen, wer das Alpha-Tier ist und wer der unterlegene Dienstpflichtige und Befehlsempfänger.
    Unter dem Deckmantel der Gesundheitsprävention kann man alles schön reden und sich damit anscheinend alles erlauben. Warum denen gerade die Geschlechtsorgane so wichtig sind und nicht etwa EKG (echtes), Ultraschall oder ein Lungentest? Alles sehr merkwürdig.“

    Ein anderer hatte sich während des Kalten Krieges als Zeitsoldat zum Offizier ausbilden lassen. Neben der Musterung ist er im Zuge der Ausbildung und des Dienstes x-mal untersucht worden. Später war ein Kamerad beim Sport zusammengebrochen und in die Klinik gekommen. Offensichtlich war bei den ganzen Untersuchungen der Genitalien übersehen worden, dass er einen Herzfehler hatte. Ihm war schon damals klar geworden, dass diese ganze Untersucherei zu nichts anderem dienen soll als zur Erniedrigung der jungen Rekruten. Als schon selber Ausbilder wollte er sich darüber mit einem Sanitätsoffizier unterhalten. Dieser weigerte sich, mit ihm darüber zu sprechen und schob alles auf Vorschriften. Nach Entlassung nahm er noch an Wehrübungen teil. Bei den deutlich älteren Reservisten um die 30 oder 40 Jahre wurden keine Untersuchungen mehr vorgenommen, sondern nur eine ärztliche Befragung. Sein Fazit: „Es geht also lediglich darum, Soldaten zu willfährigen Funktionsidioten zu machen, ihnen ihre Würde und ihren Stolz zu nehmen.“

    Vereinzelt hatten junge Männer berichtet, dass sie sich hinter einem vorhandenen Sichtschutz entkleiden und dann völlig entblößt vor Ärztin und Assistentin hervortreten sollten. Das habe ich bislang einfach nicht verstehen können. Jetzt ist es mir klar geworden. Das hat die Peinlichkeit auf die Spitze getrieben, an welcher Situation sich die agierenden Frauen füglich geweidet haben.

    Einen Vorzug haben die eingangs zitierten Damen vor vielen anderen. Das meine ich nicht ironisch und schon gar nicht überheblich. Sie sind grundehrlich und offenbaren so ihre Psyche und wahren Beweggründe. Sie lassen unverhüllt ihr nacktes Interesse an einer Bloßstellung junger Männer und einem (teilweise grob) autoritären Umgang mit ihnen erkennen, was den eigentlichen Kick ausmacht. Ich bin mir sicher, dass dies auch für die eine oder andere Ärztin gilt. Das bezeugen immer wieder berichtete barsche Aussprüche wie „Hier wird nicht diskutiert.“ oder „Jetzt verlier ich aber meine Geduld.“, mit denen die Probanden angeherrscht wurden.

    Niemand bedarf hier einer Nachhilfe in Anatomie, wofür es im Zusammenleben der Menschen wahrlich bessere Gelegenheiten gibt. Wir sind weder notgeil noch Halb- oder Viertelgötter. Wir sind und bleiben Menschen mit unseren ganz individuellen Unzulänglichkeiten und Schwächen. Aber niemand hat das Recht, andere für eigene Interessen zu missbrauchen oder gar herabzuwürdigen.

    Niemand kann mir meine Überzeugung nehmen, dass auch gewisse staatliche Stellen aus peinlichen Musterungen oder Untersuchungsszenarien Nutzen ziehen wollen. Denen geht es gewiss nicht um irgendeinen „Lustgewinn“, sondern allein um die Erniedrigung. Man erwartet, mit jungen Männern, die sich dem bereitwillig ausliefern, künftig widerspruchsfrei umspringen zu können.
    Welcher – nicht von wirtschaftlichen Interessen getriebene – Soldat bei klarem Verstand hätte schon Sehnsucht nach Afghanistan?

    Die Musterung ist eben kein Akt der Gesundheitsvorsorge, ganz im Gegenteil. Sie ist eine Selektion für Kampf- und Kriegseinsätze mit dem Risiko von Tod und schweren Verletzungen, zumindest lebenslangen Traumata.

    Zur Abrundung noch zwei Links mit Infos über die wahren Interessen an Afghanistan, die nicht in der veröffentlichten Meinung oder Politikerphrasen zu finden sind (http://www.youtube.com/watch?v=1wXqdhJrSXo und http://www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/Pfaffenhofen-Abzug-aus-Afghanistan-gefordert;art600,2231742).

    Unser Kampf geht weiter, entschlossener denn je.

    Gruß

    Pygmohippo

  116. Das hier lohnt sich auf jeden Fall auch zu unterschreiben:

    http://www.ramsteiner-appell.de

    Und hier mal hinein zu schauen, lohnt sich auf jeden Fall auch:

    http://www.schlussmitwehrpflicht.de

  117. Der Militarismus ist des Menschen Feind

    Jede Berührung mit dem Militarismus, macht die Menschen kaputt. Mit der Musterung beginnt es und dann geht es noch eindringlicher weiter. Bis das Militär seinen Wurm ganz tief ins Gehirn des Betroffenen eingesetzt hat.

    http://zeitkritiker.de/index.php/krieg/praeventivkriege/278-narben-die-soldatinnen-aus-dem-krieg-mitbringen

    Wie sehr viele von uns wissen, kann das schon während der Musterung passiert sein. Der Wurm frisst sich dann durchs ganze Leben. Aber einmal in einem Kriegseinsatz als Mann oder Frau in Uniform gewesen zu sein, ergibt neben vielleicht erfolgter körperlicher Wunden, vielmehr noch und auf jeden Fall seelische Wunden großen Ausmaßes.
    Noch nicht einmal Berichte von Betroffenen aber, scheinen in der Öffentlichkeit irgend eine Resonanz zu bewirken. Es wird weiter fleißig eingezogen und intern auch mitgemacht. Selbst Zivilisten – Ärzte und anderes medizinisches Personal – wirken mit vollem Enthusiasmus weiter an der Zerstörung von Menschenleben mit, ohne es scheinbar selbst überhaupt zu merken. Der jeweilige Mitarbeiter übt ja nur seinen Beruf nach bestem Gewissen und nach Recht und Gesetz aus. Was sind das aber für Gesetze, die Menschen kaputt machen?

