Willkommen

Willkommen auf der Homepage der BASTA-Kampagne! Die BASTA-Kampagne ist eine internationale, überparteiliche und weltanschaulich unabhängige Initiative von Aktivisten die sich gegen erniedrigende Behandlung und sexuelle Übergriffe und Demütigung in und durch staatliche Institutionen wendet.

BASTA wurde ursprünglich aus Protest gegen die erzwungenen und demütigenden Untersuchungsbedingungen in deutschen Kreiswehrersatzämtern gegründet. Uns eint das Bekenntnis zur Unteilbarkeit der Menschenwürde und der Einsatz für die Durchsetzung der Persönlichkeitsrechte sowie die Gleichwertigkeit aller Menschen.

Hier gehrt es weiter.


Welcome to the BASTA Campaign! State sanctioned abuse of soldiers through humiliating ‘medicals’ is common practice in many of the world’s armed forces. BASTA campaigns for dignity for all human beings – civilians as well as military personnel. We want a world without humiliation. We also insist that only serious threats of invasion shall allow a state the right to resort to military conscription.

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Brief an den Wehrbeauftragten

11 Feb 2016

Hallo Herr Petersson,

anbei wie zugesagt der offene Brief an den Wehrbeauftragten Jahr und die „Antwort“ vom Anfang des letzten Jahres. Da ich nach wie vor an dem Thema dran bin, anbei auch noch die aktuellen Erkenntnisse. So wird entgegen meiner Aussage in dem offenen Brief wohl doch noch häufiger direkt und ohne Sichtschutz vor weiblicher Assistenz untersucht, etwa in Hannover. Und auch die zukünftigen Offiziere sind nicht mehr mit der Ärztin alleine. Mehrfach wurde berichtet, dass am ACFüKrBw neben der obligatorischen Ärztin auch eine sehr junge „Assistenzärztin“ anwesend war, die nicht selber untersuchte aber die gesamte Untersuchung beobachtete. Die nackten männlichen Bewerber werden jetzt also auch hier wie früher nur die Wehrpflichtigen ohne Sichtschutz direkt vor der Arzthelferin vorgeführt.

Noch haben die Offiziersanwärter im Truppendienst dann aber das Privileg, nur von einer Ärztin ohne Assistenz untersucht zu werden.

Die Bewerberinnen für den Freiwilligen Wehrdienst müssen offenbar inzwischen ein Gutachten vom Frauenarzt vorlegen, ansonsten werden auch sie komplett (nackt) begutachtet, genau wie die Männer. Allerdings weiß ich von mindestens einem Fall, wo die Bewerberinnen sich geweigert haben, von einem männlichen Arzt begutachtet zu werden. In einem Center in Thüringen waren fast ein Drittel der Bewerber für den FWD Frauen, hier untersuchte eine Ärztin und ein Arzt. Nachdem die ersten Bewerberinnen mitbekamen, dass sie auch zu dem männlichen Arzt sollten, haben sich alle Bewerberinnen geschlossen dagegen verwehrt, auch die, die ein Attest vom Frauenarzt hatten und entsprechend die Unterwäsche anlassen konnten. Die jungen Männer, die sich durchweg nackt präsentieren mussten, haben sich selbstverständlich nicht beschwert, obwohl es den Meisten durchaus recht peinlich vor einer Ärztin war.

In den Zentren wird jetzt zwar öfter auf die weibliche Assistenz verzichtet, dafür gibt es die Nacktvorführung dann in der Kaserne. In Berlin haben Anfang 2016 wieder Rekruten ihren FwD mit der AGA begonnen. Die ärztliche Untersuchung machte hier ein älterer Arzt mit einer jungen Assistentin, beide komplett in weiß gekleidet und daher offensichtlich ziviles Personal. Die Frauen waren allesamt nur ganz kurz bei dem Arzt, es wurde kein Attest vom Frauenarzt verlangt, höchstens eines vom Hausarzt. Untersucht wurde nicht, nur Fragen gestellt. Die Männer bekamen vorab einen Infobogen zum Thema Hodenkrebs. Beim Arzt mussten sie sich dann komplett ausziehen. Zur Erinnerung, die ZDv schreibt eine Untersuchung der Hoden nur einmal im Jahr vor und die FwDler wurden i. d. R. ein halbes Jahr vor Dienstantritt gemustert. Auf die Frage, ob denn die junge Assistentin dabei war, antworteten sie, dass sie die ganze Zeit zugesehen hat und dass es schon sehr unangenehm war, aber sie wollten sich nicht extra beschweren.