    In der amerikanischen Armee sterben mehr Soldaten und Soldatinnen an Selbstmord, als im Kriegseinsatz. Das Pentagon will sich der Sache jetzt verstärkt annehmen, heißt es. Als ob sich das Pentagon für die Probleme von Menschen interessiert. So ein Blödsinn! Wenn die überhaupt etwas interessiert, dann geht es denen nur darum, die Moral der Truppe und die Kampfbereitschaft zu erhalten und wenn möglich sogar zu erhöhen.

    Immer wieder ist davon zu hören, dass in Deutschland auch die Bundeswehr im Innern eingesetzt werden soll. Das soll gesetzlich verankert und ins Grundgesetz eingetragen werden.

    http://www.mmnews.de/index.php/201002074873/MM-News/Bundeswehr-im-Inneren.html

    So wird es kommen, wenn das Volk nicht mal langsam den Mund aufmacht. Dann nämlich werden irgendwann wieder Deutsche auf Deutsche schießen. Oder andere Europäer auf Deutsche und die auf uns. Was heißt irgendwann? Das kann schneller passieren, als man denkt. Spätestens dann, wenn die Wirtschaftskrise bei uns voll durchschlägt und es Massenunruhen geben wird. Dann steht eine deutsche Soldatin oder ein deutscher Soldat schnell einer aufgebrachten Volksmenge entgegen und bekommt den Befehl zum Schießen. Egal, ob er dann selbst in einen psychischen Konflikt gerät, er wird dem Befehl Folge leisten MÜSSEN, sonst ist Sie oder Er selbst dran. Deutsche, macht die Spielchen der Obrigkeit mit Eurem Leben nicht mehr mit. Mitmenschen, wehrt Euch! Soldaten, desertiert! Das ist ein Aufruf an alle, die noch Mensch geblieben sind. Unsere Welt wird ins Chaos stürzen, sehr bald, der Iran wird angegriffen werden, selbst an der Grenze zu Russland haben die USA ihre Truppen verstärkt, Südamerika wird US-militärisch abgesichert und sie liefern in alle Welt mit großem Nachdruck ihre Waffen gegen Geld. Nur darum geht es denen, die das sagen haben, um Macht und Geld. Darin bildet auch die Deutsche Regierung keine Ausnahme. Angela Merkel verschenkte sogar Atomwaffen bestückungsfähige U-Boote an Israel, also direkt in ein Krisengebiet. Und alle anderen eigentlich friedvollen Menschen lassen sich für deren Wahnsinn benutzen. Der Staat holt Eure Söhne und immer mehr auch Eure Töchter. Wir erleben eine Blütezeit des Militarismus auf der Welt. Das alles wird und kann nichts Gutes verheißen. Setzt gemeinsam einen Schlussstrich darunter oder diejenigen, die um Euch im einzelnen einen Scheißdreck geben, die setzen einen Schlussstrich unter Euer Leben.

  118. Es gibt noch andere perverse Spielchen bei der Bundeswehr:

    Missbrauchsskandal bei der Bundeswehr
    Leber essen und Alkohol trinken bis zum Erbrechen

    http://www.n24.de/news/newsitem_5831663.html

    Die Truppe ist ein echter Sauhaufen würde ich sagen. Mein Vorschlag: Die BW am besten ganz auflösen!

  119. Hallo zusammen,

    Zur Zeit wird wieder an einer Kampagne zu dem Thema Intimuntersuchung während der Musterung. Wer sich beteiligen möchte kann mit uns Kontakt aufnehmen unter musterung@googlemail.com.
    Bald ist auch das schon länger angekündigte Buch zu dem Thema fertig und kann in Druck gehen. Nur noch ein wenig Geduld.

    Grüße hubertkah

  120. Stillgestanden – Koma, komm mal Saufen bei der Bundeswehr

    Hier ein satirischer Artikel zum Thema: Ermittlungen zu den Ekel-Mutproben und bizarren Ritualen in der bayerischen Edelweiß-Kaserne in Mittelwald.

    http://moltaweto.wordpress.com/2010/02/14/stillgestanden-%E2%80%93-koma-komm-mal-saufen-bei-der-bundeswehr/#more-4179

    Ohne Perversionen kommt die Bundeswehr eben nicht aus.

  121. Hallo Männer,

    wenn jemand die Idee schon gehabt haben sollte, Sorry hab ich nicht gesehen, nichts für ungut.

    So, folgendes wir (die Gesamtheit der jungen Männer Deutschlands) stehen dem Phänomen Musterung nicht wehrlos gegenüber. Wir können das (die Intimuntersuchun, ist ja der Aufreger) auf alle Fälle unterbinden, die Frage ist nur, welchen Aufwand wir bereit sind dafür zu betreiben. Bei mir beschränkt er sich muss ich ganz ehrlich zugeben, wahrscheinlich auf diesen Post. Aber mich persönlich hat das auch nie besonders gestört, da ich FKK Anhänger bin und so wie so so gut, wie kein Schamgefühl in Bezug auf meinen Körper habe, durchaus habe ich aber Gefühl für Anstand und ich sehe, dass dieser Umstand andere stört und das ist auch ihr Recht. Deswegen will ich sie zumindest hiermit unterstützen.

    1. Erster Punkt, du (ist Ok wenn ich dich duze?, wir sind ja alle Erwachsene) sagst, die Untersuchung kann schlichtweg verweigert werden, woanders eingeholt wie euach immer. Gut, wenn das so ist, reicht es ja prinzipiel aus zu verbreiten, dass man das kann, was ihr ja schon tut. Wenn ihr euer Buch auch noch rausgebrahct hat, ist dieses Phänomen für die die es stört wahrscheinlich Geschichte. Meine Anerkennung. Ich find das, was ihr gemacht habt echt toll, auch das Problem mal anzusprechen hat sicherlich Mut erfordert.

    2. Nehmen wir mal an das (Verweigern der Intimuntersuchung) geht nicht oder wird Verboten. Dann gibt es dafür für jeden Bürger die Möglichkeit eine Verfassunsbeschwerde ans Bundesverfassungsgericht zu richten, ja sogar unmittelbaren Rechtsschutz zu verlangen, wenn dafür die Zeit nicht reicht. Meiner Ansicht nach müsste das Verfassungsgericht der Beschwerde rechtgeben, weil hier wie schon von euch gesagt, die sexuelle Selbstbestimmung (in der Menschenwürde verankert), das Recht auf Gleichbehandlung und sogar die Religionsfreiheit verletzt ist. Das Gericht wird dem, wenn man die Untersuchung nicht anders umgehen kann, Recht geben. Ansonsten wären die Grundrechte eine Farce und es wär Zeit zum auswandern.

    3. Aber anscheinend muss man die Untersuchung ja gar nicht zulassen, also können wir uns darauf beschränken diesen Umstand hinreichend bekannt zu machen.

    So wenn ihr bis hier gelesen habt reicht, der Rest ist reine Konversation, aber auch interessant, liebe Grüße,

    ich wünsch euch was, ihr habt wirklich Eier Jungs,

    Xibex

    Ok, weils so schön ist, es ist klar, dass der Verteidigungsminister auf eure Beschwerde nicht reagiert. Wenn er das System umstellt, muss er ja mehr Geld ausgeben. Da habt ihr echt den Bock zum Gärtner gemacht.

    2. Für alle die, die schon eine Intimuntersuchung hatten und jetzt darunter leiden, versuch ich mal tröstliche Worte zu finden, ich weiß, dass das euer Problem nicht auf einen Schlag löst und etwas anmaßend ist, aber es ist nur nett gemeinte Anteilnahmen.

    1. Möglichkeit, du leidest schon ein bisschen darunter, aber nicht so wirklich. Dann sag ich schön, vielleicht gefällts dir ja, deine jetzt ohnehin verlorene Intimssphäre diesmal freiwillig abzulegen, dich an den FKK Strand zu legen und dir ein paar nackte Weiber anzuschauen. Das bleibt unter uns, aber ich kanns nur empfehlen.

    2. Variante. Mir ist Klar, dass Variante 1 vielleicht nicht jedem hilft. Wenn du also psychich wirklich darunter leidest, dann versuch doch das Bedürfnis nach einer Psychotherapie anerkannt zu bekommen und ich kann mir echt vorstellen das das geht. Die bezahlt dann die Krankenkasse, aber weils so schön ist könnten doch eventuel du oder die die Bundeswehr auf Schadensersatz verklagen. In dem Kontext auch wenn ich sie ansonsten wirklich gerne mag, hätte sie’s echt verdient, nobody is perfect.

    3. Vielleicht hilfts auch noch ein bisschen, sich vor Augen zu führen, dass ich lieber einmal im Leben zur Musterung gehe, als jedes halbe Jahr zum Frauenarzt. Und vor gut dreißig Jahren, waren das auch noch alles Männer. Mädels habens auch nicht leicht, aber man muss sich das Leben ja nicht noch schwerer machen. Ehrlich gesagt seh ich das Problem eher in Gottkomplex und Menschenverachtung der Mediziner im allgemeinen. Im Krankenhaus werden nämlich auch Frauen was die Intimssphäre angeht behandelt wie ein Stück Vieh. Ich weiß das, ich hab da gearbeitet. Aber das ist in diesem Fall ja nicht unsr Projekt, vielleicht später mal.