Hier wird auch das ganze Dilemma deutlich. Während Mädchen und junge Frauen von frühester Kindheit dazu erzogen werden, sich sofort wegen jedem Ding zu beschweren, werden die jungen Männer nach wie vor immer noch so erzogen, dass sie fast Alles mit sich machen lassen. Die unterschiedliche Wahrung der Persönlichkeitsrechte von Frauen und Männern durch staatliche Institutionen beschränkt sich nämlich bei weiten nicht auf die Bundeswehr. Ein zukünftiger Kommissar der Polizei berichtete mir ganz entrüstet, dass eine Bekannte von ihm bei der Bewerbung halbnackt vor einem Arzt stehen musste. Auf seine eigene Untersuchung angesprochen, kam dann heraus, dass er ganz nackt vor drei Frauen, einer Ärztin und zwei Helferinnen (ohne Sichtschutz) stehen musste. Diese Konstellation ist offenbar bei Polizei, Bundespolizei, Zoll und Justiz nicht selten. Im Gegensatz zur Bundeswehr wird hier jedoch nur geguckt, d. h. die Hoden werden nicht palpiert sondern nur begutachtet. Allerdings muss Mann sich vor einer Ärztin auch die Vorhaut zurück ziehen, obwohl gemäß PDV 300 eine Phimose keinen Grund für eine Dienstuntauglichkeit darstellt. Die ganze Sache auf die Spitze getrieben hat dann aber wohl ein männlicher Arzt in Sachsen-Anhalt, der die Bewerber für den mittleren Justizdienst untersucht hat. Der Arzt hat die Begutachtung der Genitalien der jungen Männer tatsächlich vollständig seiner Arzthelferin (geschätzt auf Anfang Zwanzig) überlassen. Die junge Dame konnte so den ganzen Tag ganz offiziell alle nackten jungen Männer ansehen, die sich dort beworben haben.

Und sogar die zivilen staatlichen Institutionen machen diesen Unterschied. So muss im Rahmen der MPU eine Urinprobe abgegeben werden. Dabei wird genau auf die Genitalien geachtet, damit hier keine Täuschungsversuche, etwa durch Kunststoffpenise mit Wasserfüllung, möglich sind. Bei Frauen dürfen selbstverständlich nur Frauen zusehen, bei Männer dagegen jede Person, die möchte. So wird es etwa an der Universitätsklinik Hamburg gehandhabt.

Hochinteressant ist auch, dass diese unwahrscheinlich wichtige Begutachtung der Genitalien am nackten Mann offenbar nur bei staatlichen Waffenträgern notwendig ist. Berufsfeuerwehr, THW oder auch privaten Wachfirmen reicht (wie bei jeder anderen Arbeitsmedizinischen Untersuchung auch) ein einfacher Urintest aus, um den Status der Harn- und Geschlechtsorgane zu ermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Frost

Offener Brief an den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages

Antwort Wehrbeauftragter

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Keinen Bock auf Angrabschen! Junge Männer und die Bundeswehr

Neben vielen Schwierigkeiten, über die seit Monaten in den Medien berichtet wird, ist die Bundeswehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht mit einem noch viel größeren Problem konfrontiert – mit konstant zu niedrigen Bewerberzahlen.
Trotz der verschiedenen kostspieligen Werbeaktionen, die fast schon so rührend wie verzweifelt wirken, wären die Methoden nicht zum Teil so dubios, bleibt der willige Nachwuchs aus.
Denn bereits am Anfang noch vor dem Diensteintritt steht die erste abschreckende Hürde – die Tauglichkeitsuntersuchung, früher Musterung genannt.
Offensichtlich können sich gerade junge Männer Besseres vorstellen, als sich demütigenden Nackt- und Intimuntersuchungen durch ihre künftigen „Kameradinnen“ des Sanitätsdienstes zu unterwerfen. Diese verflixten jungen Drückeberger wollen diese entwürdigende Prozedur doch einfach nicht als wohlmeinende Fürsorge oder Vorsorgeuntersuchung akzeptieren!
Auch wenn vorher Generationen Wehrpflichtiger selten öffentlich darüber gesprochen haben, die Abstimmung mit den Füßen, die seit Aussetzung der Wehrpflicht möglich ist, spricht Bände.
Bereits im Jahr 2012 wurde auf der Jahrestagung der Arbeitsgruppe chirurgisch tätiger Sanitätsoffiziere (ARCHIS) ein Vortrag gehalten, in welchem die Praxis der Intimuntersuchung bei Männern zum ersten Mal offen kritisiert und mit den aktuell niedrigen Bewerberzahlen in Zusammenhang gebracht wurden. In der 8-9/2012er-Ausgabe der „Wehrmedizinischen Monatsschrift“ wurden alle auf der Jahrestagung gehaltenen Vorträge publiziert – bis auf den brisanten über die Praxis der männlichen Intimuntersuchung bei Musterungs- und Einstellungsuntersuchungen. Dieser bisher unter Verschluss gehaltene Vortrag ist nun an die Öffentlichkeit gelangt und spricht die Missstände innerhalb des Sanitätsdienstes der Bundeswehr an, welche Verteidigungsministerin von der Leyen erneut unter Rechtfertigungsdruck stellen dürften.
Der Vortrag ist hier einzusehen!
Intimuntersuchung