    Machts gut Jungs,

    Xibex

  122. Hallo Xibex,
    es ist schon richtig, dass die meisten Aspekte, die du ansprichst, irgendwo schon einmal angesprochen wurden.
    Aber trotzdem finde ich deinen Beitrag gut, weil du im Gegensatz zu einigen anderen Diskussionsteilnehmer hier nicht nur über den Schatten deiner ganz persönlichen Sichtweise springen kannst und deutlich mehr Verständnis für die Betroffenen ausdrückst, sondern auch erkennst, dass es um ein Recht auf Intimsphäre handelt und zwar auch bei Männern.
    Außerdem titulierst du diejenigen, die sich zu Recht darüber aufregen, nicht als „Weicheier, Waschlappen“ o. ä., sondern machst mit deiner Anmerkung („ ich wünsch euch was, ihr habt wirklich Eier Jungs“) auch deutlich, dass es ganz und gar nicht besonders männlich ist, sich von Amts- und Stabsärztinnen und deren Assistentinnen alles gefallen zu lassen und jede sexuell gefärbte Entwürdigung hinzunehmen und hinterher noch anzugeben, wie wenig das einem ausgemacht hat (egal wie tief die empfundene Demütigung geht) und/oder Angehörige des eigenen Geschlechts noch runterputzt, wenn die sich beschweren. Statt dessen ist klar, dass es sehr wohl männlich ist und Mut erfordert, sich auch gegen solche Übergriffe zur Wehr zu setzen.
    Auf einige Aspekte deines Beitrags möchte ich noch mal speziell eingehen.
    Zu erst einmal auf: „Wir können das (die Intimuntersuchung, ist ja der Aufreger) auf alle Fälle unterbinden, die Frage ist nur, welchen Aufwand wir bereit sind dafür zu betreiben. Bei mir beschränkt er sich, muss ich ganz ehrlich zugeben, wahrscheinlich auf diesen Post.“—Schade- würde mich freuen, wenn du dich noch mal öfter meldest, auch bei kontroversen Beiträgen. Die bringen schließlich auch weiter. Außerdem könnten wir noch ein wenig Unterstützung gebrauchen.
    „Aber mich persönlich hat das auch nie besonders gestört, da ich FKK Anhänger bin und so wie so so gut, wie kein Schamgefühl in Bezug auf meinen Körper habe, durchaus habe ich aber Gefühl für Anstand und ich sehe, dass dieser Umstand andere stört und das ist auch ihr Recht. Deswegen will ich sie zumindest hiermit unterstützen“
    Ich stimme dir in der Unterscheidung zwischen der freiwilligen Nacktheit bei FKK u. ä. und dem Anstand bei medizinischen Untersuchungen und dem Recht auf Wahrung des Schamgefühls zu.
    Ich möchte aber hinzufügen, dass hier auch ein gravierender Unterschied besteht. Es geht ja nicht um die Nacktheit allein, es kommt darauf an in welchem Beziehungszusammenhang der Beteiligten sie stattfindet: Viele Nudisten würden auf ihrem Gelände bekleidete Personen (außer Frauen vielleicht, die gerade ihre Tage haben) nicht akzeptieren. Sie akzeptieren sich in ihrer Nacktheit (und damit auch in ihrerer Schutzlosigkeit) gegenseitig und gehen des wegen ungezwungen damit um. Angezogene Personen würden diesen gemeinsamen Konsens stören.
    Deswegen ist der Besuch eines FKK-Geländes u. ä. in unserem diskutierten Zusammenhang nur bedingt tauglich, da es sich hier um unfreiwillig herbeigeführte Verletzungen des Schamgefühls und damit der Würde handelt.
    Schamgefühl (nicht nur bzgl. unserer Nacktheit, sondern auch in Bezug auf andere Dinge) ist eben auch ein Schutzmechanismus unserer Seele.
    Wenn ich zum Arzt oder einer Ärztin gehe, tue ich dies bewusst und habe meine Wahl selbstbestimmt getroffen, wem ich mich anvertraue (übrigens auch, welchem Assistenzpersonal ich vertraue). Ich habe in aller Regel auch eine Vorstellung darüber, was auf mich zukommt und kann mich darauf einstellen. Das ist auch ein gravierender Unterschied zu den gynäkologischen Untersuchungen, die du erwähnst.
    Im Gegensatz dazu wissen einige junge Männer gar nicht, dass sie auch nackt untersucht werden. Meinem Kousin ging es z.B. so. Als ich ihn darüber aufklärte, war er sehr erstaunt und peinlich berührt. Stell dir nun mal vor, er wäre in eine solche demütigende Schamgrenzen verletzende Situation, wie sie z.T. hier in diesem Forum beschrieben werden, völlig unvorbereitet geraten! Auch bleibt das genaue Vorgehen bei den Untersuchungen bis zum Schluss unklar, (damit bleibt es spannend bis zum Schluss), was ebenfalls belastend sein kann.
    Zum Schamgefühl folgendes Zitat aus einem Buch von Stephan Marks:
    Scham, die tabuisierte Emotion
    erschienen im Patmos Verlag
    … Die traumatische Scham … ist mit dem wohl schmerzhaftesten aller Gefühle verbunden: Dem Gefühl, unwert zu sein, ein Objekt, ein Nichts, liebens-unwert … und existenziell bedroht. Nach …. ist diese Scham “mit einer viel tieferen Angst als derjenigen vor Strafe verbunden, nämlich der Angst, aus der menschlichen Gesellschaft ausgestoßen zu werden zu werden. Scham bedeutet Angst vor totaler Verlassenheit … vor psychischer Vernichtung….”
    Ich habe dieses Zitat irgendwo im Internet gefunden, weiß aber nicht mehr wo.
    An dieser Stelle kommen wir zur Musterungsuntersuchung. Sie könnte natürlich auch völlig ok ablaufen, mit Achtung vor dem Untersuchten, Aufklärung über seine Rechte (insbesondere auf die Möglichkeit, die Intimuntersuchung bei einem Arzt/Ärztin seiner Wahl durchführen zu lassen; Anspruch auf einen Arzt des eigenen Geschlechts bei der Intimuntersuchung usw.) und mit Respekt vor seiner Intimsphäre. Aber das passiert so gut wie nie, da fast nie die betroffenen Männer über ihr Recht auf Verweigerung der Intimuntersuchung durch einen Musterungsarzt/-ärztin und Wahlfreiheit des Arztes-/Ärztin hingewiesen werden. Durch dieses Verschweigen und gleichzeitige Amtsanweisung bzw. eines militärischen Befehls wird sich dann der ungehinderte Zugang zur Untersuchung im männlichen Intimbereich verschafft. Und dann entstehen Situationen, die mit denen im Zivilbereich bei einer ärztlichen Untersuchung nicht mehr zu vergleichen sind.
    Keine Frau bekommt ein amtliches Schreiben mit Aufforderung sich zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem bestimmten Untersucher, auf dessen Auswahl sie keinen Einfluss hat eine gynäkologische oder urologische Untersuchung o. ä. durchführen zu lassen. Keiner Frau wird im Falle eines Fernbleibens von der Untersuchung mit einer polizeilichen Vorführung gedroht. Von keiner Frau wird unter solchen Umständen eine Nacktheit erzwungen. Keine Frau steht bei solchen amtlich herbeigeführten Bedingungen komplett nackt im Raum und wird unabhängig von ihrem Einverständnis von einem männlichen Untersucher im Genital- und Rektalbereich detailiert untersucht, während ein bis zwei männliche Assistenzkräfte ungehindert dabei zuschauen können. Und das alles, ohne dass die Frau das Recht auf die Anwesenheit einer eigenen Vertrauensperson nach §7 Abs. 4 der ärztlichen Berufsordnung während der Intimuntersuchung bekäme. Und das alles ohne Aufklärung über ihre Rechte. Diese Situation gibt es in Deutschland für Frauen einfach nicht. Erst Recht nicht für Frauen, die sich freiwillig zur Bundeswehr melden. Die ZDv schließt die Genitaluntersuchung durch Inspektion und Palpation durch einen Musterungsarzt/-ärztin ausdrücklich aus!
    Wenn man sich jetzt noch mal diese Situation genau spiegelverkehrt für Frauen vorstellt (also auch mit männlichem Assistenzpersonal , Trupenarztschreiber z.B. und ohne Sichtschutz) wird das glaube ich klarer. Wenn ein Arzt und ein oder zwei männliche Assistenzkräfte Untersuchungen bei Frauen auf diese Art im Zivilbereich durchführen würden, bekämen die Männer, und ich glaube darüber sind wir uns einig, so viel Ärger, incl. Ermittlungen vom Staatsanwalt, dass sie ihres Lebens nicht mehr froh würden. Hier wird außerdem für viele Männer auch der Aspekt der Ungleichheit und unterschiedlichen Bewertung bzgl. der Schutzwürdigkeit der Intimsphäre zu Recht als sexistische Diskriminierung empfunden.
    „2. Variante. Mir ist Klar, dass Variante 1 vielleicht nicht jedem hilft. Wenn du also psychich wirklich darunter leidest, dann versuch doch das Bedürfnis nach einer Psychotherapie anerkannt zu bekommen und ich kann mir echt vorstellen das das geht. Die bezahlt dann die Krankenkasse, aber weils so schön ist könnten doch eventuel du oder die die Bundeswehr auf Schadensersatz verklagen. In dem Kontext auch wenn ich sie ansonsten wirklich gerne mag, hätte sie’s echt verdient,“
    Ich stimme dir zu, ein Gerichtsverfahren, konsequent bis zum Europäischen Gerichtshof durchgezogen, verbunden mit deftigen Schadensersatzforderungen und Strafprozessen wegen sexueller Nötigung zumindest im minderschweren Fall im Rahmen von medizinischen Untersuchungen, Voyerismus (kann nach § 185 StGB als Beleidigung bestraft werden, hier wegen schamverletzender Blicke in den Genitalbereich, schließlich haben wir alle in bestimmten Situationen ein Gespür dafür, wie wir angesehen werden), Missbrauch im Amt bzw. der militärischen Befehlsgewalt usw. würden diesem Spuk wohl wirklich ein Ende bereiten.
    Zu den rechtlichen Aspekten habe ich noch einen interessanten Beitrag von Axel09 gefunden, den ich hier auszugsweise wiedergebe:
    „… Aber der Gesetzgeber hat den Schutz wohl derart definiert dass man einerseits die individuellen Befindlichkeiten eines jeden berücksichtigt, andererseits die Regel aber auch an objektiv anerkannten Masstäben misst. …

    Und einige dieser objektiven Masstäbe sind zum Beispiel in den Kommentaren zur Strafprozessordnung §81d (Verletzung des Schamgefühls) klar beschrieben :

    Beispiel :

    ich zitiere (Originalzitat) :
    “Das vom Gesetz nicht näher definierte Schamgefühl darf durch die Massnahme nach §81d nicht verletzt werden. Das kann in objektiver Hinsicht durch die allgemeinen Regeln der Schicklichkeit und des Anstands eingegrenzt werden. Auch darüber hinaus sind einzelfallbezogene objektive Gesichtspunkte für die Beurteilung massgebend ob das Schamgefühl verletzt ist. Das ist etwa dann zu bejahen, wenn sich die betroffene Person vor einer Person des anderen Geschlechts, die keine Ärztin oder Arzt ist, völlig entkleiden und eine Untersuchung ihrer Geschlechtsorgane dulden soll”.
    Ende Zitat

    Der letzte Satz macht deutlich dass zuschauende Assistentinnen bei den Musterungsuntersuchungen nach objektiver Betrachtung (führender Strafrechtsexperten) wohl eine Verletzung des Schamgefühls und damit einen Verstoss gegen Artikel 1 Satz 1 GG darstellen.

    An anderer Stelle (in einem anderen Kommentar) findet sich der Hinweis : (Zitat) “Das völlige Entkleiden vor einer Person des anderen Geschlechts, die nicht Arzt oder Ärztin ist oder die Untersuchung der Genitalien verletzt das Schamgefühl” (Zitat).

    Artikel 1 Absatz 1 GG lautet ja noch mal :
    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    Der Schutz von Artikel 1 Satz 1 GG gilt also für alle vom Staat veranlassten und durchgeführten Untersuchungen, z.B. für die Untersuchung von Beschuldigten oder Opfern in einem Strafverfahren aber ganz sicher auch für diese Musterungsuntersuchungen.

    Beim Schamgefühl vor einer Person, die Arzt oder Ärztin ist ist die Sache nicht ganz so einfach, aber der Gesetzgeber hat auch hier eine “zufriedenstellende” Regelung gefunden … dazu muss man sich nur den Text von §81d der StPO (als Beispiel) anschauen :

    (1) Kann die körperliche Untersuchung das Schamgefühl verletzen, so wird sie von einer Person gleichen Geschlechts oder von einer Ärztin oder einem Arzt vorgenommen.
    Bei berechtigtem Interesse soll dem Wunsch, die Untersuchung einer
    Person oder einem Arzt bestimmten Geschlechts zu übertragen,
    entsprochen werden. Auf Verlangen der betroffenen Person soll eine
    Person des Vertrauens zugelassen werden. Die betroffene Person ist
    auf die Regelungen der Sätze 2 und 3 hinzuweisen.
    (2) Diese Vorschrift gilt auch dann, wenn die betroffene Person in die
    Untersuchung einwilligt.