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Sehr geehrte Ärztinnen und Ärzte der Gemeinde Linz,

als österreichischer Arzt bzw. als österreichische Ärztin haben Sie geschworen Ihr Wissen und Können zum Wohle der Menschen einzusetzen und die Menschenwürde und die Menschenrechte stets zu achten. Die Verantwortlichen des Bundesheeres planen nun zivile Ärzte einzusetzen, um erzwungene Untersuchungen an stellungspflichtigen Männern durchzuführen. Diese Untersuchungen beinhalten auch die zwangsweise Untersuchung der Genitalien – ohne Alternative. Erzwungene Nacktheit ist Missbrauch und ist mit der Würde des Menschen unvereinbar. Darum fordern wir Sie auf, sich nicht an den Musterungen des Bundesheeres zu beteiligen! Hier weiter

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Der Unterschied zwischen Männern und Schlachtvieh

Es kann darüber gestritten werden, ob zehn Sandkörner noch ein Sandhaufen sind. Man kann auch darüber streiten, ob eine befruchtete Eizelle schon ein Mensch ist. Und es mag auch Verhaltensweisen von Menschen geben, die so unmenschlich sind, dass es gerechtfertigt sein kann, den Ausführenden der Handlung als Schwein zu bezeichnen. Hier weiter

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Hilfe für Betroffene

Wir von BASTA sind, im Laufe der Jahre, in denen wir an dem Thema Musterung gearbeitet haben, mit vielen Männern die von einem so genannten Musterungstrauma betroffen sind, in Kontakt gekommen. Wir sind keine professionellen Therapeuten und können darum nur Hinweise geben wo du dir professionelle Unterstützung suchen kannst und wie du dir erst einmal selbst helfen kannst.

Hier geht es weiter.

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Meine Seele ist zerrissen worden

EPSON scanner image  …meine Hände begannen langsam zu zittern. In dem Internet-Café war es sehr still. In dem Raum saßen nur drei oder vier Personen. Ich las Ihren Text und stellte fest, dass ich schließlich anfing zu weinen. Ich sah meine Verwundung. Meine Seele war zerrissen worden. Statt einer Narbe unter dem Verband sah ich schließlich nach 26 Jahren eine offenen, klaffende Wunde voller Blut.  (…) Wie kann man Menschen helfen, deren ganzes Leben hiervon überschattet wurde, und deren Jugend zerstört worden ist. Die Menschen, die sich hierfür zur Verfügung gestellt haben, müssen zur Verantwortung gezogen werden.  (…) Ich habe es wie ein Schaf zugelassen, dass das Land der Shoah mir gegenübertrat, um meinen Körper zu schänden. (…) Als Siebzehnjähriger im Kreiswehrersatzamt Recklinghausen war ich im Jahr 1985 zu feige, um mich zu widersetzen. Wie soll denn ein junger Mensch ohne Informations-möglichkeit einer solchen staatlichen Übermacht widerstehen.

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Hier the UN Declaration of Human Rights

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Aufruf: Schweizerinnen und Schweizer, wehrt euch gegen die Wehrpflicht!

Wehrpflicht bedeutet nicht nur, willkürlich der individuellen Freiheit beraubt zu sein, sondern auch auf das Recht auf freie Arztwahl verzichten zu müssen und sich entwürdigenden, erzwungen Untersuchungen unterziehen zu müssen. Die Gefahr des Missbrauchs liegt hier auf der Hand.

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Schweiz soldaten

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BASTA Kampagne jetzt auch in den sozialen Netzwerken

Uns findet ihr nun auch auf Twitter und Facebook.

 

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Brief an Musterungsärztin Sybille Teichert

Offener Brief:

“Ich würde Ihnen gern die Hand geben, aber mit Hut begrüßt man eine Dame nicht” mit  diesem Satz haben Sie – so geben Sie zumindest stolz zu Protokoll- den ein oder anderen Wehrpflichtigen im KWEA Hannover begrüßt um ihn nur wenige Minuten später, völlig nackt, vor den Augen einer meist weiblichen Schreibkraft, zwangsweise intim zu untersuchen. Halten Sie so etwas für damenhaft?

 

Sybille Teichert

From The Red Cross, Geneva. Any comment to that, Ms Teichert?

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Unser Blog ist online

Kommentare zum aktuellen Geschehen und Hinweise auf aktuelle Kampagnen finden sich ab sofort auf unserem Blog.

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Homepage von Lars G. Petersson ist online

Die Homepage des Mitinitiators der BASTA Kampagne ist online.

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