    Also muss man sich vom Gesetzgeber vorgesehenen Untersuchungen zwar unterziehen, man hat aber bzgl. des Geschlechts des untersuchenden Arztes/Ärztin zum einen ein “Wahlrecht” und man muss auch auf diese Regelung hingewiesen werden. Dieses “Wahlrecht” gilt dabei immer unter “normalen” Umständen und kann nur unter besonderen Umständen (z.B. Gefahr im Verzug) unterlaufen werden.“

    Kleine Anmerkung meinerseits zu gesetzlichen Grundlage der Intimuntersuchung: Da diese bei Frauen (Bw-Bewerberinnen) laut ZDv 46/1 nur mittels Befragung durch einen Fragebogen unter Einbeziehung bereits vorhandener Arztbefunde durchgeführt wird, und nur bei hierbei auftretenden Auffälligkeiten eine gynäkologische Untersuchung in die Wege geleitet wird, stellt sich mir natürlich auch die Frage nach der medizinischen Indikation der Genitaluntersuchung bei Männern zur Feststellung der Wehrtauglichkeit.

    (ZDv 46/1, Kap II, o) Genitalorgane der Frau
    235. Die klinische Untersuchung (ohne Inspektion der äußeren Genitalorgane) ist um die Erhebung
    einer spezifischen gynäkologischen Anamnese unter Nutzung des dafür vorgesehenen Anamnesebogens
    (Anlage 7/16-7121 der ZDv 46/1), ggf. unter Einbeziehung vorhandener Fachbefunde, zu ergänzen.
    Wird hierbei eine GZr I1 81 (oder eine höhere Gradation) festgestellt, ist eine gynäkologische Untersuchung durch eine(n) Facharzt/-ärztin für Gynäkologie und/oder Frauenheilkunde zu veranlassen, soweit kein aktueller Befundbericht vorliegt.)

    Und wenn wir schon mal dabei sind, dieselbe Frage stellt sich mir auch bei Untersuchungen im Rektalbereich.
    Den Leistenbruch kann man auch ohne Entblößung des Genitals abklären.
    Zu: „Ehrlich gesagt seh ich das Problem eher in Gottkomplex und Menschenverachtung der Mediziner im allgemeinen. Im Krankenhaus werden nämlich auch Frauen was die Intimssphäre angeht behandelt wie ein Stück Vieh. Ich weiß das, ich hab da gearbeitet. Aber das ist in diesem Fall ja nicht unser Projekt, vielleicht später mal.“
    Das es auch Schieflagen im Zivilen Bereich gibt, ist unstrittig und die sind genauso verwerflich. Es geht auch nicht darum zu klagen, dass generell nur Männer in dieser Hinsicht benachteiligt sind. Aber die Musterungsuntersuchungen bei KWEA, BW und zum Teil auch in den Gesundheitsämtern sind in dieser Art tatsächlichspeziell ein Problem der Männer.
    Wenn du Lust hast, melde dich doch noch mal.
    Gruß, hubertkah

  123. http://info.kopp-verlag.de/news/nato-befehl-fuer-afghanistan-frauen-sind-fuer-kinder-jungs-fuer-spass.html

    Im Artikel heißt es: “In der afghanischen Landessprache gibt es ein »Kinderspiel«. Es heißt »Bacha-Bazi«. Und es beinhaltet die Serienvergewaltigung kleiner Kinder, vor allem von Jungen.”

    In Deutschland heißt das Spiel Musterung und hier werden ab dem Alter von 17 Jahren, junge Mitbürger von systemhörigen Ärzten vergewaltigt.

    In beiden Fällen zielt das Ganze nur darauf ab, Menschen zum absoluten Gehorsam zu erziehen, damit man sie für die verbrecherischen Zwecke des Staates und der dahinter stehenden kleinen Gruppe der sogenannten “Elite” besser einspannen kann. So war es immer und zu jeder Zeit. Das ist nicht menschlich, das ist barbarisch. Ich könnte kotzen, wenn ich sehe, dass es heutzutage immer noch so gemacht wird und kaum jemand dazu den Mund aufmacht und noch weniger Menschen etwas dagegen unternehmen.

  124. Ja – wenn ich die letzten Kommentare so lese, da steht so viel richtiges drin dass man eigentlich gar nicht weiter darüber diskutieren muss.

    Es ist jetzt sehr später Sonntag abend aber vielleicht habe ich doch ein paar wichtige Informationen : es wird sich lohnen nächste Woche auf diese Platform zu schauen. Vielleicht, vielleicht auch auf andere Nachrichten-Platformen. Wer weiss. Es gibt einiges an Neuigkeiten und es sieht ganz danach aus, dass wir sehr bald einen ganz wichtigen Schritt vorankommen.

    Mehr wenn die Informationen bestätigt werden.

    Es haben jetzt einige Leute begriffen was der wirkliche Sinn und Inhalt unseres wichtigsten aller Grundgesetzartikels ist : “Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

    Der ganz wichtige Punkt ist die Erkenntnis dass das Schamgefühl elementarer Teil der menschlichen Würde ist – und das scheinen jetzt einige Leute begriffen zu haben …

    Viele / die meisten haben das hier schon immer begriffen – einige brauchen halt dazu länger.

    Mehr wenn sich die Neuigkeiten bestätigen …

  125. http://moltaweto.wordpress.com/2010/03/01/aufruf-weise-stromung/#more-4482

    AUFRUF “Die weiße Strömung”

    Holen wir unsere Soldaten aus dem Krieg nach Hause! Zeigen wir den Mächten die Weiße Flagge!

    Im Grunde wissen wir doch alle worauf es in einem Staat ankommt. Es geht darum, dass dieser nicht das Volk kontrolliert und gegen dessen erklärten und ausdrücklichen Willen handelt, sondern dass dieser Staat das tut, wozu er vom Volk durch dessen Arbeit jeden Tag aufs Neue finanziert wird.

    Das ist aber nicht mehr der Fall. Dieser Staat hat gegen unseren Willen und gegen die Verfassung unserer Republik seit über acht Jahren einen Krieg in Asien geführt und ihn jetzt sogar offiziell erklärt. Gleichzeitig wird, wie in jedem anderen Krieg der Menschheit zuvor, durch die kriegführende Obrigkeit versucht die Bevölkerung gegeneinander zu hetzen, damit sie den jeweils Nächstschwächeren auf die Kehle tritt. Der Wohlstand der Arbeitenden verschwindet, der Reichtum auf den Konten einer kleinen Oberschicht dagegen wächst und wächst. Schüler werden Lernmittelfreiheit und Chancen genommen, die Studenten sollen ihre Universitäten bezahlen, die Energiepreise explodieren, die Gesundheitsversorgung wird schlechter, teurer und Konzerninteressen geopfert. Derweil wird die Ethik des Zusammenlebens auf Macht reduziert. Die Kultur wird abgebaut, die sozialen Rechte werden abgebaut, die Freiheit wird abgebaut und man fragt sich: wo geht das alles hin? Wer profitiert davon?

    Ende September 2008 werden durch Banker Gesetze für die Finanzierung ihrer eigenen Finanzinstitutionen durch den Staat entwickelt. Bereits am 17.Oktober wird dann dieses “Finanzmarktstabilisierungsgesetz” in Höhe von 500 Milliarden Euro unserer Steuergelder durch ein Parlament beschlossen, das extra dafür sogar seine mittlerweile berühmte Geschäftsordnung ändern muss, was mit Zustimmung aller “Parteien” geschieht. Über die in diesem Gesetz versteckte “Kreditermächtigung” sind weitere Hunderte von Milliarden neuer Schulden des Staates zugunsten von Banken möglich, die über das Geldschöpfungsmonopol und die “unabhängige” Zentralbank EZB in Frankfurt selbst unbegrenzt Geldmittel aus dem Nichts erfinden und zu ihren Zwecken einsetzen können. Und nun sprechen Vertreter der Nomenklatura von einer “Dekadenz” ausgerechnet der Ärmsten des Volkes wie im spätrömischen Imperium. Dabei liegen die Parallelen ganz woanders.

    Auf Befehl unseres Militärs werden in einer deutschen Besatzungszone in Zentralasien über Hundert Menschen in einem Massaker umgebracht, ohne dass dies irgendeine juristische Konsequenz hat. Durchgeführt wird diese Operation am 4.September 2009 – nur Wochen vor der Parlamentswahl – durch eine geheime “Task Force 47″ der Regierung, die seit zwei Jahren in der deutschen Besatzungszone operiert und von der sämtliche Parlamentarier in Berlin nach eigenen Angaben keine Ahnung hatten. Das mag damit zusammen hängen, dass im Reichstag während des gesamten Jahres 2009 nur 16 von 52 Wochen überhaupt getagt worden ist.

    Als Antwort schicken genau diese Parlamentarier nun noch mehr Soldaten nach Afghanistan und das, nachdem die Regierung sich vor sie hinstellt und einen vor über acht Jahren begonnenen Angriffskrieg als “bewaffneten Konflikt” erklärt.

    Nicht nur in den Kriegsgebieten Asiens und Afrikas werden jeden Tag blutige Attentate begangen, ohne dass diese durch die Besatzungs- und Militärmächte aufgeklärt werden, sondern auch in den Staaten der kriegführenden Mächte selbst. Der weltweite “Krieg gegen den Terror” begann mit Tausenden von Toten auf dem Boden der Vereinigten Staaten am 11.September 2001. Niemand in den zur Verhinderung solcher Attentate über Jahrhunderte aufgebauten Apparaten von Militär, Spionage und Polizei musste wegen diesen Attentaten zurücktreten, geschweige denn der oberste Verantwortliche, Präsident George Bush – im Gegenteil. Unter dem Schock dieser Attentate beginnt zu diesem Zeitpunkt ein Systemwechsel des ehemaligen “Westens” hin zu einer verschmelzenden Melange von Kriegerstaaten, in denen nicht nur im Äußeren, sondern auch im Inneren ein systemischer Angriffskrieg gegen Frieden, Freiheit und Verfassung der Menschen geführt wird.

    Der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, redet vor seinem Amtsantritt im Januar 2009 zuerst von einem “Wandel” und führt dann nach seinem Amtsantritt den weltweiten Krieg ungehemmt weiter, ebenso die Militärlager, in denen “Verdächtige” ohne Gerichtsverfahren jahrelang unter Folter und Misshandlung einsitzen. Die Überwachung und Kontrolle der eigenen Bevölkerung wird weiter forciert. Im besetzten Afghanistan wird massiv aufgerüstet. Der benachbarte Iran wird, wie zuvor der Irak, ohne Beweise des Besitzes von Massenvernichtungswaffen beschuldigt und mit Krieg bedroht. Nach dem obskuren angeblichen Attentatsversuch eines “Unterhosenbombers” in Flug 253 nach Detroit zu Weihnachten verlangt das US-Militär einen Einmarsch im Jemen. Anschließend spricht selbst der US-Präsident von einem “systemischen Versagen” seines Spionageapparates, eine Intervention im Jemen wird gerade noch abgewendet.

    Auch in der Atommacht Pakistan wird ein nebelhafter Krieg geführt. Wer da eigentlich gegen wen kämpft und woher Waffen, Nachschub, Munition, Geldmittel und Informationsbeschaffung aller Beteiligten überhaupt geliefert werden, bleibt im Dunklen. Gleichzeitig schütten die Militärs in Afghanistan jedes Jahr Hunderte von Millionen Dollar und Euro an irgendwelche “Milizen” aus, ohne dass die Öffentlichkeit erfährt, was diese damit anstellen. Zur selben Zeit reisen irgendwelche Mordkommandos mit Pässen um die Welt, die von den Behörden der kriegführenden Mächte ausgestellt werden, unter ihnen Deutschland. Währenddessen überflutet uns eine kommerzielle Informationsindustrie durch ihre “Medien” mit primitivem Müll, Geschichten über Prominente und ebenso regelmäßig mit Panikkampagnen, die wahlweise vor Pandemien, Attentaten oder allerlei Katastrophen warnen. Demgegenüber werden für die Bevölkerung relevante Informationen verschleiert und verschwiegen.

    Derweil ist unsere Demokratie wie gelähmt. Die gesamte Nomenklatura sitzt auf der Handbremse. Beschlüsse von Parteitagen werden ignoriert, genauso wie Parlamentsbeschlüsse, ja selbst Gesetze und sogar das Grundgesetz. Das Bundesverfassungsgericht braucht oft Jahre um zu einem Beschluss zu kommen und muss anschließend, wie die gesamte Bevölkerung, ohnmächtig dabei zusehen wie auch dieser Beschluss ignoriert wird.
    Dazu versagen mit den “Parteien” auch alle anderen politischen Organisationen. Die Gewerkschaften und Interessenverbände, in denen sich Verwaltungen und Bürokratien zusammen mit deren Gehältern aufgebläht haben, sind kampagnenunfähig oder -willig.

    So kann es nicht weiter gehen. Aber wie beenden wir das?

    Indem wir Druck auf die herrschenden Kreise aufbauen, öffentliches Interesse für unsere Werte und politischen Anliegen wecken und wie am Ende der DDR zeigen, dass WIR das Volk sind und nicht die Schauspieler in den Propagandazentralen von Presse, Politik und Apparat. Dafür müssen wir eine für alle sichtbare und kraftvolle geistige Strömung initiieren, die nicht auf herkömmliche und gescheiterte Mittel der Meinungsäusserungen wie Demonstrationen und Versammlungen zurückgreifen muss, an deren zahlenmässiger Beteiligung meist alles auf Biegen und Brechen scheitert.
    Ziel muss es sein in den Menschen positive Grundstimmung, Verständnis und Sympathie hervorzurufen, nicht nur für die gemeinsame geistige Strömung, sondern auch für einander und vor allem für sich selbst. Hierbei spielen Symbolik, Ästhetik und kreative Eleganz eine wichtige Rolle.

    Inspirieren wir die Schulen, Bildungsstätten und Universitäten, auf dass sie wieder Orte des Lernens und der Suche nach dem Fortschritt sind und nicht mehr Fischteich der Konzerne. Dringen wir vor bis in die Gewerkschaftshäuser und Werkskantinen und erinnern wir sie an alte Zeiten.
    Laden wir die Kirchengemeinden ein, sich zu beteiligen und erinnern wir uns dabei daran, dass noch nie alle in die gleiche Kirche gingen. Ergreifen wir Missverständnisse als Gelegenheit sie zu lösen. Begreifen wir, dass die Welt sich verändert hat seit sie existiert und dass sie für uns nicht damit aufhören wird.

    Lassen wir im Staffellauf der Epochen nicht den Stab in den Staub fallen, geben wir nicht auf was uns nicht gehört. Lasst uns nicht unserer nächsten Generation gegenüberstehen und zynisch die leeren Hände heben. Wenden wir uns gegen Zustände, nicht Bevölkerungsteile und seien wir die Feder im Land der Dichter und Denker, die ein neues Kapitel unserer Republik des 21.Jahrhunderts schreibt. Ergeben wir uns nicht der Macht des Krieges durch Kapitulation oder “Appeasement”, sondern kontern wir mit der Sympathie des Volkes für unsere Sache, mit Diplomatie und der Farbe des Friedens.
    Bilden wir eine geistige Strömung aus jeder einzelnen Gedankenquelle dieser Republik. Hängen wir die Weißen Flaggen aus den Fenstern. Zeigen wir Flagge in den Fahrzeugen, Büros, stets ohne Beschädigung an Gebäuden befestigt, vielleicht nur auf der Größe eines Din A4 Blattes. Kleine Anstecker oder Plaketten können folgen, der Weiße Schal noch ein, zwei Monate zum langen Winter passend, doch danach folgt der Frühling und das Weiße Tuch. Stören wir in den Flaggen, Fahnen und Flächen das Weiß nicht durch weitere Zeichen oder Symbolik. Es steht für sich selbst.

    Viele kennen diese alte Geschichte: Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weißen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.”

    Zeigen wir nun im 21.Jahrhundert den Mächten dieser Welt, dass wir nicht mehr Teil eines Imperiums, sondern das Volk einer freien und souveränen Republik sind, unabhängig und selbstbewusst gegenüber jedweder anderen Macht.

    Gehen wir in den Frühling einer neuen Zeit. Bilden wir eine Weiße Strömung, die den Krieg hinweg spült und unsere Soldaten nach Hause trägt.

    Allez, les enfants de la Republique!

    Dieser Aufruf unterliegt keiner Urheberschaft und kann von jedem verbreitet oder gekürzt veröffentlicht werden, solange er nicht verfälscht wird.

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